Zahnarztbesuch -Hypnose statt Narkose

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von karina210 25.02.11 - 14:11 Uhr

meinem 5-jähr Sohn drohte Vollnarkose wg.einem nicht mehr zu rettendem Zahn- er mußte heute gerissen werden-außerdem stehen noch zwei Zähne an - wir haben von Hypnose gehört u. ich muß sagen: ich bin begeistert-mein Sohn auch. Also lieber mal umhören u. nicht gleich zur Vollnarkose greifen. wer die Möglichkeit hat in seiner Nähe, sollte sich hierzu beraten lassen.

Beitrag von zwillinge2005 25.02.11 - 14:43 Uhr

Hallo,

grundsätzlich bin ich der Meinung, dass solche Eingriffe bei einem fünfjährigen ohne Narkose möglich sein sollten.

Allerdings bin ich der Meinung, dass sich die Eltern vor allem frühzeitig über korrekte Zahnpflege informieren sollten.

Mit fünf Jahren bereits drei Zähne kaputt, davon einer der gezogen werden muss - ist das Kind behindert? Wurden Ihm wirklich ab dem ersten Zähnchen täglich! die Zähne geputzt? Hat das Kind wirklich keine Nuckelflasche bekommen? Keine süssen Säfte? Hat das Kind eine ausreichende Fluoridierung (auf welchem Weg auch immer) bekommen? Ist das KInd nicht vorsätzlich dutch die Eltern mit Kariesbakterien infiziert worden (Löffel abgeleckt? Schnuller/Sauger abgeleckt etc.)?

LG, Andrea

Beitrag von bine3002 25.02.11 - 16:44 Uhr

Zähne ziehen ohne Narkose? Bist Du Sadist oder sowas?

Deine Aufklärung bezüglich Zahnhygiene finde ich grundsätzlich Ok, allerdings muss man einfach auch sehen, dass es Menschen mit sehr schlechtem Zahnschmelz gibt und dass das auch angeboren sein kann.

Beitrag von zwillinge2005 25.02.11 - 20:25 Uhr

Hallo bine3002,

ich bin nicht Sadist, sondern Anästhesist.

Die TE schrieb sogar, dass der Zahn gerissen worden sei - ich vermute, dass in PLZ-Bereich 8.... dass eine mundsprachliche Ausdrucksweise für gezogen heissen soll.

Wieso sollte ein Milchzahn nicht auch ohne Narkose gezogen werden können? Eine gute örtliche Betäubung sollte die Schmerzen gut betäuben. Allerdings bin ich auch weiterhin der Ansicht, dass vorher gehandelt werden sollte.

Bei massiv desolatem Zahnstatus und mehreren zu behnadelnden Zähnen ist eine Vollnarkose sicher eine gute und sichere Wahl - allerdings bitte nicht irgendwo in einer Praxis sondern dann in einer Zahnklinik - bekannte Todesfälle sollten Warnung genug sein (das ist meine persönliche Meinung aus mütterlicher Sicht!).

LG, Andrea

Beitrag von hoffnung2005 28.02.11 - 13:11 Uhr

Ja sag mal Andrea, du bist ja ne ganz Schlaue, oder?
Bist du Zahnärztin? Selbstverständlich Zahnärztin ohne Kinder, stimmts?
Sicherlich hat Dein Kind niemals genuckelt, noch etwas Süßes bekommen. Und Selbstverständlich!! hast du es aus dem Tiefschlaf geweckt, um doch noch schnell Zähne zu putzen......
Löffel ablecken? Natürlich auf keinen Fall!!
Bin beeindruckt, dass das alles bei Euch klappt!
Ganz nebenbei von einer Zahnarzthelferin: Es gibt sogar Kinder, die haben supersupersuper Zähne und trotzdem schleicht sich mal Karies ein - trotz aller vorherigen Maßnahmen von Dir - so dass eine Behandlung von Nöten sein muss.
Sonnige Grüße!

Beitrag von zwillinge2005 28.02.11 - 13:37 Uhr

Hallo "hoffnung2005",

hast Du schlechte Laune?

Ob ich eine ganz Schlaue bin mag bitte meine direkte Umgebung beurteilen - eher guter Durschnitt.....

Ob ich Zahnärztin ohne Kinder bin? Wenn Du schon meinst, Du seist so schlau, könntest Du Dir zumindest die Mühe machen Deine Lesekenntnisse an meiner VK auszuprobieren.

Nein, meine Kinder nuckeln nicht und der Löffel wird auch nicht von einem Erwachsenen abgeleckt - ob dafür ein besonders hoher IQ oder eine besondere Ausbildung vonnöten ist - ich denke nicht.

Süssigkeiten essen meine Kinder - manchmal in Massen, meist in Maßen - aber Süssigkeiten alleine machen vielleicht Übergewicht - aber keine Kariesinfektion.

Nein, meine Kinder wurden zum Zähneputzen nie aus dem Tiefschlaf gerissen - aber eine schwere Karies, die angeblich innerhalb von 3 Monaten drei Zähne komplett zerstört - die entseht nicht von 1-2x im Monat nicht Zähneputzen.

Zu Deiner Anmerkung "Es gibt sogar Kinder, die haben supersupersuper Zähne und trotzdem schleicht sich mal Karies ein - trotz aller vorherigen Maßnahmen von Dir - so dass eine Behandlung von Nöten sein muss."

Kinder die super, super, super Zähne haben haben nicht plötzlch drei zerstörte Zähne. Die TE spach nicht von einem langsam entwickelten Fissurenkaries! Also bitte sachlich bleiben.

Für weitere - vernünftige - Diskussionen stehe ich gerne zur Verfügung. Aber bitte ohne unsachliche persönlich Angriffe.

LG, Andrea

Beitrag von kathi.net 25.02.11 - 14:49 Uhr

War das euer erster Besuch beim Zahnarzt? Bis ein Zahn soweit zerstört ist, dass er nicht mehr gerettet werden kann, muß schon einiges zusammenkommen. Ich hoffe, dir wurden auch die möglichen Folgen von vorzeitigem Milchzahnverlust erläutert :-(

Beitrag von krokolady 25.02.11 - 16:44 Uhr

hm, war klar das du angegriffen wirst.....von wegen Zahnhygiene und so Blahblah.

Meine Kleine hatte ihre erste Zahn-OP mit 2,5 Jahren.....wurden auch Zähne entfernt.
Alles unter Vollnarkose.

eine Hypnose bei Kindern lehne ich bei sowas ab!
Zum einen sind die mit 5 noch zu jung um zu verstehen was eine Hypnose ist, und zum anderen kann er derbe geschockt sein wenn da in seinem Mund rumgerackelt wird wie blöde, und er dann womöglich noch das ganze blut sieht.

Denn eine Hypnose bedeutet ja nicht das er sich hinterher an gar nix mehr erinnern kann!

Ausserdem hätte ich Angst das die Hypnose irgendwelche Einflüsse nimmt auf die Psyche........grad bei so Knirpsen

Beitrag von robingoodfellow 25.02.11 - 17:10 Uhr

Warum fällt mir nur gerade eine Folge von Scrubs ein, in der eine Patientin eine Blinddarm-OP mit Hypnose machen wollte.

Nach der Hälfte fing sie an zu brüllen. Gut, das war TV. Aber ich hätte trotzdem Angst.

LG

Beitrag von karina210 25.02.11 - 18:27 Uhr

an alle Oberlehrer hier:
wir gehen 2 x jährl zur Kontrolle (zuletzt im Nov 2010!) und es hieß immer: alles bestens, wir verwenden nur gute Zahncreme (nenedent ) mein SOhn trinkt überwiegend Leitungswasser u. Süßes gibt es 2 x tgl nach dem Essen! Zähneputzen 2x tägl.- also mach ich mir keine Vorwürfe w. der ZÄhne- es ist eben mal so u. man muß ddas beste draus machen, dies sollte ein Tip für Betroffene sein-diese Oberlehrerhaften Bemerkungen sind einfach nur dämlich- kehrt ihr vor Eurer Haustür!

Beitrag von zwillinge2005 25.02.11 - 20:20 Uhr

Hallo "karina210",

ich bin kein Lehrer und ich bin mir nicht sicher, ob es an deutschen, heutigen Schulen den Begriff "Oberlehrer" überhaupt noch gibt - zumindest verwende ich keine Fachbegriffe, die ich nicht kenne.

Ich bin nur Ärztin - und kenne leider sehr viele Patienten mit schlechter Mundhygiene und in der Folge schlechtem Zahnstatus.

In vielen Fällen handelt es sich um Kinder mit besonderen Bedürfnissen (geistige Retardierung), die eine gute Zahnpflege durch die Eltern durch Ihre agressiven Handlungen unmöglich machen. Das ist dann sehr schade.

Dass in drei Monaten von einem unauffälligen absolut kariesfreien Zahnstatus der Wechsel zu einem Zahnstatus mit mindestens drei stark behandlungsbedürftigen Zähnen wechselt ist schon sehr ungewöhnlich.

Habt Ihr in den ersten drei Jahren Fluoridtabletten gegeben? Putzt Ihr mit Nenedent MIT Fluorid? Lasst Ihr zwischen der letzten Nahrungsaufnahme und dem Zähneputzen mindestens 30 Min. Abstand?

Die Häufigkit und die Menge des Süssigkeitenkonsums mag ein Grund für Übergewicht sein - meist aber kein Grund für schlechte Zähne - hier geht es wirklich nur um richtige Zahnhygiene.

Seit Ihr genetisch prädisponiert für extrem schlechte Zähne? Haben der Vater des Kindes und/oder Du auch extrem schlechte Zähne?

Ich finde es sehr schade, wenn Nachfragen direkt so aggressiv abgewehrt werden.

LG, Andrea

Beitrag von karina210 26.02.11 - 09:10 Uhr

Danke f. Deinen Beitrag. Ja, wir haben auch Fluoridtabletten gegeben, allerdings nicht 3 Jahre, weil der Kinderarzt meinte, ab dem 2. Lebensjahr reicht Zahnpasta mit Fluorid, so haben wir das dann praktiziert. Mein Mann hat auch eher schlechte Zähne, meine sind sehr gut. Ob das "vererbbar" ist, weiß ich nicht. Mich ärgert, daß ich hier so angegriffen wurde, obwohl ich nur meine positiven Erfahrungen kundtun wollte, um anderen Möglichkeiten aufzuzeigen, die noch nicht so verbreitet sind, Ich denke, mit gerade mal 5 Jahren ist Zähnereissen nicht so einfach mit Spritze wie bei den Erwachsenen hinzubekommen. Mein Sohn brauchte im Herbst eine Vollnarkose wegen Vorhautverengeung (Vermutlich werde ich nun auch darauf hingewiesen, daß ich daran Schuld sei u. was falsch gemacht habe#schwitz)- ich wollte ihm einfach eine weitere Vollnarkose in so kurzer Zeit dazw. ersparen.

Beitrag von mel230877 25.02.11 - 21:11 Uhr

Hallo

Ohne Dich angreifen zu wollen: Zu 90% aller Kinder die unter Vollnarkose eine Sanierung der Zähne bekommen, leiden unter einer schlechten Mundhygiene.
Es ist so! und die meissten Eltern wollen es nicht einsehen.
Die Aussage "Die schlechten Zähne haben sie geerbt" sind ausreden der Eltern.

Wenn Kinder unter einen Schmelzdefekt leiden, reicht eine halbjährige Kontrolle durch den Zahnarzt nicht. Er müsste eine vierteljährige Kontrolle einplanen mit Fluoridtherapie.

So wie du schreibst benutzt Ihr Nenedent. Ich glaube kaum das euer ZA euch dazu geraten hat.

Wenn Du sagst dein Kind bzw DU putzt deinem Kind gut die Zähne, dann würde Ich dirket den ZA wechseln.
Seit Ihr direkt bei einem Kinderzahnarzt?

lg mel

Beitrag von angelinchen 25.02.11 - 22:03 Uhr

Hallo
also, ich persönlich halte zumindest bei Kindern NIX von Hypnose. ich finde ihn mit 5 dafür eher zu klein, weil mitbekommen tut er sicher was von dem Eingriff.
Wegen den schlechten Zähnen. Es gibt def. eine vererbte schlechte Zahnsubstanz, ist bei uns bzw. meinem Sohn auch so. Allerdings ist es dann an den Eltern, IMMER gründlich zu putzen. Mein Sohn trank z.B. nie Wasser, bekam also ne Strohhalmflasche mit verdünnter Apfelschorle. Tja, Ende vom Lied war, dass ihm vorne oben (klassisch) die beiden Schneidezähne stark angegriffen waren und überkront werden mussten.
Durch seine extrem tiefen Fissuren konnten wir seine Backenzähne auch nicht gut genug putzen (lt. Kinderzahnarzt war das schier unmöglich), so dass auch die unteren beiden großen Backenzähne überkront wurden, und oben Füllungen reinkamen.
Das war vor 1,5 Jahren (er war da 4, knapp 5)...
wir haben alles zusammen (6 Zähne) in Vollnarkose machen lassen!
Unser großer Fehler war, erst mit 4 mit ihm zum Kinderzahnarzt zu gehen, denn wir hätten sicher viel vorher verhindern können...Aber gut, aus Fehlern lernt man, und mein Sohn hat seither einwandfreie Zähne, weil wir jedes Mal gaaaanz gründlich sind und nie schludern.

Ich weiss nicht, aber die Zähne meines Sohnes waren echt auch angegriffen vom Karies, aber doch zu retten. Ich kann mir so leid es mir tut, beim besten Willen nicht vorstellen, dass im November noch alles in Ordnung gewesen sein soll. Karies kann gar nicht sooo schnell angreifen, dass die Zähne gleich gezogen werden müssen.
Ich würde an eurer Stelle den Zahnarzt wechseln, falls er euch im November mit heilem Befund heimgeschickt hat und ihn bei der Ärztekammer melden...

Alles Gute für deinen Sohn
Anja

Beitrag von sunshine80404 26.02.11 - 20:27 Uhr

Hi!

Ich finde es auch eine super Möglichkeit um eine Vollnarkose zu umgehen. Zwar habe ich glücklicherweise bei meinen Kindern da keine Erfahrung, aber habe es selber schon in Anspruch genommen.

Unsere Zahnärztin macht Hypnose bei Kindern und Angstpatienten. Ich war knapp 15 Jahre nicht beim Zahnarzt, aus Angst. Dann habe ich unter Hypnose alles machen lassen. Dran geglaubt habe ich anfangs nicht, aber es funktioniert wirklich.
Um psychologische Folgen, wie hier jemand schreibt, braucht man sich keine Sorgen machen. Man bekommt zwar alles mit, aber es ist einem schlichtweg EGAL! Man merkt tatsächlich die Angst schwinden, selbst wenn man nicht dran glaubt...

Würde es also bedenkenlos bei meinen Kindern machen lassen, keine Nebenwirkungen und genauso effizient.

Gruß, Sunshine80404