Hochbegabung

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von igelmama 26.02.11 - 20:13 Uhr

Hat von euch schonmal jemand diese Vermutung im Kindergartenalter gehört?
Wurde jetzt bereits mehrmals vom Kinderarzt sowie Kindergarten darauf angesprochen.
Kann irgendwie nicht wirklich was damit anfangen (obwohl :-) ich eigentlich selber Erzieherin bin) hab davon im Kigalater noch nichts gehört.
Meine Tochter ist 3 (3,5).
ist
mit 9 Monaten gelaufen
konnte mit 12 Monaten mit beiden Beiden springen
hat einen großen Wortschatz
kann bereits seit einem halben Jahr ihren Namen, Mama Papa und den Namen ihrer schwester schreiben
erkennt Buchstaben und zahlen
kann schwimmen,
kann ohne stützräder Fahrradfahren (seit ca. 1 Jahr)#sonne
kann auf einem Bein springen,
kann Fingerhandschuhe allein anziehen,
kann mit den Fingern schnipsen,
kann pfeifen,

laut Kindergarten ist sie auch im Sozial und emotionalen Verhalten weit über ihr alter entwickelt.
Laut erzieherin gibt es nichts, was sie nicht kann.

Toll. Bin ehrlich gesagt nicht sonderlich begeistert, da traut man sich ja mit niemandem drüber sprechen, will ja nicht mit ihr angeben.
:-(
ist von euch sonst noch jemand mit diesem Thema konfrontiert???
Lg Igelmama
*binehrlichgesagtsaustolzaufsie*

Beitrag von schwarzesetwas 26.02.11 - 20:16 Uhr

Nicht umsonst werden solche Tests erst im späteren Alter gemacht.

Kann nachvollziehen, dass Du Dich freust und sehr stolz bist (Wer wäre das nicht!!!), aber letztendlich musst Du erstmal schauen, wie sich weiterentwickelt.
Oft treffen sich die Kinder bei drei und nochmals bei 6/7.

Lg
SE

Beitrag von sandra7.12.75 26.02.11 - 20:47 Uhr

Hallo

Meine Tochter ist jetzt 7 Jahre und war in dem Alter ungefähr genauso.Und auch hat sie früh gelaufen und mit 3 Jahren hat sie uns bei uno und bei Mensch ärgere Dich nicht abgezogen.
Sie hat noch nie ein Spiel gespielt was in ihrer Altersklasse lag.

Ihr jetztiges Lieblingsspiel ist jetzt Rommy.

Wir haben sie noch nicht testen lassen und auch nicht früher einschulen lassen da ihr Sozialverhalten nicht Schulreif war.Sie war dann viel beim Sport und beim Chor.

Jetzt ist sie in der 1.Klasse und ist eine der Leistungsstärkeren und ihr ist laut ihrer Aussage total langweilig#gaehn.

Sie liesst klar und flüssig.Sie konnte mit 4,5 Jahren besser rechnen als ihre Schwester.

Letztens hat sie die Hausaufgaben ihrer Schwester gemacht die im 4.Schuljahr ist#schock.

Solange es keine Probleme gibt lass ich sie nicht testen.

Hochbegabung ist ja nicht immer ein segen.

Ob sie jetzt Hochbegabt oder Teilleistungstark in einigen Bereichen ist kann ich nicht sagen.

Ich bin eigentlich nur froh das sie eine Top Lehrerin hat die sie fördert.

lg

Beitrag von schnuffel1209 26.02.11 - 21:04 Uhr

Huhu,

schau mal, zu diesem Thema gibt es einen Club, in dem man sich super austauschen kann.

http://www.urbia.de/club/Hochbegabung-+Fluch+oder+Segen

Ganz liebe Grüße

Katja

Beitrag von zahnweh 26.02.11 - 21:24 Uhr

Hallo,

ja, wenn du Fragen hast, jederzeit gerne.

Ich kenne einige, die hochbegabt sind. Einige erst als Erwachsene, manche schon seit ihrer Kindheit.

Ein gutes Buch zu dem Thema: http://www.amazon.de/mein-Kind-hochbegabt-Bettina-M%C3%A4hler/dp/349960499X/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1295389143&sr=1-2

Darin geht es nicht nur um die Frage ob oder ob nicht. Sondern beschreibt auch sehr viel und erklärt auch einiges, gibt Tipps usw.

Wie geschrieben, wenn du Fragen hast, gerne auch über VK.
Der Clubtipp hier wurde ja schon genannt ;-)

Beitrag von tempranillo70 26.02.11 - 21:51 Uhr

Hallo,
meine Freundin ist Erzieherin und sie hatten eine im KiGa.
"Darf ich nach draußen?" "Nein, wir gehen alle in 5Min nach draußen" "Also um 9:26?" (und das mit 3,5Jahren)
Und dann? In Köln gibt es einen KiGa für Hochbegabte, das wäre der nächste, aber der Köln ist 60km entfernt #schock.
Also ist das Kind dageblieben und man hat versucht, die anderen Bereiche stärker zu fördern. Das Kind hatte motorische Schwierigkeiten, z.B. beim Ausschneiden etc.
Gruß, I.

Beitrag von nina 26.02.11 - 23:01 Uhr

Mein Sohn ist jetzt knapp 4,5 und ich stehe vor einer ähnlichen Situation, nur dass bei uns - wie wohl bei so vielen - das defizit im sozialen liegt, naja, defizit, sagen wir mal lieber förderbedarf ;-)
Unser nächster Schritt ist der Besuch bei Kinderpsychologen, hatte ausserdem ein höchstinformatives Gespräch mit der zuständigen Frau vom Schulamt, habe jetzt nicht geschaut, woher du bist, aber wenn bw, dann schick mir gerne ne pn.
ich warte jetzt erstmal den termin ab und dann sehe ich gelassen weiter. test machen wir (noch) nicht. solange man die stärken und schwächen so erkennen kann, reicht das wohl in diesem alter. laut aussage schulam sind die tests a) umstritten und b) erst aussagekräftig ab ca. 3 Klasse.
Sprich doch mit eurem KiÄrzt über weitere Schritte...
lg
nina

Beitrag von tauchmaus01 26.02.11 - 23:34 Uhr

Ich kenn das....#liebdrueck
Meine Kleine hat mit 2 ihre Einladungen zum 3. Geburtstag "unterschrieben".
Mama, Papa, Oma, Opa konnte sie damals auch nachschreiben.
Mit 4 hat sie ihre ersten Sätze geschrieben. Einen riesen Wortschatz hatte sie auch recht früh, hab jetzt noch Blasen an den Ohren.
Heute ist sie 5 kennt schon lange alle Buchstaben, kann leichte Texte lesen (Mimihefte falls Dir das was sagt) und rechnet.
Tja, sie kommt dieses Jahr in die Schule und hat schon hin und wieder Kontakt zu ihrer zukünftigen Lehrerin ( sie hat mit 4 ihre erste Geschichte bei ihr abgegeben und bekam dafür einen Stempel)

Ich bin mir sicher sie wird sich die ersten Wochen langweilen, weil sie eben soweit ist wie Kinder nach 6 Monaten Schule, aber was soll ich sie testen lassen. Macht es das besser?
Sie soll normal zur Schule gehen und gut ist. Die Rektorin meint dass sie im schlimmsten Falle einfach eine Klasse springt. Aber sie ist ja erst 5, wohin soll sie springen?
Freu Dich einfach an dem was Dein Kind kann, ob es manche Sachen 4 Monate eher kann als andere, was spielt das für eine Rolle betrachtet man das ganze Leben das man hat?

Ich freu mich mittlerweile einfach wenn ich mit meiner Kleinen über Vulkane und Erdbeben diskutiere, wir gemeinsam im Internet die Planeten erfoschen usw.

Vermutlich hat sich das in der 2. Klasse relativiert und sie ist ebenso dabei wie alle anderen.

Mona

Beitrag von kleine1102 27.02.11 - 00:18 Uhr

Hallo Igelmama!

Klar ist man stolz, wenn das eigene Kind sich super bzw. überdurchschnittlich gut entwickelt- und das "darf" man auch sein!

Darüber hinaus kann- und sollte- man in dem Alter noch nichts unternehmen in Richtung einer potentiellen Hochbegabung. Tests wären noch gar nicht signifikant, verlässliche Aussagen/Ergebnisse erhält man frühestens ab dem Grundschulalter. Bis dahin kann man das Kind seinen Interessen und Neigungen entsprechend fördern, der Rahmen sollte aber entsprechend sein (also kein pures "Lernen" und kein "Drill" auf bestimmte Dinge/in eine bestimmte Richtung). Vor allem muss man sich IMMER die Frage stellen, ob/was sich an der Beziehung/Einstellung zum Kind ändern würde, wenn man mit Sicherheit wüsste, dass es hochbegabt ist? Einerseits hätte man vielleicht mehr Verständnis für die häufig mit einer Hochbegabung verbundenen besonderen Verhaltensweisen, andererseits würden die Ansprüche an das Kind zwangsläufig steigen, auch, wenn man das nicht bewusst wahr nimmt.

Unsere Töchter sind beide von Anfang an sehr weit in ihrer Entwicklung, auch aktuell ihrem jeweiligen Alter "um Längen voraus". Besonders auffallend bei beiden war/ist die Sprachentwicklung, beide konnten bereits mit 18 Monaten in langen, vollständigen und grammatikalisch weitgehend korrekten Sätzen sprechen. Der Wortschatz war praktisch von Anfang an enorm, das ist er verglichen mit Gleichaltrigen bis heute bei beiden. Auch in allen anderen Bereichen ist deutlich zu erkennen, dass unsere Mädels sehr weit sind. Vor allem unsere "Große" (4 1/4 Jahre alt) stellt oft Fragen zu Themen, die für das Alter absolut noch nicht "typisch" sind. Die Kleine (2 1/4) hinterfragt auch Dinge/Themen, die Andere in ihrem Alter noch nichtmal artikulieren/benennen können. Insgesamt sind wir meist ebenso erfreut wie fasziniert, wie schnell unsere Zwerge lernen/verstehen, was sie alles interessiert und womit sie sich beschäftigen. ABER: oft ist es auch nicht leicht, vor allem in Gruppen mit Gleichaltrigen. Da wurde uns oft vorgeworfen, dass wir "ja offensichtlich mit unseren Kindern trainieren" würden, sonst könnten sie "unmöglich so einen Wortschatz haben", schon erste Wörter schreiben, Buchstaben und Zahlen erkennen, ... was auch immer. Anfangs fühlt man sich oft in einer "Rechtfertigungs-Position", inzwischen stehen wir "darüber". Aber man wird eben immer wieder damit konfrontiert, dass die eigenen Kinder in gewisser Hinsicht kleine "Exoten" sind (glücklicher Weise beide sozial sehr gut integriert). Sowohl mit dem Kindergarten als auch unserem Kinderarzt stehen wir in sehr gutem diesbezüglichem Austausch, dennoch werden wir unsere "Große" definitiv nicht testen lassen. Die "Idee" mit den potentiellen Hochbegabungen kam nämlich nicht von uns, sondern auch von "außen". Wir fördern unsere Mädels entsprechend ihrer Interessen und Fähigkeiten, fordern sie auch (sehr in Maßen), ebenso handhaben die Erzieherinnen im Kiga dies. Unsere "Große" macht das komplette Programm der Schulkinder mit, hat Spaß daran und kommt problemlos damit zurecht. Sie muss solche Dinge natürlich nicht tun, ist aber ohne solche kleinen und größeren Herausforderungen schnell unterfordert, entsprechend nicht ausgelastet und dann oft unzufrieden/schlecht gelaunt.

Ganz wichtig ist uns aber, dass unsere Kinder immer noch so klein sein dürfen, wie sie das wollen und brauchen- denn schließlich sind sie's nur einmal ;-) #verliebt!

Lieben Gruß #stern,

Kathrin