Keine Freude aufs Geschwichterchen

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von destynic 27.02.11 - 19:59 Uhr

Hallöchen ihr Lieben,

am Samstag haben wir meiner Tochter (5) eröffnet, dass wir ein Baby bekommen und sie bald eine große Schwester sein wird.
Nach dem Trubel habe ich mich mit ihr dann verkrümelt und sie nochmal gefragt, ob sie sich denn freut, Schwester zu werden.
Sie fing bitterlich an zu weinen und hat kaum einen Ton gesagt. Ich habe dann aus ihr rausgekitzelt, dass sie Angst hat, dass das Baby ihre Spielsachen wegnimmt, dass sie ihr Zimmer verliert und sie wirklich lieber alleine bleiben möchte
#heul
Mich hat die Reaktion von ihr total geschockt und ich bin immer noch traurig darüber. Ich weiß garnicht wie ich damit umgehen soll. Natürlich habe ich ihr das nicht gezeigt und ihr versucht zu erklären, dass das Baby ihr nichts wegnehmen wird, dass wir auch immer noch ganz viel zeit alleine zusammen verbringen werden und und und.

Im Moment freue ich mich garnicht wirklich auf das Glück .... könnt ihr das nachvollziehen???? Was mach ich bloß --- Habt ihr auch solche Erfahrungen gemacht???

LG
desty 6+5 & Töchterchen (5)

Beitrag von corinna.2010.w 27.02.11 - 20:03 Uhr

huhu

das habe ich schon oft gehört .
Die kiddis haben angst das das Baby dann alles wegnimmt. Das du dann das Baby lieber haben könntest als sie ...

Das irh alles wegnommen wird.
Versuch sie ein wenig einzubinden. Zeig ihr US bilder wo man leicht was erkennen kann und versuch ihr klar zu machen das du sie immer ganz doll lieb haben wirst.

ist ne umstellung auch für die kleine ..


lg
corinna
mit #ei Etienne unterm #herzlich fast 22ssw #baby

Beitrag von uta27 27.02.11 - 20:03 Uhr

Hey!
Das ist doch sowas von normal!
Sie hatte Dich 5 Jahre für sich alleine! Das Ihr jetzt der Hinten auf Grundeis geht, ist doch normal!
Zeig Ihr anhand von Bilderbüchern wie kleine Babys sind, schaut euch Filme an, redet ganz viel über kleine Kinder!
Zeig Ihr Fotos von Ihr als Baby! Das wird Ihr die Angst nehmen!
LG, Uta

Beitrag von naladuplo 27.02.11 - 20:04 Uhr

Hi,

mach dich mal nicht verrückt morgen denkt sie wahrscheinlich schon anders.

Bei uns war das nicht so beide freuen sich total allerdings ist bei uns der Geschlechterkampf ausgebrochen. Laura will unbdingt nen Bruder und Pia eine Schwester #rofl

Mal sehen wer gewinnt!

LG Diana

Beitrag von katrin_i 27.02.11 - 20:11 Uhr

Hallo,

ich habe so früh noch gar nix gesagt. Wie soll den meine Kleine verstehen, wenn dann doch noch schief gegangen wäre.. Wirst doch keine Schwester? oder weil du dich nicht gefreut hast ist es weg?? Das wollte ich nicht...

So ab der 20 SSW haben wir es gesagt, jetzt sind es noch 3 Wochen und sie singt den Bauch an Baby komm doch endlich raus uns kann es kaum noch erwarten.... Das wird schon, keine Panik....

Liebe Grüße und viel Glück!!
Katrin 37 SSW

Beitrag von buzzfuzz 27.02.11 - 20:57 Uhr

hi

also meine haben im dezember 2009 mit bekommen wie ich wegen einer notop(elss)ins khs musste und habe ihnen erklärt das wir nun ein sternchen am Himmel haben.

Melanie war damals 8
Jannick war damals 6
Leonie war damals 4 als es passierte.

alle haben sich gefreut ein geschwisterchen zu bekommen,waren aber sehr gefasst als der Engel kam und unser Sternchen holte.

Noch heute fragen sie hier und da nach dem Sternchen,freuen sich aber nun sehr drauf wenn Mia nun im 6 Wochen zur Welt kommt und wissen das immer mal ein Engel kommt um jemanden in den Himmel zu holen. Alle 3 haben es gut verkraftet,daher denke ich nicht,das die Tochter der TE damit riesen probleme bekommen könnte, aber selbst kurz vor der geburt könnte einiges schief ehen oder während dessen...also gibt es fürs sagen das sie geschwister bekommen keinen günstigen zeitpunkt. Also egal wann man es sagt,es kann immer zu sowas schrecklichem kommen.

diana

Beitrag von meandco 27.02.11 - 20:20 Uhr

am anfang war meine tochter da recht egalitär der tatsache gegenüber. erst als sie im kiga (viel genau mit dem einstieg da zusammen) andere kids getroffen hat die baby-geschwister haben, änderte sich das ... zum positiven. eine hat sich wie ein hund vor ihrem bruder aufgebaut und von da weg war sie brennend interessiert an dem was da in meinem bauch los ist.

mittlerweile kommen auch themen auf wie teilen (danke schwimu #aerger) und kizi etc. ...
kizi ist klar geregelt: mädchen darf mit rein zum spielen, aber wenns ein junge wird, muss er ins wohnzimmer #rofl#rofl#rofl
zum thema teilen sinken ihre bedenken langsam auch, da sie momentan mit den sachen des babies spielt (spuktücher, spieluhr, rasseln und co die ich wieder vom dachboden hole) ... scheint dadurch für sie ok zu werden, so ne art geben und nehmen eben #freu

zu deiner tochter:
ich nehm mal an, dass auch sie so im kiga ihre beobachtungen macht - und daraus auf zu hause rückschließt. gib ihr zeit und zeig ihr, dass es nicht so laufen muss #pro sprich mit ihr, wie das mit dem kizi wird usw.

die große angst meiner tochter zb war, dass sie vom schlafzimmer ausziehen muss (danke schwimu #aerger), das hat sich jetzt gelegt. sie bekommt zwar ihr bett ins kizi, und das gitterbett im schlafzimmer wird fürs baby, aber der platz in der mitte ist frei - das hat sie mittlerweile begriffen #schwitz

also: geduld und alles so lange wiederkäuen, bis die sache geklärt ist #pro

lg
me

Beitrag von catblue 27.02.11 - 20:28 Uhr

Hallo!
Ich kann dich beruhigen... es ändert sich noch!
Meine Große wird im Mai 6 Jahre alt und wir haben es ihr auch in der 7.SSW erzählt, da wir nicht wollten, dass sie es von anderen hört und ich mußte wegen eines Beschäftigungsverbotes es auch gleich meinem Arbeitgeber erzählen und somit war es ja gleich bekannt!
Celine hat bitterlich geweint und immer wieder gesagt, dass sie kein Geschwisterchen haben will... und die hat sich abends in Schlaf geweint, die war fertig!
Ich habe auch mit ihr geredet und sie fragte mich dann auch, wo das Baby dann schlafen soll (wir wohnen zur Zeit in einer 3-Zimmer-Wohnung) und sie sagte mir, dass sie uns für sich haben möchte (und das von einer 5jährigen)
Dann kam nochmal ein totales Tief, als wir ein Haus gefunden haben und sie wollte nicht ihr Zimmer hergeben! Im Haus durfte sie sich dann ein Zimmer aussuchen und hat den ganzen Dachboden 27qm sich ausgesucht!
Dann war das für sie okay!
Mit dem Baby das dauerte noch lange bis sie damit klar kam!
Gerade alle fragten sie, ob sie sich freut!
Eines abends sagte sie mir "Mama ich weiss nicht, ob ich mich freue oder nicht"
Ich habe ihr gesagt, dass sie sich nicht freuen muss, da sie ja auch gar nicht wissen kann, wie es wird, wenns Baby da ist!
Der Wechsel kam dann erst, als sie in der 20.SSW mit war zum Ultraschall und sie das Baby erkennen konnte und der Arzt ihr auch noch das Ultraschallfoto geschenkt hat (Mama hat eine Kopie bekommen ;-) )
Seitdem glaube ich freut sie sich, aber ich frage sie nicht direkt danach...aber das Interesse ist total da "Wo sind die Arme und Beine?" und versucht das Baby zu erfühlen oder wenn ihr was zu klein wird an Kleidung "Das ist für mein Geschwisterchen" (<- das kommt so von ihr)!

Also mach dir keinen Kopf... ich habe es am Anfang und saß heulend auf dem Sofa, aber ich kann dir nur den Tipp geben rede mit deiner Großen, bitte Freunde und besonders die Oma und Opas das sie die Große nicht immer wieder fragen, ob sie sich freut etc. und dann kommt es mit wachsenden Bauch automatisch und nehm sie mit zum FA, bei den Ultraschalls..damit sie eine Verbindung aufbauen kann!

Hoffe ich konnte dir weiterhelfen... kannst mich sonst auch gerne anschreiben!

LG

Beitrag von siem 27.02.11 - 20:31 Uhr

hallo

unsere war erst 12 monate alt als ich wieder schwanger wurde. sie kennt es also praktisch nicht lange alleine und mag nochnichtmal ohne ihre schwester im zimmer schlafen. sie ist nun 5 und die zweite 3 und war tottrauig als ich im sommer eine fg hatte, da sie sich so ein weiteres geschwisterchen wünscht. seit ein paar tagen weiß sie dass ich wieder schwanger bin und freut sich einen keks. aber wie gesagt:sie kennt es nicht anders.
der sohn meines bruders war 4,5 jahre alt als seine frau geplant wieder schwanger wurde. als er das erfahren hatte hat er ganz klar gesagt, dass er kein baby im haus will und kein geschwisterchen möchte. mit der zeit hat er sich dran gewöhnt. als seine schwester da war war sie zwar süß aber er hielt noch etwas abstand. nun ist er schon 6 und die kleine zwei und er ist gerne großer bruder und liebt sie.
beziehe deine tochter mit ein, guck mit ihr babyfotos und erzähle ihr wie es war als sie ein baby war.wie sehr ihr euch gefreut habt, was sie so als baby anhatte, womit sie gespielt hat usw.gib ihr zeit, freu dich trotzdem über euer baby.es wird sicher so nicht bleiben und wirklich verstehen wird sie wenn dein bauch dicker wird.
liebe grüße
siem 10ssw

Beitrag von blue-butterfly 27.02.11 - 20:34 Uhr

Hallo liebe destynic,

hier stehen ein paar Tipps, die dir vielleicht weiterhelfen: http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Erziehungsfragen/s_1097.html

Ich glaube, dass dein Problem kein seltenes ist bei werdenden Geschwisterkindern. Auch die Angst davor, dass etwas weggenommen werde könnte, ist für Kinder total normal. Vielleicht hat deine Tochter im Kindergarten von anderen Kindern mit Geschwistern solche Erfahrungen gehört? Vielleicht versuchst du herauszufinden, worin diese Angst begründet liegt und versuchst, von vornherein klarzustellen, wann und wo geteilt werden muss und wo nicht.

Z.B. kannst du ihr erklären, dass viele Dinge, die sie gern hat, für das Baby gar nicht interessant sind und du auch aufpassen wirst, dass das baby damit nicht spielt. Versuche mit ihr gemeinsam herauzufinden, welche Dinge auch einem Baby und späterem Kleinkind gehören und warum. Vielleicht gibt es Dinge, die sie als ihre bezeichnet, ohne dass du das vermutest. Mitunter empfindet ein Kind auch einen Stuhl o.ä. als seinen eigenen.

Beitrag von nofretete84 27.02.11 - 20:38 Uhr

Hmm, ist natürlich traurig für eine Mutter, aber leider wirklich oft so...
Ich hab mal von einem Psychologen gehört, man soll nur unter keinen Umständen das neue Baby dem größeren Kind als "Spielkammeraden" verkaufen und nicht zuviel Vorfreude erwarten!
Kinder sind da eben sehr sensibel!

Aber zuviel Druck würde ich mir da auch nicht machen, meist sind Mädchen sowieso dann begeistert, wenn das Würmchen da ist!

Mein Größer ist jetzt 7 und war auch nicht gleich aus dem Häuschen!
Allerdings hat sich zumindest sein Wunsch auf eine Schwester erfüllt ;)

Lass der Kleinen Zeit damit umzugehen, bezieh sieh immer wieder mit ein, geh mir ihr gemeinsam baden und zeig ihr, wie sich das Baby im Bauch bewegt, das weckt bestimmt ihre Neugier! Eine Idee wäre auch gemeinsam den Bauch zu bemalen o.ä.

Die Nachsorgehebi meiner Freundin hatte das damals auch ganz super gelöst, indem sie sich um Mutter und Baby kaum "gekümmert" hat, sondern alles das große Geschwisterkind erledeigen ließ.

Kopf hoch, das wird sich bestimmt bald von allein lösen VIEL GLÜCK

LG
Nofretete

Beitrag von marjatta 27.02.11 - 21:03 Uhr

Mein Sohn ist jetzt 22 Monate und ich habe es ihm nach Ende des ersten SS-Drittels erklärt, dass in Mama's Bauch jetzt ein Baby ist. Er wollte es gleich genauer wissen und dann durfte er meinen Bauch berühren, meinte dazu "ei mache" und seitdem kommt er regelmässig und will den Bauch und das Baby streicheln.

Manchmal denke ich, es fällt kleineren Kindern leichter. Mein Sohn geht auch schon in die Krippe und kennt sozusagen das Zusammensein mit anderen kleinen Kindern - auch unter 12 Monaten. Ansonsten waren wir in unserer Familie immer sehr entspannt, haben keine Freude erwartet, sondern es gilt immer das Prinzip "es ist wie es ist". Ohne Bewertung, es kommt ein weiteres Kind.

Da er kein eigenes KiZi hat und es erst im Laufe der nächsten Monate ein gemeinsames KiZi geben wird (aus unserem Arbeitszimmer), ändert sich für ihn nichts. Beide Kinder werden so lange bei uns im/am Bett schlafen, bis sie von alleine ausziehen... .nach Erfahrung meines Bruders und meiner Schwägerin so mit 3-4 Jahren, allerdings mit regelmässigen nächtlichen Besuchen.... rechne damit, dass das so sein wird bis Beginn der Pubertät, dann ist das Elternschlafzimmer absolut "uncool".

Ich beziehe ihn mit ein, er war auch schon bei einer der Vorsorgeuntersuchungen mit dabei, war aber noch nicht greifbar genug für ihn.

Denke, jedes Kind braucht seine Zeit - abhängig vom Alter und anderen Erfahrungen - mit einem Geschwisterchen umzugehen.

Gruss
marjatta