Abzocke - bei einer Hypnosetherapeutin

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Beitrag von schneeflocke75 25.02.11 - 11:55 Uhr

Aufgrund eines Geburtstraumas, usw. suchte ich eine Psychologin auf und bat um einen Termin für Verhaltenstherapie. Sie setzte mich auf die Warteliste für Verhaltenstherapie. Als ich endlich nach monatelanger Wartezeit meinen Termin bekam, sagte sie, in meinem Fall würde nur Hypnotherapie gehen. Ich wäre schwer traumatisiert, usw.
Eine Stunde kostet 100 Euro.
Da ich keine weiteren Therapeuten zur Auswahl hatte, wandte ich mich damals an meine Krankenkasse. Sie haben mir einen Zuschuß gem. dem VT-Satz für eben die üblichen VT-Stunden bewilligt.

Lt. Therapeutin bin ich aber nach über 50 Stunden noch immer nicht therapiert und ich müßte weiter an mir arbeiten. Anstatt das Thema mit dem Trauma und mein Verhalten, usw. zu sprechen, ist sie mit mir mittlerweile im 2. Weltkrieg angelangt und schaut, welche Familienangehörigen (teilweise schon über 20 Jahre tot) durch irgendwelche Tätigkeiten im Krieg traumatisiert wurden.
Sie sucht in der Hypnose, ob es in meiner Familie so einen Oberfeldwebel gibt, usw.

Auf jeden Fall wandte ich mich wieder an meine Krankenkasse, um zu prüfen, ob ich mir weiterhin eine Therapie zusteht.

Meine Krankenkasse würde mir nochmal eine komplette VT zahlen bzw. entsprechend an diese Hypnosetherapie verlängern.
Sie sagten mir auch, dass die Therapeutin eine Kassenzulassung für VT hat.

Nun sagte mir meine Therapeutin bzw. deren Assistin, dass VT bei mir nicht geht, denn darin wäre ich so fit, dass ich das nicht bräuchte. Es müßte an meinem Inneren gearbeitet werden.

Der nächste Hammer ist, zur Zeit bekomme ich ständig Termine für Hypnosetherapie. Wenn ich aber jetzt VT machen möchte oder alleine für diese 5 Probesitzungen, dann käme ich auf eine Warteliste mit mind. 1 Jahr.

Außerdem dürfte die Verhaltenstherapeutin nur eine bestimmte Anzahl an Patienten in VT annehmen. Hypnose würde gehen - aber VT geht deshalb auch nicht.

Und außerdem hätte ich ja eine Traumatisierung und alle Menschen mit Traumatisierung dürfen keine VT machen - nur Hypnosetherapie.
Das erscheint mir aber sehr an den Haaren beigezogen.
Denn so könnte jeder traumatisierte Mensch keine VT machen und wäre gezwungen eine Hypnosetherapie zu machen.
Allerdings habe ich auch Diagnosen wie Angststörungen, Depressionen, usw. - was eher für die VT spricht - und sogar bei Hypno kontraindiziert ist.
Aber diese Therapeutin sieht es die ganze Zeit so engstirnig, dass ich eine Traumapatientin bin, deshalb Hypnose und deshalb darf ich auf keinen Fall VT machen.
So muß sie es wohl damals bei dem 1. Zuschuß von der Kasse auch begründet haben.

Es ist mir echt nur unlogisch. Wieviele Menschen erleben ein Trauma. Sei es durch eine Geburt wie bei mir oder z.B. ein Amoklauf an einer Schule oder die Massen-Panik damals bei der Love-Parade.
Solche Menschen dürften nie eine VT bekommen sondern müßten eine teure Hypnosetherapie machen.
Das kann ich echt nicht verstehen.



Beitrag von picco_brujita 25.02.11 - 12:06 Uhr

kurzum - du wirst abgezockt!
schau nach einer anderen therapeutin.
ich bin auch traumatisiert und mache mit erfolg eine Vt.
klar kann man nicht jeden fall mit einander gleich setzen, aber in deinem fall steckt wohl eher was anderes dahinter! die profitgier deiner therapeutin.

grüße
brujita

Beitrag von haruka80 25.02.11 - 13:07 Uhr

Hallo,

es ist ja das 3. Mal, dass du hier jetzt darüber schreibst und jedes Mal wird dir gesagt, dass es Abzocke ist, was mit dir veranstaltet wird: was also möchtest du? das jemand für dich bei der Therapeutin anruft und sie zur Schnecke macht?
Such dir nen anderen Therapeuten und mach da ne tiefenpsychologische Therapie oder ne systemische Therapie (sehr gut bei Geburtstraumata übrigens)
So ost Hypnose zu machen ist kompletter Schwachsinn, aber wenns jemand zahlt und mitmacht, kann mans ja weiter probieren.
Vielleicht ist auch eher ne Analyse was für dich? Es gibt so viele Therapieformen, die du machen kannst, woanders ne VT wird ja leider nicht möglich sein, wenn du bei ihr jetzt schon ne VT bewilligt bekommen hast, dann haste erstmal 2 Jahre Sperre.
Bei Angststörungen ist auch ne DBT-Therapie gar nicht schlecht.

Hast du nen Psychiater? Der soll sich mal mit dir hinsetzen und sich überlegen, was für eine Therapieform zu dir passen könnte.

Beitrag von seikon 25.02.11 - 21:59 Uhr

"es ist ja das 3. Mal, dass du hier jetzt darüber schreibst und jedes Mal wird dir gesagt, dass es Abzocke ist, was mit dir veranstaltet wird"

Vielleicht wird ihr ja jedesmal in der Hypnositzung das Kurzzeitgedächtnis gelöscht von der "Therapeutin", sodass sie gar nicht mehr weiß, ob sie das hier schon gefragt hat ;-).

Beitrag von schneeflocke75 25.02.11 - 13:34 Uhr

Ja, ich denke jetzt auch, dass sie mich abzockt. Vorallem, wenn sie sagt, bei einem Trauma oder Geburtstrauma ginge keine Therapie, die die Kasse zahlt - also keine VT. Ich müßte dann Hypnose machen.
Es wäre bei mir keine VT indiziert.

Sie gibt mir auch keine Termine für VT - nur für Hypnose könnte ich ständig Termine bekommen.

Sie bietet aber auf ihrer Homepage Verhaltenstherapie an - vermutlich macht sie es mit keinem.
Sie erzählt allen Leuten, dass Hypnose das beste wäre.
Und alles andere nicht ginge.

Ich habe ja für mich was aus der Therapie schon mitgenommen und mich schon weiterentwickelt. Sie hat ja schon irgendwie Therapie gemacht.
Aber ich hätte es billiger haben können, wenn ich VT über die Kasse gemacht hätte und nicht Hypnose zum Höchstsatz mit anteiliger Erstattung von der Kasse.
Das ärgert mich schon.

Und ich werde das auch meiner Kasse melden, dass sie der Meinung ist, dass bei einem Trauma eine VT nicht indiziert wäre.
Wo eigentlich fast jeder Mensch mit Trauma eine VT machen kann oder eine Therapieform, die von der Kasse gezahlt wird.
Logisch zahlt meine Kasse keinen Anteil mehr für weitere Hypnose, da ich ja auch VT machen könnte - sogar eine Langzeittherapie, wenn es vom Therapeut und Arzt befürwortet wäre.

Aber so krank wie ich war, war ich ein leichtes Opfer - ich hatte schwere psychische und physische Folgeschäden. Ständig Schmerzen. Ständig unter Angst. Klar konnte ich nicht denken.
Habe mich schon sehr lange damit rumgequält.
Und irgendwann kommst Du an einen Punkt - da willst Du nur noch gesund werden, egal um welchen Preis.

Ich habe zwar mich mit Psychologie, usw. durch die Therapie beschäftigt. Aber ich denke nicht, dass ich therapiert bin.
Weil gerade diese Angstgeschichten sind noch aktuell.
Und wenn man solche Dinge dann von seiner Therapeutin erzählt bekommt, fühlt man sich ausgenutzt und abgezockt. Das tut weh.
Ich werde mir mit Hilfe meiner Krankenkasse und meinen Ärzten einen anderen Therapeuten suchen, der / die eben VT anbietet oder irgendwas, was von der Kasse übernommen wird.

Aber ich werde alles melden, was ich jetzt über diese Therapeutin rausbekommen habe. Meine Krankenkasse und die Kassenärztliche Vereinigung bekommen diese Info, dass sie bei Traumapatienten keine VT anbietet - ausschließlich Hypnotherapie und für VT bekommt man bei ihr keine Termine. Wenn man einen Termin hat, bietet sie nur diese Hypnotherapie an.

Eigentlich gehört dieser Hypnosetherapeutin die Lizenz entzogen.
Sie dürfte dann auch nicht mehr auf der Liste von der Kassenärztlichen Vereinigung stehen.

Sonst geht es vielen so. Melden sich dort an. Erfahren - aha nur Hynpose - das wäre das ideale, usw.

Dabei hat sie nur die Absicht nur Hypnosestunden zu verkaufen.
Sie will gar keine VT machen.
Ist aber Diplom-Psychologin mit Zulassung.

Eine Bekannte ist bei ihr auch wegen ihrer Kindheit in Behandlung. Vermutlich ist sie auch depressiv. Stellt Euch vor, was sie ihr jetzt als Hypnosetherapie anbietet - eine Berufsberatung.
Zwei andere Freundinnen wollten wegen Trauerarbeit hin - die hat sie nichtmal auf die Warteliste aufgenommen.

Da ist doch was oberfaul.

Und bei jedem der dort ist, sucht sie nach Gründen im 2. Weltkrieg.

Bei mir sucht sie ja auch den Oberfeldwebel in der Familie, den es nicht gibt . Das weiß ich. Also sucht sie jetzt nach Dingen, die in der Familie vor dem Krieg passiert ist.

Als nächstes käme die Flüchtlingsschiene oder sie hypnotisiert mich wegen meiner Verfahren im Mittelalter oder in der Steinzeit.

Beitrag von haruka80 25.02.11 - 13:42 Uhr

sei mir nicht böse, aber du erzählst es hier wirklich andauernd: Beweg deinen Popo und tu was.
Klar nervt es dich, aber es ändert sich nichts, wenn du es nicht angehst. Such dir Therapeuten heraus und mach übers WE Berichte fertig pber die Therapeutin und schicks an die KK und kassenärztl Vereinigung und schau dann, dass DU schnellstens weiter eine Therapie machen kannst.

Na ja, wenn sie mit jmd wg Trauerarbeit Hypnose machen würde, wäre das auch sehr fatal, sie kann ja jedem sagen: kein Platz, ist ihr gutes Recht.

Für mich hört es sich an, als bräuchtest du erstmal ne Therapie von der Therapeutin, da scheint einiges in der kaputt gegangen zu sein durch den Vertrauensmissbrauch. Sie also zu, dass du dich kümmerst.

Solche schwarzen Schafe gibt es übrigens gar nicht so selten und meistens sind es Therapeuten mit Kassenzulassung. Die ohne KAssenzulassung wollen ihre Klienten behalten, die wollen Geld verdienen und gut weiterempfohlen werden. Ich krieg in meiner Ausbildung immer wieder von schwarzen Schafen mit, Hypnose ist ja auch etwas, das jeder anbieten kann im Prinzip, ich könnte darin auch ne Weiterbildung machen-wobei ich auch aus dem Großbereich komme.

mach was, such dir Hilfe und setz dich daran alles aufzuschreiben. Rumjammern bringt dich nicht weiter!

Beitrag von windsbraut69 25.02.11 - 22:28 Uhr

Na, jetzt ist ja auch klar, warum sich bei Dir nix ändert trotz jahrelanger Therapie....

Beitrag von schneeflocke75 28.02.11 - 07:13 Uhr

Ja vermutlich ist das der Grund, warum sich nichts ändert.
Vermutlich hat die Therapeutin nur die Dollarzeichen in den Augen und sieht deshalb mein eigentliches Problem nicht.
Sie sieht nur Trauma und da geht eben nur Hypnosetherapie.
Verhaltenstherapie würde sie gar nicht in meinem Fall anbieten.
Nur z.B. bei Depressionen oder Angststörungen bzw. anderen Verhaltensstörungen / - Auffälligkeiten.
Nur ich bin der Meinung, dass ich so was auch habe.
Ich habe zwar das Trauma - aber durch das Trauma sind die Angststörungen erst so richtig entstanden.
Da sollte man doch auch diese Angststörungen und die Persönlichkeitsstörungen behandeln.
Und nicht nur sagen, dass ich einzig und alleine ein Traumapatient bin und deshalb nur Hypnosetherapie ginge.
Man muß sich auch diese Verhaltensauffälligkeiten bei mir ansehen
und nicht, wie ich eben beschrieben habe, dann so Geschichten aus der vorgeburtlichen Vergangenheit heranziehen.
Das mag ja alles stimmen.

Aber sie prüft ja nicht mal nach, ob ich noch Angst vor dem Trauma hätte oder so was in der Richtung.

Angststörung - das war gar nicht das Thema. Ich hatte ein Trauma - also Traumapatientin also Hypnotherapie.

Aber in meinem Fall kommen mehrere Faktoren zusammen.

Ich denke, sie hat sich nur das ausgesucht, wo sie am meisten Geld verdienen kann.

Beitrag von windsbraut69 28.02.11 - 14:53 Uhr

Dann geh doch einfach nicht mehr hin und such Dir ne andere Therapeutin.

Dass sich bei Dir seit Jahren nicht gravierend etwas gebessert hat, wird Dir jeder bestätigen können, der von Dir gehört oder gelesen hat.

Gruß,

W

Beitrag von schneeflocke75 28.02.11 - 15:19 Uhr

Ja, ich bin schon total lange dort. Sie hat sich zwar meine Geschichte angehört - aber dann kommen solche Dinge wie Kriegstrauma. Weil irgendjemand in der Familie war im Krieg, usw.
Jeder von uns hat doch Verwandtschaft bzw. Vorfahren, wo einer im Krieg war.
Aber das hat doch nichts damit zu tun, was mir damals passiert ist und wie es mir damit geht.
Sie hat es sich zwar angehört.
Aber solche Feed-Back-Gespräche oder auch mal eine Prüfung - gerade über die Hypnose - wenn sie ja so toll sein soll. Das kommt nicht.

Stattdessen sucht sie da irgendwelche Dinge, die ich echt ein bißchen suspekt finde.
Gerade so in den letzten Stunden.
Anstatt zu schauen, was mit meinem eigentlich Problem ist, spricht sie mich auf Traumata da, die meine Vorfahren, die schon lange verstorben sind, erlebt haben - z.B. 2. Weltkrieg.
Und darin will sie mit mir Hypnose machen, um z.B. zu erfahren, ob z.B. einer meiner Vorfahren Mordbefehle im Krieg gegeben hat.
Ich frage mich echt, wie sie auf so eine Spur kommt.
Das was mit passiert ist, war ein Trauma wie ein z.B. ein lebensgefährlicher Autounfall mit Krankenhausaufenthalt. So zum Vergleich.
Wenn solche Menschen dann eine Therapie brauchen, weil sie Ängste haben und über ihre Probleme grübeln, usw. - dann kommt man doch nicht in einer Therapie auf die Idee, dass irgendwelche Vorfahren irgendwelche schlimmen Täter im Krieg waren.

Ich habe mal so ein Buch gelesen über transgenerationale Weitergaben von Kriegstraumen - mit Erfahrungsberichten.
Es erscheint mir logisch, dass eben, die Menschen, die den Krieg durchgemacht haben, sich ein Verhaltensmuster angelegt haben - z.B. starkes Sicherheitsbedürfnis, Mißtrauen, usw. und das eben in der Erziehung weitergeben haben.

Stell Dir mal vor, wieviele Menschen schlimme Katastrophen überleben und in Therapie müssen. Ich denke nur an die Tsunami-Opfer aus 2004 oder die Massen-Panik an der Loveparade letztes Jahr.
Bei jedem wirst Du irgendwelche Vorfahren finden, die im 2. Weltkrieg unterwegs waren.
Aber den Patienten, die in Therapie gehen, geht's doch um was anderes.

Nur logisch, wenn sie da auf meine Probleme nicht eingeht und dann die Zeit mit solchen Themen verschwendet, kann ich in 10 Jahren noch hingehen und es tut sich nichts. Eher gegenteilig.

Nööö - ich geh da nicht mehr hin.
Gut, ich habe das eine oder andere aus der Therapiezeit gelernt - aber ich bin noch nicht therapiert.
Da ist noch was unklar.
Kein Wunder, wenn man sich mit dem 2. Weltkrieg beschäftigt, obwohl es um die eigene Zukunft geht.

Bin auch ein bißchen sauer. Obwohl ich damals auf einer Liste für VT stand, bot sie mir dann, als sie am Telefon bzw. per Mail mein Anliegen abgeklärt hat, in der ersten Stunde nur die Hypnose an.
Meine Kasse und ich dachten, sie könnte nichts anderes mehr machen - weil sie evtl. nicht darf.
Und da es bei uns zu wenige Therapeuten gibt, usw. - hat mir die Krankenkasse einen Zuschuß gewährt. Das war ja schon ein sehr netter Zug von meiner Krankenkasse.
Trotzdem habe ich selber genug Geld bezahlt.....

Ich muß so oder so dann nochmal zu einem oder am besten gleich bei mehreren Therapeuten immer wieder diese 5 Probesitzungen machen und mal abklären, was die so für Probleme an mir erkennen und mit mir vorhaben.
Warteliste und eben nochmal therapiert.

Vermutlich läuft das bei mir so unglücklich ab, dass es am Ende so sein wird, dass ich dann garantiert nach fast 10 Jahren nach dem eigentlich Trauma erst als therapiert erklärt werden kann.

Aber ich vermute, dass sie Geld kassiert und ihr Lieblingsthema behandelt bzw. die Patienten so steuert.

Eine Freundin wollte letztes Jahr auch bei ihr auf die Warteliste - wohlgemerkt, sie ist Diplom Psychologin und Verhaltenstherapeutin und Hypnosetherapeutin.
Sie hatte das Anliegen bezüglich Trauerverarbeitung - schwerer Trauerfall in der Familie.
Die Psychologin hat sich nicht mal gemeldet und sie auch nicht auf die Warteliste gesetzt.
Warum wohl. Weil die Freundin eben genau das Thema und Programm für ihre Therapie vorgegeben hat.

Ich habe ja einfach nur von mir erzählt. Und da hat sie eben ihr eigenes Programm gemacht.

So - jetzt wißt ihr, warum sich bei mir nichts ändern konnte.

Drückt mir bitte die Daumen, dass ich schnell neue Therapeuten finde.

Beitrag von schneeflocke75 28.02.11 - 07:08 Uhr

Hallo!

Da meine Hypnotherapeutin Diplom-Psychologin ist und auch Verhaltenstherapeutin, ging ich davon aus, dass es mit rechten Dingen zugeht. So war es auch am Anfang.
Eine andere Frau aus meinem Ort war da vor vielen Jahren mal.
Und unsere Erziehungsberaterin von der Caritas hat mir in meinem Fall auch Hypnosetherapie empfohlen.
Da es eben für ein Trauma die beste Lösung ist, hat dem mein Hausarzt und die Krankenkasse zugestimmt und ich bekam einen Zuschuß in der Höhe wie für eine VT für eine bestimmte Stundenzahl. Aber auf dem restlichen Geld bin ich sitzengeblieben.
Nur durch das Trauma und den folgenden Lebensumständen ging es mir über Jahre so schlecht, dass ich im Prinzip nichts unversucht lassen wollte.
Am Anfang ging es auch ganz normal. Sie hörte sich meine Trauma und Lebensgeschichte, usw. an.
Leider sind während der Therapie noch ein paar schlimme Ereignisse eingetreten - natürlich wurde das gleich besprochen, usw. - aber so kam ich erstmal nicht zum Ende.

Und ich wollte jetzt schon zum 3. Mal so langsam zum Ende kommen bzw. die Abstände zwischen den Stunden verlängern, weil ich einfach gemerkt habe, dass es mir wesentlich besser geht.
Aber da hat die Therapeutin abgeblocked.

Und nun kommt sie mir mit so Kriegstraumageschichten, die ja über die transgenerationale Weitergabe an unsere Generation vererbt wurde. Das mag ja alles stimmen.
Aber ich muß sagen, sie hätte lieber mal prüfen sollen, wie ich mich heute im Bezug auf das Trauma fühle.
Vorallem genau das Trauma kann immer wieder bei mir und jetzt auch bei meiner Tochter auftreten. Denn es war eine Medikamentenunverträglichkeit auf ein Medikament für unsere Erbkrankheit, was im Notfall gegeben werden muß.
Das hätte die Therapeutin doch eher mal prüfen sollen, anstatt im 2. Weltkrieg zu schauen, ob in meiner Familie ein Oberfeldwebel war.

Aber ehrlich gesagt, müßte ja jeder Mensch jetzt in eine Hypnotherapie. Denn jeder hat mind. einen Vorfahren, der im Krieg war.

Und dann die Sache mit dem Baby von meiner Oma in den 30ern was kurz nach der Geburt gestorben ist.
Da sehe ich keinen Zusammenhang mit meinem Trauma.

Mein Trauma war eine Nah-Tod-Erfahrung - ich wäre nämlich durch diese Medikamentenunverträglichkeit beinahe gestorben. Und das war im 21. Jahrhundert.

Außerdem sind immer mal früher vor 50 oder 100 Jahren Babys gestorben - das war doch völlig normal zu der Zeit.
Da müßten auch viele andere Menschen in Therapie und bevor ich deshalb Hypnosetherapie mache, müßte meine Familie in Therapie.

Sie will da jetzt Sachen mit mir machen, wo ich mich doch eigentlich gut fühle und für mich alles gesagt ist.

Genauso wie die Sache, weil ich eine streng gläubige Oma hatte, die mit der Kirche sehr verbunden war. Meine Oma hat 2 Weltkriege miterlebt. Und genau bei dieser Generation ist das üblich - mit dem Beten und Kirchgang, usw. bzw. war üblich.
Für uns in der FAmilie war zu Lebzeiten und auch nach dem Tod von der Oma klar, dass ihr das Beten und die Kirche halt gegeben hat. Also, der Glaube im positiven Sinne.
So wie es eben in der Katholischen Kirche gelehrt wird.
Man betet doch, wenn z.B. jemand sehr krank ist, dass er wieder gesund wird.

Als ich damals so krank war, hat meine Familie auch gebetet.

Aber die Meinung von der Psychologin ist, dass meine Oma wohl gebetet haben muß, weil sie vermutlich Schuldgefühle gehabt haben muß. Also so wie eine Sünderin, die um Vergebung bittet.
Und das will sie mit der Hypnose überprüfen.

Sorry, das paßt mal gar nicht zu unserem Glauben. Natürlich hat die Katholische Kirche kürzlich für sündhafte Nachrichten gesorgt. Aber ich glaube nicht, dass meine Oma kleine Jungs / Messdiener vergewaltigt hat.

Vorallem was habe ich davon, wenn ich deshalb heute nochmal Hypnose mache. Meine Oma ist mir in positiver Erinnerung und das soll auch so bleiben.

Auch als ich als Kind krank war, hat sie gebetet. Sie hat unsere Autos mit Weihwasser gesegnet - Katholisches Ritual - bei uns wird auf alles Weihwasser geschüttet.... - gerade wenn wir in Urlaub gefahren sind, damit wir keinen Unfall haben.
Und zum Führerschein schenkte mir meine Oma ein kleines Weihwasserfläschchen für mein Auto, damit mir eben nichts passiert. Das Fläschchen habe ich heute noch in meinem Auto.
Und: ich habe seit 18 Jahren den Führerschein - 18 Jahre Unfallfrei - nicht mal so einen Blechunfall hatte ich.

Viele Menschen sagen mir auch, dass sie jetzt nicht mehr weiter weiß und will einfach weiterhin Geld verdienen und da wird sie immer was finden.

Aber wie gesagt, sie macht kein Feed-Back, wie es mir wegen meinem Trauma geht, ob die Ängste noch so vorhanden sind.
Außerdem gab es ganz andere Dinge, die mir persönlich wichtiger waren, als die Oma mit ihrem Rosenkranzgebet - also jetzt für die Therapie.
Eben Dinge, die mir in meinem Leben schon vor dem Trauma passiert sind.
Oder was meinen Eltern so passiert ist. Meine Eltern hatten mehrere Fehlgeburten und meine Mutter wurde in der Schule vom Lehrer geschlagen - unschuldig.
Das sind wichtigere Themen als der Rosenkranz.

Nur darauf geht die Therapeutin nicht ein. Traumatherapeutin und landet irgendwann im 2. Weltkrieg.
Und zwar kam das nicht so von mir. OK - ich sollte bis zu den Großeltern hin erzählen, wer meine Familie war und was die so alles erlebt haben.
Also, da finde ich Dinge, die mir z.B. in meiner Jugend passiert sind oder was meine Eltern als junges Ehepaar oder als Kinder mitgemacht haben, viel interessanter, als das Rosenkranzgebet meiner Oma anzuzweifeln.

Wie gesagt, am Anfang war die Therapie noch absolut ok. Aber jetzt kommt es mir so vor, als würde die Therapeutin es so steuern, dass ich eben das Thema mit ihr behandele, was sie gerne hören würde und wo sie sich nach ihrem Empfinden am besten auskennt.

Vermutlich sind ihr die anderen Dinge zu kompliziert oder was auch immer.

Aber sie möchte ja die Therapie aufrechterhalten, sonst würde sie ja nicht immer blocken, wenn ich sagen würde, dass ich das ganze mal langsam beenden möchte und mir nicht ständig Termine geben.

Beitrag von derhimmelmusswarten 25.02.11 - 13:50 Uhr

Äh ja. Was soll man dazu sagen. Die gute Dame lacht sich doch kaputt. Wer zwingt dich denn, dort weiter hin zu gehen?! Begreife ich nicht so ganz. Nicht zu fassen, dass eine Krankenkasse das bezahlt oder bezuschusst!