Kennt sich wer mit Auge abkleben aus? (Amblyopie)

Archiv des urbia-Forums Gesundheit & Medizin.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von seluna 26.02.11 - 14:47 Uhr

Hallo,
bei meinem Sohn (11) muss ein Auge abgeklebt werden, da er unter einer Schwachsichtigkeit eines Auges leidet.
Um dieses zu trainieren wird das gute Auge eben abgeklebt, das ganze machen wir aber erst seit gestern, vorgestern wurde das verordnet.

Er soll unter der Woche nachmittags 1-2 Stunden abkleben, am Wochenende möglichst den halben Tag.

Gestern hat er mit einer kurzen Unterbrechung, wegen Augenschmerzen, das Pflaster zwei Stunden drauf gehabt.

Heute habe ich ihm nach einer Stunde gesagt er soll das Pflaster abnehmen, mit dem Hintergedanken das wir es nachher wieder drauf machen.

Durch die ungewohnte Anstrengung tut ihm das Auge relativ schnell weh, Kopfschmerzen und Schwindelgefühl sind wohl auch dabei.

Das das kommt, war mir irgendwie klar, aber wie reagiere ich dann?

Kann ja nicht sein, das er Schmerzen hat und sich schlecht fühlt, allerdings so bekommen wir die Stunden ja nie zusammen.
Man kann auch sehen, das es dem Auge "nicht" gut geht.
Vorhin war der halbe Augapfel vom Augenlid bedeckt und ich sah auf anhieb, das es meinem Kind gerade nicht gut geht.

Nun ist das Pflaster eine halbe Stunde ab und das Auge hat sich sichtbar erholt.

Was mach ich nun? Wieder etappenweise drauf kleben, oder gleich für fünf Stunden und mein Sohn muss dadurch oder schade ich dem Auge dann ehr?

Erreichen kann ich in der Praxis heute niemanden, daher frage ich mal hier, mit Glück weiß das jemand.

Lg Seluna





Beitrag von kawatina 26.02.11 - 14:55 Uhr

Hallo,

besteht nicht die Möglichkeit ein Pflaster auf die Brille zu kleben?

Unsere Augenärztin hielt nichts von Augenpflastern.
Fehlsichtigkeit oder Sehschwächen wurden bei ihr fast immer mit einem Brillenpflaster korrigiert.
Ob das bei jedem anwendbar ist, kann ich dir aber nicht sagen.
Einfach mal fragen.

LG
Tina

Beitrag von karamalz 26.02.11 - 17:15 Uhr

hi,

das er kopfweh hat ist normal. er strengt ja das "schlechte" auge an. wir hatten das, als unser kleiner 3 war. wir haben abgeklebt, wenn er etwas gespielt hat, aber nur in der wohnung, halt so, das er es quasi vergisst.

auf der brille abkleben ist ungeeignet, da die kleinen auskenner dann über den brillenrand schauen.

mit was klebt ihr ab? bei den pflastern ist doch innen groß polster, da kann eigentlich nix ankleben.

versuch mal, das er es beim fernsehen drauf hat. oder bei irgendwas, wo er es nicht so drauf konzentriert ist, das es ihm unangenehm ist. oder hast du so eine piratenklappe? es geht ja nur darum, das er das auge nicht mit zu hilfe nehmen kann.

kommt noch eine op auf ihn zu? oder versucht ihr es auf die art? sieht er ein bild oder wenn er beide augen gleichwertig nimmt zwei? wie lange hat er das schon?

fang das ganze langsam an, das auge wächst auch noch, wenn ihr da zu beginn nur 1,5h klebt und sukzessive steigert, ist das denke ich auch ok.

alles gute!!!

k.

Beitrag von seluna 26.02.11 - 19:01 Uhr

Hallo,
ankleben tut auch nix.
Er hat diese typischen Okklusionspflaster.


Seine erste Brille bekam er mit drei Jahren, da gab es bereits einen Dioptrien Unterschied von 1,0 zwischen den Augen.
Lt. Augenarzt damals, müsste mein Sohn immer eine Brille tragen, denn der Fehler wäre nicht korrigierbar.

Nun ist mein Sohn 11 und wir haben einen neuen Augenarzt.
Letzte Woche waren wir dort zur Sehschule und die Dame war ganz erschrocken als sich raus stellte, das mein Sohn nie abgeklebt wurde.
Sie konnte es nicht nachvollziehen und meinte das hätte gleich damals passieren müssen und natürlich besteht eine Chance auf Korrektur.

Nun waren wir Donnerstag zum Tropfen dort, dabei kam raus das die Werte etwas besser geworden sind.
Auf dem guten Auge, ist die Hornhautverkrümmung weg und er hat nur noch 0.25 Diop.
Auf dem anderen Augen hat er noch eine Hornhautverkrümmung und 1,25 Dioptrien.
Sie meinte das dieser Versatz meinem Sohn richtig Probleme bereiten kann und noch eine Chance auf eine Korrektur besteht und wir die Chance auch nutzen sollten.
Werden wir natürlich auch, dafür eben das abkleben.

Ich muss vielleicht dazu sagen, das mein Sohn arge Probleme hatte das Lesen und das Rechnen zu erlernen.
Sie sagte das die Probleme evtl sogar damit zusammen hängen können (nicht müssen) genauer sagte sie aber ncihts dazu und mir ging soviel durch den Kopf, das ich das erst später richtig wahrnahm was sie da sagte.




Beitrag von karamalz 26.02.11 - 19:58 Uhr

sieht er doppelt, wenn er beide augen nimmt?

Beitrag von seluna 27.02.11 - 14:57 Uhr

nicht das ich wüsste

Beitrag von kawatina 26.02.11 - 22:34 Uhr

Hallo,

meine Tochter hat mit drei Jahren nicht über den Rand geschaut und ein 11 Jähriger, der unter dem Augenpflaster leidet dürfte in der Lage sein, das zu ertragen. Kommt wohl darauf an, wie man dies seinem Kind vermittelt und ob es am Heilungserfolg interessiert ist.

Immerhin war meine Tochter nach erfolgreicher Behandlung mit 12 Jahren die Brille auch endgültig los - dann kann die befristete Behandlung durch ein Brillenpflaster nicht so ungeeignet gewesen sein, wie du es hier dar stellst. ;-)