Man muss Kindern doch sagen, warum man ihnen etwas verbietet?!

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von mamab5 28.02.11 - 13:55 Uhr

Hallo,

wie handhabt Ihr das? Wenn mein Sohn etwas nicht tun soll, sage ich ihm auch warum.

ZB: Steck Deine Finger nicht in den Video-Recorder (ja, wir haben noch einen), da kannst Du Dir wehtun, wenn sie steckenbleiben.

Nimm bitte nicht die CDs aus den Hüllen, sie können verkratzen und spielen dann nicht mehr.

Schlag nicht mit dem Holzlöffel gegen den Fernseher, er kann kaputt gehen.


Ich weiß nicht, inwieweit mein Sohn es versteht oder nachvollziehen kann. Aber ich denke doch, dass es wichtig ist, die Gründe für etwas zu kennen.

Wenn meine Schwiegermutter ihm etwas verbietet, heißt es immer: Oma will das nicht.

Das ist alles. Das reicht doch nicht, oder?

Mein Mann sagt jetzt auch schon immer: Papa will das nicht.


Liege ich nun falsch, weil ich möchte, dass mein Sohn auch weiß warum er etwas nicht darf?

Er soll ja auch lernen, dass ein Grund dahinter steckt, und dass ich ihm nicht nur aus Lust und Laune heraus was verbiete.

Nicht dass ihr jetzt meint, ich würde meinem Sohn ständig was verbieten. Er darf ausprobieren und erkunden. Nur wenn er sich verletzen könnte oder Dinge ernsthaft beschädigen könnte, greife ich ein.

Liebe Grüße

mamab

Beitrag von perserkater 28.02.11 - 14:02 Uhr

Hallo

Du hast Recht. Aber dein Partner + Mutter auch.:-p

Das "optimale" wäre:

Ich möchte nicht, dass du an die CDs gehst. Die können zerkratzen und dann sind sie kaputt.

Also, du erklärst und das ist gut so aber wenn du dich persönlich mit einbringst ist es für dein Kind noch besser nachvollziehbar. "Ich möchte..." und nicht "Du sollst...".
Mich erschließt aber nicht, warum dein Mann und deine Schwiemu in der 3.Person von sich reden. #kratz

LG

Beitrag von rmwib 28.02.11 - 14:06 Uhr

Ich erkläre auch meistens.

Kombiniert aus "Ich möchte nicht, dass Du..., weil..." manchmal hab ich es eilig, oder wenn Gefahr im Verzug ist, dann reicht auch mal ein scharfes NEIN #schein
Das Wort benutz ich selten, deswegen hat das hier Signalwirkung :-D
Ich verbiete auch nur Dinge, die gefährlich für ihn sind.
Und manchmal, weil es halt nicht anders geht (Arzttermin und der Herr hängt mit dem Kopf in den Wolken und möchte gerne in die andere Richtung marschieren...)... aber selten ohne Erklärung.

Beitrag von 1973sonja 28.02.11 - 14:12 Uhr

Hallo,

ich erkläre meiner Tochter auch immer, warum sie etwas nicht darf. Ich sage aber auch "Ich möchte nicht, daß...weil". Den Umgangston finde ich besser. Ich versuche dabei, bestimmt zu klingen, aber nicht zu meckern, das wäre m.E. auch wieder falsch.
In wieweit meine Tochter das versteht, da bin ich auch noch unsicher, aber ich sage es trotzdem immer. Man sagt ja, die Kleinen verstehen mehr als man denkt.

LG Sonja

Beitrag von dentatus77 28.02.11 - 14:49 Uhr

Hallo!
Prinzipiell gebe ich dir recht, aber soll ich meiner knapp 2jährigen Tochter sagen: "Iss nicht soviel Schokolade, du wirst zu dick", wenn ich ihr die Schokolade wegnehme und verbiete?
Ganz davon abgesehen ist das Argument: Mach das nicht, das geht kaputt für meine Tochter eher ein Ansporn, sie liebt es Dinge kaputt zu machen und ist dann ganz stolz.
Liebe Grüße!

Beitrag von schaefchen8 28.02.11 - 20:22 Uhr

Ich mache es genauso wie du. Ich erkläre, warum mein Sohn etwas nicht tun soll. Wobei er jetzt fast 2 1/2 ist und ich bei vielen Dingen oft nur "nein" oder "lass das bitte" sage, weil ich shcon 1.000 mal erklärt habe, warum er das nicht tun soll. Versuche dann aber in einer ruhigen Minute mit ihm darüber zu sprechen, warum verschiedene Dinge gefährlich sind.

ABER ich finde es vollkommen in Ordnung, wenn dein Mann und deine Schwiegermutter dies anders handhaben. Es ist doch ok, wenn Kinder schon früh lernen, dass jeder Mensch ein wenig anders tickt und eine andere "Weltanschauung" hat. Ich sehe darin kein Problem, schließlich erklärst du deinem Kind das "warum" ja eh, da müssen es nicht auch noch 2 andere machen.

Liebe Grüße

Beitrag von hailie 28.02.11 - 22:41 Uhr

Ich gebe dir Recht.
Die "Erklärung" deines Mannes und der SchwiMu gehen gar nicht. Die meisten Kinder werden auf so eine Ansage eher bockig reagieren, was ich auch nachvollziehbar finde. :-p

LG