Aufgaben im Haushalt

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von geli0178 27.02.11 - 20:50 Uhr

Hallo,

meine Kinder wollen sich etwas Taschengeld dazu verdienen um sich Dinge zu kaufen, die wir als Eltern nicht finanzieren wollen. Die Aufgaben sollten täglich erledigt werden können. Abgerechnet wird am Sonntag und dann bekommen die Kids pro Tag wo sie die Aufgabe erledigt haben ein Geldstück in ihr Sparschwein.
Dem großen Sohn hatten wir das Ausräumen der Spülmaschine vorgeschlagen, der kleine Bub füttert die Katzen.
Mein großer Sohn ist sechs Jahre alt und kommt dieses Jahr in die Schule und der kleine ist vier Jahre alt.

Findet Ihr die Aufgaben für das Alter in Ordnung oder habt Ihr andere Vorschläge?

Viele Grüße

Geli

Beitrag von zaubertroll1972 27.02.11 - 20:59 Uhr

Meine Idee ist daß Kinder im Haushalt ohne Geld helfen sollten.
Die Familie lebt gemeinsam, die Mutter ist nicht das Dienstmädchen. Natürlich sind die Hilfen bei kleineren Kindern nicht groß aber die Kinder können an Dinge von Anfang an herangeführt werden.
Taschengeld sollten KInder im Schulalter sowieso bekommen und sich davon Dinge kaufen dürfen die sie möchten. Die Eltern müssen die Dinge nicht gut finden aber die Kinder können selber entscheiden da es eigenes Geld ist.
An Feiertagen können sie sich Geld schenken lassen und sich davon etwas kaufen was Eltern sonst nicht kaufen würden ( was eigentlich könnte das sein?! ).

Also hier läuft das halt so.

LG Z.

Beitrag von geli0178 27.02.11 - 21:27 Uhr

z.B. das zigste Playmobil Männchen oder der fünfte Radbagger :-)

Beitrag von marathoni 27.02.11 - 21:19 Uhr

Warum sollten Kinder Geld bekommen weil sie im Haushalt mithelfen ??
Das ist mir jetzt echt zu hoch?!
Es ist selbstverständlich, dass jeder mit anpackt.

Beitrag von anyca 27.02.11 - 21:26 Uhr

Die Aufgaben finde ich o.k., aber Geld dafür finde ich auch nicht sinnvoll. Der Haushalt ist schließlich die Aufgabe aller seiner Bewohner - es ist keine besonders zu honorierende Leistung, daß ein Kind altersgemäß mithilft.

Wenn meine Große (4) mault, erkläre ich ihr, daß die Eltern keine Diener sind, sondern daß sie den Kindern nur Aufgaben abnehmen, die diese noch nicht bewältigen können. So wie die kleine Schwester noch gewickelt wird, während die Große selber aufs Klo geht ...

Stellt sie sich zu sehr an, erkläre ich ihr das auch auf die witzige Tour und frage sie, was Großmutter (meine Mutter) wohl sagen würde, wenn ich sie anrufen würde und sagen "ich hab keine Lust, den Müll runterzubringen, kommst Du mal vorbei und machst das ...?";-)

Beitrag von geli0178 27.02.11 - 21:45 Uhr

Hallo,

das Geld soll auch nur ein Anreiz sein, da gerade der große jetzt in ein Alter kommt wo er sich gerne von seinem Geld ein paar Wünsche erfüllen möchte.Er ist jedoch eher einer von der Sorte der einen netten Blick mehr braucht als der Lütte und somit wird das Taschengeld als Lockmittel eingesetzt. Der kleine füttert von sich aus gerne die Katzen :-) und würde auch gerne die Spüli ausräumen, nur habe ich dann innerhalb von wenigen Tagen kein Geschirr mehr im Schrank ;-).


VG Geli

Beitrag von bine3002 27.02.11 - 21:59 Uhr

Ich finde es jetzt nicht so wild, dass Kinder Geld für zusätzliche Dienste bekommen. Allerdings sollten das meiner Meinung nach auch wirklich ZUÄSTZLICHE Dienste sein, also nichts was eigentlich selbstverständlich dazu gehört. Solche Dienste sind all das, was eigentlich Aufgabe der Eltern wäre, wie z. B. die Katzen zu füttern (wenn man mal davon ausgeht, dass die Katzen den Eltern gehören). Oder Rasen mähen (wenn man davon ausgeht, dass die Eltern ein Grudnstück mit Rasen ausgesucht haben). Den Müll runterbringen würde ich nicht bezahlen, weil ja alle daran beteilgit waren ihn zu produzieren.

Beitrag von janamausi 27.02.11 - 22:14 Uhr

Hallo,

Geld für alltägliche Arbeiten finde ich auch nicht so gut. Da lernen die Kinder nur, dass wenn sie z.B. die Spülmaschine ausräumen es ja etwas besonderes ist weil sie dafür honoriert werden. Dabei ist es nichts besonderes sondern sollte eigentlich etwas selbstverständliches sein.

Eine Freundin von mir geht z.B. jeden Samstag Zeitungen austragen. Mit den Kindern ist abesprochen, dass sie helfen und die Kinder verdienen sich so etwas dazu. Das finde ich jetzt nicht schlecht.

LG janamausi

Beitrag von tanja.1980 28.02.11 - 00:27 Uhr

Hallo,

Hausarbeit ist selbstverständlich und die Kinder müssen lerner, dass es eben gemacht werden muss, ob sie es wollen oder nicht. Dafür Geld zu zahlen finde auf lange Sicht kontraproduktiv. Irgendwann hast du das Problem, dass sie nur etwas machen, wenn es dafür Kohle gibt. Ist wahrscheinlich etwas übertrieben, aber darauf könnte es hinauslaufen.

Klar sind sie noch klein, aber man kann auch schon ganz kleine Kinder dazu animieren, mitzuhelfen.

Meine Große ist 4,5 Jahre alt und muß Ihr Kinderzimmer mitaufräumen. Ich gebe ihr Anweisungen wie Legosteine in die Box tun usw. und das macht sie dann. Sie hat natürlich nicht immer Lust dazu, aber ich sage ihr, dass es nunmal getan werden muss und wenn sie mir mithilft, dann sind wir schneller fertig und können zusammen spielen. Das wirkt meistens ganz gut.

Die Kleine (2,5) hilft auch manchmal. Von ihr verlange ich es aber noch nicht wirklich. Ich bitte sie zwar drum, aber wenn sie es nicht will, dann lasse ich sie.

Geld würde ich vielleicht für gute Noten oder so zahlen, als Ansporn.

Liebe Grüße

Tanja

Beitrag von sassi31 28.02.11 - 02:01 Uhr

Hallo,

ich finde die Aufgaben ok, aber nicht, dass deine Kinder Geld dafür bekommen sollen. In einer Familie sollte es selbstverständlich sein, dass jeder einen Teil zum Haushalt beiträgt - unentgeltlich. Oder bezahlen deine Kids und dein Mann dich auch?

Gruß
Sassi

Beitrag von januarmaus 28.02.11 - 07:32 Uhr

Das Kinder im Haushalt mithelfen soll selbstverständlich sein und nicht bezahlbar.


Wer bezahlt mich den,wenn ich meinen Haushalt mache? Niemanden.

Taschengeld gibts ab Schulalter sowieso,ich führe das erst mit beginn des 2. Schuljahres ein.




Beitrag von ayshe 28.02.11 - 09:07 Uhr

Sehe ich auch so.
Ich bezahle meine Tochter nicht für Hilfe im Haushalt.

Entweder Kinder bekommen Taschengeld oder man kauft ihnen eben auch mal etwas.

Beitrag von gr202 28.02.11 - 08:40 Uhr

Bekommen Deine Kinder denn schon Taschengeld?
Gruß
GR

Beitrag von geli0178 28.02.11 - 16:18 Uhr

Hallo,

nein mein Nachwuchs bekommt noch kein Taschengeld. Die Großeltern steuern zwar in regelmäßigen Abständen Kleingeld in die Sparbüchse aber wir nicht. Der große möchte sich ein wenig was dazu verdienen für Dinge die wir als Eltern nicht bezahlen möchten, ua. das zigste Playmobilmännel oder die xte Ausführung einer Zeitschrift die danach in der Ecke liegt und so einigen anderen Schnickschnack.
Generell räumen sie ihre Kinderzimmer selber auf (wobei wir da sehr kulant sind), bringen den Müll raus bzw holen die Zeitung und decken auch den Tisch wenn wir es ihnen sagen. Das sie es nicht immer für Begeisterung in die Luft springen ist klar, aber es wird gemacht. Der Kleine macht es viel lieber als der Große, aber es funktioniert. Es geht um ein kleines Belohnungssystem wo sie selber entscheiden können ob sie es machen oder auch nicht. Deshalb sind es auch Aufgaben die tageweise abgerechnet werden sollen. Sie bekommen mit das Papa auf Arbeit geht und für diese Arbeit Geld bekommt und jetzt möchten sie für Aufgaben eine kleine Entlohnung haben. Diese sollen sie auch gerne bekommen, da weder mein Mann noch ich (erst mit 14Jahren) Taschengeld bekommen haben.

VG Geli

Beitrag von h-m 28.02.11 - 09:29 Uhr

Ich sehe es wie die meisten anderen auch. Meine Tochter bekommt kein Geld für Mithilfe im Haushalt.

Zumindest der ältere könnte doch schon Taschengeld bekommen.

Beitrag von fraz 28.02.11 - 10:17 Uhr

Meine Kinder haben beide ihre Ämtchen, die ohne Lohn gemacht werden müssen, da wir hier keinen Hotelbetrieb haben.
Wenn dann eines mal etwas dazu verdienen will, dann gibt es mal eine grössere Arbeit, die gemacht werden muss und dann auch bezahlt wird. Aber das sind eher Ausnahmen.

Ich finde, im Alter deiner Kinder reicht ein kleines Taschengeld und gut ist. Die Kleinen benötigen doch nicht schon so viel Geld, oder?

Wenn du jeden Handgriff bezahlst, werden deine Kinder nichts mehr einfach so machen, sondern mit dir erst um Geld verhandeln wollen- und das finde ich kontraproduktiv.

Beitrag von brille09 28.02.11 - 15:02 Uhr

Hallo!

Ich möchte folgendes zu bedenken geben: Wenn Kinder lernen, dass sie sich Geld erarbeiten können, um sich was zu kaufen, was die Eltern nicht finanzieren wollen, dann werden sie mit 13/14/15 die Lust an der Schule verlieren und unbedingt arbeiten wollen. Ich erlebe es sehr oft, dass Kinder dann nach RS oder Gymnasium auf eine weitere Schul-/Studiumlaufbahn verzichten, weil sie endlich "Geld haben" wollen.

Bei uns wars so und ich werds auch wieder so halten: Die Dinge, die meine Eltern für sinnvoll befunden haben, die hab ich ohnehin bekommen, meist zu Weihnachten oder zum Geburtstag evtl. auch mal zu mehreren Anlässen. Die anderen Dinge gabs nicht - egal wie viel Geld ich hatte. Mich hat es nie sonderlich interessiert, Geld zu verdienen. Ich bekam halt Taschengeld und mal was von der Oma zu Weihnachten oder so. Viel später hab ich dann Nachhilfe gegeben, aber da war ich schon 16 oder so. Und auch das hielten meine Eltern im Rahmen. Erst im Studium - da bekam ich den Bafög-Satz von meinen Eltern - hab ich mir ernsthaft was dazu verdient. Aber so richtig wegen "Geld verdienen" bin ich nie in die Arbeit. Und kaufen tu ich mir bis heute nur das, was ich auch wirklich brauch. Alles andere wünsch ich mir zu Anlässen oder ich lass es.

Ich versteh auch nicht, warum sich Kinder immer so außertourlich was kaufen wollen? Macht man doch selber auch nicht, oder? Und das sollten die Kinder auch wissen.

Dass Kinder sowieso im Haushalt helfen sollten ohne "Bezahlung" find ich eh klar.

Beitrag von tauchmaus01 28.02.11 - 16:33 Uhr

Also aus Sicht der Kinder eine prima Sache:
"Mama, ich hab eben eine neue Klorolle ins Bad gebracht, gib mit mal 50 Cent."

"Mama, ich habe eben meine Socken sortiert. Denkst Du daran was ins Sparschwein zu werfen?"

"Mama, ich habe das Waschbecken nach dem Zähnputzen ausgespült, Geld bitte"

"Mama, die Katzen haben ein Leckerchen bekommen, lass die Kasse klingeln!"

Echt prima, also ich finde sowieso dass Kinder mit 4 unbedingt schon Geld brauchen.

***************

Meine armen, armen Kinder.....meine Große füttert seit 3 Jahren fast täglich die Kaninchen und Meerschweinchen, sie mistet seit einem Jahr mit aus. Geld gibt es dafür keines.

Sie räumen die Spülmaschine mit aus....kein Geld.


Oh weh.....ich werde mal darüber nachdenken sie auch für Selbstverständlichkeiten zu bezahlen....

Was ist es denn was sie unbedingt wollen? Vielleicht kann man ja mal eher sagen dass sie Spielzeug aussortieren und zum Second Hand bringen....das GEld dass sie dafür bekommen dürfen sie dann zum Sparen nehmen.

Mona

Beitrag von ayshe 28.02.11 - 16:53 Uhr

Und dann machen sie vlltauch nie etwas ohne Geld, das fände ich total übel.

Beitrag von woodgo 28.02.11 - 17:22 Uhr

Hallo,

ich bin der Meinung, die Kinder sollten lernen, im Haushalt mit zu helfen, und zwar ohne Geld. Ein 4 und 6 jähriges Kind schon mal garnicht#schock
Warum sollen Eltern nicht ab und an mal was kaufen für Ihre Kinder? Wenn es nicht ständig ist, ist das ohne Geld verdienen völlig o.k.

LG