psychische Misshandlung im Kindergarten...

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von rinoa84 25.02.11 - 23:51 Uhr

Hallo ihr lieben,

ich weiß es ist ein sehr heikles Thema, aber ich brauche vll ein paar Meinungen von Außenstehenden.... ich danke euch schon mal im voraus.

Unser kleiner ist seit einem Jahr in der neuen Kita. Er ist kein Engel und das verlange ich auch nicht von ihm, aber eigentlich war er immer ein Kind was "leicht zu Hand haben war" (wenn man es jetzt mal leicht und ohne große Erklärung ausdrücken will).

Als er in die Kita kam (4 Jahre) war er schon geprägt. Er besuchte vorher bereits eine andere Kita... gut genug drumherum geredet.

Nach ca. 6 Monaten fing es an, dass er nicht mehr hin wollte.. der Meinung war, dass ihn da keiner mag und er sein ganzen Leben doof fand. Er fing an die Fingernägel zu kauen und ein aggressives, beängstigendes Verhalten an Tag zu legen. Daraufhin sprachen wir viel mit ihm und es kam immer mehr zum Vorschein, dass er als Ausseinseiter in der Kitagruppe stand. Seine "Freunde" nur "Freunde" waren, wenn er das tat was sie wollten.
Wir sagten ihm, dass er das nicht tun muss und er doch mit den anderen Kindern in der Gruppe mal spielen soll....
Naja danach wurde es kurz besser...und dann wieder schlimmer..

Er ging nun mittlerweile schon auf andere Kinder grundlos los. Er hasste sie regelrecht, wenn er von ihnen erzählte. "Die haben gelacht .... die mögen mich nicht " Sowas und andere Äußerungen kamen wenn wir fragten was los ist.. wieso er andere haut und schuppst.

Wir entschieden uns (nach vielen Gesprächen) eine Fachberatung mit hinzuzuziehen, da unser elterliches Empfinden sehr lauten Alarm schlug, als er uns erzählte, dass er mit den Rücken zu den anderen Kindern essen muss.... oder das andere Kinder ihn auslachen oder körperlich Misshandeln. (Wir hatten die große Sorge er wurde nicht richtig Integriert)
Das Fachgespräch lief darauf aus, dass beide Seiten an sich Arbeiten müssen.

Dieses Jahr werden wir von der Schule auf die unser kleiner kommen soll eingeladen. Er wäre Verhaltensauffällig und muss in eine Klasse für schwer erziehbare Kinder. Wir erfuhren, dass der Kindergarten bereits hinter unserem Rücken alle Maßnahmen in Bewegung setzte... bei der Schuluntersuchung war große Verständnislosigkeit für diese Aktion, da unser Kind noch in keinster weise in dieser Richtung behandelt wurde.. oder auch nur Ansätze für ein Symptom hatte. (wir haben leider noch nicht erfahren wie es weiter geht)

Aber nun geht es in der Kita weiter. Wir haben mit unserem kleinen gesprochen. Haben ihm grob und kindgerecht erklärt, dass er nicht auf seine Wuschschule darf etc.. Er meinte daraufhin, dass er in Sport will, damit er nicht immer so wütend ist und sich alles bessert. Und wir selber konnten auch eine super Verbesserung feststellen. Er ist kein Engel und lässt sich nichts gefallen aber er schlägt keine Kinder mehr grundlos etc.

Heute frage ich die Erzieherin wie es läuft. Sie erzählt mir von einem Vorfall in der Woche bei dem unser Kind und ein "Freund" wohl in der Bauecke mutwillig Spielzeug zerstört haben und als sie schimpfte die beiden sie auslachten. Aber sie betonte auch, dass es auf jeden fall besser wäre wie vorher. Ich war total erleichtert.. und nahm mir vor mit ihm nochmal über das Benehmen Erwachsenen gegenüber ein Buch zu lesen ( obwohl er es eigentlich nie macht.. also Erwachsene respektlos behandeln)
Aber eben kam der Schock für mich. Als er im Bett lag, fragte er seinen Papa ob er als Kind auch in der Krippe war. Mein Mann total irritiert fragt natürlich wie er auf sowas kommt. Und da sagt er sowas wie " Aber ich musste. Als die anderen Obstsalat gegessen haben und gefeiert haben mussten "Freund" und ich in die Krippe.. Er in die eine Gruppe und ich in die andere und als wir wieder kamen haben wir nichts vom Salat abbekommen weil wir uns nicht benehmen können."

Und da ist auch die Frage... darf eine Erzieherin ein Kind immer wieder (habe nicht alles aufgeschrieben) erniedrigen, Leistungen herabsetzen, ihn ignorieren oder auch einfach nur belächeln, wenn er sich durch toben weh getan hat...oder sehe ich es als Mutter einfach nur zu heftig, weil es um mein Fleisch und Blut geht?

Und ich verstehe ihn auch irgendwo, dass er kein Respekt vor ihr hat (nein das habe ich noch nie geäußert). Würde ich auch nicht, wenn mich jeden Tag jemand mit Füßen tritt.

Im Moment würde ich am liebsten dieser Erzieherin zu rede stellen, was leider nicht geht das Wochenende ist... ich habe auch schon an einen Anwalt gedacht oder an die Presse... aber ich weiß absolut nicht, ob ich es zu grob sehe... Aber ein Vorschulkind zur Strafe in die Krippe stecken? Ihm immer wieder das Gefühl geben, dass er nichts Wert ist und seine Arbeit/Leistungen auch nicht? Ihn vor der gesamten Gruppe immer erniedrigen und als Schuldigen hinstellen (Egal wer es eigentlich war)?


Sry ist sehr lang geworden... danke fürs lesen und entschuldigt wegen Rechtschreibfehler und komischer Grammatik, aber ich bin Hundemüde und kann nicht schlafen...

Beitrag von murmel72 26.02.11 - 00:00 Uhr

Hallo,

ich kann deine Fassungslosigkeit und Wut schon gut verstehen.
Kein Kind ist immer ein problemloser Schatz und kooperiert immer und mit allem. Darum geht es nicht.

Auch wenn es so wäre, dass dein Sohn ein konstanter Störenfried wäre, gäbe es dennoch keinen Anlaß ihn derart auszugrenzen.

Ich weiss nicht, ob ich das jetzt überlesen habe, aber hast du mal mit seiner Erzieherin direkt gesprochen oder mit der Kita-Leitung? Du schreibst zwar von einer Fachberatung, aber ich habe keine Ahnung, was genau du damit meinst. Fachberatungen gibt es viele ;-)

Die ganzen Dinge, die du beschreibst, woher weisst du die? Erzählt die dein Sohn? Hast du noch Leute/Kinder befragt?

Ich frage u.a. auch deswegen weil z.B. mein Sohn (im Juni 4 Jahre) auch steif und fest Dinge behauptet, die definitiv nicht wahr sind.

Wie verhält sich euer Sohn denn ausserhalb des Kigas? Ist er ein "normales" Kind? Benimmt er sich auffällig?

Ein Fall für die Presse ist der eure ganz bestimmt nicht, aber ein Fall für ein direktes, klärendes Gespräch mit der Kita-Leitung und/oder Kitawechsel.

Gruss
Murmel

Beitrag von rinoa84 26.02.11 - 00:11 Uhr

Hallo Murmel,

es gab Gespräche mit der Erzieherin und ein Gespräch mit der Leitung, Erzieherin und zwei netten Damen vom Jugendamt als neutrale Personen.

Das er ausgegrenzt und immer schuldig ist haben wir schon mitbekommen...

einmal hat er eine Gabel von einem Mädchen in den Nacken gestoßen bekommen.. er weinte und wimmerte.. aber die Erzieherin hielt es nicht für nötig ihn zu fragen was ist sondern ihn zu bestrafen ( das erzählte er) aber am nächsten Morgen als ich sie auf die Wunde im Nacken aufmerksam machen wollte durfte ich mir nur anhören, dass er dem Mädchen Haare raus zog (er hat mir das auch gesagt, dass er sie an den Haaren zu, damit sie von ihm weggeht)

Das zweite was wir gesehen habe.. er fällt vom Klettergerüst als wir in Garten kommen (genau aufs Gesicht) und sie meint nur, das kommt davon wenn man dumm macht.. Kein tut es weh? Die anderen Kinder lachen und sie schaut nur, kann nicht mal sagen ob belustigend oder desinteressiert.

Und was mir noch einfällt ist.. als wir unseren Sohn als Mittagskind holen.. will er mir was im Gruppenraum zeigen, da er angezogen ist stellt er sich nur vor die Tür... ein anderen Kind kommt und zielt mit der Faust in sein Gesicht.. ich ziehe mein Kind zurück und sage nur.. "He" um die Erzieherin aufmerksam zu machen und da drehen sich die Kinder nur um und sagen.. "mein Kind" hat angefangen... !


Kitawechsel wird uns abgeraten, da er nur noch 6 Monate in die Kita geht.. er kommt dieses Jahr ja in die Schule... nur glaube ich kann es so nicht weiter gehen. Und auch wenn ich nicht bei bin.. glaube ich sind 80% von dem was sie erzählen meist Wahr...

Beitrag von anna_lucas 26.02.11 - 00:10 Uhr

Hallo,

ich kenne beide Seiten. Zum einen ist es schlimm wenn immer wieder ein Kind aus der Reihe tanzt (beißt, kratzt, Sachen zerstört). Meine Tochter erzählt mir auch immer das die ewig gleichen Kandidaten dies tun. Das geht natürlich so nicht!

Zum anderen finde ich der Kindergarten hätte nicht über euren Kopf hinweg handeln dürfen. Ich an eurer Stelle würde mir da die Verantwortlichen vorknöpfen!

Meine Kids waren auch mal in einem Kiga wo eine Horror-Erzieherin immer ihren Senf zum Besten gab. Die Frau war dermaßen unsensibel und grob mit den Kindern, das ich mich heute noch frage warum sie ausgerechnet Erzieherin werden wollte.

Nun mein Rat an Dich: Bringe Dein Kind soviel es geht mit anderen Kindern zusammen (Sport, Musikschule, Turnen, Fußball, Verabredungen...). Unter Deiner Aufsicht sollte Dein Kind es lernen, besser in einer Gruppe zurechtzukommen. Dreht Dein Kind durch, bekommt es eine Auszeit verpasst (5 Minuten alleine dasitzen).

Außerdem würde ich schon längst mal zum Kinderarzt gehen. Der kann eine psychologische Beurteilung und evtl. weiterführende Therapien vermitteln.

LG

Anna

Beitrag von rinoa84 26.02.11 - 00:16 Uhr

Hallo Anna,

mein Kind ist in vielen Aktivitäten und auch unter vielen Kindern und so ein Verhalten war kurze Zeit, aber ist auch verschwunden und das ohne mein zutun. Er merkte, dass es den anderen nicht gefällt wenn er so ist.

Auf Spielplätzen etc. Verhält er sich nicht im geringsten so.. außer es kommt ein Kindergartenfreund dazu, dann ist er komisch.. wie eine Marionette.

Sein Kinderarzt war über die Äußerung erbost.. da er nicht mal im geringsten Anzeichen hätte die eine Therapie veranlassen.

Beitrag von kati543 26.02.11 - 00:44 Uhr

"Zum anderen finde ich der Kindergarten hätte nicht über euren Kopf hinweg handeln dürfen."
Doch, das darf der Kiga. Einmal darf der Kiga sich an entsprechende Behörden wenden, wenn das Kindeswohl gefährdet ist. Zum anderen haben die Eltern garantiert die Schweigepflichtsentbindung unterschrieben, die einem standardmäßig zugeschickt wird, wenn ein Kind in der Schule angemeldet werden soll. Erst danach nimmt die Schule mit den Kigas Kontakt auf. Diese Schweigepflichtsentbindung ist global und umfass ALLES. Dort steht nämlich nicht nur Kindergärten, sondern dort stehen auch "sonstige Institutionen". Und das beinhaltet also z.B. Jugendamt, Frühförderstelle,...
Also immer erst einmal überlegen, ob der Kiga und die Schule dafür nicht die Erlaubnis haben, bevor man sich "Verantwortliche vorknöpft"

Beitrag von xaverl2002 26.02.11 - 06:27 Uhr

Diese Schweigepflichtsentbindung muss nicht zwangsläufig unterschrieben werden!!!! Absoluter Schwachsinn!

Hab mit der Erzieherin meines Sohnes gesprochen, unser KiGa ist der Ansicht, dass es absolut der falsche Weg ist, trotz Schweigepflichtentbindung, einfach über den Kopf der Eltern mit anderen Institutionen zu sprechen: der 1. Weg sollten immer die Eltern sein#nanana!!!!

Die meisten unserer Eltern unterschreiben dieses Ding, das von der Schule kommt nicht bzw. es wird unterschrieben, dass keiner Entbindung zugestimmt wird!

Also ich kann die Vorgehensweise des Kindergarten absolut nicht verstehen!


VLG
Rosina

Beitrag von fraukef 26.02.11 - 08:15 Uhr

ja diese Entbindung gibt es...

Aber ich zB unterschreib so was nicht. Wär ja noch schöner...

Kurz ein Beispiel: Bei Judith gab / gibt es ein evtl Schielproblem - sie sollte deswegen über den KiGa in der Sehschule vorgestellt werden.

Kein Problem - aber diese allgemeingültige Schweigepflichterklärung hab ich nicht unterschrieben - ich hab selbst eine geschrieben - speziell für die Sehschule. Und genauso werd ich es bei der Einschulung auch handhaben - es gibt ne spezielle und fertig...

Wozu gibt es denn die Schweigepflicht, wenn man die selbst so pauschal wieder aushebeln soll? NÖÖÖÖ

Beitrag von hexe3113 26.02.11 - 16:26 Uhr

Hallo,

also ich kann Dir versichern, dass ich weder eine Schweigepflichtsentbindung bekommen habe, noch dass ich eine unterschrieben hätte...

...und das würde ich dann doch gerne mal belegt haben, dass man diese unterschreiben MUSS! Das wäre ja noch schöner.

Und dass sich eine solche Erzieherin "vorgeknöpft" gehört (schon allein wegen dem groben, hämischen, kalten Verhalten dem Kindes gegenüber), steht zumindest für mich ausser Frage...

Gruß,

Andrea

Beitrag von anna_lucas 26.02.11 - 18:33 Uhr

Hi,

bei uns gibts keine Schweigepflichtsentbindung und ich würde auch NIEMALS (in GROßBUCHSTABEN) eine unterschreiben!!!

Zum einen bin ICH für das Kind verantwortlich (und nicht das Jugendamt oder irgendeine andere Stelle) und somit IMMER der erste (!!!) Ansprechpartner.

Zum anderen ist meines Erachtens so nicht die optimale Kommunikation gewährleistet. Dann buttern sich da 2 Parteien etwas zurecht, bestimmen womöglich noch über mein Kind und ich habe nicht die geringste Ahnung?!

Wie "gläsern" sollen wir Menschen denn noch werden???! Und wozu werden die freigegebenen Informationen denn noch missbraucht??

"Kindeswohl gefährdet" fällt bei mir unter absolute Verwahrlosung. Dann muss man einschreiten. Aber die TE scheint sich Gedanken zu machen und auch Schritte (Arzt?!) einzuleiten um die Situation zu verbessern. Da finde ich gibt es andere Fälle in denen man eingreifen sollte.

LG



Beitrag von kati543 26.02.11 - 00:40 Uhr

Hallo,
ehrlich gesagt, deinen Schock kann ich irgendwie verstehen, aber ich muß auch sagen, es hat sehr lange gedauert, bis ihr mal wachgeworden seit. Ich sehe in dieser Beschreibung mehrere Problempunkte:
Du entschuldigst deinen Sohn sehr oft. Vielleicht war er mit 4 mal noch ein einfach zu händelndes Kind, aber seit er in dem neuen Kiga ist, ist er offensichtlich eher ein absolutes Problemkind. Dein Resultat: Kiga und Kinder sind schuld. Dein Sohn war immer nett, also kann es nicht von ihm kommen.
Und nun kommt der Punkt, den ich absolut nicht verstehe. Wie kannst du denn dein Kind in diesem Kiga lassen? Weißt du denn nicht, dass du durchaus das Recht hast, dein Kind aus dem Kiga abzumelden? Großer Gott, wenn mein Sohn so etwas erzählt und seine Schmerzen werden von den Erzieherinnen nicht für bare Münze gehalten da war mein Kind das letzte mal dort. Ganz besonders wenn ich vorher schon bemerkt habe, dass er dort gemobbt wird.
Mit dieser Problematik gehe ich doch nicht 1 Jahr später mal zum Jugendamt und diskutiere mich von Pontius zu Pilatus. Da wäre ich doch als erstes beim KiA gewesen und hätte eine Überweisung zum Psychologen verlangt. Irgendjemand muß doch herausfinden, was dein Sohn hat.
Und selbst jetzt schreibst du, du weißt nicht, wie es weiter geht. Hey, das ist DEIN Sohn. Wenn du willst, dass er bei dir bleibt, dann solltest du bestimmen, wie es weitergeht. Warte nicht, bis der Kiga aktiv wird, weil der Zustand unhaltbar wird. Unternimm selber etwas. Laß dir nicht die Zügel aus der Hand nehmen. So etwas geht schnell. Und schneller als man sich versieht, entscheiden die Anderen, wo dein Kind zur Schule geht, welche Therapien es besucht, was es in seiner Freizeit macht, wo es wohnt und irgendwann auch, wie oft du es besuchen darfst. Niemand sagt dir mehr, was du machen musst. Du bist erwachsen. Du hast Verantwortung für ein Kind - für DEIN Kind. Der pflegeleichte Junge ist Geschichte. Das wird er nie mehr werden. Jetzt ist da ein Kind mit massiven Problemen. Aber nichts destotrotz ist er noch dein Sohn. Seine Familie ist wahrscheinlich das einzigste, was ihm in diesem ganzen Chaos noch geblieben ist. Ob er das je verarbeiten und überwinden kann, was ihm hier in diesem einen Jahr angetan wurde, weiß niemand. Falls er es kann, wird es ein langer, beschwerlicher Weg mit vielen Therapien, vielleicht stationären Aufenthalten,...

Beitrag von lisasimpson 26.02.11 - 08:38 Uhr

Was ist von eurere Seite aus passiert, seit klar ist, daß dein Sohn nicht eine Regelschule besuchen darf?

Welche Ärzte hast du aufgesucht, welche Beratung in Anspruch genommen, wie warst du mit dem kiga im Gespräch darüber, welche Gespräche gab es mit der zukünftigen Schule, welche Maßnahmen habt ihr ergriffen um eine sofortige Verbesserung herbeizuführen (außer sport)?

Ich kann aus deinem bericht nur erkennen, was andere schlimmes tun (um ehrlich zu sein lese ich hier heraus
- sie haben der schule/ schulbehörde?! Informationen zur verfügung gestellt (dafür gab es sicherlich eine absprache?!)
- dein kind mußte (ein mal?) sich beim essen umdrehen (kjann durchaus sinnvoll sein, wenn andre ansonsten dauernd gesört werden)
- dein kind mußte (ein mal?) in eine nadere gruppe gehen und war vom gemeinsamen Obstsalat-essen ausgeschlossen. Ist vielleicht nicht die hochform pädagogsichen arbeitens, aber kann durchaus sinnvoll sein/ vielleicht auch bei wenig personla die einzige möglichkeit für die restliche gruppe ein ungestörtes arbeiten zu ermöglichen.

ich kann an all diesen beispielen nichts demütigens erleben.
Ich dneke ein gespräch ist wichtig und nötig und solle dahingehend laufen, herauszufinden, wie man Eltern und Kiga- regeln und sakntionen zusammenbringt- denn natürlich merkt dein sohn deine ablehenden haltung dun deine einstellung (mein kind ist toll- da ist alles in ordnung, unproblematisch und gut zu handhaben,..)
schon alleine die aussage "haut niemanden ohne grund"- ist für mich ein euphemismus. Ein Kind, daß sich mit (5 jahren?) wehrt in dem es zuschlägt kann ds durchaus als auffälliges verhalten bezeichnet werden.
kommt dsa ein mal im monat vor - dann sicehr nicht, kommt es ein mal am tag vor, dann ist das schon in einem kritischen bereich (oder wie würdest du reagieren, wen ndein sohn jende tag nach hause käme und erzählen würde, er werde tglich von xy geschlagen- aber natprlich nur mit guten grund- was ist denn einer?)

Ich würde dir dringend raten, dich, dein verhalten und deien einstellung zu reflektieren- deinen sohn mal ein paar tage im kiga zu beobachten, und gemeinsam mit kindergarten, zukünftiger schule und euch eltern einen weg zu suchen, der deinen sohn darin unterstützen kann, sich sozial angemessen zu verhalten, damit er in zukunft weniger probleme in gruppen haben wird

lisasimpson

Beitrag von angelinchen 26.02.11 - 09:33 Uhr

#pro
stimme dir voll und ganz zu.
Man hat das Gefühl, alle sind schuld, jeder verkennt das Kind. Mir tut der Junge echt leid, weil ihm keiner hilft in seiner Situation.
Was ich auch nicht verstehe ist, dass offensichtlich von den Eltern nix unternommen wird, grad in Hinblick auf die Schule.

LG Anja

Beitrag von nana141080 26.02.11 - 11:42 Uhr

Ich denke der TE geht es um die Gesamtsituation! Wie es sich liest, denke ich auch das dass Kind nicht integriert wurde.
Ein Kind das so verhaltensauffällig wird, wird es nicht von allein!

Ich würde dringend zu einer mehrtägigen Hospitation raten. Danbei alles aufschreiben. Nach einer Woche nochmal hingehen und einen Termin im SPZ machen.

Ein Kind darf nicht in die Wunsch Schule weil es haut und Sachen mal kaputt macht? Wo ist das bitte sinnig? Um eine Förderschule besuchen zu dürfen, ist einfach mehr nötig! Mir erschließt sich der Sinn darin nicht.

Ist er kognitiv und motorisch fit? Hakt also "nur" die Sozialkompetenz Also, da gibts proffessionelle Hife für.

Nana

Beitrag von solpresa 26.02.11 - 09:02 Uhr

Hallo,

was ich in Deinem Beitrag vermisse, ist die Darstellung des Verhaltens deines Sohnes. Du schreibst die ganze Zeit, dass er der leidtragende ist `eigentlich´ ein liebes Kind, das sich nur wehrt. Ich weiss, dass man als Mutter natürlich sein Kind in Schutz nimmt, jedoch sollte man auch mal ganz objektiv sehen, wodurch diese Situationen zustande kommen. Ich habe genau zu dieser Thematik gerade ein gutes Beispiel: Der beste Freund meines Sohnes (5 Jahre) (seine Mutter ist desweiteren auch eine meiner besten Freundinnen) verhält sich annähernd genauso, wie Du Deinen Sohn beschreibst. Zu Hause erzählt er seinen Eltern, dass er keine Freunde in der Kita hat und er machen muss, was die anderen möchten, damit er mitspielen darf. Da mein Sohn in der selben Gruppe ist und ich ihn früher von der Kita abhole, bekomme ich häufig mit, wie es wirklich ist. Er ist ein totaler Rabauke, haut Kinder oft (z.B. beim Essen) grundlos...ja, und fängt eigentlich fast immer an zu stänkern und eben vor allem gleich zu schlagen. Da er eine enorme Kraft hat, ist dieses natürlich nicht lustig. Neulich z.B. haben wir in nachmittags mitgenommen und waren auf dem Spielplatz...die beiden Jungs (meiner ist eher etwas ruhiger) haben toll zusammen gespielt. Bis es auf einmal wieder über den besagten Freund kam und er mit seinem dicken Winterstiefeln meinem Sohn mit voller Kraft gegen die Schläfe! getreten hat und kurze Zeit später mit der Faust in den Bauch geboxt...hätte ich nicht fast daneben gestanden...ich hätte es nicht für möglich gehalten. Der Kleine macht sonst zwar einen quirligen, aber auch immer einen freundlichen Eindruck.
Du sagst, Du hast Dir bzw. Euch fachmännische Hilfe geholt..in welcher Form denn? So ein Verhalten kommt nicht von ungefähr...ich würde an Eurer Stelle erst einmal mit dem Kinderarzt sprechen, um zu sehen, woran es liegen könnte bzw. wie man weiter vorgehen kann. Glaub mir, Euer Kind wird 100% seinen Teil dazu beitragen, dass diese Situationen entstehen, auch, wenn man das als Mutter nicht gern hört. Klar, würde er Euch das nie erzählen...das macht der Freund meines Sohnes übrigens auch nicht. Seine Mutter ist aus allen Wolken gefallen, als ich mit ihr darüber gesprochen habe. Naja, und auch das Wegsetzen oder in die Krippe schicken...kenne ich von dem besagten Freund...es ist sicherlich nicht die sinnvollste Massnahme, aber, in gewissem Maße kann ich die Erzieher irgendwann verstehen, wenn dadurch die ganze Gruppe gestört wird. Sie müssen ja nicht nur Dein Kind betreuen...und, beim Sohn meiner Freundin hat diese Maßnahme zumindest einen `Eindruck´ hinterlassen. Ein 5-jähriges Kind sollte verstehen, wieso, weshalb, warum!

LG und Euch alles Gute...Sina

Beitrag von kisrett 26.02.11 - 10:40 Uhr

Hallo,
so ein Verhalten kenne ich auch von unserem Kindergarten.
Mein Sohn ist weiss Gott kein Engel, er kann es auch Faustdick hinter den Ohren haben, aber es ist wirklich kein Grund wie in Deinem Fall mein Kind von allem auszuschliessen.
Ein Beispiel:
Mein Sohn hat mit einem anderen Kind in der Bauecke mit Autos gespielt. Bei uns ist es so, dass immer nur zwei Kinder jeweils in eine Ecke für eine bestimmte zeit dürfen. Ein anderer Junge (den ich persönlich als Störenfried empfinde) drangsalierte eine ganze zeit meinen Sohn, indem er kniff, spuckte und letztlich sogar nach ihm trat. Mein Sohn sagte die ganze Zeit lass das, geh weg. Aber ich denke, das hat den anderen Jungen nur noch mehr dazu angestachelt weiter zu machen. Irdendwann war es meinem Sohn zu viel und er trat ihm auch gegen das Schienbein. Das hat die Erzieherin gesehen, aber nicht was vorher passierte. Auf jeden Fall durfte unser Sohn, und nur unser Sohn nachmittags beim Schmausen nur zugucken wie die anderen Kinder (incl. des Störenfriedes) Bonbons bekamen.
Als ich ihn abholte und er mit dem Rücken zu den anderen Kindern vor einer wand sass ist mir die Hutschnur geplatzt und ich habe der Erzieherin so die Meinung gegeigt, dass sorry aber Anmeldungen zurückgezogen worden sind....#schein Aber das musste raus.
Ich habe sie nur angepflaumt, weil mein Sohn da mit dem Rücken zu den anderen sass, von dem was am Vormittag geschehen war wusste ich noch nichts. Eine ander Mutter rief mich abends an und sagte ihre Tochter (Vorschulkind) fand es nicht richtig dass mein Sohn bestraft wurde, weil er sich gewehrt hatte. am nächsten Tag hat´s dann noch mal ein Donnerwetter gegeben und wir haben ihn in einem anderen Kiga angemeldet. Leider muss er nun noch bis sommer in den Kiga gehen, bis er hoffentlich den anderern Platz bekommt.
Es ist nicht das erste mal, dass Kinder zur Bestrafung nicht mit Schmausen können. Für Kinder, die ein zeitgedächnis haben ist das evtl, aber fragwürdige Strafe, aber für dreijährige nicht. Er weisse nicht was am Vormittag falsch gelaufen ist, wenn vier Stunden dazwischen liegen. In dem alter sind sofortige Konsequenzen wie auf Stuhl sitzen sinnvoller. Aber nicht wenn er sich nur wehrt.
Unser Sohn will nicht mehr in den Kiga gehen und will wieder in die U3 Gruppe zurück. Diese Erzieherin holt ihn auch manchmal zu sich in die Gruppe. Dann ist mein Sohn auch wie ausgewechselt.

Dass der Kiga hinter deinem Rücken Dinge in die Wege geleitet hat, find ich unmöglich.
Ich würde mir vielleicht überlegen doch rechtliche Schritte einzuleiten. Denn ihr seid für Euer Kind verantwortlich und könnt euer Kind besser beurteilen als der Kiga, der ja anscheinend eine Voreingenommene Meinung hat. ich habe unsere Situation über Fb gepostet. Seit dem ist es besser, da sich das bis zu unserem Bürgermeister durchgewurschelt hat. Der stand hier eines Abends vor der Türe....... #schock(Wir wohnen in einer Kleinstadt) Er versprach Abhilfe und ne Woche später wehte ein leicht verändereter Wind, vieles ist aber noch beim alten, leider.
Und ich denke, so richtig wird sich da nie was ändern, wenn das Personal so bestehen bleibt. (Eine Krähe hackt der andern kein Auge aus...)

Versuch dein Kind woanders anzumelden, oder erst mal Zeitweise zu einer Tamu? sprich mal beim JA vor, die sind zumindest bei uns in sowas sehr hilfreich.

Lass den Kopf nicht hängen!

Kisrett

Beitrag von mimi1410 26.02.11 - 12:28 Uhr

Hi,

ich hab auch ein paar Anmerkungen ....
bei uns (By) unterschreibt man fast in allen Kindergärten, dass man damit einverstanden ist, dass Schuleund Kindergarten zusammenarbeiten und Informationen austauschen. Das kann man so unterschreiben oder streichen. Hast du was in der Art unterschrieben?
Such doch bitte das Gespräch mit der Kindergartenleitung / dem Elterneirat. Dass Kinder auch im Kindergarten gemaßregelt werden, ist doch logisch, auch mal eine Strafe bekommen ... wenn die Kinder dabei allerdings gedemütigt / erniedrigt werden ist das Misshandlung. Wie lange musste er denn in die Krippe? Nür fürs Essen -wo ist das Problem? Die beiden Jungs haben sich daneben benommen, wurden getrennt und ? Wie dramatisch sind die Verletzungen, die belächelt werden? Und woher weißt du das? Wir gesagt "Das geht schon wieder, ist doch nicht so schlimm?" Oder werden die Kinder richtig ausgelacht? Hast du schon mal hospitiert?
Ich weiß, meine Aussagen sind nun nicht sehr kinder- sondern eher kindergartenfreundlich - aber vielleicht ein paar andere Gedanken!
LG Mimi

Beitrag von orchi-dee 26.02.11 - 14:15 Uhr

hallo

ich bin geschockt.
Sag mal,ist euch das nicht früher aufgefallen???
Wir haben in unseren Kindergarten auch Hospitation,da bleiben dann die Mama oder der Papa einen Tag lang beim Kind um den Tag mitzuerleben.Und ich handhabe das hier,das ich viel rücksprache mit der Kindergruppenleiterin halte.Die Probleme die du hast und beschreibst würde es bei uns nicht geben.
Das ein Kind kein Engel ist ,das ist klar.Aber den kleinen zum Buhmann für alle zu machen geht auch nicht.
Zum Thema dokumente und weiterleitung.Ich habe hier auch einige sachen unterschrieben aber da war kein schreiben bei das irgentetwas weiter geleitet werden das oder eine schweigepflicht endbindung#nanana
Ich würde mit der KITA Leitung sprechen und im notfall mich für einen anderen KITA Platz auf die liste setzten lassen.

lg

Beitrag von ballroomy 26.02.11 - 16:38 Uhr

Wieso hast Du ihn so lange in diesem Kindergarten gelassen?

Da wäre doch ein Wechseln dringend nötig gewesen!



Grüße

ballroomy