Leukämie mit drei Jahren!!!!

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von wiiesel 28.02.11 - 14:08 Uhr

Hallo,
ist vielleicht eine ungewöhnliche Frage, aber die Situation an sich ist schon so schlimm, das es mir wichtig ist vielleicht auf diesem Wege ein paar Tipps zu bekommen.
Eine meiner besten Freundinnen weis seit letzten Mittwoch das ihr dreijähriger Sohn Leukämie hat. Genauer All. Sie hat noch einen älteren Sohn der im Sommer fünf wird. Wer war schon einmal in so einer Situation, sei es direkt betroffen oder so wie ich sehr nah. Ich würde ihr so gerne helfen, doch möchte ich sie auch nicht bedrängen.
Ich habe sie selbst schon gesprochen im Krankenhaus, den Kleinen durfte ich leider nicht besuchen da ich noch an einen Infekt rummache.
Vielen dank für eure Erfahrungen und Idee.
Wiiesel

Beitrag von mariek. 28.02.11 - 14:54 Uhr

persönlich habe ich es nicht erlebt,habe aber einige schicksale mitbekommen da ich kinderkrankenschwester bin.Was gerade die eltern betrifft dauert es ersteinmal lang bis sie es richtig begreifen und da kannst du nicht viel machen.sprich mit ihr darüber wenn SIE es will.und oft ist man die beste hilfe wenn ihr der alltag ein wenig abgenommen wird (haushalt,auf´s kind aufpassen,etc.)sodass sie sich erst einmal auf das kranke kind konzentrieren kann und für ihn da sein kann.Auf jeden fall rate ich von tips ab wie man was besser machen könnte.das will in der situation kein mensch hören.
sei da wenn sie hilfe braucht!!

Beitrag von wiiesel 28.02.11 - 15:46 Uhr

Vielen Dank,
das die Eltern Zeit brauchen um das zu begreifen ist sicher richtig. Sie steht denke ich unter Schock. Funktioniert einfach und konzentriert sich von einen auf den anderen Tag.

Beitrag von stefannette 28.02.11 - 17:46 Uhr

Ich denke, dass es gut wäre ihr so viel wie Du kannst abzunehmen. Biete ihr an den Großen mal zu nehmen (oder sogar zu festen Zeiten) oder mal die Wäsche zu machen, putzen o.ä. Für sowas hat sie sicher keinen Kopf!
Auch das Angebot, dass Du jederzeit für sie da bist,wenn sie mal reden will, ist sicher gut!!
Wie schecklich für die Familie!! Gute Besserung!

Beitrag von barzoli 01.03.11 - 10:24 Uhr

Hallo Wiiesel,

ich kann Dir aus eigener Erfahrung ein bisschen berichten, da unsere Tochter ebenfalls betroffen ist.

Deine Freundin erwartet nun eine harte Zeit, in der sie immerwieder mit ihrem SOhn in der Klinik sein wird. ( in welcher STadt wird der SOhn behandelt? gibt es dort ein Elternhaus?)

Die Therapie wird in mehreren Chemoblöcken sein, dazwischen wird er immerwieder nach Hause entlassen und hier beginnt dann auch der "Stress"
Deine Freundin wird den Zwerg nicht mitnehmen können zum Einkaufen, auf den Spielplatz, ins Schwimmbad..... er wird nicht mit Sand,Tieren und vor allem nicht mit größeren enschenmengen in Berührung kommen dürfen, das bedeutet für Deine Freundin, dass sie jede helfende Hand gebrauchen kann.

Zu Hause muss auch alles sauber gehalten werden, es gelten bestimmte regeln beim Essen usw. Die kleinen Zwerge können aufgrund von ganz normalen Haushaltskeimen septisch werden.

Unterstütze Deine Freundin beim Einkaufen, biete immerwieder Deine Hilfe an auch wenn der erste Schock vorbei ist, gerade dann werden die Tage die man zwangsweise zu Hause verbringen muss sehr lang, irgendwann gehen einem die Ideen aus, wie man das Kind und sich bei Laune halten kann.

Oft muss man auserplanmäßig mit Fieber etc. in die Klinik, wir fanden es sehr hilfreich, wenn uns in der Zeit jemand zu Hause Ordnung gemacht hat, den Kühlschrank gefüllt hat etc.

Unser Problem war, dass uns niemand bedrängen wollte, dadurch haben wir leider sehr viele Kontakte verloren, versuche Teil zu haben, Frage nach und interessiere Dich.
Der Ausbruch eine solchen Erkrankung bedeutet für die Eltern, die eigenen Bedürfnisse für eine sehr lange Zeit zu begraben, alle Planung für die Zukuft ist dahin, sie müssen jetzt lernen, flexibel zu sein, unterstütze sie dabei.

Bei Fragen kannst Du Dich gerne melden.

Alles Gute für den Kleinen.

Grüsse Barzo