Traurig....mein Verlobter ist seit heute in Afghanistan...:-(

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von saardin 25.02.11 - 12:48 Uhr

Hallo!

Ich hätte nicht gedacht, das der heutige Tag so schnell kommt und mich auch total aus der Bahn wirft.
Mein Verlobter und Vater unserer 2 kleinen Kinder musste heute wegen seiner Arbeit nach Afghanistan fliegen.
Er ist kein Soldat sondern arbeitet bei einer Firma die für die Bundeswehr arbeitet. Dies ist sein erster Aufenthalt dort und dauert (erst dachte ich, zum Glück nur 4 Wochen) ganze lange 4 Wochen, die zum jetzigen Zeitpunkt garnicht vergehen wollen und ich mir auch garnicht vorstellen kann, wie ich das überstehen soll. Vor 2 Tagen habe ich das ganze noch easy gesehen und dachte nur, ach das schaffen wir doch. Aber heute morgen/in der Nacht noch zum Abschied in den Arm nahm und mich küsste, wurde mir von jetzt auf gleich bewusst, das wird nicht einfach. Seit heute morgen 4 Uhr heule ich unentwegt und mir ist sehr schlecht.
Zum einen, das unser Familieleben sich ab jetzt zu 100 % ändert, da er nicht mehr da ist und zum zweiten, das er in einem Krisengebiet arbeitet.
Jetzt drehen sich minütlich meine Gedanken dass ihm dort nichts passieren soll etc.
Ich bin am Boden zerstört. Gibt es vielleicht jemand, der sich mir mir austauschen mag wie ich diese Zeit gut überstehe?
Ich würde mich sehr freuen!!!

Liebe Grüße
Nadine

Beitrag von michback 25.02.11 - 12:56 Uhr

Hallo,

klar, es ist hart wenn der Partner 4 Wochen nicht da ist und man Gedanken und Sorgen hat, ob er gesund zurück kommt.

Aber die Wochen sind schneller um als man denkt.

Hier gibt es Frauen, deren Männer als Soldaten im Einsatz sind. Die sind wesentlich länger weg (meist monatelang) und deren Einsatz ist viel gefährlicher als der deines Mannes.

Lenk dich in den 4 Wochen ab und denk nicht darüber nach wie lang es noch ist, sondern freu dich über jeden Tag den ihr geschafft habt.

LG
Michaela

Beitrag von saardin 25.02.11 - 13:16 Uhr

Ja du hast schon recht, das man nicht da drüber nachdenken soll, wie lang es noch ist, aber das ist echt leichter gesagt als getan!

Jetzt ist er zwar "nur" 1 Monat weg, aber dieses Jahr folgen noch 2 Aufenthalte dort von jeweils 3 Monaten.
Ich denke mir, wenn das schon hart ist, diese 4 Wochen, wie werden dann 3 Monate?
Gewöhnt man sich dann an das Gefühl des Alleinseins beim 2. Aufenthalt?
Okay, das weiß wohl keiner so genau :-(

Beitrag von cajun 25.02.11 - 13:33 Uhr

Hallo,

mein Maximum allein waren 5 Wochen, das aber ein paar Mal (3 Jahre Mai und Oktober komplett) und noch dazu nicht in einem Krisengebiet, deshalb kann ich nur geringfügig was zu deinem Problem sagen ... nur soviel: ja, man gewöhnt sich dran. Ich hatte immer Panik, daß während des Flugs was passieren könnte, das ließ sich aber ganz gut ausblenden.

Ich wünsche dir viel Durchhaltevermögen :-) und daß die Zeit ganz schnell und gut vorbei geht!

Beitrag von kanische 25.02.11 - 17:05 Uhr

Hallo klar ist es hart, aber ein bißchen tröstet es doch, das es "nur" 4 Wochen sind. Das geht schon rum, Ich denke die kleinen werden dich bestimmt genug auf trap halten. Freunde von uns geht es da schon härter. Er muss für 6 Monate nach Afghanistan, er ist Soldat. Hat den Aufenthalt schon zweimal verschoben, da seine Frau schwanger war. Nun ist die kleine ein paar Monate alt und jetzt muss er.

LG

Beitrag von Soldatenfrau 25.02.11 - 23:34 Uhr

schau doch mal auf frauzufrau! Du bist zwar selber keine "Soldatenfrau", aber Dein Schatz ist ja im Auftrag der Bw unterwegs, ich denke nicht, dass die Mädels Dich da abweisen würden ;-)