habe verhaltensgestörten Jungen- brauche euren Rat

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von elli110 26.02.11 - 21:43 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich bin vollkommen am Ende..
Mhh, wo soll ich anfangen ??
Unser Tristan ist sehr lebhaft und anstrengend... er kann sich schlecht selbst beschäftigen und testet dauernd seine Grenzen aus...
Soweit so gut...

so langsam nimmt das ganze aber ein Ausmaß an, das schrecklich ist...
im Kindergarten hat er nicht viele Freunde merke ich. Kaum jemand möchte sich mit ihm verabreden und mit ihm spielen...

Mit seinen Spielsachen kann er sich kaum beschäftigen... Mit Playmobilsachen z.B. kann er nichts anfangen...er hat eher auf alles Zerstörungswut...
Ständig rennt er ohne Ruhe im Hintern durchs Haus und macht die meiste Zeit irgendeinen Unsinn.
ich habe das Gefühl "normales" Spielen kennt er nicht...

Jetzt waren wir heute bei Freunden, die wir echt gerne haben.
Die beiden haben noch zwei Kinder--alle haben lange "oben" gespielt... wir sind dann nach kurzem Aufräumen am Abend gefahren.
Eben kam dann der Anruf, dass das mit unserem Sohn einfach nicht geht.
er hat ein heilloses Durcheinander hinterlassen.. Plyamobilsachen kaputtgetreten...mit Spielzeug Katscher in Wände geworfen...

Hätten wir das mit bekommen, wären wir sofort mit ihm nach Hause gefahren...
Mir ist das unendlich peinlich und könnte nur weinen....
Warum ist unser Sohn so "anders"??????
Was kann ich tun?????
WEr kann mir da helfen?????????????????
Ich kann fast niemanden besuchen fahren, aus Angst Tristan benimmt sich vielleicht wieder daneben.
Denkt jetzt nicht, wir sind dann nicht streng oder konsequent...
Aber irgendwie scheint das bei ihm gar nicht anzukommen.

Er wird ja ein totaler Einzelgänger ohne Freunde...
Ich schäme mich richtig für sein Verhalten und weiss einfach nicht mehr weiter...

Schlimm ist auch, die Wut die man auf sein eigenes Kind bekommt..
ich werde morgen früh mit ihm darüber sprechen. LEider ist dieses Kind in den Brunnen gefallen, den die Freunde haben wir wohl verloren :-(
Wer will schon ein "gestörtes" Kind zu Besuch ????

Ich sage euch, mir ist nur zum #heul zu Mute......

Elli

Beitrag von inga1981 26.02.11 - 21:50 Uhr

Hast Du das Gefühl, dass er ausgelastet ist? Vielleicht hilft es, wenn er in einem Sportverein mitmacht. Ein Mannschaftssport wäre möglicherweise von Vorteil, weil er da ohne gescheites Sozialverhalten nicht weit kommt.

Ansonsten könntest Du mal einen Kinderpsychologen aufsuchen.

Beitrag von sillysilly 26.02.11 - 21:52 Uhr

Hallo

klar ist es blöd - aber dann müßt ihr in bei Besuchen mehr im Auge behalten.

Kennt er klare Regeln ?
Warum hält er sich nicht daran ..... will er nicht ..... ist er zu impulsiv oder will er gar provozieren.

Wie ist es wenn du ihn damit konfrontierst, daß er nicht mehr eingeladen wird ..... wenn er über die Strenge schlägt ?
Macht ihm das nichts aus ?
Sind ihm Freunde nicht so wichtig, daß er sich zusammen reißen kann ?

Für die Freunde würde ich mir etwas einfallen lassen, und auch damit dein Kind sieht das sowas nicht geht.
Er muß sich entschuldigen, und wenn er auch Playmobil hat würde ich ihn dazu bringen, daß er die kaputten Sachen durch seine Sachen ersetzt.

Was ist mit dem Kindergarten? hält er sich da an Regeln ?
laß dich doch von den Erzieherinnen vor Ort beraten, sie können ihn am Besten einschätzen


und macht er nebenbei Sport ? ist er körperlich wirklich ausgelastet ?


Grüße Silly

Beitrag von dore1977 26.02.11 - 21:54 Uhr

Hallo,

na da hat dein Sohn ja ganze Arbeit geleistet.
Beruhige Dich erstmal und dann werdet ihr wohl beim renovieren Helfen und Playmobil besorgen müssen. Dazu eine dicke Entschuldigung.
Ich würde niemandem die Freundschaft Kündigen so lange ich das Gefühl habe das die Eltern alles versuchen damit es mit ihrem Kind besser klappt.

Was Dein Sohn angeht, geht er in den Kindergarten ? Wie benimmt er sich den da ?
Geht er in einen Sportverein ?
Kann er sich genug austoben ? Es klingt beim ersten lesen so als hätte Dein Sohn viel zu viel Energie die er nicht los wird.
Ist sein Verhalten anders wen ihr zB im Schwimmbad wart ?

Allerdings muss ich Dich auch fragen wieso fährst Du mit Deinem Sohn irgendwo hin und lässt ihn dann unbeaufsichtigt Spielen wen Du weist das er zu Zerstörungsaktionen neigt ?

LG dore

Beitrag von dore1977 26.02.11 - 21:54 Uhr

Hallo,

na da hat dein Sohn ja ganze Arbeit geleistet.
Beruhige Dich erstmal und dann werdet ihr wohl beim renovieren Helfen und Playmobil besorgen müssen. Dazu eine dicke Entschuldigung.
Ich würde niemandem die Freundschaft Kündigen so lange ich das Gefühl habe das die Eltern alles versuchen damit es mit ihrem Kind besser klappt.

Was Dein Sohn angeht, geht er in den Kindergarten ? Wie benimmt er sich den da ?
Geht er in einen Sportverein ?
Kann er sich genug austoben ? Es klingt beim ersten lesen so als hätte Dein Sohn viel zu viel Energie die er nicht los wird.
Ist sein Verhalten anders wen ihr zB im Schwimmbad wart ?

Allerdings muss ich Dich auch fragen wieso fährst Du mit Deinem Sohn irgendwo hin und lässt ihn dann unbeaufsichtigt Spielen wen Du weist das er zu Zerstörungsaktionen neigt ?

LG dore

Beitrag von schwarzesetwas 26.02.11 - 21:56 Uhr

Blöd gelaufen.
Also erste Regel IMMER (ob nun schwieriges oder liebes Kind) aufgeräumt wird zusammen.
Und wenn es dann Schäden gibt, wird zusammen überlegt, wie es weiter geht.
Meine Tochter hat z. B. bei meiner Freundin Teppich und Schränke bemalt.
Find ich nicht gut. Allerdings ist sie noch nichtmal 2,5. Von daher halte ich selbst Stifte eher verschlossen.
Aber nichts desto trotz.
Schaden ist Schaden.

Vielleicht solltest Du Deinem Kind vorher sagen, wie er sich verhalten darf. Ansonsten nach Hause fahren.

Soo schlimm hört sich das meiner Meinung nach nicht an. Er scheint nur wenig Respekt vor anderem Eigentum zu haben.
Und vielleicht hat er den Respakt auch nicht bei seinem eigenen Spielzeug?!

Mein Großer spielt auch gern mit Leib und Seele.
Allerdings geht ihn der Spieltrieb auch mal durch und repariert oder zerstört Sachen, weil er wissen will, wie es funktioniert.
Zu Hause ist das Pech. Kaputtes wird nicht ersetzt.
Sehe ich gar nicht ein.
Ich bin kein Goldesel und wenn selbst Siku kaputt gemacht wird, fällt mir nichts mehr ein.

Wie ist das bei euch zu Hause?
Ersetzt Du Spielzeug?
Wie gehst Du mit Zerstörungswut zu Hause um?

Lg
SE

Beitrag von lagefrau78 26.02.11 - 21:57 Uhr

Hallo!

Irgendwie sieht es aus, als sei das Kind selbst auch nicht glücklich, oder? Ständige Aggressionen bzw. Zerstörungswut haben ja meist irgendwas zu sagen...

Wirklich Erfahrungen damit oder einen Tip für Dich habe ich nicht. Aber hast Du das schonmal mit dem Kinderarzt besprochen? War das schon immer so? Wenn nein - gab es irgendein Ereignis, nach dem dieses Verhalten angefangen hat?

Das sind wahrscheinlich alles Fragen, die Du Dir selbst schon zur Genüge gestellt hast... Vielleicht suchst Du mal einen Kinderpsychologen auf, da wird Dir der Kinderarzt ja weiterhelfen können. Ein solches Verhalten fällt ja nicht vom Himmel. Du solltest Dich nicht für ihn schämen, und auch, dass die Freunde nicht mehr Eure Freunde sind, glaub ich erstmal nicht. Wenn Ihr wirklich befreundet seid, werden sie Euch unterstützen.

Wie gesagt - lass Dich mal von einem Therapeuten in dieser Sache beraten. Was Du beschreibst, klingt, als wäre Dein Sohn sehr hilflos und unglücklich. Und Du auch.

Viele Grüße!

Beitrag von becki1000 26.02.11 - 22:00 Uhr

Hallo Elli,

das hört sich alles wirklich nicht schön an, kann Deine Wut und vor allem Hilflosigkeit gut verstehen. Es ist ja schon bei kleineren Auseinandersetzungen, in denen das eigene Kind der "Initiator" ist, unangenehm..

Ist Dein Sohn denn schon immer so oder ist sein tendenziell zerstörerisches Verhalten erst in letzter Zeit aufgetreten? Wurdest Du schon einmal von den Erzieherinnen im Kindergarten auf das Verhalten Deines Sohnes angesprochen?

Ich würde an Deiner Stelle in jedem Fall ein Gespräch im Kindergarten führen und mal hören, wie er sich dort benimmt. Und anschließend euren Kinderarzt aufsuchen und mit ihm das Problem besprechen. Ggf. kann dieser dir einen Beratungsstelle oder einen Kinderpschologen nennen. Das Verhalten Deines Sohnes kann ja viele Ursachen haben, vielleicht ist es nur eine Kleinigkeit, es könnte aber auch ADHS sein.

LG, Becki

Beitrag von cloudine30 26.02.11 - 22:04 Uhr

Liebe Elli,


Wenn ich diene Geschichte lese dann hab ich das Gefühl hier läuft ein Film vor mir ab. Mein Großer wird in drei Wochen 5 und wir haben eine ähnliche Geschichte.
Wir haben es geschafft aus der Krabbelgruppe raus zu fliegen ( da war er noch keine zwei ) wir sind aus dem Babyschwimmkurs rausgeflogen ( mit ca 2 ) und wir haben eine Menge Freunde verloren weil er eben er war. Ich sage ganz bewusst war , denn seit ca. 1/2 Jahr wissen wir was los ist.

Alles fing damit an dass er jedesmal durchdrehte wenn er bestimmte Sachen gegessen hatte ( Schokolade v.a. Traubenzucker ) eben Dinge die ihn aufputschten . Zusätzlich vertrug er keine Milchprodukte.
Diese Umstände führten dazu das er regelmäßig ausklinkte und dann eben nicht mehr er selber war. Er schläft erst durch seitdem er ungefähr 4 ist. Er hat fast nur geschrien bis er ca 2 1/2 war. Tag und Nacht ..

Wir haben dann die Ernährung umgestellt und die Dinge vermieden die er nicht vertrug. ( Es war wirklich schwer aber es ging ) Die Heilpraktikerin hat ihn zusätzlich mit Bachblüten behandelt davon kann man hlaten was man will ich fand es hat ganz gut angeschlagen . Zumindest konnte er sich besser konzentrieren . Er kam in den Kindergarten und das desaster war perfekt . Keine Minute stand er still machte nix zuende konnte nicht zuhören usw. Vor einem halben Jahr hat man uns geraten einen Test für Hochbegabte Kinder zu machen und siehe da .... Er ist tatsächlich ein bisschen zu schlau für seine Entwicklung. Er ist nicht ausgelastet. Jetzt sind wir in einem Förderprogramm für solche Kinder zusätzlich mit der angepassten Ernährung war das der Durchbruch . Er geht ausserdem 2x die Woche zum Fussbal und einmal zum Kleinkinder Judo.

Du siehst du bist mit dem Problem nicht alleine. Packt es an . Verzweifel nicht Ihr werdet eine Lösung finden. Nimm Dein Kind vor allem Bitte so an wie es ist. Auch wenns schwer fällt du bist die Einzige die noch an ihn glaubt..


Lg und wenn noch Fragen sind mail mir ruhig...

Cloudine

Beitrag von zahnweh 26.02.11 - 23:55 Uhr

Hallo,

falls du Interesse hast. Hier gibt es einen Club: Hochbegabung- Fluch oder Segen

das kommt mir sehr bekannt vor:

"Er kam in den Kindergarten und das desaster war perfekt . Keine Minute stand er still machte nix zuende konnte nicht zuhören usw. Vor einem halben Jahr hat man uns geraten einen Test für Hochbegabte Kinder zu machen und siehe da .... Er ist tatsächlich ein bisschen zu schlau für seine Entwicklung. Er ist nicht ausgelastet."

nur dass es damals noch nicht so getestet wurde und einige die ich kenne, bis heute damit zu kämpfen haben, weil sie damals schon abgestempelt wurden, weil keiner wusste was los war...

Beitrag von elli110 26.02.11 - 22:05 Uhr

ja, er geht Turnen, Schwimmen, Fussball spielen und ich sehe zu dass er jeden Tag draußen ist und seit Bewegungsdrang "befriedigt" wird.
Aber selbst wenn er den ganzen Tag im Schwimmbad war, total k.o. ist, dann ist er zu Hause oft immer noch aufgedreht :-(

Im Kiga hat er oft Schwierigkeiten sich an Regeln zu halten und das gibt sicher oft Ärger...
hier gelten natürlich feste Regeln, die er einhalten muss. Das klappt mal mehr, mal weniger.
Er ist da sehr sehr resistent...
wenn sein eigenes Playmobil kaputt geht, ist ihm das vollkommen egal :-( Neues bekommt er natürlich eh nicht mehr....

Wann hat das alles angefangen..??? Ich habe keine Ahnung. Ist ein schleichender Prozess würde ich sagen...
Ja, ich werde einen Psychologen aufsuchen.
Und mich damit abfinden müssen "anders" zu sein #heul

Immer dieser Satz "hui, euer sohn ist aber auch wirklich anstrengend".

ich bin einfach nur unglückich........


Beitrag von sillysilly 26.02.11 - 22:11 Uhr

Hallo

ich würde ihn bei der Frühförderung anschauen lassen - bevor ich zu einem einzelnen Psychologen gehe.
Gibt es sowas bei Euch ?

der Vorteil ist eine Frühförderstelle besteht aus viel mehr Fachpersonal, wie Heilpadagogen, Logopäden, Ergotherapeuten, Heilpädagogen aber auch Psychologen.
Die schauen da dann mit mehr Blickwinkeln hin
und bei uns gehen die auch mal in den Kindergarten oder nach Hause und schauen sich das Kind in seinem gewohnten Umfeld an.
Läuft über eine Überweisung vom Kinderarzt.

Grüße Silly

Beitrag von lisasimpson 26.02.11 - 23:26 Uhr

Was machst du, wenn er "ohne Ruhe im Hintern durchs Haus" rennt?

Was sagen die Erzieher im Kiga dazu "im Kindergarten hat er nicht viele Freunde "?

Wie kommst du auf das Etikett "verhaltensgestört"?

Warum schaust du nicht regelmäßig nach deinem 4 jährigen sohn in der playmobil-hölle, wen ndu weißt, daß das bei ihm eher dazu führt ab. als aufzubauen?

warum räumt ihr nicht gemeinsam auf am ende eiens besuches?

Ich erlebe aus deinem bericht eine sehr distanzierte Mutter (ohne daß ich irgned eine aktivität von dir aus deinen beschreibungen rauslese), die ihren Sohn beobachtet, wenig präsent ist.
Ich lese keine anregung, die du ihm gibst, eine klare führung, keine stategien.

Du stempelst dein kind als geestört ab und sagst über einen 4 jäjrigen, daß das "kind in den brunne ngefallen ist", weil er ein mal das playmobil zerlegt hat?

Du übergibst ihm die volle verantwortung. das ist zu viel für einen 4 järhgien.
wenn meine beiden wild in der Bude sind, dann packen wir unsere sieben sachen und gehe nraus zum toben, rasen, brüllen.
wenn sie nicht mit Palymobil spielen können /wollen, bekommse sie große, unverwüstliche duplo- steine.
wenn wir irgendwo zu besuch sind, sind wir eltern immer in hörweite- wir gehe regelmäßig schauen, wir beteiligen und immer mal wieder phasenweise am spiel, sehen, wie es läuft und am ende wird gemeinsam aufgeräumt und alles geklrt, was zu klären ist (wo ist mein .. männchen, der hat noch dies und jenes- wo ist das geblieben...)

Ich würde dir dringend raten eine Erziehungsberatungsstelle aufzusuchen um deine Einstellung deinem Kind gegenüber zu reflektieren und Ideen zu bekommen, wie du als mutter aktiver am leben deines sohnes teilnehmen kannst

lisasimpson

Beitrag von zahnweh 26.02.11 - 23:48 Uhr

Hallo,

wie oft seit ihr draußen?
was unternehmt ihr mit ihm?
wie viele Bewegungsmöglichkeiten hat er?
womit würde er sich denn beschäftigen, wenn er könnte?
wofür interessiert er sich?
gibt es Dinge, auf die er sich konzentrieren kann?
wie war er vor dem Kindergarten?
...?

also:

meine 3,5 Jahre hat jede Menge Hummeln im Hintern und braucht sehr viel Aufmerksamkeit. Bin ich müde oder krank und nur halb da, sucht sie negative Aufmerksamkeit. Daran kann aber nur ich was ändern.
Sachen schmeißen, Verbote begehen und sich freuen, dass ich sie mehrmals am Tag anschreie (ist immer noch mehr Aufmerksamkeit, als wenn ich matsch im Bett liege und nur zum Essen mich aufrappeln kann)

Besser wird es dann, wenn ich mit ihr was spiele. Und wenn es im Bett liegend ist...

Wenn ich gesund bin, entspannt sich einiges. :-)
Allerdings ist ganz wichtig:

+ sehr viel rausgehen! Je schlechter sie drauf ist, je müder ich bin ... rauß!
Spielplatz, rennen, Laufrad... egal.
Waren wir zu kurz draußen, findet sie im Haus Bewegungsmöglichkeiten #schwitz#schock (Gehirnerschütterung inklusive)

+ Spiele spielen.
Sie spielt schon auch mal alleine. 10-15 Minuten und nur, wenn ich was langweiligeres mache.
Beim Haushalt hilft sie mir total gerne. Wenn ich sie da nicht helfen lasse, können wir den Tag knicken. Was soll's, inzwischen kann sie die Waschmaschine besser bedienen als ich und wenn es ihr Spaß macht.

+ ihr sinnvolle Aufgaben geben. "alleine spielen" gehört nicht dazu.
Eher "bringst du mir mal bitte die Wasserflasche?" ... "räumst du bitte deine Kochsachen wieder in die Kiste. Danach können wir was spielen"

+ viel zusammen Spielen. Nicht am Stück, dann überdreht sie. Immer so 10-15 Minuten EIN Spiel. Dann Pause (Haushalt oder ich mache für sie was langweiliges), dann wieder 10-15 Minuten EIN Spiel.

+ sagen, wie sehr ich sie lieb habe und die schönen Momente mit ihr aufzählen. Das tut uns beiden gut.

Ihre Lieblingsbeschäftigung weit ab vor allem anderen: echtes Werkzeug. Nur unter Aufsicht. Nur, wenn sie einen guten Tag hat und ich auch. Sie konzentriert sich total und freut sich und da hört sie dann auch genau, was ich sage. Sie weiß auch, im Zweifel ist es weg (nicht ungefährlich) und sie ist doch so begeistert davon.


Auf mich könnte deine Beschreibung auch passen.
Allerdings war es bei mir so:

- ich habe Playmobil gehasst. Ich hatte so viel von dem Zeug und fand es grauenhaft.
Zum Glück hatte ich auch Lego, das war neben Puzzles und Autos das einzige womit ich gespielt habe.

- ich war in vielem Unterfordert und gelangweilt. Das habe ich mit Aggressionen ausgedrückt.
An den Tagen, an denen mit mir Gesellschaftspiele gespielt wurden, wurde es besser.

- mit gleichaltrigen kam ich gar nicht zurecht. aus vielerlei Gründen.

- Kindergarten habe ich gehasst. Ebenfalls aus vielerei Gründen. Entsprechend habe ich mich dann auch benommen. Nach dem Motto, wenn ihr mir schon so oft zeigt, dass ich reinpasse, dann benehm ich mich auch so, wie ihr mich behandelt (Teufelskreis).

Beitrag von bine3002 27.02.11 - 00:07 Uhr

1. Bevor Du zum Psychologen gehst, sollte eine organische Untersuchung erfolgen, u.a. auch eine Blutkontrolle.

2. Der Junge ist gerade mal 4 Jahre alt!!! Spielzeug, das wir für einen bestimmten Zweck ausgesucht haben, muss nicht unbedingt von jedem Kind entsprechend verwendet werden. Dein Sohn hat vielleicht eher Lust, damit "Krieg" zu spielen. Mein Mann hat früher jedes Elektrogerät zerlegt, einfach aus Interesse, wie das Ding funktioniert. Heute ist er Administrator und Programmierer. Meine Tochter ist eher der Typ, der jedes Ding seiner Verwendung zuführt. Wenn sie z. B. Putzmittel in die Hände bekommt, würde sie es in einen Eimer schütten. Ihre Freundin würde es vermutlich trinken. Und dein Sohn würde vielleicht ein Feuerzeug dranhalten ;-) Bei der Freundin meiner Tochter bekommen Playmobil-Pferde Badelatschen an, fahren in der Feuerwehr und stehen auf dem Dach eines Playmo-Haus. Bei meiner Tochter undenkbar, Pferde gehören in einen Anhänger und stehen selbstverständlich fein säuberlich aufgereiht im Stall. Und dein Sohn tritt halt mal drauf, um zu sehen, was passiert. Soll heißen: Jedes Kind ist anders. Die Zerstörungswut deines Sohnes muss nicht zwingend eine Verhaltensstörung sein, sondern kann schlicht auch eine besondere Art zu spielen sein. Und wenn ich weiß, wir bekommen "so einen" zu Besuch, dann behalte ich ihn im Auge bzw. räume Zerbrechliches weg.

Euren Freunden würde ich anbieten, das Playmo zu ersetzen und den Jungen zukünftig besser zu beaufsichtigen. Ich würde den Besuch bei Euch zu Hause anbieten und nochmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass Euch die Freundschaft sehr wichtig ist und Ihr bemüht sein, Euren Sohn in den Griff zu bekommen.

Beitrag von minikruemelchen25 27.02.11 - 14:32 Uhr

Hallo Elli,

bevor du aufgibst, möchte ich dir mal kurz von meinem Sohn berichten. Niklas ist ein super aufgeweckter aktiver und schlauer kleiner Kerl. Er wird bald vier und ist alles andere als ruhig. Wir haben das Glück, dass er im Kindergarten (noch) das ganze Gegenteil von dem ist, wie er normalerweise ist. Er ist dort schüchtern und zurückhaltend und hat auch Freunde.

Zu Hause ist es dafür manchmal kaum zum Aushalten, er lässt seine ganze angesammelte Energie raus. Und seit zwei Wochen ist es für uns noch anstrengender geworden, Niklas hat nämlich ein Schwesterchen bekommen.

ABER: Er wird immer dann besonders laut und "anstrengend" und macht Blödsinn, wenn er unsere Aufmerksamkeit möchte und sich ungerecht behandelt fühlt. Je mehr ich dann ruhig auf ihn eingehe (klappt leider nicht immer, auch meine Nerven liegen öfters mal blank), desto lieber wird er.

Versuch deinen Sohn nicht als Störenfried zu betrachten. Er ist sicher eine ganz tolle kleine Persönlichkeit und weiss vielleicht selbst grad nicht, warum er so ist. Versucht ihn aufzufangen und ihm ein Ventil für seine Energie zu bieten. Ein Kind, was sich spielerisch abreagieren kann, z.B. beim Ball werfen draussen, hat nicht mehr so das Bedürfnis Dinge gegen eine Wand zu schmeissen.

Ich hoffe, du gibst deinem Sohn eine Chance, dir zu beweisen, dass es nicht zu spät ist. Und ihr habt nichts falsch gemacht. Er ist eben aktiv...besser als ein Eckenhocker, der nichts sagt und tut ;-)

LG
Kathy mit Niklas (fast 4 Jahre) und Lina (17 Tage)