unzufrieden mit Hundeschule. Eure Meinungen bitte

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von prinzessin21 28.02.11 - 10:31 Uhr

Hallo ihr Lieben

Vorweg, ich schreibe vom Account meiner Freundin, da viele aus der Hundeschule hier mitlesen. Ich möchte nicht noch mehr Aufsehen, als derzeit schon vorhanden.
Mir geht es nur darum mal eure Meinung zu unserer Hundeschule. Darum versuche ich den Bericht so objektiv wie möglich zu schreiben.
Also mit unserem Dicken (Doggenmix, 8 Monate alt), gehen wir in diese Hundeschule seit er 12 Wochen alt ist. Anfangs waren wir sehr zufrieden. Die Welpenschule wurde sehr gut geleitet, auch immer von der selben "Bezugsperson".
Als unser Dicker dann 5 Monate alt war wechselten wir in die Junghundschule, da zu dem Zeitpunkt nur noch kleine Hunde nachkamen und er keinen mehr richtig zum spielen hatte. Die anderen in seiner Größe waren schon in der Junghundschule.
Wir bekamen eine sehr liebe Trainerin, hatten alle ca 20 Minuten Einzeltraining auf dem Platz. Unser Dicker und ich haben in der Zeit sehr viel gelernt.
Leider hat er schon immer sehr an der Leine gezogen (ohne ging es nach recht kurzer Zeit schon super), so dass sie uns nach vielem Hin und Her zu einem Kettenhalsband und einer Flexileine riet (davor Schepperdose, an der Leine zurückziehen, was ich aber ablehnte). Wir haben das Halsband dann auch besorgt, aber mir war es echt zuwider meinen Hund zu würgen, wenn er zog. Also habe ich Rücksprache mit unserem Züchter gehalten (der wirklich immer für uns da war und ist), er zeigte mir dann wie man es "feststellt" (also mit den Kettengliedern und dem Ring so zumacht, dass es sich bei Zug nicht zuzieht). Mittlerweile haben wir für zuhause sogar ein Geschirr, auf Anraten unseres Züchters und es klappt super. Von der Flexileine riet er uns ganz ab, da die wohl sehr gefährlich für Finger werden können und für einen solch großen Hund wohl auch recht klobig wären. Daher sind wir bei der normalen Lederleine geblieben. Es gab mit der Trainerin daraufhin zwei, drei Diskusionen, wo ich auch meinen Standpunkt klar machte (ich würge meinen Hund nicht).
Dann bekamen wir plötzlich einen anderen Trainer. Dieser kritisierte erstmal unser "Belohnungssysthem". Als wir den Dicken damals vom Züchter abholten gab er uns den Tipp das normale Futter auch zum Belohnen zu nehmen. Das haben wir also auch so gemacht. Laut dem Trainer würde unser Hund dadurch jedoch bald "abgestumpft" bzw. nicht mehr reagieren, da er es ja eh gewohnt ist dieses Futter zu bekommen. Zum Training müsse immer zusätzlich was besonderes genommen werden. Also haben wir auf sein Anraten Käse und Wurst genommen. Während dem Training auf dem Hundeplatz haben wir jedoch immer eine komplette Packung Käsewürfel verbraucht, was ich als zu viel empfand (zuhause war ich dann viel sparsamer). Mein Gefühl gab mir recht, unser Dicker nahm zu und er Tierarzt riet dann wieder dazu so zu belohnen wie vorher auch, also mit normalem Futter. Seit dem nehmen wir für zuhause wieder normales Futter und nur noch für den Hundeplatz was besonderes um weiteren Diskusionen aus dem Weg zu gehen. Das Training klappte übrigens sehr gut, wir bekamen kaum mehr "Rüffel". Der Dicke ging super "bei Fuß", wir beherrschten den Grundgehorsam, so dass der Trainer nun mit uns für den Begleithund trainieren wollte.
Dann ist das Training plötzlich sehr oft ausgefallen wegen Wetterverhältnissen (es gibt erst seit zwei Wochen eine Halle), Trainermangel, Turniere etc. Über einen Monat hatten wir kein Training mehr.
Seit dem hatten wir nun wieder zweimal Training. Und wieder bekamen wir einen neuen Trainer. Seit dem klappt das Training überhaupt nicht mehr. Wir trainieren nun in der neuen Halle, meist mit 3 - 4 Hunden, jeder mit seinem eigenen Trainer. Die Anderen üben Agility, springen und laufen also viel. Unser Dicker springt und zerrt dann auch immer an der Leine, hört überhaupt nicht mehr und lässt sich auch nicht von mir, dem Trainer oder Futter ablenken. Er geht solage bei Füß, wie ich Futter in der Hand habe, knabbert mir dann aber an den Fingern (das hat er vorher nie gemacht), springt mich und den Trainer an, läuft in mich rein etc. Es ist wirklich mehr als Anstrengend ihn überhaupt zu händeln. So kenne ich ihn gar nicht. Zuhause klappt es super, auch mit anderen Hunden (da sind er und diese meist ohne Leine, er ist jedoch abrufbar und bleibt auch bei Fuß, wenn ich es ihm sage).
Nachdem ich meinem Mann nach dem ersten Traing mit diesem Trainer den Kopf vollgeheult habe kam er am Freitag mal mit und beschloss nach einem Gespräch mit dem Trainer dass wir nun nach Vertragsende wechseln. Der jetzige Trainer ist der Meinung unser Dicker hätte keinen Respekt vor mir und ich würde in vielen Situationen absolut falsch reagieren (warum hat er mir in diesen Situationen nichts gesagt? Ich bin doch da um zu lernen). Wir müssten viel üben und er glaubt nicht, dass der Dicke zuhause anders ist.

Was sagt ihr nun zu der Situation?
Dass wir wechseln ist glaube ich schon beschlossene Sache, wir brauchen meiner Meinung nach einen Neuanfang.
Liegt es aber vielleicht wirklich an uns? Gelernt haben wir und der Dicke Anfangs sehr viel, das Training ist (bis auf die letzten beiden Male) auch immer sehr gut gelaufen. Nur die unterschiedlichen Standpunkte waren immer das Problem, die vielen Ausfälle (die nächsten beiden Wochen ist z.B. wieder nichts) und nun klappt das Training halt nicht mehr.

Also, her mit euren Meinungen, wie können wir das alles ändern (nicht dass es in der neuen Hundeschule wieder so kommt).

Liebe Grüße

Beitrag von unilein 28.02.11 - 10:44 Uhr

Hm, klingt für mich so, als wäre er sehr überdreht/aufgeregt wegen der anderen Hunde, die (so wie ich das verstanden habe) gleichzeitig in der Halle verschiedene Dinge trainieren.

Ich würde dann meinen Hund erstmal beiseite nehmen, ablegen und warten, bis er sich entspannt. Dann nochmal probieren, ob er besser bei Fuß läuft, sonst wieder ablegen und ein paar Minuten warten (mich dabei aber auch selbst entspannt in seiner Nähe setzen). Solange bis er mitkriegt, dass nur etwas Spannendes (Training) passiert, wenn er kooperiert. Gleichzeitg gewöhnt er sich ja beim Ablegen an den Trubel.

Mit Futter ablenken halte ich übrigens grundsätzlich für den falschen Weg. Man muss aufpassen, dem Hund nicht zu vermitteln: "Es lohnt sich nur, mitzuarbeiten, wenn ich was Leckeres in der Hand habe". Der Hund sollte also generell das Futter nicht sehen können und die Gewissheit lernen, dass er Futter bekommt, selbst wenn er es nicht vor der Übung schon sehen kann.

Aber gut, das macht ja jeder anders. In vielen Hundeschulen wird Fuß ja gezielt über Futtertreiben aufgebaut. Das wäre bisschen blöd ohne Futter #rofl

Ich habe selbst noch keine Hundeschule gesehen, mit der ich absolut zufrieden gewesen wäre, deswegen trainiere ich meine Hündin komplett selbst. Zwar im Verein, aber ohne mir dort irgendetwas vorschreiben zu lassen. Das scheint ja bei dir an sich auch der Fall zu sein, nach dem was du über diese Diskussionen mit der Trainerin schreibst.

Beitrag von prinzessin21 28.02.11 - 11:45 Uhr

Danke für deine Antwort

Ja, mein Dicker war mehr als aufgedreht. Neue Situation, neuer Trainer, viele Hunde die "toben" durften und er an der Leine.
Ich wollte ihn auch erstmal ablegen, damit er sich nach dem Betreten der Halle erstmal in Ruhe umsehen konnte (wir haben ihn eigentlich überall dabei, wos geht und er ist immer ruhig, nachdem er sich alles in Ruhe einmal angeschaut hat bzw. in neuen Räumen auch mal schnuppern durfte). Aber der Trainer ist einfach losgegangen, da bin ich halt mit. Gespräch gabs bis auf ein paar Richtungsanweisungen keines.
Belohnungsfutter gebe ich immer recht wenig. Zuhause klappt vieles schon ganz ohne Futter (z.B. sitz; ins Körbchen legen wenn wir am Essen sind; aus dem Kinderzimmer rausschicken etc). Wir legen aber auch täglich immer mal wieder ein paar Minuten Unterordnungstraining ein.
Generell hole ich mir gerne Tipps von befreundeten Hundehaltern und natürlich unserem Züchter, der selber drei ausgewachsene Doggen hat, die super gehorsam sind. Ich denke ein wirkliches "so muss man es machen" gibt es in der Erziehung nicht. Man muss immer auf den Hund und die Gesamtsituation individuell abstimmen, was passt. Darum mache ich zuhause schon gerne mein eigenes Ding, wenn mir die "Tipps" der Hundeschule nicht zusagen.

Beitrag von sparrow1967 28.02.11 - 11:04 Uhr

Oh ha...

also wegen schlechtem Wetter ist bei uns noch nie die Hundeschule ausgefallen. Wir sind bei JEDEM Wetter auf dem Hundeplatz...Regen, Schnee, Matsch...egal. Die Hunde juckt das nicht.

Zu den Leckerlis: ich nehme auch nicht das normale Fuuter als Belohnung- sollte man auch nicht tun. Ich koche entweder Hühnerherzen und schneide sie klein oder aber es gibt ein anderes Trockenfutter- etwas, das sie sonst nicht bekommt. Es soll ja ein Anreiz da sein- eine Belohnung. Wenn du JEDEN Tag n Steak bekommst...würdest du dich über ein Steak als belohnung freuen? ;-)


Such dir lieber ne Hundeschule, wo du z.b. 10 Trainingseinheiten hast- und kein Dauervertrag ( liest sich so bei dir) denn nach 10 mal kannst du sagen: ich höre auf- oder aber ich mache weiter.

WIr machen Welpenagility und Grunderziehung - und bekommen immer SOFORT Tips und Anregungen, wenn wir etwas falsch machen.


sparrow

Beitrag von prinzessin21 28.02.11 - 11:32 Uhr

Danke für deine Antwort.

Ja, ich kenne auch keine anderen Hundeschule, die bei schlechtem Wetter das Training ausfallen lassen. Hätte ich das vorher gewusst, wäre diese auch nicht in Frage gekommen. Wir gehen ja schließlich auch bei Wind und Wetter mit dem Hund raus.
Wir haben einen halbjahres Vertrag. Eigentlich wäre der schon ausgelaufen, aber da ich mich wegen der ausgefallenen Stunden beschwert habe, wurde uns ausnahmsweise die Zeit angehängt. Auslaufen tut der Vertrag nun nächste Woche.

Mit dem Futter, das verstehe ich auch, dass den Hunden es irgendwann langweilig werden könnte. Aber so viel auf einmal finde ich etwas komisch.
Ich dachte auch man sollte die Belohnung nicht zusätzlich geben sondern von der Futterration abziehen. Laut dem Trainer gibt es das jedoch zusätzlich, wovon unser Dicker ganz schön zugenommen hat.

Das Training mit dem jetzigen Trainer war generell sehr komisch. Er hat nicht viel geredet, mir kaum gesagt was ich machen soll. Als mal ne Richtungsanweisung, was in dem Getümmel recht schwierig umzusetzen war. Aber sonst gab es kein Gespräch. Erst als mein Mann ihn nach unserem Training angesprochen hat.

Nun, mal sehen wie die neue Hundeschule so ist

Beitrag von sparrow1967 28.02.11 - 14:19 Uhr

>>Eigentlich wäre der schon ausgelaufen, aber da ich mich wegen der ausgefallenen Stunden beschwert habe, wurde uns ausnahmsweise die Zeit angehängt.<<

Ausnahmsweise???

Dafür hab ich schließlich bezahlt. Wenn es MEIN Verschulden ist, sieht die Sache anders aus.


Ja- man sollte es von der täglichen Futterration abziehen- aber das heißt ja nicht, dass es nicht trotzdem ein besonderes Leckerchen sein darf ;-)

Käse und Wurst füttern wir nicht- wie gesagt; Hühnerherzen ( gibts gefroren beim Rewe oder Edeka/Comet) kochen- das ist ein fettarmes Leckerchen!!

Schau, dass du ne PRobestunde in der neuen Hundeschule machen darfst - un der zähl ruhig, wie es dir in der anderen Schule ergangen ist und ´betone, dass du SOETWAS nicht mehr möchtest!



sparrow

Beitrag von prinzessin21 01.03.11 - 09:32 Uhr

Danke nochmals für deine Tipps.
Das mit den Hühnerherzen probiere ich mal. Hört sich (für den Hund) lecker an.
Wir waren nun gestern mal mit unserem Züchter in der Hundeschule, in welcher er auch ist. Ist für uns zwar mit knappen 40 km etwas weiter, aber wenn die gut ist werden wir dahin wechseln. Am Wochenende haben wir ein Probetraining, mal sehen wie das klappt.
Danach werde ich auf jeden Fall das Gespräch mit den Verantwortlichen unserer Hundeschule suchen.

Liebe Grüße

Beitrag von michi0512 28.02.11 - 12:39 Uhr

Hallöchen,

du könntest von meiner Rotti-Dame schreiben. Sie ist auch 8 Monate alt.

Das gleiche Verhalten (Ziehen, Springen etc.) Zeigt sie auch an der Leine - aber NUR auf dem Hundeplatz.

Also habe ich pausiert - seit nunmehr 5 Wochen waren wir nicht da. Und wir Trainieren zu Hause eifrig. Zum Sommer werde ich es nochmals versuchen in der Hoffnung dass ihre wilde Phase dann etwas abgeklungen ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbersprungbewegung

In dem Link gehts um s.g. Übersprunghandlungen/bewegungen die im Welpen -u. Rüpelalter (was unsere gerade durchmachen) recht häufig vorkommen.

glG

Beitrag von prinzessin21 01.03.11 - 09:35 Uhr

Danke für deine Antwort
Das macht mir ja Mut, dass nicht nur mein Hund dieses Verhalten zeigt. Kam mir schon blöd vor, weil mein Mann von dem Trainer gesagt bekommen hat, es läge an mir. Dabei macht er das wirklich nur in der Hundeschule.
Der Link beschreibt es wirklich sehr gut.

Liebe Grüße

Beitrag von pechawa 28.02.11 - 13:14 Uhr

Hallo,

erstmal finde ich diesen häufigen Trainerwechsel in so kurzer Zeit nicht gut, zumal da wohl jeder seine eigenen Methoden hat, die unterschiedlich sind.
Meine Meinung: wenn euer "Dicker" Zuhause gut hört, liegen eure Probleme wahrscheinlich an der Situation in der Hundeschule:
1. Trainerwechsel mit unterschiedlichen Methoden. Hunde reagieren auf kleinste Veränderungen und sind irritiert, wenn sich da ständig was ändert.
2. Er ist in der Pubertät, sowieso eine schwierige Phase in der Hundeerziehung
3. Nicht akzeptierbarer, ständiger Ausfall
4. Er ist durch die Umstände in dieser Hundeschule total abgelenkt, er findet das alles hochinteressant, da seid ihr als Hundeführer unwichtig. Ehe ihr mit Training oder Agility anfangt, müsste euer Hund erst leinenführig werden, wenn Hundegesellschaft drumherum ist.
Wie war denn eure Welpenschule? Wahrscheinlich durften die Welpen herum laufen und miteinander spielen ..... und genau das kann dazu führen, dass diese Hunde in Gesellschaft anderer Hunde sofort lospreschen wollen....! Euer Training sollte also für die Zukunft für euren Hund definitiv interessanter sein, als das Spielen mit Kumpels. Ich würde das gesamte Futter als Belohnung füttern und gebe dir den Rat, mit einem hungrigen Hund eine andere Hundeschule zu besuchen - schau dir aber die nächste genaustens vorher an,

LG Pechawa

Beitrag von prinzessin21 01.03.11 - 09:58 Uhr

Danke für deine Antwort.
Erstmal zu unserer Welpenschule. Dort durften die Hunde die meiste Zeit miteinander toben. Die letzen zwanzig Minuten haben wir erstes Unterordnungstraining gemacht. An der Leine hintereinander über den Platz, über einen kleinen Parcours (verschiedene Untergründe, Tunnel, leichte Steigung etc) und erstes "bei Fuß", "sitz", "platz" und "bleib".
Das hat immer recht gut geklappt, da die Trainerin genau darauf geachtet hat die Hunde so aufzustellen, dass Hunde, die nicht miteinander konnten bzw. viel miteinander tobten weit auseinander waren.Gegebenenfalls teilte sie die Gruppe dann auch.
Warum wir so oft neue Trainer bekommen weiß ich nicht, kann mir dort auch keiner sagen (hab schon nachgefragt, Antwort "ist halt so!").
Ich komme mir schon vor wie der hoffnungslose Fall an dem sich jeder mal versuchen darf. Dabei hat das Training immer gut geklappt, es gab halt nur öfter mal Meinungsverschiedenheiten (wie eben die Sache mit dem Futter).
Klar, dass unser Dicker nun im Flegelalter mehr austestet. Darauf reagiere ich natürlich auch und wir haben ihn (zuhause zumindest) sehr gut im Griff.
Der Ausfall ist, denke ich, mit ein Grund warum es in der Hundeschule nicht klappt. Es ist ja jedesmal eine neue Situation für ihn, nichts beständiges. Wäre er die anderen Hunde und den Platz (bzw. jetzt die Halle) gewohnt, weil er das alles regelmäßig erlebt, wäre er dort meiner Meinung nach nicht so aufgedreht.
Leinenführig ist er, zuhause zumindest. Auch in Hundegesellschaft. Wir haben viele Freunde und Nachbarn mit Hunden, mit welchen wir uns täglich zum Gassi gehen treffen. Dort hört er mit und ohne Leine sehr gut, zieht nicht an der Leine und springt mich oder andere auch nicht an. Das Problem haben wir wirklich nur auf dem Hundeplatz bzw. erst seit wir in der Halle sind.
Wir werden nun am Wochenende in einer anderen Hundeschule ein Probetraining machen. Die ist zwar etwas weiter weg, aber wenn sie uns zusagt nehme ich das gerne in kauf.

Liebe Grüße

Beitrag von pechawa 01.03.11 - 12:14 Uhr

Hallo,

das mit der Welpenschule ist genau der Punkt! Dein Hund hat als Welpe gelernt: wenn ich dorthin komme, gibt es erst mal Toberei! Und nun will er es immer es haben! Ich mag absolut keine Hundeschulen, wo die Welpen erst mal toben dürfen. Natürlich ist das nicht einfach für die Kleinen, aber Schule ist Schule und man kann verlangen, dass in den 60 Minuten einmal pro Woche richtig "gearbeitet" wird! Dein Hund hat gelernt "ich komme dorthin und dann hab ich mein Programm"
Ein Wechsel wird euch bestimmt gut tun und vielleicht, reagiert dein Hund in dieser neuen Situation so, wie du es möchtest - ich drücke die Daumen ;-)

LG

Beitrag von hafipower 28.02.11 - 13:19 Uhr

Hey,

da du ja schon beschlossen hast, die HS zu wechseln, brauch ich das ja nicht zu sagen.

Aber was hast du denn für ein Problem mit einem Kettenhalsband? Ich verwende auch eins bei unserer Schäferdündin (knapp 3, aber ich glaub noch verrückter als deiner).
Wohl dosiert, kann es dir helfen, mit der richtigen (!) Leine, damit es von selbst wieder aufgeht, ist das echt gut. Viel besser als ständig an einem normalen Halsband rumzuziehen oder am Geschirr zu hängen.
Ich benutze eine ganz leichte Lederleine mit ca. 1m Länge und einem sehr leichten Karabiner, da sonst die Kette nicht wiede aufgeht.
Meine Hündin braucht mittlerweile die Kette eigentlich nicht mehr, aber sie weiß dadurch, das auch "gearbeitet" wird.

Zu der Leckerli-Gabe:
Kauf dir ne Packung so Frolic-Ringe (gibts in kleinen Packungen, das reicht), die sind super weich.
Verbrech sie aber in ganz kleine Stücke, so, dass du nachher aus einem Ring ca. 6-8 kleine Leckerli-Teile hast. Das ist Leckerli genug!!!
So ist es wirklich nur Leckerli und keine Mahlzeit.

LG
hafipower

Beitrag von prinzessin21 01.03.11 - 10:14 Uhr

Danke für deine Antwort.
Das Kettenhalsband ist meiner Meinung nach nicht die Lösung für unseren Dicken. Zumindest nicht wenn sie auf zug steht. Wir haben es ja ausprobiert aber es war mir zuwider einen röchelnden, ziehenden Hund an der Leine zu haben. Da ist mir die Gefahr einer Verletzung viel zu groß.
Mit dem Geschirr hats überraschend schnell gut geklappt.

Die Frolic Ringe probieren wir mal aus.

Liebe Grüße

Beitrag von hafipower 01.03.11 - 13:16 Uhr

Hey,

nein, die Kette darf NICHT unter Zug stehen - das ist ja völlig verkehrt.

Die Kette soll ein IMPULS sein.

Bei uns läuft das so:
Kommando "Fuuß" (normales Gehen), wird meine Hündin schneller und ich hab nur ihre Hinterhand an meinem Bein, bekommt sie von der Kette einen Impuls, kurz die Kette anrucken, damit sie etwas zugeht (muss natürlich kurz spürbar sein), parallel "Fuß", Hand nachgeben, so löst sich die Kette sofort wieder.

Kommando "Fuuuuuuß" (das ist schon eher durch die Landschaft schlendern), auch wie oben.
Sie muss sich meinem Tempo, so wie dem ausgesprochenen Tempo anpassen.

Also wirklich nur Impuls, die Kette ist keine Sekunde zugezogen und löst sich selbstständig wieder.
ABER: der Hund muss sie richtig (!!!) herum aufhaben. Wenn sie falsch herum ist, geht sie nicht mehr auf.

LG