Jeden Abend stress wegen schlafen...Brauche Hilfe

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von pauli1983 27.02.11 - 21:46 Uhr

Also, wie schon geschrieben, haben wir seit längerem stress wegen dem einschlafen. Jeden Abend braucht Mélodie etwa 1 std. um zu schlafen. Sie will Buch lesen, trinken, neuen schnulli etc. Ich reagiere mittlerweile nicht mehr drauf. Ich kuschel sie, sing ihr vor etc. aber... sie macht allen quatsch nur um nicht zu schlafen. Sie ist eigentlich total müde, reibt sich die Augen ezc. nur kurz vorm einschlafen fängt sie an purzelbäume zu schlagen, zu lachen, sich zu drehen..... Nach etwa 45 Minuten ruhe bin ich soooo wütend auf sie. Dann würde ich sie am liebsten anschreien. Jeden Abend haben wir, mein Mann und ich nicht mal mehr eine halbe Std. für uns, weil wir selbst schlafen gehen müssen um am nächsten Tag fit für die Arbeit zu sein. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass wir nur noch für sie leben...

Wie kann ich es mit dem shlafen anders machen? Ich möchte ja auch, dass wir es alle leichter am Abend haben und ohne wut etc. ist Bett gehen.

Danke im Vorraus.

Beitrag von marjatta 27.02.11 - 21:56 Uhr

Das klingt alles sehr vertraut. Wir hatten jetzt auch gerade so eine "Phase" in der unser Sohn super lange gebraucht hat, um einzuschlafen.

Er fing an im Bett rumzutoben, mich zu treten. Dann habe ich entschieden, ihn eine Stunde später erst ins Bett zu legen. Seither geht es leichter. Sein Schlafbedarf hat sich verändert und da er in der Krippe immer einen Mittagsschlaf macht, liess sich diese Veränderung nicht anders "kompensieren".

Da unser Sohn bei uns im/am Bett schläft, ist es sowieso egal. Er geht ins Bett und wenn er eingeschlafen ist, dann haben wir entweder noch genügend Kraft für ein Erwachsenengespräch/Zeit für uns. Aber meistens ist einer von uns (meistens ich) sowieso genauso müde und geht eben gleich mit ins Bett.

Wie gesagt, der Schlafbedarf ändert sich. Wenn Du den Mittagsschlaf beeinflussen kannst, versuch ihn wegzulassen. Wenn nicht, dann hilft es nur, das Kind später hinzulegen. Die Kinder wissen schon recht genau, was sie brauchen, auch wenn das mit unserer Erwartungshaltung nicht immer kompatibel ist. Aber wir sind die Erwachsenen und können das ein wenig "steuern". Doch die Befehlsgewalt über den Schlafbedarf (biologisch bedingt) haben wir nicht.

Im Sommer, wenn sie den ganzen Tag draussen rumtoben, sind sie abends sicherlich wieder früher müde;-)

Gruss
marjatta

Beitrag von pauli1983 27.02.11 - 22:06 Uhr

Danke schön. Mittags schläft sie meistens ca. 45 min- 1 std. Abends lege ich sie ja schon ab 20 Uhr hin. Dann schläft sie erst gegen 21/21.30. Hab auch schon versucht sie ab 21 Uhr schlafen zu legen und da hat sie aber genauso lang gebraucht. Hoffe, das die Phase bald rum ist. Geht seit etwa 2 Monaten so. Mittagsschlaf weglassen geht nicht, da pennt sie dann um 18 uhr und wacht um 22 uhr auf:-(

Beitrag von widowwadman 27.02.11 - 22:13 Uhr

Wenn meine Tochter anfaengt Quatsch zu machen gehe ich nach Androhung aus dem Zimmer und lass sie alleine Quatsch machen. Kommt sie raus wird sie wortlos zurueck ins Bett getragen. Dadurch haelt sich das Quatsch machen in Grenzen, da sie gelernt hat dass es mit lieb sein kuscheln und ne Geschichte oder zwei gibt, und mit Quatsch machen nichts.

Beitrag von pauli1983 27.02.11 - 22:14 Uhr

Sie hat ja ihr Kinderbett bei uns im Schlafzimmer. Hab es auch schon versucht, dann kriecht sie aus ihrem Bett und springt auf unserem Bett herum. Das findet sie echt witzig.

Beitrag von hailie 27.02.11 - 22:22 Uhr

Das kann ich gut nachvollziehen... meine Große brauchte auch immer sehr lange, bis sie in den Schlaf gefunden hat. Sie zappelt nach wie vor viel herum, bis sie endlich zur Ruhe kommt.

Deine Unruhe macht alles nur schlimmer. Ich weiß, es ist leicht gesagt, aber bleib ruhig und entspann dich. Vielleicht kannst du ein Buch lesen bis sie schläft?
Mach klare Ansagen die jeden Abend gelten: Es wird 1 (2?) Buch gelesen, danach singst du noch ein Lied, dann wird aber das Licht ausgemacht. Wenn sie etwas trinken möchte soll sie das natürlich bekommen, aber ganz ruhig und kommentarlos. Auf das Gequatsche würde ich nicht eingehen.

Ihr steckt gerade ziemlich in der Zwickmühle und müsst erst einmal herausfinden. Auf jeden Fall würde ich aus dem Thema Schlafen so wenig Stress wie möglich machen, weil das immer nach hinten losgeht.

LG

Beitrag von pauli1983 27.02.11 - 22:26 Uhr

Danke. Ja du hast recht mit dem ruhig bleiben. Ich bin es nach außen hin. Aber meine Unruhe und Wut merkt sie ganz bestimmt. Kinder sind ja nicht doof. Dann geh ich mit einem unschönen Gefühl ins Bett. Tut mir ja furchbar Leid, aber ich muss sagen, dass ich das ersmal lernen muss. Auch entspannt an die Schlafsache gehen muss. Ist gar nicht so einfach.....

Beitrag von lilie80 28.02.11 - 01:04 Uhr

ohhh, diese Phase hatten wir, als er krabbeln, hochziehen und sitzen an einem Tag gleichzeitig gelernt hatte. ich kenne das, wenn man das Kind am liebsten anketten würde...

wie würde sie denn reagieren, wenn du einfach raus gehst und das Licht ausmachst??? weint sie? oder tobt sie weiter? oder wie?

ich hab bei Paul festgestellt, dass ich ihn sogar wach gehalten hab. dass er am liebsten seine Ruhe haben möchte. er hat abends sein festes Ritual (waschen oder baden, in Schlafi, Fläschchen, Zähne putzen, Häschen in den arm, Schnuller in den Schnabel, Gute-Nacht-Küsschen, Licht aus, raus) und das klappt am allerbesten! ab und an, wenn er z.B. zahnt, kann es sein, dass ich mich daneben legen muß und ich dann rausschleichen kann, wenn er eingeschlafen ist. aber anfassen, streicheln, quatschen, etc.pp. hält ihn nur wach.

sie scheint da für sich schon ein Spiel entwickelt zu haben. und durch die bei dir entwickelte Wut hat sie auch Erfolg in dem Spiel... versuche, dich nicht auf das Spiel einzulassen. DU machst die Regeln, nicht sie!

wünsche euch viel erfolg!!

LG

Beitrag von pauli1983 28.02.11 - 18:57 Uhr

danke für deine Antwort. Sie tobt dann schönweiter. Macht sich aus unserem Bett dann ein Trampolin etc. Heute hat sie nun zwschen 10.00 bis 10.45 Mittagsschlaf gemacht. Habe meine Eltern gebeten, sie wach zu machen und nun schläft sie. Phu. Bin ich für heute erleichtert.

LG

Beitrag von s-hibbel 28.02.11 - 12:02 Uhr

Du, das hatte mein Schatz auch gemacht - er ist fast 19 Monate - Wir haben aber jetzt ein grosses Bett 1x2 und ich lege mich mit dem Kleinen hin - dann wird das Licht ausgemacht, vielleicht noch ein leises Lied gesungen und gekuschelt. Wenn er übermüde ist, will er oft noch mal aufstehen und nochmal toben, aber ich halte ihn dann schonmal fest im Arm, dann dreht er sich meistens 3mal hin und her und gut ist.... ich hab übrigens fast alle Spielsachen aus dem Schlafzimmer rausgenommen. nur die Kuscheltiere sind noch im Bett....
;-)
Den Schlafi anziehen tun wir direkt nach dem Abendessen (gegen 7) und er darf dann noch Quatsch machen im Wohnzimmer mit uns zusammen. Geschichten lese ich auch im Wohnzimmer bis er die Augen reibt.
Ich frage dann immer so um viertel vor acht, obwir ins bett gehen sollen, er soll dann seinen Schnuller selbst holen und sein Kuscheltier. dann geht es kurz zum zähneputzen und auf direktem Weg ins bett. Normal bei uns ist maximal eine viertel stunde reine einschlafzeit....insgesamt ist es 1h ab dem zeitpunkt des schlafi anziehens...
Wichtig ist, denke ich, dass er weiss, dass das Schlafzimmer zum schlafen da ist.

Wenn es zu arg ist, bevor ich mich aufrege, stehe ich auch schonmal auf und sage ihm, dass er gerne wieder ins Wohnzimmer gehen soll, wenn er noch nicht schlafen will. Da gibts dann aber keine Unterhaltung mehr, also kein Buch lesen, keine Liedchen singen und so. Ich bin dann nur noch passiv, kuschele mit ihm und lasse ihn spielen, bis er dann freiwillig ins bett geht und das passiert dann recht schnell....
Lg, tanja
#schein

Beitrag von s-hibbel 28.02.11 - 12:10 Uhr

ach ja - und wie meine Vorschreiberin sagt - weniger Körperkontakt ist oft mehr, ausser, das Kind sucht ihn gezielt: Z.B. streicheln oder hand halten hält meinen Zwerg normalerweise länger wach in der letzten Einschlafphase...
Wenn er mich z.B. im Übermut an den Haaren zieht, sag ich leise, das er der Mama wehtut und halte ich ihm die Hand fest . Ich bleibe aber weiter liegen, das licht bleibt aus und ich versuche weiterhin "Ruhe" zu verbreiten....

Beitrag von ela1970 28.02.11 - 12:07 Uhr

Hatten wir vor Wochen auch....jeden Abend das selbe Theater....aber nun lassen wir den Mittagschlaf weg und schon klappt es :-) . Meiner hat auch sonst fast 2 Std. mittags geschlafen und Abends um 20.00Uhr ins Bett, bis er eingeschlafen war, war es meist schon fast 21.00Uhr und Nachts ist er dann auch wieder wach geworden. Aber nun klappt alles super! Klar wird er so gegen 17.30-18.00 Uhr auch müde....aber einfach ein bischen beschäftigen, dann klappt es auch.
lg