Unentschlossen: Hund einschläfern lassen?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von die-brunsis 27.02.11 - 11:17 Uhr

Hallo,

ich bin eigentlich seltener hier im Forum, aber heute wollte ich mich mal an andere Hunde/Tierbesitzer wenden. Ich bräuchte mal einen Rat.

Meine Hündin (Cora, Schäfer-Berner Sennen-Mix) wird bald 12 Jahre alt. Ich habe mal gehört, dass das für einen so großen Hund, schon sehr alt ist.

Vor 3 Wochen waren wir mit ihr beim Tierarzt, einfach nur zum durchchecken lassen. Alles war super, Blutergebnisse top, kräftiges Herz, tolle Zähne usw.

Seit 1 Woche ist alles anders. Sie hat seit letzter Woche nichts mehr gefressen und ich meine wirklich NICHTS, außer mal eine kleine Hand voll. Sie trinkt nur noch ganz, ganz wenig. Sie kann kaum noch aufstehen, will nur liegen und schlafen, nicht Gassi gehen. Sie bellt noch nichtmal, wenn es an der Tür klingelt. Außerdem ist ihr Bauch ganz dick angeschwollen (wir tippen auf Wasser) und sie "röchelt" beim atmen, vor allem, wenn sie liegt. Außerdem scheint die Probleme beim Stuhlgang zu haben. Sie quält sich dabei

Sie winselt nicht, oder so, aber ich denke, es geht ihr sehr, sehr schlecht...

Wir waren natürlich beim Arzt mit ihr, sie hat Antibiotika verschrieben bekommen und Entwässerungstabletten. Die Ärztin sagte, wir sollen das Wochenende abwarten, dann müsste es besser sein... Ist es nicht wirklich... Wenn sie die Tabletten bekommen hat, geht es ihr "gut", wenn man es als gut bezeichnen will, dass sie aufsteht...

Jetzt gehen wir morgen auf jeden Fall nochmal zum Arzt und lassen uns sozusagen beraten.

Jetzt ist meine Frage an Euch: Sollen wir gleichen "Den letzten Schritt" gehen, oder ihr vielleicht doch noch etwas Zeit geben, in der Hoffnung, dass das Antibiotikum noch anschlägt? Ich will nicht, dass sie sich quält und ich denke, wenn die Zeit gekommen ist, dann soll es so sein. Aber ich weiß nicht, ob es soweit ist.

Sie ist unser erster Hund, daher habe ich mit diesem entgültigen Abscheid keine Erfahrung. War jemand hier schon in dieser Situation?

Liebe Grüße und schonmal vielen Dank für die Antworten,
die-brunsis

Beitrag von nurmal-ich 27.02.11 - 11:25 Uhr

Hallo,

kenn ich fast ganz genauso von meiner Dalmatinerhündin, sie war 13 als ich sie einschläfern ließ.

Sie war auch immer ein sehr fitter Hund und alles war bestens und dann kahm fast von einem Tag auf den anderen auch Wasser in der Lunge, nur noch rumliegen ohne jede Teilname an irgendwas und dafür das sie immer ein sehr verfressener Hund war hat si auch recht wenige gefuttert.

Wir haben auch entwässerunstabletten gegeben, damit ging es mit der Atmung zumindest halbwegs, aber mein TA meinte auch das diese Tabletten auf dauer auch ungesund sind weil die Nieren wohl schaden nehmen.

Ich hab es gut 3 Monate so versucht, aber es wurde eigentlich nicht besser, ich sollte die Tabletten dann mal für länger aussetzen und da baute sie vollkommen ab.

Ich habe mich dann dazu entschlossen mit dem Rat von meinem TA sie gehen zu lassen, so schwehr es mir auch gefallen ist.

Wünsch dir alles Gute.

LG

Beitrag von redrose123 27.02.11 - 11:32 Uhr

Wart Ihr bei einem TA seid letzter Woche? Wenn einer meiner Hunde solange nichts frisst oder trinkt wäre ich längst dort.....

Und wenn dieser sagt ja es ist wohl das Ende würde ich unseren Hund erlösen auch wenns schwer für uns ist aber quälen würde ich keinen meiner Hunde gar verhungern lassen, geh am besten morgen gleich zum doc.

Beitrag von die-brunsis 27.02.11 - 11:43 Uhr

Ja, wir waren Freitag das letzte mal da und da hat sie uns halt noch die Entwässerungstablette gegeben und meinte, das wir das WE abwarten sollen...

Beitrag von redrose123 27.02.11 - 12:07 Uhr

Sorryhab ich überlesen das du da warst #hicks

Also wenn es wirklich eine Quälerei für das Tier wird würde ich den schweren Weg gehen......#schmoll Drück euch die Daumen Mensch will gar nicht daran denken wenns bei uns soweit mal ist....

Beitrag von schneckchen71 27.02.11 - 11:43 Uhr

Sie hat doch geschrieben, dass sie beim TA war und dieses We abwarten solle

LG

Beitrag von minimoeller 27.02.11 - 11:45 Uhr

Diese Entscheidung wird Dir niemand abnehmen können. Und auch ich werde den Teufel tun und meine persönliche Meinung dazu abgeben.

Wenn Du es rein medizinisch betrachtest, musst Du offen mit dem Tierarzt darüber reden. Nur er allein kann Dir diesbezüglich raten, was das Beste für Deinen Hund ist. Ich würde mir auch durchaus eine zweite Meinung einholen. Vielleicht in einer Tierklinik. Dort ist das Personal ggf. etwas besser geschult oder ausgestattet, um Dir weiter zu helfen.

Den Rest musst Du mit Deinem Gewissen erledigen.

Hast Du die finanziellen Möglichkeiten, um den Hund noch lange zu therapieren?

Leidet Dein Hund wohlmöglich und sind seine Lebensgeister eindeutig erloschen?

Ist da u. U. noch einkleiner Funke auf Heilung, den Du gerne ausschöpfen möchtest?

Ich möchte nicht in Deiner Haut stecken. Aber Du wirst sicherlich das Beste für Deinen Hund wollen und Deine Entscheidung wird - so schwer sie auch ist - richtig ausfallen.

Alles Liebe und viel Kraft für die nächste Zeit.

Beitrag von -0815- 27.02.11 - 11:57 Uhr

Hallo.


Natürlich kann es bei dem Ater für einen großen Hund sein, dass es Zeit ist zu gehen.


Aber: Ich würde ihr nochmal Blut abnehmen lassen und ein Röntgenbild vom Thorax (Brustraum) und Abdomen (Bauchraum) machen lassen um zu schauen woran es liegt.

Ihr blind Antibiotika zu geben.. naja ist zwar ein Versuch, aber wenn schon dann richtig versuchen.

Es kann viele Ursachen haben und evtl bekommt man es ja hin und sie hat noch ein schönes Jahr vor sich.

Allerdings würde ich mir eine Frist setzen. Sprich: Diagnostik und Therapie auf die gefundenen Problemchen und Frist z.b. bis Ende nächster Woche, solange sich ihr Zustand nicht verschlechtert.

Wenn du allerdings glaubst, ihre Zeit ist nun einfach gekommen, dann erweis ihr deine Liebe und lass sie einschläfern.
LG

Beitrag von hexe201184 27.02.11 - 12:33 Uhr

Ich würde auch nochmal den Termin morgen beim TA abwarten. Eine Blutuntersuchung und ein Röntgenbild vom Thorax und Abdomen halte ich auch für sehr sinnvoll. Es hilft zum einen die richtige Entscheidung zu treffen und zum anderen kann man es dann besser verarbeiten, wenn es doch zum einschläfern kommen sollte.
Ich möchte dir gerne meine Geschichte erzählen, auch wenn es '' nur'' um eine Katzte geht.
Ich hatte sie mit 8 Wochen bekommen und nachdem sie mal vom Tisch gefallen ist, hat sie immer gehumpelt. Einfach so aus heiterem Himmel fing sie damit an. Dann bekam sie Schmerzmittel und Entzündungshemmer und dann ging es wieder für ca 6 Monate gut. mein alter Tierarzt, der sehr gut war, meinte er könnte was an der Hüfte haben, man sollte bei Gelegenheit mal Röntgen.
Durch den Umzug habe ich dann den Tierarzt gewechselt und als er es wieder hatte, sagte meine Tierärztin auch, wir sollten es mal Röntgen.
Zunächst bekam er die gewöhnte Therapie und alles war wieder gut.
Es ging sehr lange gut ( fast ein Jahr) und plötzlich kam es wieder. Es war so schlimm, dass er kaum noch laufen konnte und so komisch in der Hüfte gewackelt hat. Meine TÄ machte ein Röntgenbild und sagte mir noch ich soll mir keine Sorgen machen ( hatte vor der Aufnahme schon gesagt, dass ich angst vorm einschläfern habe) es sei schlimmstenfalls was neurologisches, womit die Katze sicher gut leben kann.
Aber dem war leider nicht so. Die Aufnahme und Anamnese ergab, dass es ein Tumor war, der sich durch die Hüftknochen gefressen hat und der Katze nicht mehr zu helfen war. Es war sehr sehr schwer für mich meine Katze im zarten alter von 3,5 Jahren einzuschläfern, aber ich habe laaaange auf dieses Bild geschaut und mir war klar, es gibt keinen anderen weg. Und ich wollte auch nicht das er sich quält. Meine TÄ meinte ich könnte ihn wieder mit nehmen, sollte aber damit rechnen, dass er sich die Hüfte bricht, wenn er von irgendwo runter springt und blöd aufkommt, da alles schon sehr ''morsch'' war. Das wollte ich ihm natürlich ersparen.
Hier haben mir die Untersuchungen sehr geholfen, um die richtige Entscheidung zu treffen, ohne dabei zu denken '' hätte ich nur''.
Ich wünsche dir gaaanz viel Kraft und Mut. Selbst wenn es zum einschläfern kommen sollte, halte dir immer für Augen, dass sie 12 schöne Jahre hatte.
Liebe Grüße Nicole, ich drück euch die Daumen.

Beitrag von germany 27.02.11 - 13:28 Uhr

Hallo,

also ich hab diesen schweren Schritt schon hinter mir. Ich musste vor 2 Jahren meine Spitzhündin im Alter von 16 Jahren einschläfern lassen. Das war die schwerste Entscheidung meines Lebens.

Whity ging es auch immer sehr gut, aber vor Weihnachten fing es an, dass sie einen Schlaganfall nach dem anderen bekam, sie war fast komplett blind und taub. Hinsetzen bzw. legen dauerte ewig und man sah ihr einfach an, dass es ihr richtig beschissen ging.

An Sylvester ginges ihr dann so schlecht, dass wir zum TA gefahren sind. Wir wussten das jetzt die Zeit gekommen war. Wir hätten es mit Medikamenten usw. noch ein bisschen rauszögern können, aber wozu hätte ich ihr das antun sollen?

Ich hab mich von ihr verabschiedet und ihr für die tollen 16 Jahre, die wir miteinander verbingen durften gedankt. Es tat sau weh, aber ich war bis zum schluss bei ihr und habe sie im Garten meiner Eltern begraben. Da lassen kam für mich nicht in Frage.


Überlegt euch genau, ob es einen Sinn hat mit Medis so weiter zu machen. Euer Hund hat ein tolles Alter erreicht. Für einen großen Hund ist das wirklich sehr alt und lange wird es, so schlimm es sich anhört, auch nicht mehr. Also ihr könntet es rauszögern, aber das wäre meiner Meinung nach, wirklich nur eine Sache von Wochen, wenn überhaupt.


Ich denke ihr müsst den Schritt jetzt bald gehen, bevor sie zu sehr leidet. Überlegt euch, ob sie auf einen Tierfriedhof soll oder ob ihr die Möglichkeit habt sie zu begraben. Sowas erleichtert den Abschied.


liebe Grüße


germany mit Whity ganz tief im Herzen *25.06.1992-31.12.2008#kerze

Beitrag von anke123 27.02.11 - 18:04 Uhr

Hallo,

ob es an der Zeit ist, kann ich dir auch nicht sagen. Und auch mit Hunden habe ich keine nennenswerte Erfahrung.

Aber leider mit dem Einschläfern. Ich musste diesen Schritt schon insgesamt dreimal mit Katzen gehen - es ist sehr sehr traurig.

Aber eine "gute" Erfahrung habe ich beim letzten Mal gemacht: ich habe einen Tierarzt zu mir nach Hause kommen lassen. So hatte mein Tier keinen Stress, keine Vorahnung, keine sterile Tierarztpraxis. Es war in der geliebten Umgebung.

Ich wünsche dir, dass du diesen Schritt noch lange nicht gehen musst - aber wenn es irgendwann so weit ist, denke über diese Variante nach. (Es ist auch für dich besser, zu Hause zu trauern.)

Liebe Grüße
Anke