Unterhalt...

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von kristinhms 25.02.11 - 20:30 Uhr

Hallo,


ich frage in diesem Forum, da hier wohl die meisten Experten sitzen und wir momentan einfach nicht weiter wissen.

zur Situation: Verheiratet , Mann drei Kinder aus erster Ehe, davon zwei Wohnhaft bei uns.

Der große wohnt bereits in eigener Wohnung, welche wir finanzieren.

Nun ist es so, dass die Kindsmutter noch NIE Unterhalt gezahlt hat für die Kinder.
Diese leben seit 6 Jahren bei uns. Das JA meinte auch nur, dass da eh nichts zu holen wäre und wir es doch nicht auf einen langen Unterhaltskrieg ankommen lassen sollen.
Doch so langsam finde ich das alles mehr als unfair.
Die Kinder haben doch ein Recht darauf, oder nicht? Gut , die Mutter lebt von Hartz4 aber, kann Sie denn nicht verpflichtet werden zu arbeiten? Immerhin wohnt sie alleine, hat keinerlei verpflichtungen etc.

Mein Gehalt wird immer mit angerechnet... Erst haben wir keinen U-vorschuß bekommen, weil wir verheiratet sind. Jede Klassenfahrt, jede Nachhilfestunde alles finanzieren nur wir. Von der anderen Seite kommt nichts... nicht mal zu Weihnachten oder Geburtstag. Aus diesem Grund haben die Mädels auch schon seit fast zwei Jahren gar keinen Kontakt mehr zur Mutter. Es wird sich nicht gekümmert.
Selbst zur Taufe der Mädchen ( sie haben selbst entschieden , sich taufen lassen zu wollen ) ist sie nicht erschienen.


Mir geht es nicht darum , dass ich die Kinder nicht mehr finanziell mit unterstützen will, mir geht es aber darum diese Frau an Ihre Verantwortung zu erinnern.
Was können, müssen wir tun?
Wir haben keinen Titel oder so was gegen Sie ... und auch keine Ahnung woher man den bekommt.

Kann uns einer helfen?


Liebe grüße
Kristin

Beitrag von elsa345 25.02.11 - 21:05 Uhr

Hallo,
ja das ist sehr, sehr ungerecht. Aber Ihr habt schlechte Chancen, wenn die Mutter nicht will.
Allerdings habt Ihr wohl auch den falschen Weg gewählt. Das Jugendamt kümmert sich nicht gerne um solche hoffnungslosen Fälle, die gehen lieber an die Leute, bei denen was zu holen ist. Warum nehmt Ihr nicht einen guten Familienanwalt? Da hätte in 6 Jahren schon mehr passieren müssen und können.
Viel Glück!
Gruss

Beitrag von kati543 25.02.11 - 22:01 Uhr

Anwalt. Etwas anderes gibt es nicht.

Beitrag von winnie_windelchen 26.02.11 - 11:02 Uhr

Hi

Ist natürlich eine traurige Geschichte. :-(

Aber es ist auch wunderschön zu lesen, das du dich um die Zwerge bemühst. :-)

Ich find es auch schon mal dreißt vom JA zu sagen das eh nix zu holen sei und ihr es doch nicht auf einen Unterhaltskrieg ankommen lassen solltet. Frage -> wieso nicht?

Folgendes: Ich bin alleinerziehend seit fast 4 Jahren. Lini wird im April 5.

Ich habe vor kurzem alle möglichen Wege eingeleitet, wobei meine Sachberater Umgang und Unterhalt bisher sehr kompetent sind und alles versuchen. Sie stehen also wirklich hinter meinem Kind und geben ihr bestes für ihre Rechte. Vieleicht seit ihr damals nur an einen "ichsitzmeineZeitnurab-Berater" gekommen.

Lini ihr Dad hat bisher auch noch nie irgendeinen Cent gezahlt, er war auch noch nie richtig Arbeiten.

Jetzt haben wir das mit dem Titel eingeleitet. Ging auch alles sehr schnell. Zu erfragen beim Jugendamt, die die für den Unterhalt zuständig sind, bei uns ist das nämlich unterteilt.

Ich musste einen Antrag stellen und der Vater (alle exemplare wurden mir zugeschickt) muss nun seine gesamten Finanzen offen legen und in diesem Schreiben steht auch -> Wir weisen sie in diesem zusammenhang darauf hin, dass sie verpflichtet sind, zur Sicherung ihres minderjährigen Kindes Ihre Arbeitskraft entsprechend Ihren Fähigkeiten einzusetzen. Insbesondere sind Sie verpflichtet, sich nachhaltig um Arbeit zu bemühen. Sie haben alle Anstrengungen zu unternehmen, um zumindest so viel zu verdienen, dass Sie unter Wahrung Ihres eigenen Selbstbehaltes den Mindestunterhalt für ihr Kind leisten können.

Diese Arbeitsbemühungen muss er nun auch regelmäßig vorlegen. Ansonsten gibts einen Beistand und es geht vor Gericht.

Bei uns ist der Fall so das Lini ihr Dad nach seiner Lehre dieses Jahr noch weiter lernen will (Abi, studieren ect.) und dies einfach nicht richtig ist. Er ist 28 und hat schon mehrere Lehren abgebrochen, dies ist die erste die er, so wie es scheint, zu ende bringt.

Er denkt auch das er machen kann was er will und wie es ihm passt. Das JA meinte zu mir "studieren kann er auch neben dem Beruf" und das stimmt auch. In aller erster Linie muss er sich einen Job suchen.

Also solltet ihr entweder diesen Weg nochmals gehen, oder es über einen Anwalt klären lassen.

Sie muss sich um Arbeit wenigstens bemühen, klingt aber danach als wenn sie sich zu hause ausruht.

Lieben gruss

Beitrag von kristinhms 26.02.11 - 11:53 Uhr

Hallo,



vielen Dank für eure Antworten. Ihr habt recht. Wir werden uns jetzt mal an einen Anwalt wenden.


Auch wenn finanziell nichts dabei rum kommt, soll sie wenigstens wissen, dass wir nichts mehr unversucht lassen werden.


Liebe grüße
Kristin