Manchmal würde ich mir etwas mehr Feingefühl wünschen!

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Forum: Baby

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Beitrag von moeriee 26.02.11 - 22:42 Uhr

Hallo ihr Lieben! #winke

Immer wieder muss ich hier lesen, wie pauschale Aussagen getroffen werden, wie man auf jeden Fall als Mutter zu handeln hat. Meine Schwangerschaft, die Geburt und auch die erste Zeit mit Baby sind nicht unbedingt so verlaufen, wie man es als normal bezeichnen könnte. Dieses Schicksal habe ich mir ganz sicher nicht ausgesucht, aber ich habe zu jeder Zeit versucht, das Beste aus der ganzen Situation zu machen. In vielerlei Hinsicht muss man hier leider der Norm entsprechen, um eine gute Mutter zu sein. Du musst natürlich spontan entbunden haben, du musst stillen, du musst auf jeden Fall im KKH bleiben, wenn dein Kind dort liegt, etc. pp. Ich könnte die Liste beliebig fortführen. Es gibt hier sehr viele Mütter, die sich u.a. auch drüben im Frühchenforum finden, denen diese Dinge oft aus diversen Gründen verwehrt bleiben. Die nicht spontan entbinden können, die den Absprung von der Flasche zur Brust nicht mehr geschafft haben oder die nicht rund um die Uhr bei ihren Kindern bleiben durften oder konnten. Und es ist einfach megaverletzend, wenn man sich dann mit Kommentaren von Müttern konfrontiert sieht, die teilweise nicht den blassesten Schimmer davon haben, was man selber durchgemacht hat und man noch das Gefühl vermittelt bekommt, man wäre deshalb eine schlechte Mutter. Glaubt denn hier irgendjemand, dass es diesen Frauen leicht fällt, jeden Tag auf's Neue ins KKH zu fahren, nicht zu wissen, wie geht es meinem Kind heute, abends nach Hause zu fahren und das eigene Kind nicht mitnehmen zu können? Man nimmt sehr viel in Kauf, steckt zurück, sieht jeden Tag andere Eltern, die mit vollem BabySafe das KKH verlassen und wünscht sich, man könnte auch endlich verkünden, dass man wertvolle Fracht an Board hat, wenn man das KKH verlässt. #schmoll

Ich habe in den letzten 4 Monaten 72 Tage im KKH verbracht, musste per KS entbinden, wir haben den Absprung von der Flasche zur Brust leider nicht mehr geschafft und es war nicht möglich, bei meinem Kind im KKH zu bleiben, selbst wenn ich das gewollt hätte. Und nein: Ich bin nach zwei Monaten striktem Liegen sicher nicht auf dem Klappstuhl neben dem Bett meines Kindes in Sitzstreik gegangen. Leider bin ich deshalb schon sehr oft blöd angemacht worden, musste mich rechtfertigen oder als schlechte Mutter bezeichnen lassen (sowohl direkt, als auch indirekt). Und es gibt viele Mütter hier, denen es ähnlich oder gar schlechter geht. Ich freue mich für jede Frau, bei der das alles wenigstens ansatzweise bilderbuchmäßig verläuft. Ich weiß oder kann mir zumindest vorstellen, dass die Wenigsten, die das alles nie erleben mussten, nicht die leiseste Vorstellung davon haben, was es heißt, ein solches Kind zu haben und solche Abstriche machen zu müssen. Aber gerade deshalb finde es einfach anmaßend, so über andere zu urteilen. Es ist schön, wenn viele hier gewisse Vorstellungen und Ideale haben, die sie selber umsetzen möchten. Aber radikal mit erhobenem Finger durch die Gegend zu gehen und andere mit harten Worten abzustrafen, weil sie es nicht so handhaben (können), das ist einfach traurig. Und auch, wenn viele immer sagen "Bei dir ist das doch was anderes!", tröstet mich das nicht, weil ich mich trotz allem, was ich bisher für mein Kind getan habe, hin und wieder wie eine hilflose Versagerin fühle. :-(

Ich wünsche niemandem, dass er eine solche Erfahrung in seinem Leben machen muss. Aber ein wenig mehr Einfühlungsvermögen würde ich mir doch wünschen. Auch wenn ihr nicht betroffen seid: Schaut einfach mal im Frühchenforum vorbei und ihr werdet einen ersten Eindruck davon bekommen. Und seid nicht so vorschnell mit pauschalen Aussagen! Sie verletzen oft auch Mütter, die jeden Tag ihr Bestes geben und die nicht unbedingt die Norm erfüllen können.

Liebe Grüße und einen schönen Abend noch!

Marie mit #baby-Louis (12 Wochen alt) #verliebt

Beitrag von mylittleangel 26.02.11 - 22:57 Uhr

da kann ich dir leider nur recht geben...

grundsätzlich ist meine meinung, man sollte niemals über sachen und tatsachen urteilen in denen man noch nie handeln musste...

leider ist das heutzutage so, das man lieber schnell urteilt und auch verurteilt, bevor man nach hintergründen fragt. denn eigentlich interessiert es immer weniger menschen, die probleme anderer und wollen sich damit auch gar nicht selbst befassen... bis sie selbst eines haben....

Beitrag von anico 26.02.11 - 23:06 Uhr

ich gebe euch beiden sooooo recht.. ein bisschen mehr feingefühl schadet hier einigen usern nicht.. das hat meiner meinung nach nichts mit " dickem fell" zu tun..

Beitrag von wuestenblume86 26.02.11 - 22:59 Uhr

Muss man sich jeden Schuh anziehen? #kratz

Nehm für dich wertvolle Dinge aus dem Forum mit und beim Rest brauchst du ein dickes Fell.....schadet im echten Leben auch nicht ;-)


#winke

Beitrag von agentin007 26.02.11 - 23:02 Uhr

So ähnlich wollte ich auch gerade einen Beitrag formulieren!

Wenn man über manchen Dingen stehen kann, geht es einem besser!

LG
agentin007

Beitrag von moeriee 26.02.11 - 23:14 Uhr

Tja, wenn das immer so einfach wäre! Irgendwann ist die Haut einfach so dünn, dass es einen schlichtweg verletzt. Wahrscheinlich war mein Beitrag wieder einer von denen, der in der Versenkung verschwindet, ohne dass sich eine der betreffenden Personen auch nur minimal Gedanken über dessen Inhalt gemacht hat. Trotz allem war es mir ein Bedürfnis, mir das mal von der Seele zu schreiben. Es nagt einfach jeden Tag an einem. Und neben den eigentlichen Problemen, mit denen man zu kämpfen hat, kommt dann immer wieder der Gedanke hoch, dass man vielleicht doch falsch handelt und alles hätte besser machen können.

Ich weiß, dass viele sich hier keine Gedanken über ihre Beiträge machen oder sich denken, ja ICH hätte ja alles anders gemacht. Aber das ist traurig und kopflos. :-( Und leider begegnen einem solche Sprüche nicht nur hier, sondern auch im realen Leben! Gerade erst neulich musste ich mir von meiner Tante anhören: "Ach komm! Die paar Monate Liegen! Du hast ja gesehen: Das geht alles vorbei und wenn das Kind da ist, ist es eh vergessen!" #schock Ja, ist klar! Die paar Monate haben mich soweit gebracht, dass ich selbst heute noch oft weinen muss, wenn Erinnerungen hochkommen. Die Menschen schalten ihren Kopf einfach nicht ein, bevor sie den Mund aufmachen und das darf man, aus meiner Sicht, auch ruhig mal sagen. Auch wenn sich potentiell nichts ändern wird. Morgen wird es hier munter so weitergehen.

Beitrag von wuestenblume86 26.02.11 - 23:22 Uhr

bei mir lief auch nix nach bilderbuch #cool und ich weiß wie es ist, das eben nicht alles vergessen ist wenn das kind da ist...... umso mehr ist es das wichtigste seinen eigenen weg zu finden und hinter diesem zu stehen und damit glücklich zu sein.

#tasse

Beitrag von moeriee 26.02.11 - 23:45 Uhr

Ja, du hast Recht! Wahrscheinlich biete ich sehr viel Angriffsfläche, weil ich selber noch nicht mit der ganzen Sache abgeschlossen habe. Ich denke, die Zeit wird es mit sich bringen, dass man mit dem Geschehenen besser zurecht kommt. Noch ist es schwer für mich, da man ständig wieder Sachen auf den Tisch packen muss, weil Menschen Rechtfertigungen für dein Handeln wollen, obwohl sie gar kein Anrecht darauf hätten. Zum Anderen sind wir nach wie vor sehr oft im KKH, weil Louis ständig neue "Baustellen" hat, an denen wir arbeiten müssen. Und so kehren wir ständig wieder an den "Ort des Geschehens" zurück. Aber es wird eine Zeit kommen, in der es besser werden wird. Mein kleiner Mann macht mich jeden Tag so glücklich, auch wenn so ein kleines Baby auch oft anstrengend ist. Ich bereue es nicht und er war die Strapazen absolut wert! #verliebt Aber das ist genau das, was mir dabei auch am Herzen liegt. Ich würde mir wünschen, dass die Menschen einfach verstehen, dass ich trotzdem alles für mein Kind getan habe. Auch wenn wir offensichtlich in den wenigsten Dingen den normalen Weg beschreiten.

Beitrag von emmy06 27.02.11 - 08:50 Uhr

korrekt !!!!!

Beitrag von lilalaus2000 26.02.11 - 23:01 Uhr

Hallo Marie,

da gebe ich dir Recht!!

Ich hatte auch einen KS und konnte nicht stillen, keine Milch, nichts und die Kleine hat nicht getrunken! Alle 2 Stunden füttern und das 24 Stunden am Tag, nie mehr als 20 Minuten Schlaf am Stück!!!

Jetzt ist alles super und mein Einsatz hat sich gelohnt, aber das nicht stillen - da mußte ich mir sogar aus der Familie so einiges anhören....

Meine Maus ist 8,5 Monate alt und sie kommt mal für eine Woche zu meinen Eltern und ich fahre mit meinem Mann entspannen. Sie ist da super gut aufgehoben und ich brauche einfach mal eine Auszeit. Klar ich werde sie sehr vermissen, doch ich weiß sie super aufgehoben.

Meine Maus wird auch nicht rumgetragen und sie schläft nicht im Elternbett sondern daneben im Stubenwagen.
Da habe ich mir von einer dummen Kinderärztin (Vertretung von meinem Arzt) was anhören, von wegen die will doch meine Nähe und das im BETT!!


Tja und was die Feinfühligkeit angeht, so habe ich oft das Gefühl, dass es so einige gibt, die nur auf beiträge warten, wo sie stänkern können.

Reiztemen sind immer die Selben:

-Gehfrei
-Hopser
-Nicht stillen
-nicht immer rumtragen
-nicht im KH sein wenn das Baby da liegt

usw.usw.


Da gilt es "Augen zu und auf einen hilfreichen Beitrag hoffen"

Die meisten Mamas posten hier, weil sie verzweifelt sind und auf Meinungen und Hilfe hoffen, nur werden in manchen Fällen diese grundlos niedergemacht. Es ist eine Schande und ich gebe dir Recht!

Liebe Grüße und gute Nacht... sollte meine Prinzessin denn endlcih mal müde werden. #verliebt

Beitrag von anico 26.02.11 - 23:15 Uhr

"habe ich oft das Gefühl, dass es so einige gibt, die nur auf beiträge warten, wo sie stänkern können." 200% sehe ich es genauso! reizthema: beikost / reisflocken und so weiter haste vergessen ;-)

"Die meisten Mamas posten hier, weil sie verzweifelt sind und auf Meinungen und Hilfe hoffen" das sollten sich einige zum herzen nehmen.. besonders nachdenken, bevor man schreibt, hilft unheimlich :-)

sehr passende worte lilalaus #pro einen schönen abend euch noch #winke

Beitrag von suesse-elfe 26.02.11 - 23:11 Uhr

Huhu Marie,

ich habe dein Schicksal ja hautnah miterlebt und gebe dir vollkommen recht. teilweise muss man sich alls mama rechtfertigen warum man nicht stillt, warum man eine schlechte hebamme hat oder warum das kind denn nicht schon durchschläft. ich bin auch ehrlich gesagt ungerne hier und wollte es kaum glauben, als die schon muttis im schwangerschaftsforum berichtet haben, dass sie traurig sind dort weg zu müssen.

ich hab immer gedacht, dass grade die mamis mehr verständnis für andere mamis haben. aber hier ist es leider nicht der fall und man wird meistens für alls gesteinigt. ich frage hier ungerne und lese deswegen meistens nur stumm mit. ich vermisse das schwangerschaftsforum, weil man dort doch mehr verständnis entgegengebracht bekommt als hier.

und mal ganz ehrlich- jetz an die mehrfachmamis die hier Übermama spielen- auch ihr wart mal erstgebärende und wusstet nicht auf alles eine antwort und wenn man mal um rat fragt sollten keine ovrwürfe oder blöde respektlosen antworten kommen.

Ich finde deinen thread gut marie und du spricht allen frühchenmamas aus der seele-denke ich zumindest...;-) (meine maus kam ja spontan zur welt)

#pro...

LG

Magdalena und #baby- Stella Viktoria Montag (11 Wochen alt)


Beitrag von anico 26.02.11 - 23:20 Uhr

und wieder kann ich mich nur anschließen #pro

"und mal ganz ehrlich- jetz an die mehrfachmamis die hier Übermama spielen- auch ihr wart mal erstgebärende und wusstet nicht auf alles eine antwort und wenn man mal um rat fragt sollten keine ovrwürfe oder blöde respektlosen antworten kommen."

#pro#pro#pro

sorry, zu müde um selber zu schreiben^^

aber nun, ich muss schlafen, lütte pennt schon seit 20:30.. gute nacht marie und süsse elfe #liebdrueck

Beitrag von nani-78 26.02.11 - 23:56 Uhr

Feingefühl für andere und ihre Situationen,die so vielfältig sind,schaden nie!#pro
Ich kann zwar mit Glück sagen,dass bei meinen 4 Schwangerschaften,Geburten und so weiter alles sehr gut verlief-auch stillen klappt bestens-aber das ist irgendwo doch auch Glück,oder?
Wenns nicht geht(Frühchen zB spontan gebären ist ja eher ein Risiko für die kleinen)dann ist es nunmal so!
Wegen dem stillen-auch hier,wenns nicht klappt,ist es so,ich find nur schade,wenn Mamas das gar nicht erst versuchen mögen,es ist schon ne schöne Erfahrung,wie ich finde:-)
Aber gut,selbst das ist kein Grund,mit erhobenem Finger da zu stehen!
Wobei ich ehrlich gesagt still-technisch eher das Gegenteil erlebt habe,da mein 3.Kind so ein Busen-Anhängsel war#schock:-p:-D der hing im ganzen 2,5 Jahre an mir,da er nicht bereit war,zu essen,hatte alles getestet.
Mein jetziges Baby(5 Monate heute genau)ist da ganz anders,ich hab das Gefühl,und das von fast Anfang an,er wird froh sein,die Brust irgendwann nicht mehr zu brauchen:-p,mag lieber #mampf,und trinkt aus der Brust nur,solang er Hunger hat,nuckeln zum einschlafen/beruhigen?Fehlanzeige.
Also ich hab eher Leute erlebt,die für das länger als nen halbes Jahr stillen kein Verständnis aufbringen,und das find ich genauso daneben,wie das Gegenteil.
Und hier bei Urbia lese ich das Thema betreffend nicht soo viel Kritik wenn wer nicht stillt,jedoch aber viele nicht-still Mamas.
Naja,egal,ist ja nur ein Bereich von vielen.

Ich finde es sehr gewagt,seine Ansichten als "die einzig Wahre" zu loben,jeder hat seine Meinung,jedes Kind ist auch einzigartig.
Und ja,beim 1.Kind war ich sowas von unwissend,unsicher,und habe damals vieles anders gesehen,gehandhabt,als ich es heute machen würde,man lernt immer dazu,auch Erfahrung gehört dazu.
Und Wissen.
So wußte ich damals vor 12 Jahren nicht,dass zB Lauflernwagen
gesundheitlich eher schädlich sind-also hatten meine ersten beiden Kinder so einen.Der 3.und jetzt der kurze nicht mehr,auch wenn die
2 älteren auch keine Schäden davon trugen,saßen ja auch nicht den ganzen Tag drin.
Wie dem auch sei,es gibt nicht nur schwarz weiß Entscheidungen und Erziehungsstrategien,immer individuell unterschiedlich.
Und letztlich muß jeder selber entscheiden,was wie in sein Leben passt und gehört!
In diesem Sinne:Auf ein friedliches Miteinander:-)

Beitrag von leahhh 27.02.11 - 12:04 Uhr

Hallo,
also ich kann Dich gut verstehen. Mir ist es ähnlich ergangen. Meine Tochter kam mit einem sehr schweren Herzfehler zur Welt und verbrachte die ersten 11 Wochen ihres Lebens und später noch weitere Wochen im Krankenhaus. Ich war damals tagsüber bei ihr, aber nachts musste ich gehen. Es gab nur wenige Familienzimmer und die waren den älteren Kindern vorbehalten. Es war streng geregelt die Besuchszeit. Mittags musste man z. B. rausgehen und abends ab 20.30 Uhr war es auch nicht mehr erwünscht, dass man bei den Babys war. Ich muss aber dazu sagen, dass ich immer ein gutes Gefühl bei den Schwestern hatte, die haben sich wirklich gut gekümmert. Und ehrlich gesagt, war ich auch froh, abends aus dem Krankenhaus zu kommen, ich musste mit meinen Kräften auch haushalten. Eine Freundin von mir verstand das auch nicht, sie machte mir auch immer wieder unterwürfig Vorhaltungen. Ihre Tochter war nach der Geburt auch wenige Zeit im Krankenhaus und sie war rund um die Uhr da, "opferte" sich sozusagen auf. Jetzt sind unsere Töchter beide schon etwas älter, beide mussten immer wieder ins Krankenhaus. Meine Freundin ist jedesmal schier verzweifelt vor Angst, wenn ihre Tochter wieder ins KH musste. Ich habe eher die Einstellung, das Krankenhaus hilft uns, was sein muss, muss sein.
Und wie haben sich unsere Töchter entwickelt ? Ihre Tochter hat riesige Angst vorm KH, wenn ihr Blut abgenommen werden muss, dann müssen mind. 5 Leute sie festhalten. Die Panik der Mutter und das "Oh mein Gott, wie schlimm ist das alles" haben sich vollkommen aufs Kind übertragen.
Meine Tochter lebt mit ihrem Herzfehler, sie akzeptiert ihre Grenzen, ohne sich selbst zu bemitleiden. Sie hat keinerlei Angst vorm Krankenhaus, im Gegenteil, es gehört für sie zu unserem Leben dazu - im positven Sinne. Sie ist ein lustiges, sehr verschmustes, absolut lebensfrohes Kind, der es überhaupt nicht geschadet hat, das Mama auch mal in dieser schwierigen Zeit an sich gedacht hat. Wie hatten keinerlei Bindungsprobleme, sie hatte keinerlei Alpträume und hat die schwere Zeit gut weggesteckt.

Ich habe lange an diesen Vorwürfen knappern müssen, ich dachte auch lange, ich wäre eine schlechte Mutter, weil ich nach 12 Stunden Krankenhaus froh war, nach Hause zu kommen und dort in Ruhe schlafen zu können. Mit einer Therapeutin habe ich es dann aufgearbeitet und habe für mich gelernt, dass ich eine gute Mutter bin, denn ich kann nur geben, wenn ich auch Kraft habe und diese Kraft holt man sich halt nur über kleine Auszeiten.
Wenn ich meine Tochter ansehe, dann war es der richtige Weg für uns. Und wenn jemand urteilt, dann sage ich immer, es muss erst jemand mal durchmachen, was wir durchgemacht haben.
Viele Grüße und alles Gute
Leah