Genetische Untersuchung des ungeborenen Kindes

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von alfa-biene 25.02.11 - 11:31 Uhr

Hallo,

ich habe mal eine ganz spezifische Frage:

Kann man bzw. darf man eine genetische Untersuchung des ungeborenen Kindes machen?

Kurz zu meiner Geschichte:
Ich habe letztes Jahr in der 24. SSW erfahren, dass mein Sohn eine sehr schwere Behinderung haben wird, die ihm das Leben nicht ermöglichen würde. Daher musste ich mich für einen Abbruch entscheiden. (Bitte keine Vorhaltungen, wenn man nicht in der Situation war)
Nun hieß es die ganze Zeit, dass wäre nur ein Fehler der Natur also .
Es wurde aber jetzt festgestellt, dass es doch eine genetische Erkrankung war und unser Risiko einer weiteren Erkrankung bei 25% liegt.

Da ich nun in der 10. SSW bin, mache ich mir total die Sorgen, dass es wieder so abläuft und würde gerne vorher wissen, ob mein kleines Böhnchen die Krankheit hat oder gesund ist.

Hat jemand von euch damit Erfahrung?

Liebe Grüße
Anika

Beitrag von uta27 25.02.11 - 11:37 Uhr

Hallo Anika!
Es tut mir sehr leid mit Eurem Sohn!
Auch ich habe einen späten Abbruch erfahren müssen, da mein Kind auf Grund einer Röntgenuntersuchung nicht lebensfähig war.
Du hast mein aufrichtiges Mitgefühl.
Dir stehen allerhand Untersuchungen zur Verfügung, die wegen Deiner Vorgeschichte auch eine Indikation darstellen und dir keine Kosten entstehen!
Du kannst in der 12.SSW eine Kombinationsuntersuchung machen lassen, diese beinhaltet eine Blutuntersuchung und eine Feinsonografie der Nackenfalte bei einem Ultraschallspezialisten.
Da wird allerdings nur eine Wahrscheinlichkeit ermittelt und die Fehlerquote ist recht hoch.
Darüber hinaus kannst Du eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen, da hast Du dann ein 100% Ergebnis, die Untersuchung ist allerdings auch mit Risiken der Fehlgeburt verbunden.
Lass Dich am besten in der genetischen Sprechstunde eines Universitätsklinikums beraten! Dort bekommst Du kompetente Auskunft und da sollten dann keine Fragen offen bleiben!
Ich drücke Dir von ganzem Herzen beide Daumen, dass alles gut ist!
Liebe Grüße, Uta

Beitrag von 020408 25.02.11 - 11:38 Uhr

#liebdrueckdu arme!!!!!
vielleicht solltest du mal bei nem spezialisten anrufen!bzw deine ärztin nach diesem thema fragen!
oder einfach mal bei onkel google eingeben,vielleicht findest du ja was!
ich wünsch dir alles erdenklich gute
lotte mit drei kids an der hand und luise inside22ssw

Beitrag von schnucki22 25.02.11 - 11:40 Uhr

Ganz genau kenne ich mich damit nicht aus, aber kann man da keine Fruchtwasseruntersuchung machen?
Habe mal Mr Google gefragt und die meisten Unersuchungen werden vor der SS gemacht oder halt die Fruchtwasseruntersuchung und dann Weiteres. Frage dazu doch einfach deinen FA der kann dich dann zu den Spezialisten überweisen.
LG

Beitrag von kaeseschnitte 25.02.11 - 11:41 Uhr

hi anika
selber habe ich keine erfahrung. aber ich kenne viele frauen, die in der 12. woche eine chorionzottenbiopsie haben machen lassen. die fanden das alle zwar nicht angenehm, aber auch nicht wirklich schlimm oder schmerzhaft.
bei dem risiko und deiner vorgeschichte würde ich es an deiner stelle wohl machen lassen. schliesslich sollst du die schwangerschaft auch etwas geniessen können und dir nicht ständig sorgen machen. das dabei ein kleines abortrisiko besteht (schau unbedingt dass jemand mit viel erfahrung die biopsie macht!) weisst du ja vermutlich.
alles gute
ks

Beitrag von osterglocke 25.02.11 - 11:43 Uhr

Liebe Anika,
tut mir auch sehr leid, dass Du das erleben musstest, war bestimmt eine schwere Zeit.
Du kannst bei einer Fruchtwasseruntersuchung sehr gut feststellen ob alles OK ist. Im Normalfall bekommst Du dafür eine Überweisung von Deinem FA, wenn es eine genetische Disposition gibt.

Besprich alles am Besten mit Deinem FA. Ich wünsch Dir, dass Du ganz bald beruhigt bist und Dich ungetrübt auf Euer #baby freuen kannst...

LG
Osterglocke

Beitrag von kaeseschnitte 25.02.11 - 11:46 Uhr

kleiner nachtrag: im allgemeinen kann eine chorinzottenbiopsie ab der 12. woche gemacht werden. eine fruchtwasseruntersuchung in der regel später, weil genügend fruchtwasser da sein muss. und weil man lieber früher als später das resultat hat, machen die meisten inzwischen ein chorionzottenbiopsie. das ergebnis ist dasselbe: man untersucht die gene des ungeorenen kindes und sucht nach defekten, trisomien etc.
vergl. auch http://de.wikipedia.org/wiki/Fruchtwasserpunktion und http://de.wikipedia.org/wiki/Chorionzottenbiopsie
grüsse
ks

Beitrag von annyx2011 25.02.11 - 11:46 Uhr

hallo anika,

ich bin in der gleichen "bibbersituation" und momentan 11.ssw. wir sind leider auch genetisch vorbelastet und da wir uns solches kopfzerbrechen machen und auch gesagt haben, wir können nicht mit 2 behinderten kindern leben, lassen wir jetzt anfang april eine Fruchtwasseruntersuchung bei unseren eineiigen zwillingen machen. das bibbern geht weiter, aber wir sind froh, wenn im april das ergebnis da ist, ob positiv oder negativ, dann weiß man es zu 100% und kenne so viele die FU gemacht haben und keiner hatte komplikationen,

ich hoffe dir ein bissel weitergeholfen zu haben, kannst mich auch gerne prsönlich anschreiben, alles liebe

annyx#ei#ei11.ssw.

Beitrag von alfa-biene 25.02.11 - 11:49 Uhr

Vielen, vielen Dank für eure Antworten!

Aber ist es nicht so, dass bei einer Fruchtwasseruntersuchung nicht nur die Chromosomen untersucht werden können. Die wurde damals nach der Diagnose gemacht und laut ihr wäre alles in Ordnung gewesen.

Demnach müsste doch eigentlich das Blut des Kindes untersucht werden, oder?

Ich habe bereits bei der Krankenkasse angefragt und ich muss tatsächlich alle Untersuchungen selber bezahlen :-(

Beitrag von netan 25.02.11 - 11:51 Uhr

Hallo,

mein erster Sohn hat oculocutanen Albinismus, die Wahrscheinlichkeit für weitere Kinder mit Albinismus liegt bei 50:50...

Wir wurden deswegen auch gefragt, ob wir vorab eine genetische Untersuchung haben möchten, mir wurde dann erklärt, dass es bis zur
13 Woche machbar wäre und dann wohl Gewebe entnommen werden würde aus der Nabelschnur oder so..wo da genau weiss ich auch nicht mehr so richtig.
Ich glaube durch eine reine Fruchtwasseruntersuchung kann man keine Genanalyse machen.

Wir haben es nicht testen lassen, weil für uns Albinismus kein Grund wäre, um das Kind nicht zu bekommen, denn unsere Entscheidung für ein weiteres Kind haben wir uns gründlich vorher überlegt und uns dafür entschieden...bei der Geburt werden wir es erfahren.

Sprech doch mit deinem FA, der wird dir sagen, welche Möglichkeiten es da gibt. Uns wurde auch schon desöfteren, auch schon bei der Familienplanung, eine genetische Beratung angeboten.

Gruss
netan

Beitrag von jana0111 25.02.11 - 12:12 Uhr

Hallo Anika, das mit dein sohn es tut mir leid.
ich mache in weniger als eine woche eine fruchwasseruntersuchung, da ich 37 bin und durch eine ICSI schwanger geworden bin möchte ich sicher sein das bei mein baby alles in odnung ist, ich weiss das ein risiko dabei ist aber, ich lasse es trotzdem machen.
wusche dir alles gute

Beitrag von nudel-08 25.02.11 - 13:53 Uhr

Hallo Anika,

eigentlich müsstest Du jetzt bereits eine genetische Beratung in einer Pränatalpraxis bekommen.Da werden solche Fragen,die Du hast genauer erklärt.Aber das muss Dir Dein Fa sagen und überweisen bzw. Du müsstest,als Du damals Deinen Sohn verloren hast,bereits eine Beratung erhalten haben.
Es ist richtig,dass die Choronziottenbiopsie und die Fruchtwasseruntersuchung lediglich auf die Chromsomen hin untersucht werden (Trisomie) und nicht auf die Gene.
Eine NFM bringt dann eventuell eine Aussage über einen offenene Rücken.Davon rate ich aber dringend ab,denn die Untersuchung kostet viel Geld und trotz einer Vorgeschichte bekommt man diese nicht gezahlt. Ausserdem hat die Untersuchung eine Trefferquote von 85 %,d.h. die Sorgen bleiben,ob das Kind gesund ist. Leider weiß ich zugenau wovon ich spreche.
Ja Genuntersuchungen gibt es (nur weiß ich nicht,ab wann die gemacht wird) und man muss sie selber zahlen.


LG und alles Gute

nudel

Beitrag von netan 25.02.11 - 18:30 Uhr

Hallo,

also, wenn man eine "Vorbelastung" sozusagen hat, wäre ich mir nicht sicher, ob man die Genuntersuchung wirklich selber zahlen muss.

Uns wurde ja zu einer kostenlosen genetischen Beratung geraten, in einem Genlabor, wo die die Gene meines Grossen untersucht hatten.

Und jetzt wurde uns eine Genanalyse auch empfohlen ( dabei meine ich, dass dem Embryo Gewebe entnommen wird ) , und laut FÄ hätte die KK dies auch bezahlt..wir haben uns aber trotzdem dagegen entschieden.
Die Genanalyse, wo wirklich jedes Gen meines Sohnes untersucht wurde, wurde damals auch von der KK übernommen, wir mussten da gar nichts bezahlen.

Mit Albinismus rechne ich eh wieder bei uns...und ich wollte nicht noch mehr andere Ergebnisse bekommen, was noch sein könnte...

Solange auf dem Ultraschall nichts Verdächtiges zu sehen ist und die FÄ auch alles für i.O. befindet, würde ich versuchen mir nicht so viele Gedanken darüber zu machen.


Gruss
netan