Wie lange im Kreissaal das erste Mal anlegen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von mella08 25.02.11 - 21:12 Uhr

Hallo,

in meinem GVK des Krankenhauses in dem ich diesmal entbinden werde, wurde uns von der Hebamme erklärt, dass man max. 4-5 Minuten anlegt beim ersten Mal.

Beim zweiten Mal kann man schon mal ne Minute länger, sagte sie.


Wie war das bei Euch? Ist das überhaupt zeitlich zu begrenzen??


Lg. melanie

Beitrag von matsel 25.02.11 - 21:15 Uhr

hää?#kratz was soll das denn bitte schön? und für was soll das gut sein? schau mal was die anderen mädels hier sagen. aber so was habe ich echt noch nie gehört und ich würde mir im kh mit sicherheit nicht bezügl. des stillens ins handwerk pfuschen lassen, mit zeitl. begrenzungen und eieruhrstellen.
lg

Beitrag von mella08 25.02.11 - 21:24 Uhr

Hallo,

also ich fand es auch schon ziemlich komisch.... muss dazu sagen, dass diese Hebamme speziell, eh ne komische Einstellung zum Stillen hat.

Mal sehen, was die anderen Mädels dazu sagen.

Ich denke, dass sich das doch sowieso alles von alleine gibt .....

hab ja eh vor, ambulant zu entbinden :-)


Lg Melanie

Beitrag von matsel 25.02.11 - 21:30 Uhr

schau mal ob du für zu hause fähige stillhebammen o beraterinnen findest. ich habe meine beiden angelegt wann, so oft u lange wie ich wollte und es hat immer völlig unkompliziert geklappt. wichtig ist seiner intuition zu folgen. ich war allerdings zu hause zur geburt.
lg

Beitrag von mella08 25.02.11 - 21:33 Uhr

Hallo,

ja meine Hebamme kennt sich auch super aus und hat ihre Kiddys auch sehr lange erfolgreich gestillt... die ist echt fit....

Habe eh vor, solange alles gut verläuft, ambulant zu entbinden....
Habe sehr schlechte Erfahrungen gemacht, was die Stillberatung im Krankenhaus angeht.

Danke für Deine Antwort.

Melanie

Beitrag von matsel 25.02.11 - 21:40 Uhr

dann alles gute und denk britte dran, nach der geburt: erst fragen obs dem kind gut geht, dann fragen ob man selber fit ist und dann erst sagen das man jetzt nach hause geht. sonst wollen die einen wohl immer gern da behalten.
lg

Beitrag von mella08 25.02.11 - 21:41 Uhr

Genau das, hat hier letztens schonmal jemand geschrieben und das hab ich mir fest eingeprägt und auch meinem Mann schon ins Gehirn gebrannt :-)

Wäre mir wohl von alleine nicht gekommen...

Danke für die Antwort.


Liebe Grüße


Melanie

Beitrag von yvonne1002 25.02.11 - 21:18 Uhr

Huhu!

Also wenn ich mich recht erinnere (ist erst 14 Wochen her, aber ich hatte direkt nach der Entbindung noch ne OP unter Vollnarkose, war also etwas benebelt) haben sie mir meinen kleinen Mann wirklich gar niht so lange zum Anlegen gegeben.
Ich denke mal, die kleinen Mäuse sind ja auch ziemlich k.o. und so viel Milch kommt anfänglich ja auch nicht. Halt nur die Vormilch.
Wichtig ist wahrscheinlich auch erstmal DASS sie trinken und an der Brust saugen....

Ich drück Dir auf jeden Fall für die Entbindung ganz ganz fest die Daumen. Könnte jetzt noch Tränchen wegwischen wenn ich an diesen Tag zurückdenke....#verliebt

Alles Liebe

Yvonne mit Lennard (14 Wochen alt)

Beitrag von snoopy86 25.02.11 - 21:25 Uhr

Hallo.

Hannah wurde nach der Geburt, nach dem abbrubbeln, angelegt und war schon mind. 15 Minuten.
Wurde dann für 10 Minuten mitgenommen (hatte Anpassungsschwierigkeiten) und war dann wieder sehr lange und hat dann gestillt. Erst nach einer Stunde wurde sie gewogen, angezogen usw.

Beitrag von kapril 25.02.11 - 21:27 Uhr

Ja, das war bei meiner Entbindung auch so. Der Arzt meint anfangs den kleinen nicht zu lange an der Brust saugen zu lassen 5-10min. Ich glaub das war eher damit die BW nicht gleich so strapaziert wird. Aber ich weis es nicht. Es hat auf jeden Fall nicht den positiven stillstart gestört.

Der kleine hatte so einen Zug drauf, dass ich froh war wieder abdocken zu dürfen. Getrunken hat er trotzdem genug und die milch floss nach dem milcheinschuss in strömen.

Kleiner Tip auch noch ein en Pikkolo Sekt nach der Geburt zu trinken... Regt die milchbildung an und den milcheinschuss. Hat bei mir sogar das Krankenhaus spendiert. Außerdem hilft es über den einen oder anderen babyblues hinweg.

Beitrag von woelkchen1 25.02.11 - 21:55 Uhr

Ich kenne das auch- die Brustwarzen sollen sich langsam dran gewöhnen. Meine Hebi hat mir auch den Tip gegeben. Allerdings wollte Scarlett damals gar nicht mehr weg von der Brust, da hat die Hebi dann auch gesagt, ich soll sie lassen und es wird eben ein wenig mehr weh tun.

Aber spätestens zum Milcheinschuß würd ich die Zeit gar nicht mehr begrenzen (lese sowas hier oft) sondern so lange an jeder Seite trinken lassen, wie Kind will.

Beitrag von lilaluise 25.02.11 - 22:04 Uhr

Mein Sohnemann hat das erste Mal eine dreiviertel Stunde lange genuckelt...er kam auf die Welt und hat geschmatzt. Dann war er mal kurz zur Untersuchung wegen Blutzucker weil er ein Frühchen war und dann hat er weiter dauergenuckelt....so ging das die ersten Tage....da gab es keine zeitliche Begrenzung!lg luise

Beitrag von felix.mama 25.02.11 - 23:45 Uhr

Also mein Sohn war wesentlich länger als 5 min an meiner Brust.

Beitrag von lilly7686 26.02.11 - 09:30 Uhr

Was???
Also so einen Schwachsinn hab ich lang nicht mehr gehört.

Du legst dein Baby IMMER nach Bedarf an.
Heißt: im Kreißsaal das erste Kuscheln/Anlegen. Du darfst verlangen, dafür mindestens eine Stunde Zeit zu bekommen. Die APGAR Werte können auch während dem Kuscheln gemacht werden, ohne dass dein Baby von dir weg genommen wird.
Und Gewicht und Größe kann auch ne Stunde oder zwei nach der Geburt gemessen werden.
Setz dich hier also bitte durch und schau, dass du genug ungestörte Zeit mit deinem Baby verbringen darfst, bevor es gemessen, gewogen, gebadet und sonst was wird ;-)

Und auch den Rest der Stillzeit sollst du nach Bedarf stillen. So oft und so lange dein Baby das möchte.
Es werden Zeiten kommen, wo dein Baby jede Stunde an die Brust möchte. Und es werden Zeiten kommen, da gibts 4 Stunden Pause zwischen zwei Stillmahlzeiten.

Es werden Zeiten sein, vorallem am Anfang, wo dein Baby eine halbe Stunde pro Brust trinken möchte. Und später, wenn es größer wird, wird es vielleicht nur noch eine Brust pro Mahlzeit trinken möchte, und schon nach 10 Minuten fertig ist mit Trinken.

All das ist normal. Und alles ist "erlaubt".
Du musst weder die Stillmahlzeit begrenzen, noch einen bestimmten Rhytmus einhalten.

Vielleicht kannst du dir bereits in der Schwangerschaft eine gute Stillberaterin in deiner Nähe raussuchen:
http://www.afs-stillen.de
http://www.lalecheliga.de
Beide Vereine arbeiten ehrenamtlich, du zahlst also nichts für deren Hilfe.

Liebe Grüße!

Beitrag von mella08 27.02.11 - 16:18 Uhr

Hallo,

danke für Deine umfangreiche Antwort.

Was das Stillen im Verlauf angeht, weiß ich übers Stillen nach Bedarf bescheid.

Mich hat es nur bissl stutzig gemacht, weil das bei meiner ersten Tochter nicht so war. Da hat keiner was von Begrenzung gesagt. War aber auch ein anderes Krankenhaus und die Umstände waren andere.

Jetzt hab ich nur Bedenken, dass man mir da halt so reinpfuschen will und man mir keine Zeit zum Kuscheln und vor allem beim ersten Anlegen lässt.

Aber da werde ich mich einfach durchsetzen und ich MUSS mein Kind ja nicht aus den Armen geben wenn ich nicht will ?!?!?!

Liebe Grüße

melanie

Beitrag von zwillinge2005 26.02.11 - 11:55 Uhr

Hallo melanie,

unser drittes Kind kam spontan auf die Welt und wurde mir direkt nach der Entbindung ohne Abrubbeln oder was auch immer direkt auf den Bauch/Brust gelegt und mit einem Handtuch abgedeckt. So hatten wir schön Zeit zum Kuscheln. Den Weg zur Brsutwarze hat sie selber gefunden, ich habe nur darauf geachtet, dass sie nicht von mir runter rollt.

Sie durfte nuckeln solange sie wollte - ca. 45 Min haben wir gekuschelt und mir hat niemand reingeredet.

Nachdem wir auf em Zimmer haben habe ich fast dauergestillt solange sie nicht geschlafen hat. Und wenn sie nicht getrunken hat haben wir gekuschelt.

LG, Andrea