Und plötzlich kam nichts mehr...

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von erdbeer-hase 26.02.11 - 17:12 Uhr

Hey Mädels, ich bräuchte vielleicht ein bisschen Aufmunterung von Euch :(

Mein Kleiner ist jetzt 16 Tage alt und vor 2 Tagen hab ich -ohne zu wollen- "abstillen müssen" #heul
Es kam einfach keine Milch mehr, ohne Grund, es war einfach nichts mehr da...
Eine Stillberaterin hat mir leider auch nicht mehr helfen können..

Ich könnte mich ohrfeigen!
Warum?
Ich hab von Anfang an Bammel gehabt was das Stillen angeht.
Meine Oma, meine Mama, meine Tante und eine meiner Cousinen konnten nicht stillen weil sie keine Milch hatten.
Natürlich kam es dazu, dass ich mir auch Gedanken darum gemacht habe.
Ich habe es versucht, es war im Krankenhaus ein Kampf da David Neugeborenen-Gelbsucht hatte. Zwar nur für knapp 24Std aber dennoch war er "stillfaul" deswegen.
Ich gab aber nicht auf - doch immer wieder hatte ich Angst dass er zu wenig von mir bekommt
Und diese Angst wurde uns jetzt vielleicht zum Verhängnis #heul
Vor 2 Tagen kam einfach keine Milch mehr raus. Mein Körper hat nichts mehr produziert.

Ich bin sooooo verdammt traurig da ich unbedingt stillen wollte aber ich bin auch tierisch sauer auf mich selbst :-[ :-(
Hätte ich diese Angst nicht entwickelt würde mein Körper vielleicht anders reagieren.

Aber was soll ich machen?
Ich bin nun eine Flaschenmama - und liebe mein Kind trotzdem nicht weniger - auch wenn das Stillen nicht mehr klappt.
David geht es trotzdem gut. Er nimmt das Fläschchen gerne an und hat keinerlei Probleme damit :-)

Sorry für das viele #bla #bla aber das musste ich mir einfach von der Seele schreiben.

Gruß Amy+David (der von Papa gerade ein Fläschchen bekommen hat und dennoch zufrieden schmatzt :-)) #klee

Beitrag von caylan-81 26.02.11 - 17:27 Uhr

Flasche weglassen und Anlegen, Anlegen, Anlegen#aha

Milch verschwindet nicht einfach so!

Beitrag von erdbeer-hase 26.02.11 - 17:31 Uhr

Tja da muss ich dich leider enttäuschen
Ich hab angelegt bis zum geht-nicht-mehr
War total kaputt und erschöpft, ich hab alles ausprobiert - es kam nichts mehr

Und ist es Sinn der Sache ein Baby an der Brust "trinken" zu lassen wo nichts mehr rauskommt und die Mutter deswegen total fertig ist?
Ich denke nicht...

Ich wollte stillen, ich habe es versucht aber bin nun am Ende wenn einfach nichts geht.
Nun ist er eben ein Flaschenkind - na und? Ich war auch eins und zich andere aus meiner Familie auch. Niemand ist deswegen krank und unglücklich auf dieser Welt.

Danke für den Tipp aber den hab ich lange genug gemacht - ohne Erfolg

Beitrag von sabrina1980 26.02.11 - 19:22 Uhr

#sonne

macht dich mal nicht so fertig;-)...du hast es probiert und es lief eben nicht...kein Grund sich so runter zumachen#winke

Bei mir war es auch so...nach 2 Tagen war meine Milch auch weg und das obwohl ich auch stündlich versucht habe zu stillen 20 min an der linken Brust 20 Min die rechte Brust 20Min Bäuerchen und das ganze nach 1 std wieder (auch beim abpumpen kam vielleicht mal gerade 30ml aus beiden Brüsten#schock) ...ich hatte wohl zuviel Stress:-(

lg
Sabrina

Beitrag von erdbeer-hase 26.02.11 - 21:35 Uhr

Vielen Dank für die lieben Worte
Es macht mich schon fertig genug, dass es nicht mehr klappt
Deswegen habe ich hier ja eigentlich auf Aufmunterung gehofft
Einige waren dabei die mir geholfen haben - andere eben nicht.

Ich habe mich damit abgefunden, dass meine Brust keine Milch mehr produziert
David ist schließlich schon seit 2 Tagen ein #flaschenkind und er trinkt gerne :-)

Beitrag von uta27 26.02.11 - 17:33 Uhr

Ich möchte Dir wirklich nicht zu nahe treten, aber:
Von jetzt auf gleich verschwindet die Milch nicht!
Leg Dich mit Deinem Kind ins Bett und anlegen, anlegen, anlegen!
Lass die Pulle weg! Wenn er Hunger hat, wird er aus Leibeskräften saugen! Und das viele saugen sagt der Brust: Bitte produzieren!
Du kannst auch zwischendurch pro Seite 10min pumpen!
Und bedenke: Beim pumpen MUSS nichts rauskommen!
Ich habe meine ersten beiden Kinder 5 bzw. 4 Jahre gestillt und konnte nie mehr als 20ml pumpen!
Bei meiner Tochter ging es dann plötzlich.
Ich drücke Dir die Daumen!
Kartoffelsuppe essen, alkfreies Weizenbier trinken, Bockshornkleekapseln aus der Apotheke, viel Ruhe und Durchhaltevermögen!
Uta

Beitrag von erdbeer-hase 26.02.11 - 17:39 Uhr

Doch das geht leider schon.
Bei meiner Mom und den anderen (wie im Post geschrieben) war es genau dasselbe :-(

Ich hab wirklich ALLES getan nachdem ich hier schonmal geschrieben habe, dass ich Angst habe, dass mein Baby nicht genug bekommt.
Ich habe die Flaschen weggelassen und angelegt angelegt angelegt - das ging manchmal 2-3Std dass David an der Brust war.

Es ging kurz gut aber seit 2 Tagen kommt einfach nichts mehr
Und bevor ich mein Kind verhungern lasse nur weil ich unbedingt stillen will, gebe ich lieber Fläschchen damit er auch mal was isst anstatt zu saugen ohne Ergebnis.

Beitrag von noi-due-2009 26.02.11 - 17:35 Uhr

stress ist ein schlimmer faktor!!!

und deine angst ist stress pur!!!!!!!!!!!

wenn DU WILLST -- KANNST D U es rückgängig machen...ANLEGEN ANLEGEN ANLEGEN ... das wochenede im bett und beim kleinsten zipperlein deines kindes anlegen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

spät. in 3 tagen hast du wieder ausreichend... dein kind verhungert bis dahin nicht, denn wie schon vor mir gesagt milch verschwindet nicht einfach so!!!

und vor allem nicht aufgeben und keine ersatznahrung! ist etwas steinig bis es wieder fließt - aber allemal besser , 1000x besser als die flasche

halte durch es lohnt sich

alles gute

Beitrag von erdbeer-hase 26.02.11 - 21:32 Uhr

Ich will und kann nicht mehr!
Meine Kraft ist vollkommen erschöpft und ich bin am Ende deswegen!!

Ich habe es versucht mit allen Mitteln und trotzdem gehts nicht mehr
Das macht mich schon fertig genug!
Ich habe immer wieder angelegt wie eine irre, David war manchmal 2-3Std am STÜCK an meiner Brust und hat gesogen wie ein Weltmeister!
Aber das zerrt wahnsinnig an meiner und auch an seiner Kraft!

Oder würdest du an etwas ziehen wie eine irre obwohl nichts rauskommt?

Ich habe mich damit abgefunden, dass meine Milch alle ist und ich nun eine Flaschenmama bin
Rückgängig machen kann ich es nicht mehr.

Beitrag von erdbeer-hase 26.02.11 - 17:48 Uhr

Es mag sein, dass viele nun mit Steinen auf mich werfen wollen
Ja, dann nur zu - ich bin bereit.

Ich weiß mit Sicherheit, dass ich es versucht habe nur irgendwann lassen auch meine Kräfte nach und das spürt mein Kind!

Jeder aus meiner Familie ist ein Flaschenkind. Wenn gestillt wurde, dann recht kurz da bei jeder die Milch einfach nicht mehr fließen wollte.
So ist es bei mir nun auch und David wird ein Flaschenkind bzw ist schon seit 2 Tagen eins.
Und trotzdem geht es ihm gut, er ist nicht weniger glücklich als Stillkinder

Ich dachte, dass ich vielleicht etwas Trost bekomme oder so
Aber da habe ich falsch gedacht.
Sorry, dass ich nicht mehr stillen kann - trotz verzweifelter Versuche
Aber ich packe es einfach nicht mehr.

Gruß Amy+David (der nun ein #flaschekind ist)

Beitrag von lilly7686 26.02.11 - 19:22 Uhr

Hallo!

Weißt du, der Kopf spielt hier sehr viel mit ;-) Du denkst, dass niemand in deiner Familie stillen konnte. Du denkst, du kannst es auch nicht. Du redest es dir ja ein!

Wenn du nicht mehr stillen möchtest, und es für euch okay ist, dass dein Sohn ein Flaschenkind ist, dann ist das doch in Ordnung!

Aber wenn du dich damit nicht abfinden möchtest, dann wende dich an eine vernünftige Stillberaterin in deiner Nähe:
http://www.afs-stillen.de
http://www.lalecheliga.de
Beide Vereine arbeiten ehrenamtlich, du zahlst also nichts für deren Hilfe.

Alles Liebe!

Beitrag von erdbeer-hase 26.02.11 - 21:36 Uhr

Ich denke nicht, dass keine in meiner Familie stillen konnte - ICH WEIß, dass keine konnte. Meine Familie hat es mir so gegönnt dass ich es schaffe aber es hat nicht sollen sein

Es ist schlimm genug aber ich habe mich damit abgefunden

Beitrag von maylu28 26.02.11 - 20:33 Uhr

Hallo Amy,

auch ich musste den Kampf aufgeben und mich geschlagen geben, einfach weil ich keine Kraft mehr hatte....ich konnte mich um meine Kinder nicht kümmern, weil ich mich um meine kaputten und übervollen Brüste kümmern musste und das tat so weh, getrennt von meinen Kindern zu sein...mit meinem neugeborenen Sohn nicht unbeschwert kuscheln zu können...ich konnte einfach nicht mehr...

Klar, es tat mir unendlich weh, nicht mehr zu stillen...aber meine Schmerzgrenze war längst schon erreicht...und lange überschritten...

Versuche, Dir die Vorteile vor Augen zu halten...nicht die Nachteile...

Meine Schwiegereltern sind zum Beispiel unendlich froh, dass sich sich auch mal um den Kleinen kümmern können und sind stolz wie etwas, wenn sie ihm die Flasche geben können, und tragen ihn stundenlang umher....auch mein Mann findet es so innig, wenn er sich mit unseren Kleinen ins Bett kuscheln kann und ihm die Flasche geben kann...

...das sind die Momente, die man vor Augen halten sollte..nicht die anderen....(die die weh tun, weil man nicht stillen kann)

Hier gibt es auch Mütter, die durchaus auch beide Wege befürworten und auch beide Wege unterstützen und das alles nicht nur schwarz/weiss sehen...
...Ich hab beide Seiten gehabt, ich hab lange gestillt und gebe jetzt aber schweren Herzens die Flasche...beides ist okay...

Fühl Dich gedrückt...

Liebe Grüße,
Maylu + Liam (ehem. Stillkind) und Tom (#flascheKind)

Beitrag von sabrina1980 26.02.11 - 19:29 Uhr

#sonne

du hast dein bestes getan...warum rechtfertigst du dich?

Manchmal kommen eben mehrere Faktoren zusammen weshalb stillen nicht klappt.
Ich hatte damals -zu anfangs- auch immer ein schlechtes Gewissen weil ich nach 7 Wochen einfach nicht mehr stillen konnte...als ich dann von einigen gehört bekommen habe...wie,warum du stillst nicht mehr#schock kam ich mir noch schäbiger vor...mir ging es sowieso schon schlecht (Wochenbettdepression, massive Geburtsverletzung&Wundheilungsstörungen) und keiner hat gefragt...Wie geht es dir eigentlich.

lg
Sabrina

Beitrag von klein-chrissy 26.02.11 - 19:33 Uhr

Hallo erdbeer-hase,

es tut mir leid, das es dir so ergangen ist.#liebdrueck
Man fühlt sich minderwertig und hat das Gefühl versagt zu haben.

Ich konnte auch nicht Stillen, kannst es in meiner VK nachlesen.

http://www.urbia.de/club/Wenn+das+Fl%E4schen+die+einzige+M%F6glichkeit+ist

vielleicht ist das ja was für dich.

liebe grüße klein-chrissy

Beitrag von italyelfchen 26.02.11 - 20:37 Uhr

Huhu,

hast Du denn auch das Gefühl, dass die Brust wirklich leer ist? Es gibt nämlich zwei wichtige Faktoren:

Die Milchbildung und den Milchspendereflex.

Mit letzterm hatte/habe ich zum Beispiel massive Probleme, auch durch eine psychilsche Blockade/Stress/Angst, die aber jetzt mit professioneller Hilfe im Griff!

Liebe Grüße
Elfchen (auch mit David ;-) )

Beitrag von cathy82 26.02.11 - 21:05 Uhr

#nanana Du bist KEINE SCHLECHTE MUTTER.

Hör auf, dich selber zu stressen.
Deinem Krümel geht es gut, das ist die Hauptsache.

Musste eben schon ein wenig schmunzeln, als ich deinen Post gelesen habe...denn hättest du die "16 Tage" durch "14 Tage" ersetzt, hätte der Text von mir sein können!

Notkaiserschnitt, Neugeborenengelbsucht,...

Julian ist vom Gewicht her nicht sooo viel abgefallen, weshalb er im KH nicht zugefüttert wurde (am Tag drei hatte er es raus mit dem Stillen).

Ich bin echt ausgelaufen...nach zwei Wochen wach ich früh auf und hab total schlaffe Brüste, wie Schläuche.
Angelegt, angelegt, angelegt.
Bestimmt alle 30 min.
Am nächsten Tag, gleich früh nach dem Stillen gepumpt (140 ml pro Brust).

Alle 3 Stunden gepumpt und immer wieder angelegt.
Am nächsten Tag morgens gestillt (danach 70 ml pro Brust gepumpt).

Angelegt angelegt angelegt.

Noch einen Tag später nur noch 50 ml am Tag!

Ich hab dann zur #flaschegegriffen, bevor ich mich noch weiter stresse.
Es hat dann auch einfach keinen Spaß mehr gemacht, es war purer Stress!


Also Kopf hoch.
Anderen geht es genauso!

#liebdrueck

Herliche Grüße

Cathy mit Julian (8,5 Monate)

Beitrag von erdbeer-hase 26.02.11 - 21:25 Uhr

Es tut mir leid, dass dir das auch passierrt ist
Aber es ist aufbauend einen Text wie deinen lesen zu können :-)

Ich bin froh, dass es doch einige nun gab die mich nicht noch mehr fertig gemacht haben
Vorallem hab ich mich an eine Stillberaterin gewendet aber auch sie konnte da nichts mehr machen.

Mag sein dass es Kopfsache war, sprich, dass ich mir es selbst "versaut" habe aber rückgängig machen kann ich es jetzt leider auch nicht mehr.

Ich bin froh, dass David Fläschchen annimmt und somit auch satt wird :-)

Gruß Amy+David (16Tage)#klee

Beitrag von cathy82 26.02.11 - 21:38 Uhr

Genau das habe ich auch gedacht.

Sie haben das bestimmt nicht böse gemeint, aber ich kann mich (denke ich) gut in deine Situation reinsetzen und dachte nur "Die Arme...sie fühlt sich eh schon schlecht und dann solche Antworten".

Julian ist mit seiner Flasche auch glücklich gewesen und die Liebe hat darunter auch nicht gelitten.
Mein Zwergi ist jetzt 73 cm bei 10 kg (bei Gebirt am 8.6. wog er 3700 g auf 52 cm).


LG

Beitrag von erdbeer-hase 26.02.11 - 22:02 Uhr

Vielleicht haben sie's nicht böse gemeint aber es kommt doch immer wieder so rüber wenn man sagt "ich stille nicht (mehr)"

Ich fühle mich schon so traurig genug aber dann solche Antworten von wegen reine Kopfsache oder ich kann es rückgängig machen wenn ich will etc.. das macht mich noch trauriger weil ich eben wirklich mein Bestes gegeben habe

Aber wie gesagt
Ich akzeptiere das nun und bin einfach froh, dass David weiterhin essen kann. Meine Liebe wird deswegen nicht weniger

Beitrag von schullek 27.02.11 - 10:37 Uhr

es kommt nur so rüber, weil du selber dir noch ein schlechtes gewissen machst. die user haben nur den wunden punkt angesprochen. ich kenne einige von ihnen udn weiß, dass sie alle nicht bohren und dein gewissen noch mehr belasten wollten, sondern tatsächlich nur helfen wollen. die meisten haben teils langjährige stillerfahrung.

wenn du sagst: ich kann udn will den stress nicht mehr, ist das ok. so hast du das aber im ausgangspost nicht getan. es klang für die anderen udn auch mich eher nach verzqeiflung und ich würde so gerne. und da wollten sie helfen.
dass diese hilfe dich nur noch unglücklicher macht kann ja keiner ahnen.

niemand meint, dein kind würde weniger liebe bekommen etc.


da du nicht daran weiter arbeiten willst, solltest du dich jetzt einfach entspannen und dein baby genießen.

lg

Beitrag von steffi0413 26.02.11 - 23:25 Uhr

Hallo Amy,

Du liebst natürlich Dein kind nicht weniger als eine Stillmami. #liebdrueck

Ein Kind zu lieben und ihm Körpernähe, Sicherheit usw. zu geben kann man nicht nur mit Stillen.

Die Frage ist, ob Du vielleicht noch Lust und Kraft hättest das mit dem Stillen - diesmal ohne Druck und Stress - nochmal zu versuchen.

Hast Du vielleicht schon daran gedacht ein Brusternährungsset zu besorgen und den Kleinen damit anzulegen und zuzufüttern?
So hungert Dein Kleiner nicht (was nicht sein darf) und die Brüste bekommen auch genug Stimulation.

Wie hast Du bemerkt, dass nichts mehr kommt?

Die Milch geht wirklich von heute auf morgen OHNE GRUND nicht weg.
Wenn eine Mami bemerkt, dass nichts mehr kommt, ist in den meisten Fällen das Problem, dass der Milchspendereflex ausbleibt. Die Milch wird also produziert, kann aber nicht abgegeben werden. Sorgen, Schmerzen, Stress können den Milchspendereflex negativ beeinflussen.

Wenn er Gelbsucht hatte und immer schnell beim Stillen eingeschlafen ist, hat er nicht effektiv getrunken, dadurch konnte die Milch weniger werden, das kann man aber rückgängig machen.

Ich stelle ein paar Fragen, wenn Du Lust und Zeit hast, beantworte diese, hoffentlich kommt etwas raus...

Hat der Kleine in den ersten 2 Wochen nur Mumi bekommen oder auch die Flasche dazu? Hat er zugenommen?
Hast Du beim Stillen den Milchspendereflex gespürt? Hast Du gehört, dass er schluckt?
Was hat die Stillberaterin rausgefunden, warum ging die Milch weg? Hat sie Euch auch persöhnlich gesehen?
Habt Ihr (vor 2 Tagen) Flasche, Schnuller, Stillhütchen verwendet?

Hattest Du vielleicht Gestationsdiabetes? Hast/hattest Du vielleicht Hormonprobleme (zB. Schilddrüsen)? Sind Deine Brüste rund oder eher „birnenförmig”? Ist Dein Wochenfluss weniger/heller geworden? Nimmst Du regelmässig Medikamente? Hattest Du einen Milcheinschuss? Wann?
Sind Deine Brüste rund oder eher „birnenförmig”?

Hat der Kleine kein kurzes Zungenbändchen? Mundsoor?

LG
Steffi

Beitrag von erdbeer-hase 27.02.11 - 00:02 Uhr

Hi Steffi, das sind aber viele Fragen aber ich gebe mein Bestes sie richtig zu beantworten.

Hat der Kleine in den ersten 2 Wochen nur Mumi bekommen oder auch die Flasche dazu?
- Er hat im Krankenhaus 2-3x (glaube ich noch zu wissen) Fläschchen bekommen da er eben nicht stillen konnte.

Hast Du beim Stillen den Milchspendereflex gespürt? Hast Du gehört, dass er schluckt?
- Beides Ja

Was hat die Stillberaterin rausgefunden, warum ging die Milch weg? Hat sie Euch auch persöhnlich gesehen?
- Sie hat leider auch nicht sagen können warum die Milch plötzlich weg war. Wir haben ja alles mögliche probiert damit meine Brüste weiterhin Milch produzieren aber es hat leider alles nichts gebracht. Sie meinte, dass ich mich wohl viel zu sehr unter Druck gesetzt habe und mir unglückicherweise somit unnötigen Stress verpasst habe.

Habt Ihr (vor 2 Tagen) Flasche, Schnuller, Stillhütchen verwendet?
- Schnuller nein, Flasche und Stillhütchen ja. Stillhütchen war erstmal ein Muss, da David meine BW nicht wirklich annehmen konnte. Und Fläschen ist nun sein "Milchspender".

Hattest Du vielleicht Gestationsdiabetes?
- Nein

Hast/hattest Du vielleicht Hormonprobleme (zB. Schilddrüsen)?
- Nein

Sind Deine Brüste rund oder eher „birnenförmig”?
- Rund ist was anderes :-D Also ich tendiere zu birnenförmig

Ist Dein Wochenfluss weniger/heller geworden?
- Ja, schon vor ein paar Tagen war der WF fast weg. Ist auch nicht unbedingt mehr geworden. Möglicherweise ein Stau?

Nimmst Du regelmässig Medikamente?
- Nein

Hattest Du einen Milcheinschuss? Wann?
- Ja das war am 3. Tag im Krankenhaus (also am 13.02)

Hat der Kleine kein kurzes Zungenbändchen? Mundsoor?
- Nein


Ich hoffe, dass du mit den Antworten was anfangen kannst.
Muss aber auch sagen, dass ich nicht weiß was dir das bringt.
Ich habe den Entschluss gefasst das Fläschchen zu geben.
Ich sehe es positiv. So können Papa und Oma auch mal füttern :-)

Gruß Amy+David (17Tage)#klee

Beitrag von crumblemonster 27.02.11 - 07:49 Uhr

Hallo,

auch wenn hier viele was anderes schreiben ('von jetzt auf gleich verschwindet keine Milch') - doch.... es ist so.

Das hatte ich grad auch. Bei mir war es so, daß mich alle genervt haben, daß meine Kleine zu wenig zunimmt, meine Milch also nicht reichhaltig genug sei (Flüssigkeitsaufnahme war völlig iO - nicht viel, aber iO) und ich unbedingt zufüttern soll.
Und siehe da, ich habe mir Gedanken gemacht und schon war es so, daß da kein Tropfen mehr kam.
Ich habe mich dann mit dem Gedanken angefreundet und ihr immer eine Flasche (100 ml - mehr trinkt sie pro Mahlzeit sowieso nicht) fertig gemacht und dann angelegt. Teilweise schrie sie gleich und hat es gar nicht erst versucht, teilweise trank sie kurz und bekam dann die Flasche.
Nach 1,5 Tagen haben wir schon wieder weniger Flaschen...... Du mußt (auch wenn es schwer fällt) den Kopf 'frei' bekommen. Nimm es so hin.
Du bist selbst Schuld (ist nicht böse gemeint), weil Du eben davon ausgegangen bist, daß es nicht klappen wird.
Verstehen kann ihc es. Meine Jungs bekamen auch nur 11 Tage Muttermilch (er trank aus der Brust und nahm letztlich ab, da ich aufgrund von wirklich fiesem Streß und Sorgen auch keine Milch mehr hatte) bzw. 14 Tage Muttermilch (der Kleine bekam von Anfang an Flasche, aber das Abpumpen bekam mir nicht gut - ich lag mit 40 Fieber und Schüttelfrost im Bett - Brustentzündung. Wir hatten vorher bei den verschiedenen Milchstaus schon alles probiert).
Daher ging ich davon aus, daß es auch diesmal nichts werden wird. Ich habe mir gesagt, 14 Tage 'muß' sein, alles andere ist Bonus. 12 Wochen habe ich voll gestillt. Momentan machen wir so ein 'Zwischending'. Mal schauen, ob wir das wieder hinbekommen.

Andererseits ist es wirklich richtig.... Anlegen, Anlegen, Anlegen.
Fällt mir auch schwer, da sie eben zwischendurch einfach nur schreit, sich steif macht und nicht an die Brust geht. Nachts schläft sie von 22 Uhr bis gegen 5 (meistens 6 Uhr). Da läßt sie sich auch nicht zum Trinken wecken. Schon das Wecken zur 22 Uhr-Mahlzeit ist schwierig, da sie dann kaum trinkt und deutlich zeigt, daß sie schlafen will. Am Tag würde sich auch nicht alle 3 Stunden trinken wollen und größere Abstände haben, aber da wecke ich sie (mittlerweile ist sie aber meistens wach, aber auch ohne Trinken glücklich) bzw. 'schnappe sie' und lege sie an. Ofter geht aber nicht, da sie sich wegdreht.... sie mag nicht öfter. Ist natürlich dann blöd mit 'Anlegen, Anlegen, Anlegen'.

Was Du hättest machen können - vielleicht auch noch versuchen kannst ... frage beim KiA nach einem Rezept für eine elektrische Doppelpumpe. Die meisten Kassen zahlen zwar nur ein einfaches Pumpsetz, aber das Set für die zweite Seite kostet 17 Euro und ist wirklich hilfreich. Die Medela Symphonie ist eine tolle Pumpe. Du mußt Dich da aber wirklich die ersten Tage ca. alle 2 Stunden ransetzen und 2x5 Minuten beide Seiten gleichzeitig pumpen und nachts auch max. eine Pause von 6 Stunden haben.

Aber ich kann Dir sagen..... auch Flaschenkinder werden groß :-).

LG

Beitrag von sarahjane 27.02.11 - 21:47 Uhr

Du bist eine hervorragende Mutter und stehst anderen Müttern ganz sicher in nichts nach!