Stillen macht mal gar keinen Spaß

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mrslucie 26.02.11 - 09:17 Uhr

Hallo,

muss mich hier mal bissl aufregen (über wen eigentlich? meinen Sohn? meine Brüste?;-)).

Habe meine Tochter ca. ein Jahr gestillt, alles prächtig. Alle drei Std (außer nachts, da häufiger oder weniger häufig), 7 min, gut war.

ABER jetzt: Tino kämpft immer mit der Brust, seit seiner Geburt, mal mehr, mal weniger. Trinkt immer nur wenig (eigentlich schlau, da Spuckkind), aber alle 1,5 bis 2 Std. Und das ist oft, egal, was hier manche sagen. Der ganze Bekanntenkreis wimmelt gerade voller Stillbabys, und selbst kleinere BAbys schaffen längere Abstände. Also stille ich IMMER und ÜBERALL.

Und dann kann man dabei mal nicht entspannen oder gar der großen Tochter was vorlesen, weil der kleine Mann zappelt und ständig sucht und schreit und spuckt und überhaupt.

Mit tut mein gesamter Rücken weh, weil ich immer so runterkucken muss.

Ich zähle langsam echt die Wochen, bis ich aufhören kann. Solange er nachts noch vier Mal oder öfter trinkt wird das natürlich nichts, aber dann, dann ist Schluss mit Lustig!

Ich finde es so schade, ich hatte mich richtig auf's Stillen gefreut, und jetzt ist es so scheußlich.

Auch meine große Tochter leidet darunter. kann ja mit ihr nie etwas unternehmen, weil Zwerg dabei sein muss, oder halt in wilder Hektik. Und der Zwerg ist kein so ruhiges AUch-dabei-Kind, sondern ein Vollzeitjob. Abpumpen klappt diesmal nicht. Die Flasche mit Schüttelmilch hat er ein Mal akzeptiert, sonst Fehlanzeige.

Mann mann mann.

So. Genug geschimpft. Vielleicht hat ja hier jemand das erlösende "war bei uns auch so, gab sich mit gut drei Monaten" für mich;-)?

Liebe Grüße von
der Motz-Lucie

Beitrag von angeldragon 26.02.11 - 09:21 Uhr

meine kleine ist auch anstrengent stillen macht echt keinen spass alles wund und enzünded weil dauernuckeln würd mich freuen wen sie mal 2 h die brust vergessen würde :-(:-(

wen ich nicht so viel arbeit damit gehabt hätte überhaupt zu stillen hätt ich schon längst wieder aufgehört:-(

Beitrag von alexm1988 26.02.11 - 09:35 Uhr

Das mit den Rückenscherzen kenne ich, und seitde stille ich nur noch im liegen..

Beitrag von maylu28 26.02.11 - 09:42 Uhr

Hallo,

ach was soll ich Dir nur sagen, mein 1. Sohn war auch ein wenig aber dafür oft Trinker...und auch extrem anspruchsvoll was das Stillen angeht....es durfte nicht laut sein, ich durfte nicht sprechen und das war schon blöd....ich bin nicht schüchtern und hatte kein Problem in der vollen U-Bahn zu stillen oder beim Stillen sich zu unterhalten, aber das ging überhaupt nicht....wenn der zweite so wäre, dann wär das kein Vergnügen....

Zudem hat meiner die Flasche absolut verweigert, ich hab 10 Monate voll gestillt, gerade weil er die Flasche nicht wollte und mit Beikost wollte er auch noch nicht anfangen und er kam in diesem Alter immer noch alle 3 Stund und nachts bestimmt 2-3 Mal....aber an die Abstände hatte ich mich gewöhnt...das ging. Und mit der Zeit hat man sich mit dem Stillen an das Baby angepasst...das ging..schlimm war nur, dass mich keiner Ablösen konnte und niemand die Flasche geben konnte, das war nicht schön und darunter hab ich sehr gelitten.....

ABER ich glaube nicht, dass wenn ich meinem Großen die Flasche gegeben hätte, er anders getrunken hätte....ich glaube er hätte das auch gemacht, wenig aber häufig...er ist auch ein schlechter Esser und hat lieber mal was zwischendurch als dass er 3 x richtig gut isst...Daher wäre das mit der Flasche wahrscheinlich das gleiche gewesen.....

Bei meinem 2. muß ich leider die Flasche geben, aus verschiedenen unglücklichen Gründen, aber ich muss gestehen, dass es dadurch ganz gut klappt und er ist auch ein super Trinker....ganz anders, er hat 5 Stunden Abstände, dass hatte ich beim Großen nie...aber wie gesagt, mein Kleiner zieht so eine Flasche auch fast mit einen Zug aus....

Ich würde auf jedem Fall die 3 Monate abwarten, danach entspannt ich vieles erstmal..die Babys werden ruhiger und es beginnt eine entspanntere Phase....danach würde ich entscheiden...

LG Maylu

Beitrag von schnee-weisschen 26.02.11 - 09:42 Uhr

Hallo,

das ist in dem Alter (3 Monate) doch ein völlig normales Verhalten.
Das muss sich erst einspielen. Mein erster Sohn bekam die Flasche (leider), und er hat nicht weniger oft nach Nahrung verlangt als meine 3 Stillkinder.

Dass Dir der gesamte Rücken wehtut, liegt an ner Fehlhaltung deinerseits.
Hast Du es mal mit Stillkissen probiert?
Setz Dich gerade z.B. auf`s Sofa, wo Du den Rücken anlehnen kannst und positioniere ihn damit auf Brusthöhe. Da tut nix mehr weh, und Du musst auch nicht mit den Armen zusätzlich stützen.

Vielleicht versuchst Du, Dich in Geduld zu üben? Wenn Du gestresst bist, ist auch die MuMi voll mit Stresshormonen.
Es wird wirklich besser.
3 Monate ist noch sehr jung.


LG

sw

Beitrag von krischi-1508 26.02.11 - 11:26 Uhr

Hallo Lucie,

laß dich mal #liebdrueck

Du machst das bestimmt alles ganz toll, laß dich von den Problemen nicht runter ziehen.

Vielleicht kannst du einiges mit einer positiven Einstellung verbessern, wenn du weißt was ich meine ;-)
Das hat mit immer sehr geholfen, mach es dir bequem, lümmel dich mit deinen Mäusen auf die Couch, lies, kuschel, schaut TV und still, still, still...
das ist leider so die ersten Monate, das klingt vielleicht blöd, aber sieh es als deine einzige Aufgabe an (natürlich deiner Großen inbegriffen) und genieße jede stillfreie Minute. Laß dich von deinem Umfeld (Mann) verwöhnen.
Als Abwechslung kannst du doch jemand besuchen fahren, wo du das stillen integrieren kannst. Ich war viel bei meinen Eltern und meiner Schwester, die könnten sich dann auch mit deiner Großen beschäftigen.

Auch wenn man es in dem Moment nicht hören will, das ist normal und wird sich sicher noch einspielen.
Mein Spatz hing die ersten 4,5 Monate 2 stündlich an meiner Brust und dann jedesmal eine geschlagene Stunde! Ab ca 18:00 Uhr hat er Clusterfeeding betrieben und ich habe ihn bis 23-24:00 Uhr nicht mehr von meiner Brust wegbekommen. Und das jeden Abend, mir tat alles weh. Öfters hat er stundenlang die Brust angeschrien, wollte nicht trinken, hatte aber Hunger #kratz, was er da hatte, weiß ich bis heute nicht, Blähungen jedenfalls nicht. Das war teilweise hart, aber ich fand es in dem Moment gar nicht so schlimm, ich dachte halt, es ist nunmal so. Ich bin trotzdem überall hin und viel unterwegs gewesen.

Dann auf einmal, schwupps, haben wir zwar immernoch Abstände von 2-3h, aber eine Mahlzeit dauert 5-10 min #huepf und dann ist er satt, ein Wunder.
Du kannst also hoffen, es wird besser, wenn du mit der jetzigen Situation deinen Frieden machst, das ist ganz wichtig.

Noch eins, das Stillen ist bis heute bei uns eine absolute Sauerei, Anton ist ein Spucki und sabbert auch beim Trinken ne Menge daneben. Dementsprechend gehe ich nie ohne 4-5 Mullwindeln aus dem Haus und leg die um uns aus beim Stillen #schwitz, die sind dann auch alle nass...aber ich nehm es mit Humor, die anderen Muttis lachen uns schon immer aus, wenn ich mit meinen Windeln komme.

Deshalb hab ich es auch immer vermieden im Liegen zu stillen, seit ca 2 Wochen hab ich es aber immer mal wieder versucht und es klappt zunehmend besser, also üben und nochmals üben. Das erleichtert nachts einiges.

Ich drücke dir die Daumen, dass ihr es schafft,
Sorry für das lange Geschreibsel, ich kann mich einfach nicht kurz fassen,

liebe Grüße von Krischi und Anton #verliebt

Beitrag von tristeis 26.02.11 - 16:56 Uhr

So, ich motz mal ne Runde mit.

Mein Großer (im April 4) war schon ein 24h-Baby und der Kleine (7Wochen) ist zwar nicht ganz so schlimm, aber doch genauso anspruchsvoll...

Ich bin eigentlich im Moment auch nur am Stillen (ein 2h Abstand am Tage wär schon Luxus für uns) , stündlich, eigentlich immer... und nachts sowieso... Hätte ich kein Problem mit, war bei dem Großen auch so...
Aber nun ist es so, dass der Große ja auch was von mir will...
Grad gestern nacht (Familienbett) bettelte er "mama, der kleine soll mal von der Brust weg, bitte, ich möchte mit dir kuscheln..." tja und ich hätt fast mitgeheult... :(

Ich habe das Gefühl, ich kann keinem von beiden gerecht werden.

Dem Kleinen nicht, weil, ich muß nun mal Aufstehen, Anziehen, Fertigmachen, Frühstück machen, den Großen waschen, Anziehen und so weiter (im Moment kann er nämlich nichts alleine... ;-)), zum Kindergarten bringen, Einkaufen, Mittag machen, Großen abholen, evtl zum Termin nachmittags (Logopädie oder Freunde treffen) und mit dem Großen spielen natürlich auch.....
Also wird gestillt, wann immer es passt, aaber manchmal passt es halt nicht... :(

Dem Großen natürlich erst recht nicht, weil wir eigentlich selten in Ruhe spielen können... Klar lass ich den Haushalt haushalt sein, aber hin und wieder muss doch wenigstens die Wäsche gewaschen werden ....

Habe mal probiert beim Eisenbahnspielen zu stillen. Ergebnis drei Tage übelste Brustwarzenentzündung. Nö, keine gute Idee...

Und das Allerblödeste überhaupt, der Große mag kein Fernseh schauen..... Nö, keine Chance. Vorher musste man ihn mit Gewalt davon wegzerren, wenn er durfte, und nun.... Nö, möchte er alles das machen was ich mit Baby auf dem Arm (Tragetuch oder ergo) oder an der Brust nicht mitmachen kann bspw. Trampolinspringen....

Sooooo, genug gemeckert....
Auch der Kleine wird irgendwann groß, gaaaaanz bestimmt....


#liebdrueck

Beitrag von mrslucie 26.02.11 - 20:26 Uhr

Hallo und vielen vielen Dank!!!

Auch wenn es blöd klingt, so tut so viel Anteilnahme oder "geht mir auch so" einfach unglaublich gut!

Liebe Grüße und weiter wackeres Durchhalten wünscht
die weniger-motz-Lucie