wer möchte daheim gebären?

Archiv des urbia-Forums Baby-Vorbereitung.

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit der frohen Erwartung auf das Baby - und es ist auch die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von dreijungsmami 27.02.11 - 16:38 Uhr

Hallo ihr Lieben!

ich habe schon drei Jungs, alle daheim oder im Geburtshaus geboren und schreibe jetzt ein Buch zu dem Thema!
"Hausgeburt und gebären im Geburtshaus - Erfahrungsberichte von Frauen, die Mut machen" (im fidibus Verlag)

und dazu interessieren mich die Zweifel, Fragen, Gedanken von Mamas, die eine natürliche geburt möchten.
Wieso möchtet ihr ohne Eingriffe gebären, was bedeutet Selbstbestimmtheit für euch und habt ihr angst vor den schmerzen ohne PDA?

Es entsteht gerade ein wunderschönes Buch und ein toller Austausch. Ihr schicke euch gerne einige Infos
chrissi@martl-jung.de

und freue mich auf euch!

dreijungsmami

Beitrag von majleen 27.02.11 - 16:43 Uhr

Ich bin fürs Geburtshaus (auch als Erstgebärende ;-))
Meine Cusine hat ihr erstes auch im Geburtshaus bekommen und fand es super.

Beitrag von knackundback 27.02.11 - 16:45 Uhr

Man kann es nun gerne auf die Hormone schieben.. aber ich fühle mich als werdende Mama die im Krankenhaus entbinden wird etwas auf den nicht vorhandenen Schlips getreten.

"und dazu interessieren mich die Zweifel, Fragen, Gedanken von Mamas, die eine natürliche geburt möchten. "

Die Geburt unserer Tochter wird aus bestimmten Gründen (ich nehme Medikamente die dem Baby danach Schwierigkeiten machen könnten) im Krankenhaus stattfinden müssen.

Nichts desto trotz habe ich vor NATÜRLICH zu entbinden (kein Kaiserschnitt).
Wieso sollte nur eine Geburt die daheim stattfindet eine natürliche Geburt sein?

LG und viel Erfolg mit dem Buch

Miri

Beitrag von dreijungsmami 27.02.11 - 17:00 Uhr

okay, da hast du völlig recht, entschuldige. Habe ich blöd ausgedrückt.
Alles gute, dir!

Beitrag von belala 27.02.11 - 20:32 Uhr

Hallo Miri,

einen natürliche Geburt schliesst auch jedes Medikament und jegliche Intervention aus.
Natürliche Geburt bedeutet nicht nur, dass das Kind auf natürlichem Wege geboren wird.

LG, belala

Beitrag von widowwadman 27.02.11 - 23:04 Uhr

Und wie kann man jegliche Intervention von vorneherein ausschliessen? Das ist doch Quark, auch bei ner Bilderbuch-Schwangerschaft kann es zu Problemen unter der Geburt kommen die Interventionen noetig machen.

Aber naja, es ist auch natuerlich wenn Mutter und/oder Kind bei der Geburt oder kurz danach an Komplikationen versterben...

Beitrag von belala 28.02.11 - 10:24 Uhr

Pluster dich nicht auf und hör auf rumzuzicken!

Es geht nicht darum Interventionen von vornherein auszuschliessen.
Es ging um den Begriff `natürliche Geburt´.

Beitrag von widowwadman 28.02.11 - 12:14 Uhr

Ne, es geht darum, dass ne Userin, die hofft vaginal zu entbinden gewagt hat von "natuerlicher Geburt" zu sprechen, auch wenn sie das ganze im KH macht wo sie im Notfall halt saemtliche Interventionen zur Hand hat.

Und das ist aetzend.

Beitrag von belala 28.02.11 - 12:41 Uhr

dann hast du etwas mißverstanden!

Lies und denke bitte nochmals gründlich! Ganz gründlich.

Beitrag von miriamama 28.02.11 - 10:44 Uhr

Demnach müssten wir ausgestorben sein...

Also mal ehrlich, ich finde zwar auch, dass eine Mutter die Komplikationen hat oder gar eine Risikoschwangere ist, im KH entbinden sollte. Aber ansonsten finde ich es vollkommen okay, wenn man zu Hause entbindet. Ich selber wollte auch zu Hause entbinden, aber da alle auf mich einredeten, hab ich es dann doch sein lassen. Ich ärgere mich da ein wenig drüber. Das nächste Kind wird zu Hause entbunden.

LG! Miriam

Beitrag von majleen 27.02.11 - 16:45 Uhr

Ich denke einfach, es ist eines der natürlichsten Dinge der Welt. Und ich mag einfach kein Puplikum :-p. Ich möchte mir vertraute Personen um mich herum.

Beitrag von caylan-81 27.02.11 - 16:59 Uhr

Ich habe alle Kinder zuhause bekommen, ok eins Hof, ging zu schnell#aerger

Für ein Kind zubekommen gehe ich doch nicht ins Krankenhaus#schock

Beitrag von akti_mel 27.02.11 - 20:48 Uhr

Oh, jetzt bist Du türkischer Abstammung. Das mit der Russin hat wohl nicht geklappt?

Beitrag von sandra7.12.75 27.02.11 - 21:16 Uhr



Hat Mutti keine Zeit für dich???#klatsch


Beitrag von derhimmelmusswarten 28.02.11 - 11:27 Uhr

Eine ganz schön arrogante Einstellung! Du kannst froh sein, dass du deine Kinder so problemlos bekommen hast. Meine Tochter hätte eine Hausgeburt (nach total komplikationsloser Schwangerschaft) wahrscheinlich nicht überlebt. Gott sei Dank war ich in einem Krankenhaus mit Kinderintensivstation und sofort verfügbaren Kinderärzten. Hättest du sowas erlebt, würdest du nicht so leichtfertig daher reden.

Beitrag von blondie2710 28.02.11 - 13:00 Uhr

ja ich finde die Einstellung der Vorrednerin auch nicht in Ordnung wie dumm denken manche Leute :-[
Was wenn Herztöne schlechter werden oder doch ein Not Kaiserschnitt gemacht werden muß womit vorher niemand gerechnet hat .
Sicher ist eine Hausgeburt schön keine Frage aber ich fühlte mich im Kh einfach besser auf gehoben es ging zwar alles gut aber es gab auch momente wo nicht alles 100%voran ging .

Lg

Beitrag von susannea 27.02.11 - 18:07 Uhr

Mein zweites Kind kam zuhause, es ging zu schnell, aber ich würde es immer wieder so machen. Noch bevor das Baby abgenabelt war, konnte meine Tochter es sehen.

Und was ganz wichtig war, ich habe zu Hause nicht so verkrampft, wie in der Klinik, denn sobald die Ärztin in der Klinik kam, waren die Wehen weg!

Beitrag von akti_mel 27.02.11 - 20:50 Uhr

Ich werde unser 2. Kind hoffentlich im Geburtshaus oder daheim entbinden. Ich hoffe so sehr, dass das klappt. Ich hab nämlich Schwangerschaftsdiabetes und wenn ich insulinpflichtig werde, kann ich mir den Wunsch von der Backe schmieren. #aerger Drück mir die Daumen! Bisher ist alles super.

Beitrag von sandra7.12.75 27.02.11 - 21:27 Uhr

Hallo

Ich habe 3 Kinder im Krankenhaus bekommen und die 2 letzten Kinder waren Hausgeburten.Letzte Geburt liegt gerade 20 Tage zurück.

Ich wollte die Hausgeburten eigentlich ab Kind Nr.2 aber mein Mann hatte damit seine Probleme.Ich selber fand die Klinikgeburten doof da ich keine Selbstbestimmung hatte.Alleine das anfeuern im Kreisaal.Keine Chance so zu entbinden wie ich es wollte.Nein nur Standart Entbindungsprogramm auf dem Rücken.

Bei den Hausgeburten konnte ich machen was ich wollte.Ich habe selber das Kind ohne anfeuern zu Welt gebracht.Die Hebamme hat bei beiden Geburten nur einmal gesagt als der Übergang zum schieben kam das ich etwas langsamer machen sollte.


Ich glaube das jede Frau Angst vor den Schmerzen hat.Beim ersten kind ist es wahrscheinlich so das man sich das garnicht vorstellen kann wie eine Geburt verläuft.

ich meine aber das meine Hausgeburtskinder ausgeglichener sind als die Klinikgeburten.Die haben einen anderen Start gehabt.Viel sanfter.

Es geht ruhiger zu als im KH(wenn man vom Babysitter der auf den Namen Spongebob hört absieht#rofl#rofl).

lg

Beitrag von 020408 28.02.11 - 07:08 Uhr

dann warste aber auch im falschen kh wenn die auf deine wünsche nicht eingegangen sind!ich habe dreimal im kh entbunden und hatte auch meine ruhe,durfte machen was ich wollte und wurde auch nicht angefeuert oder so,die hebamme war nur da um aufzupassen und mein mann und ich haben es fast alleine gemacht,er hat sie mir dann auch auf die brust gelegt und alleine abgenabelt.....es war toll....ich habe 2mal in der hocke und einmal im gebärstuhl entbunden...
alles gute lotte mit drei kids an der hand und luise inside23ssw

Beitrag von lebenslichter 27.02.11 - 22:11 Uhr

Hallo,

ich würde unser 3. Kind sehr gerne zu Hause bekommen, aber leider ist mein Mann absolut dagegen und lässt da auch nicht mit sich reden.
Deshalb wird es wohl wieder eine Klinik-Geburt werden. Die letzte Geburt habe ich in sehr schöner Erinnerung, ich durfte absolut selbstbestimmt gebären. Natürlich ist die KH-Atmosphäre nochmal was ganz anderes als zu Hause, aber ich werde dann eben ambulant entbinden um möglichst schnell wieder in meinen eigenen vier Wänden zu sein. Eine natürliche Geburt wie du es schreibst gibt es auch im KH, man muss sich nur gut durchsetzen und den Ärzten ganz klar sagen, was man will und was nicht.

Lg,
Lebenslicht

Beitrag von glimmerofhope 28.02.11 - 07:33 Uhr

Hallo dreijungsmami,

ich würde dieses mal auch gerne aufs KH verzichten, allerdings gibts in meiner Nähe kein Geburtshaus :-( Zuhause wäre auch schön, aber die 300€ für die Rufbereitschaft einer Hebi gebe ich dann doch lieber fürs #baby aus.

Also wird mir der Weg ins KH mal wieder nicht erspart bleiben.

LG Nadine zwei Jungs Mama und wahrscheinlich auch bald drei Jungs Mama :-)

Beitrag von dreijungsmami 28.02.11 - 10:22 Uhr

Hallo Nadine,

ich kann dich total verstehen! Mit guten Essern daheim ist es oft echt nicht so leicht.:)
Aber was ist schon ein schöner Start für nur 300,-€? Frag ich mich. Auch nicht mehr, als ein paar Urlaubstage. Im übrigen kannst du auch zu einer Krankenkasse wechseln (falls du schon seit mind. 18 Monaten bei der gleichen versichert bist) und dann bist du ab sofort woanders. Es gibt Kassen, gesetzlich, niedriger Satz und ohne Zusatzbeitrag, eine davon ist die Securvita BKK in Hamburg, die zahlen dir die volle Rufbereitschaft, plus 50 Euronen extra an die Hebamme plus 160,- Neugeborenen Bonus, sobald der Kleine da ist. Ich bin selbst da und habe sehr gute Erfahrungen gemacht. Anstatt 300 zahlen kriegst du also 160 dazu. Dafür kann man einige Packungen Windeln kaufen:)))

Wenn du möchtest, kannst du mir eine pn schreiben, dann such ich für deine postleitzahlen eine Hebi oder GH raus, vieeleicht liegen mir ja Berichte dazu vor.

Wie auch immer du dich entscheidest, ich wünsche dir eine wunderschöne Geburt, es wird ja sicher recht flott gehen. Und, dass deine großen Jungs auch einen Zugang zum Thema Sexualität und Geburt bekommen. Mein großer durfte abnabeln und er ist immer noch so stolz, als hätte er den dritten selbst geboren:)
Ich wünsche deinen Jungs, dass sie das Wunder nachfühlen können und richtig stolz auf ihren Bruder sein werden und gut auf ihn aufpassen.

Euch alles Liebe und viel Mut bei der Entscheidung
dreijungsmami

Beitrag von marion2 28.02.11 - 14:21 Uhr

Hallo,

ich hab drei Kinder im Krankenhaus bekommen und hatte noch keine PDA und auch keinen Kaiserschnitt.

Warum glauben eigentlich so viele, dass PDAs zu Krankenhausentbindungen gehören?

Mir ist übrigens total unklar, warum man zum Entbinden ins Geburtshaus geht. Die Entbindungstationen im Krankenhaus sehen kaum anders aus und im Notfall geht einfach nur ne Tür auf und zack fertig. Das Gewarte auf den Krankenwagen, der Transport ins nächste Krankenhaus... da kannste in gewissen (wenn auch seltenen) Fällen gleich die schwarze Limousine bestellen.

Gruß Marion


Beitrag von dreijungsmami 28.02.11 - 14:59 Uhr

Hallo Marion

das freut mich sehr. Dann war das kkh wohl auch eine gute Entscheidung.

Aber es gibt durchaus auch Gründe für eine außerklinische Geburt. Die Statistiken im Geburtshaus oder daheim sehen hier sehr ähnlich aus. Die im KKH dagegen ganz anders.

Zum Beispiel verlaufen nur 7% der kkh Geburten ohne Eingriffe. In der außerkl. Geburtshilfe sind es in etwa 80%
Die Infektionsrate von Mutter und Kind im KKH viel höher ist. Noch dazu zu Hause unproblematischer verläuft, wenn es zu einer Infektion kommen sollte.
Im KKH besteht auch selten eine 1:1 Betreuung der gleichen Hebammen über die ganze Geburt hinweg.
Stillkompetenz findet sich definitiv eher im Geburtshaus als im KKH. Viele KKH sind nicht als stillfreundlich zertifiziert.

Es ist zweifelsfrei von Organisationen wie der WHO zum Beispiel bewiesen, dass die Sicherheit entgegen aller "Tatsachen auf den ersten Blick" (wie OP Saal in der Nähe, Anästhesiemöglichkeiten usw.) im KKH NICHT höher ist als daheim. Die Sterberate ist je nach Studie ungefähr gleich. Es gibt auch Studien, die auf eine höhere Mortalität im KKh hinweisen. Das liegt einfach daran, dass Eingriffe wiederum Risiken in sich bürgen und welche erzeugen, wo in der außerklinischen Hilfe gar keine sein können. Eingriffe sind zum Beispiel das prophylaktische Aufstechen einer Fruchtblase, Anästhesie in jeder Form, vaginale Operationen wie Saugglocke, PDA oder Kaiserschnitt. Auch der durchgehende Einsatz eines CTGs während der Geburt erhöt laut WHO übrigens NICHT die Sicherheit, wie die WHO in einer Metastudie festgestellt hat.

Aber jede Frau ist da am sichersten, wo sie sich am wohlsten fühlt. Ist meine Meinung.

Grüße, dreijungsmami