Einschlafpropleme und Schlafprobleme mit 2 1/2 Jährigem

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von maundma 28.02.11 - 13:33 Uhr

Hallo liebe Urbianer,

mir liegt heute etwas auf der Seele. Und zwar bezieht es sich auf das Schlafverhalten von unserem Sohnemann (2 1/2 Jahre)

Vielleicht hier mal ein Verlauf seines Schlafverhaltens:

0 -3 Monate er hat bei uns im Schlafzimmer im Stubenwagen geschlafen.
3 - 4 Monate er hat im Stubenwagen in seinem Zimmer geschlafen.
4 Monate - 2 Jahre und 2 Monate er hat in seinem Gitterbettchen in seinem Zimmer geschlafen. Haben dann am Anfang auch das alleine einschlafen geübt, so nach dem Motto, die Abstände immer länger werden lassen, in denen man zu ihm ins Zimmer kommt um ihn zu beruhigen.

Dann ist er in sein neues Zimmer umgezogen und das schlafen hat gut geklappt.
Irgendwann mussten wir die Tür einen Spalt auflassen, damit er alleine einschlief.
Dann kam irgendwann die Zeit, wo er sagte: "Mama nicht weggehen" und ich ihn dann damit beruhigt habe:Er soll rufen wenn was ist, ich komme dann.

Ein Zwischenfall hatten wir, da hat er noch mal abends geweint und ich hatte es nicht sofort mitbekommen, war gerade beim Wäscheaufhängen...
Ob das vielleicht sozusagen das Vertrauen ein bisschen ins Wanken gebracht hat, dass ich ihn nicht immer höre? Aber wie kann ich ihm das erklären, dass es nicht wieder passiert?

Mittlerweile ist es so, dass er gar nicht mehr alleine einschläft. D.h. er sagt immer: "Mama nicht weggehen...".. "Nicht hören..." damit meint er er will nicht durchs Babyphone gehört werden.
Und wenn er bemerkt dass man weggeht (weil man gemeint hat er ist eingeschlafen), dann ist er wieder glockenhellwach, unglücklich und lässt einen nicht weggehen.
Seit drei Wochen ist er tagsüber trocken... vielleicht auch ein Grund? Nachts lasse ich ihm aber noch eine Windel an. Er hat also eigentlich keinen Druck.

Ich habe es auch schon versucht ihn weinen zu lassen, aber es scheint mir kein torziges sondern ein ängstliches weinen zu sein.
Außerdem wacht er abends/nachts häufig auf. Anfangs versuchen wir ihn dann immer noch in seinem Zimmer wieder zum schlafen zu bewegen, aber so um 3 oder 4 Uhr will man nur noch schlafen und dann nehmen wir in meist mit in unser Bett.

Also im Prinzip war er anfangs ein problemloser Schläfer und so nach und nach wurde es immer komplizierter.
Tür auflassen, Licht im Flur an.... dann Mama/Papa dürfen nicht weggehen beim einschlafen.....

Es ist wirklich anstrengend, weil mit dem Kleinen zwischen uns schläft es sich natürlich nicht sonderlich gut.

Was meint ihr was wir tun können, damit er wieder sein altes Schlafverhalten an den Tag legt?

Oder ist es eine Phase die man durchstehen muss und die von alleine aufhört?
Oder gewöhnen / verwöhnen wir ihn nun an das nicht alleine einschlafen und bekommen es so nur noch schwer aus ihm raus?


Bin dankbar für eure Meinungen und Erfahrungen.

Danke,
maundma

Beitrag von diana.rudnik 28.02.11 - 14:56 Uhr

hallo maundma,

erstmal, du/ihr seit nicht allein. wir hatten das auch.
unser sohn schlief von 4 mon bis 16 monatenm ohne probleme allein in seinem zimmer. dann hatten wir bzw er ein schreckliches erlebnis und seit dem ging gar nichts mehr.

ums abzukürzen, nach einem jahr kampf habe ich entschieden, dass er bei mir/uns schläft. das ist für alle seiten die beste lösung gewesen. vor allem konnten wir wieder alle schlafen.

ich hoffe es steinigt mich keiner, aber ich bin mittlerweile ein großer befürworter des familienbettes. auch bin ich der festen überzeugung, dass er irgendwann von selbst kommt und wieder in seinem zimmer schlafen wird.

ich hoffe ich konnte dir was helfen.

lg diana und bruno 5 und #baby (37ssw)

Beitrag von maundma 28.02.11 - 15:11 Uhr

Liebe Diana,

vielen Dank für deine Worte...
Ich bin ja auch am überlegen ob das Familienbett nicht doch eine ganz gute Sache in dieser Beziehung ist. Aber ehrlich gesagt würde ich schon gerne dann das ganze irgendwann wieder beenden können? Wie lange wollen die denn bei einem schlafen?
Ich war eigentlich so stolz darauf, dass es relativ schnell mit dem alleinigem einschlafen geklappt hat und nun ... da ist das Kind aus dem gröbsten raus ;-), haben wir da so nen kleinen Rückschritt... Naja ist halt so....

Liebe Grüße,
maundma

Beitrag von zahnweh 28.02.11 - 16:17 Uhr

#herzlich ich finde es auch super :-)

oft machen doch wir Eltern einen Kampf um etwas, was wir gar nicht bräuchten. Dabei machen wir uns und unseren Kindern das Leben oft schwerer als es sein müsste...

Beitrag von zahnweh 28.02.11 - 16:14 Uhr

Hallo,

meine hat auch immer wieder solche Phasen. Je mehr ich auf sie eingehe und ihre Bedürfnisse ernst nehme, desto schneller ist diese Phase vorbei.

Wir teilen uns ein Bett oder ich schlafe im Kinderzimmer... je nachdem was sie gerade braucht:

"Oder gewöhnen / verwöhnen wir ihn nun an das nicht alleine einschlafen und bekommen es so nur noch schwer aus ihm raus? "

Nein!
Spätestens in der Pubertät will er von sich aus alleine schlafen. Es wird also nicht ewig dauern ;-)

Aus eigener Erfahrung:
ich wurde in mein Zimmer quartiert und sollte alleine schlafen. Ich hatte nachts Angst und je weniger meine Eltern drauf eingingen, desto mehr Angst hatte ich!
Auch heute noch. Ich schlafe bei Licht besser und bin froh, wenn hin und wieder der Kühlschrank vibriert. Ich wache öfter auf, wenn ich allein bin ...
Mir fehlt die Sicherheit und Geborgenheit. Tagsüber habe ich genug davon bekommen! Aber nachts musste ich meine Ängste alleine verarbeiten und das prägt mich noch heute.

Nicht nur mich. Ich habe Freunde, die als Kinder alleine schlafen mussten. Ihnen geht es oft ähnlich wie mir. Diejenigen, die ins Elternbett durften - ohne Weinen oder Warten müssen, die haben am wenigsten Angst, schlafen auch im Dunkeln problemlos und brauchen nachts kein Nachtlicht. (Fiel im Schullandheim am meisten auf).

Geschlafen habe ich damals übrigens kaum. Als mir klar wurde, dass meine Mutter auf Rufen zwar kommt, aber nicht will, dass ich mit ins Elternschlafzimmer darf (nur als ganz große Ausnahme; aber auch das Spüren/Wissen, dass es nicht erwünscht ist), ließ mich resignieren. Ich hab irgendwann aufgehört zu rufen, obwohl ich Nähe brauchte.

Meine Eltern haben dann wieder durchgeschlafen. Ich lag wach bis ca. 1 Uhr, hab dann bis 3/4 Uhr geschlafen und dann noch mal ab 5 Uhr und war morgens grätig. Besonders im Grundschulalter war das anstrengend.
Rufen hat sich wie gesagt nicht mehr "gelohnt". Meine Mutter kam, beruhigte mich für den Moment, aber mit der Angst blieb ich dann eben doch alleine zurück.
Ach so, tagsüber klebte ich umso mehr an meiner Mutter. Bis Mitte Grundschule klammerte ich total und weigerte mich sehr, loszulassen. Da war immer die nicht greifbare Angst, sie könnte mich verlassen (sie kam nachts immer, wenn ich rief), aber die Angst allein gelassen/bleiben zu müssen, hat mich sehr lange begleitet. Und da sie nachts nicht blieb, klammerte ich mich tagsüber umso mehr.

Bei meiner 3,5 Jahre merke ich deutlich: je mehr ich auf ihre Nähebedürfnisse nachts eingehe (kürzlich war sie stündlich wach), desto besser geht es ihr. Desto schneller schläft sie wieder durch. Desto mutiger ist sie tagsüber.


Habt ihr die Möglichkeit eine Matratze ins Elternschlafzimmer zu legen?
Oder passt das Gitterbett bei euch rein?
Wie ist es, wenn ihr im Kinderzimmer schlaft?

Wie gesagt, es wird nicht für ewig sein!
Meine schmeißt mich tagsüber immer mal wieder rauß. Sagt dann zwar, dass sie nachts auch allein sein will, braucht dann aber doch noch Nähe und ruft mich dann. Macht nix. Spätestens beim ersten Freund, wird sie mich aus ihrem Zimmer verbannen und ich an die Kuschelzeit von jetzt denken ;-) #verliebt

Beitrag von clautsches 28.02.11 - 17:52 Uhr

Warum machen es sich so viele Eltern so kompliziert?

Wir schlafen selbstverständlich gemeinsam in einem Bett, wenn mein Sohn nicht allein schlafen will.

LG Claudi

Beitrag von maundma 01.03.11 - 07:39 Uhr

Wenn ich all eure Antworten so lese, werden wir es dann wohl erst mal so beibehalten, dass wir bei ihm bleiben und er nachts zu uns kommen kann.

Er hat ein 90 * 200 cm Matratze, so kann ich mich auch dazu legen.

Ich denke wir waren bisher einfach zu verwöhnt!

Naja ist nicht so schlimm, dann ändern wir jetzt unser Schlafverhalten ;-)
Danke euch allen!
maundma