Krankengym. sinnvoll?!?!

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von maya2308 26.02.11 - 20:55 Uhr

Huhu zusammen!

Gleich zum Thema:
Unser Collin (jetzt 18 Monate) ist eine absolute Schnarchnase was körperliche Aktivitäten betrifft!
Erst wollte er sich nicht drehen, so dass wir als er 8 Mon. war zur Krankengym. gegangen sind! Nach 2 Monaten klappte es dann! Dann mit einem Jahr, als er immer noch nicht krabbeln wollte, sind wir wieder hin auf Anweisung vom Arzt! Mit 14 Monaten konnte er es dann endlich!

Jetzt mit 18 Monaten will er immer noch nicht laufen! Klar, da gibt es mehrere, aber irgendwie glaub ich irgendwie nicht mehr daran, dass er alleine auf die Idee kommt los zu laufen, aufgrund seiner Vorgeschichte! Irgendwie braucht er immer einen Anstupser!

Sollten wir vielleicht doch wieder zur Krankengym.? Der Arzt meinte zwar, wie geben ihm noch bis Mai-Juni Zeit, aber dann ist er ca. 22 Monate! Ich weiß nicht, ich möchte echt gerne, dass er endlich läuft!
Aber kann die Krankengym. überhaupt helfen!?!? Er zieht sich überall hoch und steht auch schon ziemlich sicher, auch manchmal mit einer Hand am Tisch! Aber er hat total Angst z. B. an einer Hand zu laufen! Und auch wenn er an seinem Laufwagen läuft, sieht das doch sehr unbeholfen aus!?

Was meint ihr, Krankengym. JA oder NEIN?!?!?!?!? Bringt das was?! Oder Geduld haben!?

Beitrag von yozevin 26.02.11 - 21:13 Uhr

Huhu

Ja, ich würde es (mittlerweile) wahrscheinlich machen..... Das klingt ziemlich nach unserer Geschichte....

Unser Großer fing recht spät an, sich zu drehen, er war gut 6/7 Monate alt.... Erst drehte er sich halt vom Rücken auf den Bauch und dann dauerte es Ewigkeiten, bis er sich wieder zurückdrehen konnte.... Mit 10 Monaten fing er das Robben an, bewegte sich ab da nur so fort.... Einen Tag nach seinem 1. Geburtstag setzte er sich dann hin, weitere zwei Wochen später hatte er kapiert, dass es einfacher ist, sich aus dem Krabbeln heraus hinzusetzen.... Also fing er zu krabbeln an! Mit 15 Monaten fing er an, sich überall hochzuziehen, brauchte dann aber wieder ewig, um das wieder Hinsetzen zu lernen.... Dann fing er an, an der Hand zu laufen, am Lauflernwagen, an den Mbeln entlang, alles eigentlich zeitgerecht! Aber frei laufen? Einen Nachmittag lang ging es (da war er 17 Monate alt), dann fiel er hin und ab da ging es dann wieder nicht mehr.... Ich hörte die unterschiedlichsten Meinungen dazu, von "Er ist einfach nur spät dran!" über "Er hat jetzt Angst, die muss er nur überwinden!" bis "Das liegt an mangelnder Intelligenz!" #schock Mit 18 Monaten machte ich mir dann Sorgen, wir waren beim Arzt und der sagte, er hätte noch etwas Zeit, wir könnten noch etwas abwarten.... Mit 20 Monaten wurde mir langsam echt mulmig, also wieder zum Arzt und diesmal bekamen wir Physio verschrieben.... Habe dann gleich 2 Tage später den ersten Termin gehabt, die Physio hat ihn zu Anfang durchbewegt, um zu schauen, ob mit dem Bewegungsapparat alles okay ist und bemerkte, dass seine linke Hüfte deutlich schlechter zu bewegen war als die rechte.... Sie empfahl, noch mal einen Orthopäden draufschauen zu lassen (waren mit 3 Monaten da wegen Atlasblockade) Gesagt, getan, bekamen zum Glück gleich für nächsten teg einen Termin, der bewegte unseren Schatz auch noch mal durch und diagnostizierte eine Darmbeinblockade! Die wurde gelockert, der Doc sagte, es könne jetzt aber noch gut 2 Wochen dauern, bis Muck zu laufen beginnen würde.... Tja, da hat er sich geirrt! Am nächsten Tag stellte meine Mutter den Mausemann hin, sagte zu ihm "Lauf!" und er lief! #huepf

Wir sind weiterhin mit ihm bei der Physio, da mittlerweile zusätzlich noch eine muskuläre Hypotonie diagnostiziert wurde, die hauptsächlich die Hals- und Rumpfmuskeln betrifft.... Unser Zwerg steht zb noch nicht frei im Raum auf, er kann es zwar, aber es ist anscheinend zu anstrengend für ihn.... Er krabbelt lieber irgendwohin, wo er sich hochziehen kann!

Woher das alles kommt, kann niemand sagen.... Es kann durch die Blockade und die Bewegungsunlust gekommen sein, es kann durch die Geburt gekommen sein oder es ist angeboren/vererbt.... Da gibt es mehrere Möglichkeiten, von denen alle zutreffen können oder auch keine.... Es ist halt da! Therapie? Bewegen, bewegen, bewegen....

Würde es also wirklich abklären lassen und lieber einmal zuviel als einmal zu wenig zum Arzt gehen! Wenn nichts ist, ist es gut, dann entfällt auch die zusätzliche Rennerei.... Sollte jedoch wirklich was mit eurem Kind sein, ist in solchen Fällen frühe Hilfe sinnvoll und hilfreich....

LG

Beitrag von maya2308 26.02.11 - 21:22 Uhr

Aaaaahh ja, das kommt mir alles ein wenig mehr als bekannt vor!

Vielleicht hätte ich auch erwähnen sollen!, dass bei Collin bei beiden malen wo ich mit ihm bei der Krankengym. war eine Blockade in der rechten Hüfte festgestellt. Die wurde aber jedes mal erfolgreich gelockert! Ich habe aber auch schon gedacht, ob da wieder was wäre!

Ich bin übrigens auch mit einer Hüftdysplasie geboren!

Das mit der muskulären Hypotonie,...was bedeutet das?!?!?!?
Weil die Dame von der Krankengym. nämlich auch gesagt hat, dass er nicht gerade die meisten Muskeln hat und auch wohl nie haben wird!

Hoffe, du meldest dich nochmal!

Ich werde Montag auf jeden Fall nen Termin machen!

Beitrag von yozevin 26.02.11 - 21:38 Uhr

http://de.wikipedia.org/wiki/Muskelhypotonie

Könnte schon sein, dass euer Collin ebenfalls hypoton ist.... Wie gesagt, dagegen hilft Bewegung (laufen, klettern, schwimmen zb) noch und nöcher.... Klingt ziemlich danach, finde ich!

Ich würde auf alle Fälle nochmal beim Arzt vorstellig werden und um weitere Physio bitten... Erklär einfach deine Sorgen und Ängste!

In wieweit sich das alles noch auswirken wird, weiß ich natürlich noch nicht! Bisher "zwingen" wir den Muck regelrecht zur Bewegung, wobei er selber auch sehr agil ist, er will sich auch bewegen! Wir gehen viel raus, gehen auf den Spielplatz (gegen die Schwerkraft arbeiten, fällt hypotonen Kindern auch sehr schwer), in den Indoor-Spielplatz (auch wenn ich da noch das loslassen lernen muss) und sind viel mit Laufrad, Minimotola oder Dreirad unterwegs.... Ich habe zwar trotzdem immer das Gefühl, dass das noch nicht genug ist, aber hier zu Hause ist Zwergi auch nur am Rennen ;-)

Beitrag von maya2308 26.02.11 - 21:54 Uhr

Jupp, hab mir den Link durch gelesen!
Und ich kann mich daran erinnern, dass sie gesagt hatte, dass Collin einen niedrigen Muskeltonus hat, das stand auch auf der ersten Überweisung seitens des Kinderarztes!

Die Dame von der Krankengym. hat auch gesagt, dass Collin später immer dazu "gezwungen" werden muss, sich vielleicht mal körperlich zu betätigen! Dafür kann es aber sein, dass er in Bodenturnen oder ähnliches sehr begabt ist! mal schauen!
Ich war durch meine Hüftdysplasie auch immer eine sehr schlechte Sportlerin und habe deswegen keine großen Ansprüche an meine Kinder! Jeder soll das machen, was er toll findet!

Wobei ich noch erwähnen muss, dass mir jetzt, wo Collin krabbeln kann, keine Faulheit bei ihm aufgefallen ist! Im Gegenteil: Er ist ständig unterwegs!!!!

Naja, ich hol mir nen Termin und klär das ab!!!!