Wie reagiert ihr auf einen Verweis?

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von chili-pepper 28.02.11 - 07:56 Uhr

Hi,

mein Sohn bekam letztens seinen ersten Verweis wg. unerledigter Hausaufgaben und dafür aufgebrummtes Nachsitzen nicht eingehalten.
Ich wusste nichts über die fehlende Aufgaben bzw. das er deswegen nachsitzen muss und dann eben nicht hin ist, weil er es vergessen hat...

Wie hättet ihr reagiert?

Gruß

Beitrag von mama062006 28.02.11 - 09:03 Uhr

Hallo,

wie alt ist denn dein Sohn?

Mal abgesehen davon, dass meine Jungs noch nicht in der Schule sind, finde ich Nachsitzen als Konsequenz für vergessene Hausaufgaben echt übertrieben. Und nen Verweis als Konsequenz für nicht erfolgtes Nachsitzen auch, zu mal vergessene Hausaufgaben auch sinnvoller geahndet hätten werden können.

Das hätte ich der Schulleitung auch mitgeteilt - ich wär da hin und hätte denen was erzählt ;-)

WIe hast du denn reagiert?

LG

Beitrag von gh1954 28.02.11 - 09:29 Uhr

Wenn ich das schon lese: "ich wär da hin und hätte denen was erzählt" #augen

Ein Verweis wird sicher nicht erteilt, wenn einmal vergessen wurde, die Hausaufgabe zu machen.

Beitrag von redrose123 28.02.11 - 09:53 Uhr

Hm ich denke auch nicht das man sowas bekommt weil man es mal vergisst und das die TE null davon mitbekommt find ich auch komisch, meine Mutter hat alles Kontrolliert damals bei mir.

Und was hättest den da erzählt #kratz Das sind Konsequenzen die Kinder eben lernen müssen und wenn du sie dann vor der bösen welt in schutz nimmst werden sie es im Beruf schwer haben wenn sie ne rüge bekommen wenn sie da dauernd was vergessen....

Beitrag von fraz 28.02.11 - 10:11 Uhr

Deine Jungs können sich ja schon freuen!
Können tun und lassen, wie sie möchten- Mama fällt garantiert der Lehrkraft in den Rücken!

Und da wundert man sich noch, dass keiner mehr diesen Job machen will...









Beitrag von misses_b 28.02.11 - 12:50 Uhr

Herzlichen Glückwunsch!

Freu Dich schon mal auf die mindestens 10-jährige Schulzeit Deiner Kinder!

Was meinst Du, was es da alles für Konsequenzen gibt, die die Kinder tragen müssen, wenn was nicht/teilweise gemacht wurde.

Wenn Du dann jedesmal bei der Schulleitung aufschlagen willst hast Du einen Vollzeitjob und die betreffende Schule eine Alptraum-Eislauf-Übermutti mehr.

Das Leben ist kein Ponyhof und die Kinder müssen schon in der Grundschule lernen, sich selbst zu organisieren.


Und das wird altersmäßig auch immer weiter ausgebaut.

Das solltest Du unterstützen und nicht den Lehrern in den Rücken fallen.

Aber lass Deine erstmal in die Schule kommen, dann sehen wir weiter.

Gruß

misses_b

Beitrag von wasteline 28.02.11 - 12:54 Uhr

Na Mahlzeit, du hast noch keine Schulkinder und bläst schon mal ins Horn.

Wegen "mal" vergessener Hausaufgaben wird mit Sicherheit nicht so hart sanktioniert, da muss schon ein anderer Vorlauf dahinter stecken, den wir nicht kennen.

"Das hätte ich der Schulleitung auch mitgeteilt - ich wär da hin und hätte denen was erzählt"

Ich hoffe für deine Söhne, dass du sie aufmerksam durchs Schulleben begleitest und eher das ruhige Gespräch mit der Schule suchst.

Beitrag von manavgat 28.02.11 - 13:20 Uhr

gerade bei nicht gemachten Hausaufgaben, ist das Nachsitzen sinnvoll.

Ich sage meinen Schülern dann: so hast Du Ruhe, Deine Aufgaben - die notwendig sind - zu erledigen und kannst mich fragen, wenn etwas unklar ist.

Gruß

Manavgat

Beitrag von yvonnechen72 02.03.11 - 14:26 Uhr

Ich finde Nachsitzen durchaus sinnvoll als Konsequenz für vergessene Hausaufgaben.
Wie sollten denn deiner Meinung nach vergessene Hausaufgaben geahndet werden???

LG Yvonne

Beitrag von claudia_71 28.02.11 - 10:44 Uhr

Hallo,

also wir bekommen per Post ein Schreiben, an dem das Nachsitzen schriftlich mitgeteilt und von mir unterschrieben werden muss. Kam erst einmal vor, und dann hab ich mir meinen Sohn vorgeknöpft. Ich musste ihn ja an dem Tag von der Schule abholen, da so spät kein Bus mehr geht und ich hab anderes zu tun, als nur rumzukutschieren!

Verweis finde ich theoretisch schon in Ordnung, ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es das erste Mal war (auch wenn du es vielleicht gar nicht nachvollziehen kannst, die Kerlchen sind schon findig, wenns um solche Sachen geht ;-)).

LG Claudia

Beitrag von manavgat 28.02.11 - 13:19 Uhr

Mit einem eindringlichen Gespräch und einer klaren Ansage, welche Konsequenz es beim nächsten Verweis geben wird.

Gruß

Manavgat

Beitrag von misses_b 28.02.11 - 13:35 Uhr

Hallo!

Ja, das Alter deines Sohnes wäre jetzt ganz gut zu wissen.

Aber die Erfahrung hat mir gezeigt, das es immer sinnvoll ist mit Klassenlehrer/in an einem Strang zu ziehen.

Führt Dein Sohn ein Aufgabenheft?

Wenn ja, soll die Lehrerin etwaiige Vorkomnisse/vergessene Aufgaben usw. in das Heft eintragen und Du quittierst die Kenntnissnahme einmal in der Woche.

So merkt Dein Sohnemann ganz schnell, das er Euch nicht gegeneinander ausspielen kann.

Such den Kontakt zur Lehrerin und schau, ob Du so etwas mit ihr vereinbaren kannst.

Und dem Sohnemann würd ich mal ne nette Standpauke halten, oder z.B. "vergessen" sein Lieblingsshirt zu waschen, für ihn zu kochen... da gibt es tausendundeine Möglichkeit.

Gruß und viel Erfolg

misses_b

Beitrag von witch71 28.02.11 - 14:58 Uhr

Ich reagiere auf solche Dinge je nachdem, wie mein Kind darauf reagiert.

Gleichgültigkeit dem Verweis gegenüber würde ich mit "härteren Bandagen" begegnen, als untröstlichem Gram über den blauen Brief. Klar, ein Kind, welches schon bei der Übergabe in Tränen zerfliesst muss man nicht notwendiger Weise noch ausschimpfen.

Was ich aber in jedem Fall tun würde - und dabei spielt die Reaktion des Kindes keine Rolle - wäre das Gespräch mit der Schule/dem Lehrer suchen. Schon um zu verhindern, dass das dann laufend so weiter geht und mich noch mehr Verweise heim suchen. ;-)

Beitrag von moni66 28.02.11 - 18:30 Uhr

Hallo
bei uns ist es so, dass die Kinder nach einer bestimmten STrichanzahl nachsitzen müssen.
Meine Tochter musste auch mal nachsitzen, aber da hat sie einen zettel bekommen von der Schule, denn ich unterschreiben musste, dass sie nachsitzen muss.
Bei uns an der Schule gibt es sicherlich irgendwann auch einen Verweis, weiss jetzt aber nicht genau ab wann sie denn bei nichtgemachten hausaufgebaben bekommen.
Wenn du nicht genau informiert bist, würde ich erstmal nachfragen und das Gespräch auch suchen mit der Lehrerin etc. und deinem Sohn
Alles gute
Moni

Beitrag von chili-pepper 28.02.11 - 18:50 Uhr

Der Verweis kam direkt von der Rektorin, da er sie in diesem Nebenfach als Lehrerin hat.
Mein Sohn (13) ist in der Mittagsbetreuung der Schule und erledigt seine Hausaufgaben.
Wenn er seine Aufgaben beim Klassenlehrer nicht erledigt, erfahre ich das.
In diesem Fall wusste ich von nichts.

Mein Sohn hatte schon bissl bammel, mir den Verweis zu gestehen.
Ich habe ihm stets gesagt, dass Lehrerbriefe zwar nicht ok, aber zu verschmerzen sind. Nachsitzen ebenfalls.
Aber ein Verweis bedeutet, dass er sich echt daneben benommen hat.

Eine Standpauke hat keinen Langzeiteffekt, schreien, toben, schimpfen, ernste Gespräche.....führten in der Vergangenheit zu nichts.

Meine Konsequenz war, ihm eine Arbeit im Haushalt zu geben.
Er musste den Verweis bei mir quasi abarbeiten.
Das halte ich für sinnvoll.
Er hat sämtliche Küchenschränke ausräumen, putzen und wieder ordentlich einräumen müssen.
Dafür bekam er kein Gezeter und Vorwürfe.

Hoffentlich hat ihn das therapiert.
Das nächste Mal räumt er den keller auf.

:-p

Beitrag von redrose123 01.03.11 - 05:49 Uhr

Gut reagiert, nicht reagieren oder die autorität der Lehrkräfte anzufechten wie vorgeschlagen wurde geht nicht....Ich denke die machen das ja nicht um Ihn zu ärgern sondern hatten wie du schriebst ihre Gründe

Beitrag von mimi1410 03.03.11 - 13:49 Uhr

Hi,
bei uns in By müssen Nacharbeiten den Eltern mindestens eine Woche vor Termin schriftlich mitgeteilt werden - ich weiß nicht, wie das bei euch ist!
Wie reagieren? Klarmachen, was so eine Arbeitshaltung bedeutet. Dazu wärs aber wichtig zu wissen, wie alt dein Kind ist bzw. in welche Klasse er geht!

LG Mimi

Beitrag von anja9002000 05.03.11 - 09:38 Uhr

Hallo,

also, eine Nacharbeit (Nachsitzen) gibts nur, wenn er innerhalb kürzester Zeit mindestens dreimal die Hausaufgaben vergessen hat. Dann bekommt er eine Mitteilung mit nach Hause, die die Eltern unterschreiben müssen, in der drinsteht, dass er einen Termin zur Nacharbeit hat.
Da er anscheinend nicht in der Lage ist, seine Hausaufgaben ordentlich und zuverlässig zu erledigen, muss er den versäumten Stoff eben in der Nacharbeit nachholen. Dieser Termin ist natürlich nach dem regulären Unterricht (bewusst, um einen Lerneffekt zu erzielen, denn wer sitzt schon gern nach der Schule im Klassenzimmer während die anderen frei haben?)
Kommt ein Schüler nicht zu diesem Termin, gibt es zu Recht einen Verweis, denn er hat die Anweisung der Schule missachtet und hält sich nicht an Vorgaben.
Wäre es mein Sohn, würde ich ihm die Leviten lesen:
1. er hat seine Hausaufgaben ordentlich zu erledigen
2. Mitteilungen von der Schule hat er mir vorzuzeigen, zumal sie von den Eltern unterschrieben werden müssen (ich will dir nichts unterstellen, aber könnte es sein, dass er die Unterschrift gefälscht hat. Sollte das der Fall sein, könnte er einen Verschärften Verweis bekommen)
3. hat er sich an Termine in der Schule zu halten, zumal so ein Nacharbeitstermin eine Woche vorher angekündigt wird.

Klar ist die Schule nicht seine Arbeitsstelle, aber in der Arbeitswelt hätte er für die dreimal Hausaufgaben vergessen die erste Abmahnung bekommen und für das Nicherscheinen die zweite Abmahnung und damit die Kündigung.

Das sollte man sich mal klar machen.

LG Anja