Haben ein paar Fragen zur Geburt :)

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von 19katharina90 27.02.11 - 09:03 Uhr

Hallo,

bin ab morgen in der 26.SSW und mache mir die letzten tage schon ein paar gedanken zur Geburt, da sind ein paar Fragen aufgetaucht ...
habe leider keine Hebamme sondern nur einen FA und bei der Kreissaalführung im KH hatte ich noch keine Fragen.

Also ich hätte gerne eine Wassergeburt wenn es möglich und angenehm ist, ab wann steigt man denn dann in die Wanne?
Wenn die Wehen los gehen, bei welchen Minutenabständen oder nach welchem Zeitraum sollte man ins KH fahren?

Möchte eher sso wenig Zeit wie möglich im KH absitzen müssen sondern lieber nich zu Hause aushalten, aber eben keine Hausgeburt riskieren!

Wie rennt die Geburt sonst ab, bin ich mit meinem Mann im Kreissaal und hin und wieder schneit eine Hebamme herein oder muss ich wirklich spazieren gehen bis kurz vor den Presswehen?

Wie gesagt am liebsten würde ich so wenig wie möglich Zeit im KH absitzen müssen, wenn es erträglich ist ...


Liebe Grüße und vielen dank #winke

Beitrag von birgit030778 27.02.11 - 09:40 Uhr

Hallo,
ich will mal versuchen ein paar Fragen zu beantworten.
Du kannst in die Wanne, wann immer du möchtest. Da du dein erstes kind bekommst, würde ich nicht sofort in die Wanne steigen, sondern abwarten bis die wehen wirklich sehr schmerzhaft sind und evtl. der Mumu schon 5 cm offen ist. Wenn du mit 1 cm offenen Mumu in die Wanne gehst könnte es sein, du sitzt in 6 Std. immer noch drin. ;-) Aber wie gesagt, wenn du willst, kannst du auch gleich in die Wanne.
Beim 2. Kind wurde bei mir eingeleitet und ich bin gleich in die Wanne. Das war sehr entspannend. Als der Mumu bei mir 5 cm war, wollte ich aber wieder raus. Ich hatte aber auch nicht vor in der Wanne zu entbinden, aber das warme Wasser tut schon sehr gut und lindert etwas den Schmerz.
Wenn die wehen zu Hause beginnen, wartetst du solange ab, bis du denkst: "Jetzt schaff ich das nicht mehr allein, ich brauch unbedingt Unterstützung." Solange du noch überlegst, ob du wirklich schon fahren solltest, ob es wirklich richtige Wehen sind, hast du noch Zeit. "Echte" Wehen sind wirklich sehr schmerzhaft. Da wird nicht nur der Bauch hart und es zieht, sondern es tut richtig weh. Wenn die Wehen sehr schmerzhaft sind und ca. alle 5 min kommen ist sicherlich ein guter Zeitpunkt um loszufahren.
Im Kreissaal angekommen, kannst du dann auch machen, was DU möchtest. Du musst nicht stundenlang auf dem Gang spazieren gehen, wenn dir nicht danach ist. Du kannst dich auch einfach ins Bett legen. Du musst der Hebi nur sagen, wonach dir zumute ist. Wenn es möglich ist, such dir eine Beleghebamme. Bei uns geht das leider nicht und man muss dann halt mit der Hebi auskommen, die gerade Dienst hat. Um so wichtiger ist es, dass man selbst genau sagt, was man möchte.
Die Hebamme im KH sitzt nicht die ganze Zeit neben deinem Bett. Sie schaut immer wieder nach dir, schaut nach dem CTG oder untersucht dich, fragt dich, wie es dir geht. Ansonsten lässt sie dich auch mal für 30 min allein mit deinem Mann.

LG Birgit!

Beitrag von 19katharina90 27.02.11 - 09:54 Uhr

Hallo Birgit,

dankeschön für deine Antwort!
Du hast mir damit schon einmal einen angenehmen Eindruck von dem verschafft, was mich erwartet!

Dankeschön und liebe Grüße

Beitrag von schnuppelag 27.02.11 - 11:17 Uhr

Ich kann dir nur von meinen Erfahrungen berichten - und das war bisher nur eine Geburt ;-)
Bei mir ging es recht schnell. Gegen Mitternacht verspürte ich erstes Ziehen im Unterleib... ich ging dann schlafen und dachte mir nichts weiter dabei. Aber ich wurde aller 10 Minuten durch das Ziehen wach... nach 3 Stunden musste ich mehrmals auf Toilette, um alles zu entleeren :-D Da beschlich mich zum ersten Mal der Gedanke, dass da gleich was losgehen könnte.
Gegen 3.30 Uhr nachts wurde das Ziehen schlimmer, es tat weh, dauerte länger an und kam bereits aller 5 Minuten. Da hab ich meinen Partner geweckt und wir sind ins Krankenhaus gefahren.

Dort wurde erstmal ein 30-minütiges CTG gemacht, die Wehen kamen schon aller 3 bis 2 Minuten und wurden immer schmerzhafter.
Dann machte die Hebamme eine Unterleibsuntersuchung, stellte fest, dass der MuMu 3 cm offen war und schickte mich ins Erholungszimmer... dort hielt ich mich aber nicht sehr lange auf. Ich veratmete größtenteils die Wehen... bis dann der große Druck und Schmerz nach unten kam und ich nach einer weiteren Unterleibgsuntersuchung direkt in den Kreißsaal ging.
Dort setzten dann auch schon die Presswehen ein, ich versuchte verschiedene Positionen, in denen es einigermaßen erträglich war... die Hebamme sprengte meine Fruchtblase ... und kurz vor halb 8 Uhr morgens war mein Sohn geboren ;-)

Bei mir war keine Wanne von nöten, es ging alles sehr schnell.
Ich kann mich den Worten meiner Vorrednerin eigentlich nur anschließen. Du merkst intuitiv, wann du ins KH solltest...

Alles Gute :-)

Beitrag von sweetheart83 27.02.11 - 11:51 Uhr

Ich denke auch, dass man nicht pauschal sagen kann, ab wann man ins Krankenhaus fahren soll, da es auch beim ersten Kind schnell gehen kann, ich hatte zum Beispiel um 3 Uhr meine erste Wehe und um 6 Uhr war mein Sohn da. Erst dachte ich, ich fahr jetzt nicht los, gerade weil die Hebamme im Kurs sagte, es dauert beim ersten Kind in der Regel um die 10 Stunden und ich auch nicht ewig im Krankenhaus sein wollte. Mein Körper hat mir aber deutlich signalisiert, dass es wichtig ist los zu fahren, von daher mach dir keine Sorgen, du wirst merken, wann es Zeit ist.

Zur Wassergeburt:
Beim zweiten Kind hatte ich eine Wassergeburt und bin erst am CTG gewesen und dann in die Wanne, hatte schon einen 4 cm offenen Muttermund, die ganze Geburt ging nur knapp 2 Stunden. Ich denke, man sollte auf die Hebamme im Krankenhaus hören, teilweise geht es ja wirklich länger und mehrere Stunden hätte ich nicht im Wasser liegen wollen, wobei du es vielleicht genießt, das Wasser bleibt ja schön warm. Du wirst selbst merken, was die gut tut während der Geburt, vielleicht kannst du dir, wenn es los geht, garkeine Wassergeburt mehr vorstellen.

Beitrag von klaerchen 27.02.11 - 12:42 Uhr

Hör auf dein Gefühl!

Ich hatte einen Blasensprung und war dann total überrascht und überrumpelt. Hatte mir nie ausgedacht, dass sich ohne Wehen ins Krankenhaus fahre. Man kann es nicht planen!

Bei der Wanne unterscheidet man zwischen Entspannung und Geburt.
Man kann gegen Anfang einige Zeit in der Wanne bleiben, um die Wehen besser zu ertragen.
Wenn die Geburt dann vorangegangen ist, kann man gegen Ende hinein, um das Kind darin zu gebären.
Aber auch da wirst du erst unter der Geburt merken, was dir gut tut.

Ich lege dir aber nahe, eine Hebamme aufzusuchen. Denn wenn du nicht lange im Krankenhaus sein willst, wirst du auf ihre Hilfe angewiesen sein, wenn du wieder zu Hause bist.

Alles Gute!

Beitrag von 19katharina90 27.02.11 - 13:36 Uhr

danke für die lieben Antworten :)

Bin schon gespannt wie das alles wird!
Ich will ja eigentlich eine Hebamme haben aber ich habe bis jetzt keine gefunden die noch Zeit hat ... (bin leider etwas zu spät dran )

Beitrag von minnie85 27.02.11 - 18:03 Uhr

www.hebammensuche.de ! Da findest du eine große Auswahl. Wenn nicht, kann dir auch dein FA oder das Gesundheitsamt weiter helfen.

Beitrag von minnie85 27.02.11 - 18:02 Uhr

Hi!
In der 26.SSW kannst du dir doch noch eine Hebamme suchen - sie kann dann jetzt schon für Beschwerden, Fragen und natürlich Vorsorgen da sein und natürlich die Nachsorge machen. Am Besten suchst du dir gleich morgen eine!

Wassergeburt ist möglich, allerdings muss bei uns im KKH vorher Hep.+HIV untersucht werden - das hatte mir meine Hebamme für den Fall des Falles dann auch abgenommen. ich hatte dann aber keine Wassergeburt.
Aber baden kannst du, wann du magst.

Ins KKH soll man fahren wenn die Wehen alle 5 Minuten kommen und man dabei nicht mehr sprechen kann...oder vorher, wenn die Blase springt oder Blut kommt.
Ich hab bei alle 7 min. meine Hebamme angerufen, sie kam dann zu mir, schaute nach dem MM und wir sind dann eine gute Stunde später ins KKH gefahren, da kamen die Wehen alle 4 min.!

Normal ist es so, dass du im Kreißsaal bist und die Hebamme bei dir - allerdings haben Kreißsaalhebammen meist wenig Zeit und schauen daher nur ab und an mal rein. Ich hatte eine Beleghebamme, die war immer bei mir und nur für mich da, fand ich optimal.


Beitrag von vifrana58116 27.02.11 - 20:11 Uhr

Hallo,

mach dir nicht zu viele Gedanken über die Geburt (ich weiß, dass das gerade beim ersten Kind leichter gesagt, als getan ist), denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!

Ich bin zu Hause bei einem Abstand von 8-9 min in die Wanne (lauwarmes Wasser), da die Hebis im Kurs gemeint hatten, dass echte Wehen bleiben und Übungswehen durch die Entspannung aufhören. Wir waren 2,5 Wochen zu früh dran. Nach knapp 5 min in der Wanne war ich bei 3-4 min Abstand #zitter

Vorher hatte ich mir vorgenommen, während der Geburt für alle Varianten offen zu sein und mich auf nix festzulegen. Nur im Liegen wollte ich vermeiden, weil die Hebis meinten, dass das die nicht so angenehm wäre und man bei anderen Positionen die Schwerkraft helfen lassen könnte. Kaum im Kreißsaal angekommen, hat mich meine (Beleg-) Hebi auf´s Bett beordert um den MuMu anzuschauen. Danach meinte sie, dürfte ich wieder runter. Dazu kam es nicht mehr, da ich schon bei 10 cm war und sofort die Presswehen kamen. Und das in solch kurzen Abständen, dass ich es in den Wehenpausen nicht mehr vom Bett runter geschafft habe und doch im Liegen entbunden habe #rofl Es waren auch nur 5 oder 6 Presswehen. bis meine Maus da war. Es ging alles furchbar schnell.

Ich verstehe total, dass du dir Gedanken machst, aber du lebst evtl. ruhiger, wenn du es einfach auf dich zukommen lässt. Schau ob du noch eine Beleghebi findest (frag doch mal im KH, wer dort als Beleghebi arbeitet). Kommt dein Mann/ Partner mit? Viele Fragen bekommst du auch in einem Vorbereitungskurs beantwortet. Bei meinem Kurs ging es einen ganze Abend nur darum, wie eine Geburt eigentlich abläuft. Ist schon sehr interessant.

Beitrag von uvd 27.02.11 - 23:32 Uhr

eine hausgeburt riskiert man nicht, die genießt man!!!
:-)
und eine haus-wassergeburt erst recht :-) :-)

Beitrag von 19katharina90 28.02.11 - 06:51 Uhr

Ja natürlich tut man das, wenn sie geplaant ist :)

Da hat man ja auch eine hebamme bei sich die einem unterstützt "ggg"

aber es ist meine 1. Geburt und ich hab noch keine eigenen Hebamme daher bin ich vom Thema Hausgeburt hahaha leider etwas abgeneigt :-D

Beitrag von uvd 28.02.11 - 06:59 Uhr

was ist daran hahaha?

max. 5% aller geplanten hausgeburten enden im kaiserschnitt.
weit über 30% (in manchen häusern gar zwischen 50 und 60%) aller geplanten klinikgeburten enden im kaiserschnitt.

ich finde das nicht hahaha, sondern eher heulheulheul.

sich freiweillig diesem risiko auszusetzen...na ich weiß nicht.

Beitrag von 19katharina90 28.02.11 - 07:32 Uhr

also ich weiß nicht wo du in meinem Text ein haha oder ssogar ein zweites gefunden hast aber

... jeden das seine gell ;-)

Beitrag von flammerie07 28.02.11 - 09:47 Uhr

ich glaube uvd hat diesen satz gemeint:

aber es ist meine 1. Geburt und ich hab noch keine eigenen Hebamme daher bin ich vom Thema Hausgeburt hahaha leider etwas abgeneigt

viele grüße und alles gute für die geburt

Beitrag von kati543 28.02.11 - 18:42 Uhr

Frage in deinem Krankenhaus, was die Voraussetzungen für eine Wassergeburt sind. Bei uns im KH werden verschiedene Tests als Voraussetzung genannt - unter anderem ein aktueller negativer HIV-Test-nicht älter als ein paar Wochen. Bei meiner ersten Geburt - in einem anderen KH - gab es keine Tests, die zu erbringen waren.

Ich denke, du solltest offen an die Geburt gehen. Plane sie nicht. Das geht nicht. Es gibt kein MUSS bei einer Geburt. Alles richtet sich nach dir und deinem Baby. Laß dich einfach von deinem Körper und deinen Gefühlen leiten. Eine Geburt ist eigentlich etwas wunderschönes. Aber wenn du jetzt schon mit planen anfängst, kann es nur schiefgehen. Du hast zu viele Erwartungen an die Geburt. Es gibt nicht DIE Geburt. Jede Geburt ist anders. Bei mir war die Hebi von Anfang bis Ende dabei. Allerdings haben meine Geburten auch jeweils nur knapp 2 Stunden gedauert. Bei meinem Großen war ich im Wasser - aber nur während der Wehen und nicht während der Geburt.

Beitrag von vampwoman 09.03.11 - 11:31 Uhr

Genauso habe ich mir meine erste Geburt auch vorgestellt. Ich habe zwar schon eine 6 Jährige Tochter, aber sie wurde damals 4 Wochen vorm ET per Not-Kaiserschnitt geholt.
Also war ich bei meinem Sohn quasi noch "jungfräulich". Von überall hört man dann es dauert meist sehr lange und vieleicht musst du noch mal nachhause oder den ganzen Kram mit Einleiten usw.
Da hatte ich schon wahnsinnige Panik je näher der ET kam.
Nun ja raus muss es eh egal wie dachte ich mir.
3 Tage nach meinem ET ist mir um 23 Uhr die Blase gesprungen aber wie im Vorbereitungskurs berichtet wurde mit Wehen und veratmen war da nix.
Nur ein ziehen. Da es geschneit hat und ich mir dachte naja das dauert ja eh noch war ich erstmal duschen, hab mich angezogen und meine Freundin angerufen die erst eine halbe Stunde später da war und meine Tochter geholt hat.
Dann sind wir zum Auto, gut einsteigen und sitzen ging bissl schwer aner es war alles noch im Rahmen und ich sagte noch fahr langsam es schneit wie irre.
30 min später war ich im KH da ging laufen kaum und 24 min später , ich lag gerade ohne hose im Kreisbett und dachte scheiße das dauert noch brauch ne PDA nu gehts nicht mehr da war der Kleine schon da.
Also alle gedanken umsonst gemacht.

Liebe Grüße