Was für Bücher könnt ihr Empfehlen?? (Erziehenung und so *g*)

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von jacky1983 25.02.11 - 13:06 Uhr

Hallo.

Vielleicht hat hier der eine oder andere gelesen, was ich für ''Probleme'' habe.

Kurz:
Ich bin von meinen Kindern gestresst, genervt, kann nicht Konsequent sein und auch so denke ich, mache ich einiges ''falsch''.

Also ich will jetzt kein Buch, welches mir die genaue Erziehung zeigt, ich will nur etwas Anregung, Motivation und vielleicht lernen, wie es anders geht.

Kann man mir folgen?? :-D

Nun gucke ich gerade, was es so auf dem Markt gibt, aber ich bin leicht überfordert.
Juul soll ja gut sein, aber auch schwierig zu lesen...

''Ein Löffelchen voll Zucker'', schon jemand gelesen??
Soll wohl auch gut sein, aber (so hab ich rausgelesen) eher für größere Kinder.

Was sind Eure Empfehlungen??

Danke schon mal.

lg Jacky

Beitrag von marion2 25.02.11 - 13:22 Uhr

Hallo,

leicht zu lesen ist: "Warum unsere Kinder Tyrannen werden"

Gerade für dich ein prima Buch!

Da sind Kinder beschrieben, die NOCH SCHLIMMER sind als deine.

Viel Spaß! #huepf

Ich hab mich köstlich amüsiert und einige Anregungen für mich draus ziehen können.

LG Marion

Beitrag von judith81 25.02.11 - 13:32 Uhr

Hallo,
das Buch kann ich auch empfehlen un dwar einach zu lesen!
Lg
Judith

Beitrag von hedda.gabler 25.02.11 - 22:23 Uhr

Hallo.

Jo, leicht zu lesen ... aber vor allem voll von hanebüchenen Theorien, bei denen man sich fragt, ob Winterhoff den Schwachsinn, den er von sich gibt, überhaupt selbst kapiert ...

... meines Erachtens eines der schlechtesten Bücher zum Kindererziehung überhaupt (neben den Werken von Bueb) ...

... und der Erfolg des Buches ist sehr leicht durch den reißerischischen Titel und die allgemeine Verunsicherung von Eltern zu erklären.

Wenn man schon Kinderpsychologen anstatt Pädagogen als Ratgeber heranzieht, dann würde ich die Bücher von Wolfgang Bergmann empfehlen, für kleinere Kinder insbesondere "Warum unsere Kinder ein Glück sind: So gelingt Erziehung heute". Bergmann ist auch nicht weichgespült, hat aber eine wunderbare, liebevolle Sichtweise auf Kinder. Und das Buch beinhaltet eine schöne Abrechnung mit den Disziplin-Anhängern Winterhoff, Bueb & Co.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von marion2 26.02.11 - 10:53 Uhr

Hallo,

meines Erachten geht es bei Winterhoff nicht so sehr um Disziplin.

Gruß Marion

Beitrag von hedda.gabler 26.02.11 - 11:55 Uhr

Hallo.

Er ist aber ein bekennender Disziplin-Anhänger und das prägt seine Sicht auf Kinder.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von marion2 26.02.11 - 14:54 Uhr

Hallo,

es spricht ja auch nichts gegen ein wenig Disziplin.

Mir gefällt es, wenn meine Kinder an der Ampel warten. Wir gehen alle zusammen rüber - egal ob rot oder nichtrot und dann erst bei grün.

Das heißt ja nicht, dass wir geschlossen marschieren müssen - im Gegenteil.

Disziplin kann fantastisch sein.

Gruß Marion

Beitrag von hedda.gabler 26.02.11 - 15:07 Uhr

Hallo.

Anscheinend hast Du Dich noch nicht wirklich mit Disziplin-Anhängern, ihren pädagogischen Sichtweisen und Theorien beschäftigt ... ansonsten würdest Du nämlich nicht mit einem solchen Vergleich ankommen.

Und bei dem Satz "Disziplin kann fantastisch sein" kannst Du Dich nur verschrieben haben ... bei Winterhoff, Bueb & Co. würde nämlich sehr viel besser "Disziplin kann fanatisch sein" passen ...

... ich persönlich möchte mein Kind nicht zu einem Befehlsempfänger, so wie es die genannten Herren bevorzugen, erziehen.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von marion2 26.02.11 - 15:10 Uhr

Hallo,

ich persönlich finde es ganz praktisch, wenn sie keine Befehle brauchen, weil sie die Regeln kennen, die wir ganz diszipliniert trainiert haben.

Gruß Marion

Beitrag von hedda.gabler 26.02.11 - 15:21 Uhr

Hallo.

Sorry, aber wir reden komplett aneinander vorbei ...

... solche Diskussionen sind extrem müßig, wenn die Gesprächspartner einen unterschiedlichen Level haben, was das inhaltliche und fachliche anbelangt.

Nix für ungut.

Gruß von der Hedda.

P.S.
Das was Du beschreibst, nennt sich schlicht Erziehung, hat aber nichts mit Disziplin im Sinne der Anhänger einer solchen zu tun.

Beitrag von marion2 26.02.11 - 16:27 Uhr

Nix für ungut.

Ich hab einfach nur ein Buch gelesen.

Beitrag von hedda.gabler 26.02.11 - 16:36 Uhr

Das merkt man ...

... nichts gegen ne gesunde Halbbildung;-)

Beitrag von marion2 26.02.11 - 18:53 Uhr

Ja, da kann man sich entspannt zurücklehnen... sich hier und da köstlich amüsieren (ich kenne Mütter und Kinder, die dem Buch entsprungen zu sein scheinen) und an anderer Stelle Anregungen ziehen.

Beitrag von emilia72 25.02.11 - 14:08 Uhr

Hi Jacky,

ich habe "Ein Löffelchen voll Zucker..." bisher halb gelesen. Zu mehr bin ich noch nicht gekommen. Finde, es ist ein unterhaltsames Buch mit schönen Anregungen.

Wahrscheinlich gibt es den "perfekten" Erziehungsratgeber nicht. Du kannst dir nur das passende Buch zu deinen Kindern kaufen ;-) - hab ich mal hier in einem Bericht von urbia gelesen. Und recht haben die! Jedes Kind ist so individuell, dass ich mir kein Buch vorstellen kann, das alle Charakter abdeckt.

Ich lese inzwischen nichts mehr an Erziehungsratgebern. Aber "ein Löffelchen voll Zucker..." konnte ich mir nicht verkneifen.

Chris

Beitrag von zahnweh 25.02.11 - 14:09 Uhr

Hallo,

eines meiner Lieblingsbücher ist dieses hier:

http://www.weltbild.de/3/16119448-1/buch/die-ersten-fuenf-jahre-im-leben-eines-kindes.html

es beschreibt die Entwicklung von Kindern. Warum sie wie denken, wie sie handeln und warum sie es tun.
Es ist eine Mischung aus Übersetzer der Gedanken und Kinderwelt für uns Erwachsene (Herausgewachsene) erklärt.

Mit Beispielen wie man reagieren kann. Was das für Auswirkungen auf die Eltern und auf die Kinder hat.

Es gibt keine Pauschal-Antworten oder versucht gar das eigene Bauchgefühl zu untergraben.
Es ist bestärkt oft im eigenen Bauchgefühl zu handeln und bietet Einblicke in die Welt aus Kindersicht.

Mir hilft es sehr. Denn wenn ich denke und fühle, wie mein Kind, kann ich leichter einschätzen, wie sie als nächstes reagieren wird und was sie braucht, um sich besser zu fühlen. :-)

Sie kann noch nicht denken wie ich, aber ich kann versuchen so zu denken wie sie. Und da hat mir das Buch schon oft dabei geholfen #huepf

Beitrag von sonne_1975 25.02.11 - 14:55 Uhr

"Smart Love" ist ein interessantes Buch.

Beitrag von sonnen.schein83 25.02.11 - 16:47 Uhr

Hallo,

ich kann nicht finden, dass sich der von Dir genannte Autor schwer liest. Aber vielleicht haben wir da unterschieldiche Ansichten :-)

Ich finde Kinderjahre von Remo Largo sehr interessant. Ist weniger ein Erziehungsratgeber, als dass es die Entwicklung des Kindes beschreibt und hilft zu verstehen, was in den Kindern vorgeht.

LG Sonne

Beitrag von perserkater 25.02.11 - 17:49 Uhr

Hallo

''Ein Löffelchen voll Zucker''
Ist ganz nett geschrieben aber ich habe nicht darin gefunden was ich gesucht habe.

Mir helfen Bücher weiter die die Entwicklung des Kindes beleuchten um erst mal selber zu verstehen warum sie so oder so reagieren und handeln. Da hilft "Kinderjahre" von Largo sehr gut.

Zur Erziehung selber finde ich "Das kompetente Kind" von Juul und "Familienkonferenz" von Gordon sehr gut.

Das Tyrannending ist eher was zum weinen, so viel Mist aneinandergereimt habe ich selten gelesen.

LG

Beitrag von nana141080 25.02.11 - 21:07 Uhr

Danke, da erspar ich mir meine Worte....;-)

Wobei mein absolutes Lieblingsbuch ist "Was Familien trägt" von Jesper Juul.
Jesper Juul ist allerdings eh mein Lieblingsautor :-) Mit ihm macht man keinen Fehlkauf ;-)

LG#winke

Beitrag von jacky1983 25.02.11 - 20:19 Uhr

Danke Euch.

Ich hab mich jetzt (erstmal *g*) für ''Ein Löffelchen voll Zucker'' und ''Das Kompetente Kind'' entschieden.

Bin sehr gespannt und laut Amazon sollen sie Morgen kommen. :-D

Ich werde berichten.

lg

Beitrag von hedda.gabler 25.02.11 - 22:28 Uhr

Hallo.

Als meine Tochter pünktlich zum 2. Geburtstag in die "Autonomie-Phase" eintrat, habe ich mir mal einen ganzen Stapel dieser Ratgeber ausgeliehen und quer gelesen ... von Winterhoff, Bueb & Co. bis hin zu Jesper Juul.

Keines der Bücher hat mich berührt und ich habe mich nicht wirklich als Mutter in einem der Bücher gefunden ("Ein Löffelchen voll Zucker" war mir z.B. viel zu verspielt, auf so was habe ich keine Lust, weil ich mich verstellen müsste).

Nur ein Buch hat bestanden ... und ich habe es intensiv gelesen ... und es wirkt bis heute nach, da der Autor eine sehr liebevolle Sicht auf Kinder hat, ohne weichgespült zu sein:

Wolfgang Bergmann (Kinderpsychologe): "Warum unsere Kinder ein Glück sind: So gelingt Erziehung heute"

Derzeit habe ich von ihm "Halt mich fest, dann werd ich stark: Wie Kinder fühlen und lernen" zu Hause liegen und bin schon sehr gespannt.

Gruß von der Hedda.