Rechenschieber ja oder nein

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von kueken 26.02.11 - 12:57 Uhr

Halli Hallo,

ich würde heute gern mal wissen wie das bei euch geregelt ist. Mein Sohn besucht seit Sommer die erste Klasse. Mittlerweile rechnen sie im 20er Bereich plus und minus. Plus ist kein Problem, doch mit der Minusrechnung hat er so seine Probleme.
Dürfen eure Kinder in der Schule einen Rechenschieber benutzen oder nicht?? Uns wurde davon nie etwas gesagt und nun bin ich verunsichert. Ich selber habe in der Schule nie einen Rechenschieber genutzt sondern wir mussten die Reihen im Kopf haben. Allerdings haben wir auhc in einem anderen tempo gelernt als das heute der fall ist

Über Antworten würde ich mich sehr freuen

Beitrag von luka22 26.02.11 - 13:10 Uhr

Ich bin bei dem Thema selber hin- und hergerissen.
Einerseits ist es den Kindern eine enorme Hilfe, aber bekommen sie dadurch ein bessere Gefühl für Zahlen? Es ist ja im Prinzip dasselbe, wie mit den Fingern zu rechnen. Eigentlich sollten sie mit der Zeit die Zahlen sicher zerlegen können (eben ohne Hilfsmittel). Meine Tochter rechnet noch bis 10(!) hat aber auch in diesem Bereich Schwierigkeiten. Ich denke ein Rechenschieber hilft einfach nur dabei, auf die Lösung zu kommen. Aber dass ich bei der REchnung: 17-9 wissen muss, dass ich die 9 in 7 und 2 zerlegen muss, das werde ich mit dem REchenschieber auch nicht lernen.


Grüße
Luka

Beitrag von leahhh 26.02.11 - 13:33 Uhr

Hallo,
also meine Tochter hat einen selbstgebastelten Rechenwurm, den sie in der Schule gemacht haben und einen Rechenschieber. Von unseren Lehrern ist es ausdrücklich gewünscht mit diesen Materialien zu arbeiten. Anfangs hat meine Tochter die Zahlen nur abgezählt, aber mittlerweile hat sie ein gutes Zahlen- bzw. Mengenverständnis entwickelt. Sie sieht z. B. auf einen Blick, wenn 18 Kugeln aufliegen, wieviele das sind ohne zu zählen. Auch kann sie jetzt mittlerweile viele Aufgaben im Kopf ausrechnen. Vor allem im 10 er Bereich. Bei uns dürfen sie diese Hilfsmittel auf jeden Fall sogar noch die 1. Klasse nehmen.
Viele Grüße Leah

Beitrag von zaubertroll1972 26.02.11 - 13:52 Uhr

Hallo,
unsere Kinder hatten in der 1. Klasse diverse Hilfsmittel zum rechnen. Es gab für jedes Kind Rechenschieber mit 20 Perlen und auch Rechenstäbe / Klötze.
Wir haben hier noch einen Rechenschieber aus dem Vorschulalter und den hat mein Sohn anfangs auch noch zuhause bei den Hausaufgaben benutzt.
Das war auch okay, die Lehrerin hat sich verlangt daß die Kinder gleich alles im Kopf rechnen.

LG Z.

Beitrag von lena10 26.02.11 - 14:03 Uhr

Hallo!

Es ist vollkommen in Ordnung und sogar erwünscht, wenn Kinder im 1. Schuljahr Hilfsmittel zum Rechnen benutzen!

Auch dadurch entwickeln sie mit der Zeit ein Verständnis für Mengen, so dass sie dann nach und nach ohne Hilfsmittel (d.h. im Kopf) rechnen können.
Man muss dann nur schauen, dass man "den Absprung nicht verpasst", d.h. achtgeben, dass die Kinder Rechenschieber und Co. nicht mehr aus Bequemlichkeit benutzen, wenn sie es ohne können.

LG Lena

Beitrag von schachti2005 26.02.11 - 21:17 Uhr

Hallo!


Unsere Tochter hat gerade das erste halbe Schuljahr rum.
Sie durften, nach einigen Wochen, solche Rechenwürfel nehmen. (Gibt es bei Amazon)
Vor einigen Wochen aber meinte die Lehrerin, die Kinder sollen nun ohne Hilfsmittel rechnen. Toll, vielleicht ein viertel Jahr, wenn überhaupt hatten sie die Würfel, da sie erst sehr spät bestellt worden von der Schule.
Logischerweise nehmen jetzt viele Kinder die Finger.

Aber hier wird sowieso viel Druck ausgeübt, schon in der 1. Klasse.


LG Sandy

Beitrag von urmel09 26.02.11 - 21:32 Uhr

Hallo,

unser Sohn hat von der Schule sogar ein Döschen mit Plättchen bekommen und darf diese benutzen wenn er möchte...im Grund das selbe System wie unser Rechenschieber - nur meinen Sohn ist das beides zu lästig, er rechnet5 lieber so und nimmt im Notfall die Finger.

Beitrag von ilva08 26.02.11 - 22:12 Uhr

Hallöle,

der gute alte Rechenschieber ist ein sehr hilfreiches Anschauungsmaterial, um ein gutes Zahlverständnis zu entwickeln! Übrigens auch, wenn es in den Hunderterraum geht!

Achte darauf, dass sich dein Sohn vom zählenden Rechnen löst.

Beispiel: Er rechnet 17 - 9

Er reiht die 10 auf einen Schlag auf, die sieben darf er abzählen (simultane Mengenerfassung funktioniert höchstens bis fünf).

Dann soll er die 7 auf einen Schlag wegschieben, er soll sie nicht noch einmal neu abzählen (tun manche Kinder, wenn man sie lässt ;-) ).

Dann frag ihn: Sieben sind weg, es sollen aber weg, wie viele musst du noch?
Das kann am Anfang schwierig sein. Wenn dein Sohn es nicht anders schafft, lass ihn von 7 weiterzählen. Er sollte mit der Zeit dahin kommen, zu sagen: "Jetzt noch zwei". Und diese auf einmal wegschieben.

Dann die Frage: Was ist noch übrig?

Die Zahlzerlegungen bis 10 sollten sitzen, dein Kind sollte "8" antworten.

Sitzen die Zahlzerlegungen bis 10 noch nicht, übe sie mit Hilfe von Fingerbildern. Auch hier gilt: Bei 10 - 2 werden zwei Finger AUF EINMAL weggeklappt. Die übriggebliebenen Finger werden idealerweise gar nicht gezählt: Eine Hand sind 5, die Finger der anderen Hand (3) können simultan erfasst werden, gibt 8.

Ich hoffe, ich hab das einigermaßen verständlich beschrieben. :-)

LG

Beitrag von ylenja 27.02.11 - 07:50 Uhr

Hier ist auch eine gute Erklärung, wie mit einem Rechenschieber/Abakus gerechnet wird:

http://www.kids-and-science.de/wie-funktionierts/detailansicht/datum/2009/10/17/wie-rechnet-man-mit-einem-abakus.html

LG
Ylenja

Beitrag von ilva08 27.02.11 - 12:04 Uhr

Von dieser Rechenweise würde ich abraten, wenn ein Kind gravierende Probleme mit dem Zahlverständnis hat. Dann ist es nämlich wichtig, dass es tatsächlich ganze Zehner schiebt.

Zum Verdeutlichen der schriftlichen Rechenverfahren könnte die Vorgehensweise, die auf dieser Seite vorgeschlagen wird, sehr hilfreich sein. Doch auch hier gilt: Vorsicht bei Dyskalkulie - Kindern! Sie müssen verstehen, was sie da tun. :-)

LG

Beitrag von erstes-huhn 28.02.11 - 08:32 Uhr

Wir haben einen Abakus. - erste Klasse-

Manchmal nutzt mein Sohn ihn, manchmal nicht. Es veranschaulicht die Rechenaufgabe gut und das lasse ich ihm auch, wenn er es möchte.

In der Schule wurde nie darüber gesprochen und in der Schule muss er ja ohne auskommen.

Beitrag von sarahg0709 28.02.11 - 17:36 Uhr

Hallo,

meine Tochter geht in die 2. In der Schule arbeiten sie mit einer Zahlenschlange, zu Hause hat sie einen Abakus, der ihr von ihrem Bruder vererbt wurde, der ihn in der Grundschule benutzt hat.


LG