unsere Große ist so eifersüchtig auf unsere Kleine

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von ignisessen 26.02.11 - 21:06 Uhr

Hallo ihr lieben Muttis !#winke

Unsere kleine Maus kam am Monat auf die Welt und unsere Große ist überhaupt nicht begeistert davon. Sie ist so jezornig und zickig, dass ist garnz schrecklich. Wir können dass natürlich auch verstehen, denn sie wurde ja auch nicht weiter gefragt. Aber es zieht an denn nerven, dass glaubt uns kein Mensch.#aerger Ich hab ihr zwar immer versucht zu erklären, dass ich ein Baby im Bauch habe und sie dann große Schwester ist aber so wirklich hat sie das nicht verstanden, sie ist ja auch erst 22 Monate. Wir zeigen ihr jeden Tag, dass sie immer noch unsere Nummer 1 ist und versuchen sie nicht zu vernachlässigen, was nunmal nicht immer klappt, denn der Haushalt macht sich ja auch nicht von allein und es gibt nunmal Zeiten, wo sie sich mal kurz alleine Beschäftigen muss. Wir beziehen sie auch mit ein, wenn ich der Kleinen die Windel wechsel oder sie fütter, aber nichts hilft. Das traurige ist, dass ich mich mit unserer Kleinen erst abends so wirklich beschäftigen kann, weil die Große die volle Aufmerksamkeit fordert, so dass mein Mann, solange er noch da ist, (Landwirt) sich um die Kleine kümmert. Wir lieben unsere Mädels beide überalles, aber wie will man das einem Kleinkind klar machen.

Wie habt ihr dass gemacht, als euer zweiter Zwerg da war ?

Vielleicht habt ihr ja ein paar Tipps für mich, wäre super.

Lg ignisessen mit Joy und Anny an der Hand#herzlich

Beitrag von engelchen-123. 26.02.11 - 21:11 Uhr


Das würde mich auch interessieren. Ich bin schwanger und meine Große ist auch 22 Monate, wenn das Baby auf die Welt kommt.

LG
Michelle

Beitrag von tina4370 26.02.11 - 21:37 Uhr

Da bin ich auch auf Antworten gespannt...

Sorry, dass ich nicht helfen kann, aber ich drücke Dir feste die Daumen, dass sich das mit der Eifersucht bald gibt.
Es ist eben alles noch ganz neu für Deine Große, und sie weiß noch nicht, wie sie damit umgehen soll.

Alles Gute für Euch!
Tina mit Maria Elisabeth *10.09.09 (die mit 22,5 Monaten große Schwester wird) und Krümelchen im Bauch 18+1

Beitrag von anne.cabi-fresh 26.02.11 - 22:43 Uhr

Hallo,

also meine maus ist 22monate und der kurze 5monate und wir hatten am anfang auch echt schwierigkeiten mit beiden zusammen. meine große wurde auf einmal sehr wütend, gewaltätig, zornig, zickig...einfach völlig anders als ich sie kannte. sie hat ihren bruder ziemlich böse angefasst, auch oft gekniffen oder sogar gebissen. es fällt schwer es beiden gleich zu tun, eigentlich ist das ausgeschlossen! ich habe meine große immer mit einbezogen, beim wickeln, anziehen, einfach überalle. habe ihr viel erklärt und auch mal meinen kleinen weinen lassen wenn ich mich mit meiner großen beschäftig habe, sie sollte merken, dass ich nicht immer springe wenn leo anfängt zu weinen. der kleine geht 1,5h früher ins bett als meine große und somit hat sie dann unsere absolute aufmerksamkeit und das genießen wir sehr stark. mein mann hat auch stark meine aufgabe bei meiner tochter übernommen, ins bett bringen, nachts aufstehen, anziehen, wickeln usw. ich bin ein wenig in den hintergrund getreten, damit haben wri aber auch schon in der schwangerschaft angefangen, so dass papa auch eine wichtige bezugsperson wurde.

ich habe meine tochter auch immer an meinen kleinen rangelassen, auch wenn ich damit rechnen musste, dass sie ihn grob anfasst oder dergleichen. da musste er durch.

mittlerweile ist es so, dass meine große sich rührend um ihren bruder kümmert, sie holt seinen nuckel, küsst ihn, streichelt ihn und nimmt viel rücksicht. ich würde sagen, wir haben es geschafft! es gibt allerdings oft momente, gerade wenn meine große nicht so gut drauf ist, da möchte sie auf den arm wenn ich den kleinen auf dem arm habe, na ja ich trage dann kurzerhand beide durch die gegend...geht auch mal und die große findet es super. sie darf ihn auch auf den schoß nehmen oder wir tun immer so als würde sie ihn tragen, das macht sie wahnsinnig stolz!

ich muss schon zugeben, dass mein kleiner oft zu kurz kommt gerade am wochenende wenn wir alle zusammen sind. in der woche hat er mich bis nachmittags für sich alleine das geht dann auch.

ich hoffe das war jetzt nicht zuviel input, könnte noch mehr schreiben :-D

lg anne mit leonard 5monate und paulena 22monate

Beitrag von fatinitza 27.02.11 - 13:30 Uhr

Hallo!

Das tut mir leid, dass Eure Maus sich noch nicht so recht freuen kann. Es ist eine sehr große Umstellung, aber ihr solltet als allererstes aufhören ein schlechtes Gewissen ihr gegenüber zu haben!!! Ihr habt ihr ein riesiges Geschenk gemacht. Sie wird niemals wieder alleine sein, sie wird immer jemanden haben auf den 1000% Verlass ist und dem sie bedingungslos vertrauen kann. Seht es als Bereicherung für das Leben Eurer Joy und nicht als Zurücksetzung ihrerseits. Sie spürt haargenau was in Euch vorgeht und das verunsichert sie meiner Meinung nach. Sie muss Eure Entschlossenheit spüren, dass die Schwester das Beste ist, was ihr und Euch passieren konnte. Ich weiß, im Wochenbett ist das sehr schwierig, aber ihr müsst zuallererst umdenken.

Ich hab ganz ehrlich den Haushalt Haushalt sein lassen. Wir hatten in der ersten Zeit (unsere Große war 18 Monate bei der Geburt) eine Putzfrau, die ein Mal in der Woche kam und gut war's. Meine Schwiemama hat mir die ersten Wochen jeden Mittag Essen gebracht, Wenn der Kleine schlief, hab ich mit der Maus Fingerfarben gemalt oder etwas anderes gemacht, was sie liebt. Er lag derweil mit auf dem Schoß, war im TT oder in seinem Wagen immer dicht dabei. Beim Stillen haben wir gelesen, wir sind wie immer Gassi gegangen usw.

Wir haben in der SS (weil ein paar gefragt haben, was man im Vorfeld machen kann) es so gemacht: der Papa hat ab ca. 4 Monate vor der Geburt immer mehr das zu Bett bringen übernommen, hat viel mit ihr versucht zu spielen, ich hab mich etwas zurückgenommen und auch mal was für mich gemacht (SS-Yoga, da hat z.B. auch mal die Oma aufgepasst). Ich habe versucht, dass sie sich auch viel mal allein beschäftigt, außerdem hab ich den Maxi Cosi ins Wohnzimmer gestellt und sie hat wochenlang mit dem gespielt und ihre Kuscheltiere reingesetzt, sie rumgetragen etc.
Ich hab ambulant entbunden, um zu vermeiden, dass die Große das Baby und mich im KKH besuchen muss und so das Gefühl hat, das Baby hat die Mama gleich mal von zu Hause rausgerissen. Sie braucht sehr ihre Ordnung und Rituale, deshalb wäre es glaub ich für sie sehr schwierig gewesen, wenn ich mehrere Tage und Nächte hätte weg sein müssen.
Wir sind abends ins Geburtshaus gefahren, da hat die Oma aufgepasst, war nicht leicht, weil sie das erste Mal über Nacht nicht von uns betreut wurde, aber letztlich war es kein Problem. Nach der Notverlegung ins KKH, aber einer glücklichen Geburt, war mein Mann um 3 Uhr wieder zu Hause, mich hat er am nächsten Morgen um 9 Uhr heimgeholt. Es war dann die ganze Familie bei uns zu Hause und alle haben den kleinen Bruder bestaunt und sich gefreut. Unsere Große fand es super, dass da nun ein "neues Spielzeug" im Maxi Cosi angekommen ist und vielleicht auch, weil die ganze Familie sich so gefreut hat und ihr gezeigt hat, dass das ihr neuer Bruder ist und wie toll das ist, hat sie ihn gleich total liebevoll aufgenommen und gestreichelt. So ist es bis heute. Eifersucht hatten wir noch keine. Es ist eben so, dass sie jetzt teilen müssen, aber ich hab halt auch echt versucht mich zu zerreißen, dass beide kriegen, was sie brauchen. Die ersten Monate fand ich extrem anstrengend, weil ich es allen recht machen wollte, aber es scheint sich gelohnt zu haben. Wir machen alles zusammen. Von "Extra-nur mit dem einen Kind was unternehmen"-Tagen halten wir persönlich nichts (gut, jetzt gehen wir Weiber mal zum Friseur und die Männer sind daheim, aber das war's eigentlich :-) ). Wir sind eine Familie und da sind eben immer alle zusammen unterwegs.
Wir sind aber auch sehr entschieden, wenn die beiden mal nicht so nett zueinander sind, weil einer eben unbedingt gerade den Stuhl haben will, den der andre sich davor genommen hat. Zur Not kommt der Stuhl dann ganz weg. Denn nur, wenn sie sich als geschwisterliche Einheit empfinden und wir das fördern, dann kann es funktionieren.

Das ist anfangs schwer der Großen begreiflich zu machen, aber mit vielen kleinen "Taten" im Alltag haben wir versucht ihr zu zeigen, dass wir nun einfach einer mehr sind, der immer überall mit dabei ist. Wir sind alle zuammen in die Krabbelgruppe gegangen, wir haben genauso gespielt dort wie davor, nur dass der Kleine im TT dabei war. Im Prinzip kennt Eure Große ja Rücksichtnahme, wenn ihr Landwirtschaft habt. Die Tiere gehören zur Familie quasi, müssen versorgt werden und das muss sein. Wir haben Hunde und ein Pferd, da hat unsere auch schon gewusst, dass sie mal nicht das machen kann, was sie jetzt will, sondern wir uns erst um die Tiere kümmern müssen. Der Grundstein ist also schon gelegt.

Ach, ich hoffe, mein langer Roman konnte ein wenig helfen!? Es ist nicht einfach, aber schon nach wenigen Monaten merkt man, dass es sich gelohnt hat. Unsere spielen sehr viel allein miteinander und ich kann zuschauen, Haushalt machen, mitspielen oder muss mal eingreifen, wenn der Kleine laut Großer eigentlich Nudeln in der Kinderküche kochen soll, aber jetzt plötzlich einfach einen Salat gemacht hat ;-)

Alles wird gut. Man hat sehr hohe Ansprüche an sich, aber deshalb kann es Euch auch gelingen...

Alles Liebe und schreib gern über VK, wenn ich noch helfen kann...

Fati mit Carlotta (Juni 08) und Bennett (Januar 10)