Beinfehlstellung - Knieprobleme vorprogrammiert???

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Beitrag von camargo 25.02.11 - 20:28 Uhr

hallo

meine Frage ist hat jemand von euch x oder o beine und belastet es euch irgendwie gesundheitlich?

Ich habe einiges darüber im Internet gelesen, es heißt dass Knieprobleme vorprogrammiert sind und es wird häufig so früh wie möglich zu einer OP geraten, die Orthopäden allerdins tun meist nichts solange es keine Beschwerden gibt.

Jetzt stellt sich mir die Frage ist es denn wirklich so schädlich? ich meine bei Übergewichtigen Personen verstehts sich da leiden die Gelenke auch ohne Fehlstellung , aber was ist mit Normalgewichtigen mit Beinfehlstellung, SOLLTE das behandelt werden um spätere Beschwerden zu vermeiden?

Kennt sich jemand aus?

Beitrag von frau-mietz 25.02.11 - 21:31 Uhr

Hab ich zwar nicht, ABER:

Erstmal muss die Ursache der Fehlstellung geklärt sein.

Es stimmt, dass bei Fehlstellungen eine unnatürliche Abnutzung entsteht.Das kann zu Entzündungen (Arthrosen) und/ oder Knorpelschäden im Gelenk führen.

Das Mindeste was man tun sollte, vor einer Op, ist die regelmäßige Kontrolle des Orthopäden.

Es KANN lange Zeit mit Fehlstellung gutgehen, KANN aber auch nach kurzer Zeit und häufiger Belastung zur Qual werden.

Eine Op wäre vielleicht sinnvoll.

Leichte Fehlstellungen können sogar mit Einlagen in den Schuhen behoben werden.(Allerdings nur, wenn man sich noch im Wachstum befindet) Das wurde bei meiner Schwester gemacht.

Der Orthopäde wird aber genauere Auskunft geben können.


LG

Beitrag von fussverbieger 27.02.11 - 13:54 Uhr

Hallo,

ich kenne mich ein bisschen mit dem Thema aus :)

Auf keinen Fall sollte man X-Beine beim Kleinkind grundsätzlich operieren lassen, sondern zunächst die Ursache dafür suchen,- die lässt sich nämlich nicht weg operieren!

Ich schätze, dass unter 5 % der Kinder angeborene X- oder O-Beine haben. Das bedeutet, dass die Beinfehlstellung ganz einfach "anerzogen" werden. Sei es dadurch, dass es die Eltern nicht interessiert, wie es um die Füße steht, (es sind ja nur die kleinen Stinkerchen) oder das man dem Kinderarzt glaubt, der gemäß des Studiums der 80ér prädigt, dass sich Fußschwächen von selbst "auswachsen".

Nur wenige Eltern sind dazu bereit, ein paar Minuten Zeit zu investieren und sich über die tatsächlichen Zustände zu informieren und was man tun kann, um Fußschwächen und krumme Beine zu verhindern.

Alle Studien sind sich darüber einig, dass die Anzahl der Schulkinder mit Fußschwächen bei 70% liegt,- manche sagen sogar 90%, was ich selbst mit der 250 Kinder Studie und den Jahrelangen Erfahrungen nicht teilen kann. Bei mir waren "nur" 70% der Kinder betroffen.
Diese äußerst negativen Zahlen sind aber der Beleg dafür, dass unser Gesundheitssystem (auch) beim Thema Entwicklung der Kinderfüße und damit zwangsläufig verbunden auch dem Wachstum der Beine überfordert ist.

Die Untersuchung eines fünf Jährigen Kindes mit Knick- Senkfüßen hat bei mir gestern ganz genau 54 Minuten gedauert (habe eine Stoppuhr geschenkt bekommen). Ansonsten komme ich bei Kindern niemals mit nur 30 Minuten aus. Einkalkuliert werden immer 60 Minuten.
Diese Zeit kann sich aber weder der Kinderarzt noch der Orthopäde nehmen!

So ist es Standard in Deutschland, dass das Gespann Eltern und Handel dem Baby zunächst die Möglichkeit nimmt, dass sich die Füße und Beine gesund und natürlich entwickeln dürfen und später mit einer Ruckzuck- Untersuchung eine ärztliche Teildiagnose erstellt wird.
Danach geht es oft mit schädlichen Einlagen weiter und (seit einigen Jahren mit steigender Tendenz) kommt dann die Operation.

Nach der OP ist allerdings nur der Ist- Zustand am Bein oder am Fuß operiert worden. Das eigentliche Problem, welches überhaupt zum Fußverfall und zur Beinkrümmung beigetragen hat, bleibt unberücksichtigt!
Fazit: Später wird nochmal operiert...

Ich frage mich immer, wieso die Eltern den Kindern dieses antun?-

Solche Filme, wie auf www.kinderbeine.de/senkfuss.htm sollten alle Eltern zur Geburt des Kindes geschenkt kriegen, weil schon kurz nach der Geburt die ersten Fehler gemacht werden, die zum Fußverfall und zu krummen Beinen führt.
Seit Jahren fordere ich, dass man in den Kindergärten Barfußpfade einrichtet und die Betreuer/Erzieher zumindest mit einer Kurzunterrichtung schult.
Auch Sport- und Biologielehrer sowie Sporttrainer sollten besser ausgebildet werden.
Unser Staat hingegen streicht nun sogar noch den Schulzahnarzt....

Nur zu meckern ist nicht mein Ding! Die erste Hilfe biete ich auf meinen (kostenlosen) Webseiten und darüber hinaus, gehört ab dem 28.3. wieder der Dienstag Nachmittag den Kinderbeinen.
Alle Fragen zum Thema Schuhe, Füße und Beine werden dann beantwortet, die Eltern lernen das Gangbild zu deuten und Senkfüße etc. zu erkennen.
Darüber hinaus wird nun ein Raum hergerichtet, in welchem spielerische Gymnastik eingeübt wird. Die 10 Stunden, die ein Arzt eventuell verschreibt, reichen niemals aus und darum müssen die Eltern selbst ran! Den Kindern machen die Übungen garantiert viel Spaß!

Eltern, denen es finanziell nicht gut geht, müssen nichts bezahlen! Andere dürfen etwas spenden (in jedem Jahr unterstützen wir Kinder - 2010 war es ein priv. Kindergarten e.V. - 2011 werden es "Tafelkinder" sein).