baby 9 Tage alt und Mama so depressiv...

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Beitrag von annib24 25.02.11 - 18:44 Uhr

hallo ihr Lieben,
Unser Kleiner ist mal gerade 9 Tage alt und echt süß. Eigentlich müsste ich ja total happy sein, aber bin genau das Gegenteil. Ich fühl mich meiner Mutterrolle überhaupt nicht gewachsen. Momentan ist mein Mann noch da, er hat Urlaub, aber mir graut schon so sehr davor mit dem KLeinen alleine zu sein. Das ganze Leben ist aus den Fugen geraten, ich schaffe gar nichts mehr und habe ANgst meinem Baby nicht genug Liebe schenken zu können. Ab Nachmittags bin ich ich immer total niedergeschlagen und depressiv. Manchmal hat der KLeine mit Blähungen zu kämpfen und ich habe richtig Angst vor einem SChreianfall. Bin meiner Mutterrolle irgendwie nicht gewachsen. Ich hoffe, ich kann noch richtig glücklich werden, fühl mich schon wie ein psychisches Wrack. Ging oder geht es jemandem ähnlich? Kann man da was machen. Von meiner Hebamme habe ich Kügelchen bekommen, aber bisher bringen die nichts.
Würde mich über eure Erfahrungen freuen.

Beitrag von mariju 25.02.11 - 18:53 Uhr

Das kenne ich nur zu gut, warte bis dein Wochenfluss vorbei ist und es geht täglich besser.
Im Krankenhaus war ich noch so glücklich, Samstags durften wir nachhause und Montags hatte mein Mann noch Urlaub. Dienstags musste er wieder arbeiten und ich bekam direkt mal einen Milchstau. Ab da an ging es mir nur noch beschissen und habe wegen jeder Kleinigkeit heulen müssen. Unser Sohn war schon da sehr pflegeleicht, hat kaum geweint und hatte zum Glück nicht mit Blähungen zu tun. Aber trotzdem bin ich bei jedem noch so kleinen wimmer direkt wieder ans heulen gekommen. Das Kind habe ich mir soooo sehr gewünscht und aufeinmal war das Gefühl das alles falsch zu machen und das kleine Würmchen nicht genug Liebe geben zu können.
In der Zeit hat mir geholfen viel spazieren zu gehen, einmal vormittags, einmal nachmittags. Und wenn du die Möglichkeit hast fahre zu deiner Mutter oder deiner Freundin so oft du magst.
Nach 3 Wochen wurde es viel besser und als er einen Monat alt war konnte ich schon nicht mehr verstehen warum ich so heulen musste.

Meine Hebi hat mir Bachblütentropfen gegeben, haben auch nix gebracht. Sie sagte auch das mich das sogar beim 4. Kind noch so gehen kann. Ich kann 3 glücklich aufgezogen haben und muss beim 4. trotzdem noch heulen.

Liebe Grüße
und du schaffst das.

Beitrag von mum2010 25.02.11 - 18:57 Uhr

Hallo, ich war von Anfan an Alleine ohne Mann und hab es auch geschafft;-) Es wird besser werden, glaub mir! Man wächst wirklich einfch in diese Rolle hinein. Ich glaube aber bis es besser wird und das wird es wirklich werden kann man nicht wirklich was machen. Versuch einfach mehr das Positive zu sehen. du hast ein süßes Baby! Und für dein Baby machst du deine Rolle ganz bestimmt Perfekt!:-) Setz deine Erwartungen an dich selbst nicht so hoch. Sag dir einfach du machst so viel du schaffst und so gut du kannst und fertig. Und nimm Hilfe an wenn du sie angeboten bekommst (das mußte ich auch erst lernen) Alles Gute

Beitrag von pregnafix 25.02.11 - 19:15 Uhr

Keine Frau ist nach der Geburt ihres ersten Kindes SOFORT eine perfekte Mutter ohne Ängste, voller Mutterliebe (jedenfalls kann das nicht jede!), total routiniert, gelassen und kennt ihr Kind durch und durch.
Das stellt man sich immer so vor, aber das ist eine Illusion.

Ich behaupte mal, dass es normal ist, dass es dir so geht, dass du Ängste hast und unsicher bist.

Unsere Tochter hatte schwere Koliken und hat praktisch 2 1/2 Monate beinahe durchgeschrien.
Mir ging es wie dir und trotzdem: Ich hab es geschafft! WIR haben es geschafft!

Man wird zwar von einer Minute auf die andere "Eltern", aber man braucht Zeit um in diese Rolle reinzuwachsen.

Miriam ist jetzt (auf den Tag genau) 9 Monate alt, es ist schon auch mal stressig. Aber die Ängste, die ich die ersten Wochen hatte hab ich gar nicht mehr. Ich kenne mein Kind (ja, man muss sich erst kennenlernen!), sie kennt mich, wir haben uns eingespielt, wir lieben uns, ich weiß wie ich sie trösten kann, was sie braucht um zufrieden zu sein.
Wir meistern unseren (zugegeben "manchmal recht stressigen") Alltag und freuen uns wenn Papa abends nachhause kommt.
Aber vor allem sind wir meist relativ entspannt und freuen uns an der gemeinsam verbrachten Zeit.

Alles Gute euch, hab Geduld mit dir und deinem Kind! (und auch mit deinem Mann ;-) )
LG Pregna mit Miriam Naemi (9 Monate) #verliebt

Beitrag von annib24 25.02.11 - 19:33 Uhr

Vielen Dank für eure aufmunternden Worte. Das hat schon geholfen. Ich hoffe sehr, dass ich mich bald an die neue Situation gewöhne und alles gut wird.
Vielen Dank!

Beitrag von hasifm 25.02.11 - 19:37 Uhr

hallo,

ich habe jetzt 3 kinder und ehrlich, ich hatte jedesmal diese phase.aber wir haben es auch jedesmal geschafft und du schaffst das auch!


lg susi

Beitrag von anne_loewe 25.02.11 - 19:46 Uhr

Hallo Annib,

sollte sich Dein Zustand nicht bald bessern würde ich zum Arzt gehen und sagen, dass Du eventuell eine postnatale Depression hast.

In gewissem Maße hat das jede Frau nach der Entbindung (Heultage) doch wenn es länger anhält, womöglich Wochen ist das nicht normal. Eine postnatale Depression ist nicht selten und kann jede Frau treffen, es ist also nichts was nur "Psychos" haben. Gehe der Sache nach, denn ich kenne zwei Freundinnen die es hatten und jeder wollte ihnen weiß machen, das sei alles ganz normal. Geführt hat das dazu dass sie sich nur schuldig und schlecht fühlten, dabei konnten sie ja nichts für ihren Zustand. Zudem haben sie die schöne erste Zeit eigentlich nur als Horrortrip erlebt. Eine postnatale Depression kann behandelt werden!

LG und viel Glück!
Anne

Beitrag von muellerin 25.02.11 - 21:16 Uhr

Dem schließe ich mich an, behalte im Auge dass es über die normalen Heultage hinausgehen kann in Richtung ernsthafte Depression die unbedingt medikamentös (und nicht nur mit Kügelchen...) behandelt werden muss. Die Behandlung ist allerdings sehr erfolgversprechend und allemal besser als langes Leid und Selbstvorwürfe. Geh zum Arzt, wenn dein Leidensdruck so groß ist. Das Ganze ist überhaupt nicht ungewöhnlich und kann auch erfahrenen Müttern beim 2. 3. 4. Kind passieren wenn zuvor alles bestens war. Alles Gute! muellerin

Beitrag von hoffnung2011 25.02.11 - 21:32 Uhr

ging es jemandem ähnlich...aber bitte mal..und das war mein zweites Kind!! ich war von der Schwangerschaft sehr erschöpft, das Kind geboren auf der Neonatologie. Meine Eltern bei uns. Ich weinte vor Erschöpfung und Depressionen meiner Mutter dass ich in eine Einrichtugn will..

Es war postanatale Depression. Ich ging relativ schnell zu einem Psychiater, damit er mir Antidpressiva gibt. ich hatte auch irre Angst es alleine zu schaffen und mein erstes Kind war ein wikrlich Schreikind, ich kenne solche anfälle, Dauerschrei.

Es wird nicht helfen, wenn ich dir sage, dass alles besser sein wird. Weißt du, wie erschöpft man schon sein kann, wenn die Kleinen auch so wenig den Schlaf unterbrechen...? Wenn für dich alles neu ist ? Wenn man sich überfordert fühlt ?

Mein gott, wie normal. heute sehe ich es so locker. Dein Kind wird ein Schreien überleben, es stribt nicht dran..Du musst bei dir nur erkennen, ob du meinst, dass es nur vorübergehende Erschöpfung ist, die bei rauen im Wochenbett sehr normal ist oder ob es sich um eine Erkrankung handelt und dein Kopf braucht bestimmte medis...

Ich bekam Medis, nahm sie eine Woche oder zwei und stellte fest, ich brauche sie nicht, weil ich einfach nur genug Schlaf brauchte..Es war dann bald besser.

heute ist die Geschichte 12 Wochen her und im Prinzip kann ich über alles nur lachen. Nur ich wußte damals, es wird besser..manchmal half es mir, du hast diese Erfahrung nicht..wenn ich dir sage, der 4 bis 6 Monat mit meiner Tochter war das allerschönste sonnenschein..ein Paradies..

Bitte, habe keine übertriebene Erwartungen an dich. Versuche dein bestes aber lerne deine Menschlichkeit zu akzeptieren!!! Dein Kind wird dich nicht weniger lieben!!!

KOPF HOCH!!!! Bitte!#winke

Beitrag von thalia72 25.02.11 - 21:40 Uhr

Hi,
oooooh jaah. Wie wahrscheinlich die meisten frischgebackenen Mütter kam ich bei Kind Nr. 1 direkt aus dem Berufsleben, mit Hobbys und Spaß am Ausgehen. Mich hat dieses Angebundensein unheimlich gestört, ich fand es schrecklich. Natürlich habe ich mein Kind geliebt, aber das hat mich nicht vor depressiven Verstimmungen geschützt. Gegen Abend wurde es ganz schlimm und wenn mein Mann abends mal ausging.
Das hat gut und gerne fünf Wochen gedauert, bis die Heulattacken richtig aufhörten.
Bei Kind Nr. 2 dachte ich, dass es mich nicht so beuteln wird, mein Leben war ja schon hinüber;-), aber auch da überkamen mich die Hormone. Da belasteten mich dann andere Dinge und ich hatte auch ein bescheuertes Wochenbett (ab und an ein Fieberchen, MDG, fette Erkältung,...). Der Spuk war nach rund sechs Wochen vorbei.

Aber was mir gut getan hat, war, als die Selbstständigkeit zurück kam.
Es wird dir wahrscheinlich eher gut tun, wenn dein Mann wieder arbeitet. Weil du dein Kind, Haushalt,... natürlich "gewuppt" bekommst. a) geht es nicht anders, b) bekommst du Routine in die Abläufe und erfährst jeden Tag ein bisschen mehr wie dein Kind tickt.
Sollte es aber nicht kontinuierlich bergauf gehen, würde ich bald bzw. bei der Abschlusskontrolluntersuchung beim FA das ganze ansprechen, damit sich keine Wochenbettdepression entwickelt.

Kopf hoch, das wird. Man wächst in seine Aufgaben hinein und es macht richtig Spaß (meistens zumindest) und bei Schreianfällen schwitzen wir alle, besonders nachts.

vlg tina + justus 17.06.07 + joris 27.10.10
PS: Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs!

Beitrag von annib24 25.02.11 - 21:50 Uhr

Oh, ihr seid so toll, vielen Dank für die vielen Antworten. Das macht Mut. Jetzt fühle ich mich auch gleich viel besser. Ich werde eure Tips auf jeden Fall ausprobieren. Gut, dass es so ein orum gibt.
Viele Grüße

Beitrag von sandra7.12.75 25.02.11 - 22:54 Uhr

Hallo

Lach,ich habe vor 18 Tagen das 5.Kind bekommen und hatte die letzten 2 Jahre jeden Vormittag für mich.Arbeiten,Sport,Freunde,HH und alles was ich wollte trotz vier Kinder.2 Mal die woche hatten wir einen Babysitter und mein Mann und ich konnten einiges zusammen machen.

Jetzt geht es gerade nicht und es fehlt mir,bzw. es dauert noch tetwas bis es wieder geht.

Es ist immer eine grosse Umstellung so ein Baby.Ich habe die Tage auch geschimpft,gebockt und geheult.Dazu der Schlafmangel.

lg

Beitrag von bienemotte 26.02.11 - 00:03 Uhr

also zuerst mal herzlichen Glückwunsch, auch wenn du das grad noch nicht so sehen kannst, du wirst es bald so sehen.

Meine Tochter ist vor 3 Wochen 5 geworden und vor gut 3 Monaten kam mein Sohn zur Welt, ich kann mich zu gut erinnern, als Madlen kam, ich hatte mich so auf sie gefreut und dann war sie da und es war furchtbar.

Ich saß noch Mittag im Schlafanzug, hab dann regelmäßig Heulattaken gehabt und zu allem Überfluß hatte sie das KISS Syndrom und schrie nachts von 6 Uhr abends bis früh um 4 durch, ich hab mich verflucht, dieses Kind angeschafft zu haben, es war als würde ich nie wieder frei sein, als wär ich jetzt für immer gefangen in diesem mamasein und ich hab es gehasst.

Etwas besser wurde es nach den Osteopathen, als sie etwas ruhiger wurde, aber bis ich endlich wirklich glücklich war, verging sicher ein dreiviertel jahr (keine Angst, muß bei dir nich solang dauern)

ABER irgendwann kannst du dir das Leben ohne nicht mehr vorstellen und bedauerst all die, die du vielleicht grad um ihre Freiheit beneidest, ich vermute, es ist das 1. Kind, oder? Ich finde, das ist eh das schwierigste im Lebe, plötzlich zu merken, nichts wird mehr so sein wie vorher und man unterschätzt es zuvor fast immer, aber halt durch, du wist das überstehen und du wirst igrnedwann die stolzeste mama der Welt sein, aller Anfang ist schwer, doofer Spruch, aber er stimmt.

Ich drück die Daumen, daß du es bald geschafft hast, bei meinem Sohn hatte ich das nicht mehr, es wird also besser #liebdrueck LG und viel Kraft Susann#liebdrueck

Beitrag von maylin84 26.02.11 - 00:31 Uhr

Huhuu!

Ich kenne deine Gefühle grad genau. Ich habe mindestens 2,5 Wochen lang unter dem Babyblues gelitten und habe jeden Tag schrecklich geweint und dachte es wird nie besser. Nun wird mein Schatz bald 4 Wochen alt und heute weine ich nicht mehr. Geb dir bzw. euch noch etwas Zeit! Das wird besser. Das war die schlimmste Zeit meines Lebens, so elend ging es mir! Wenn du magst darfst du mir gerne schreiben und dich ausheulen!
Und denke nicht gleich das du depressiv bist...auch der Babyblues kann lange dauern, schliesslich heisst es 6 Wochen Wochenbett!

Alles Gute! aNika und Lukas