Scheidung

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Frage habe 28.02.11 - 14:09 Uhr

Hallo erst einmal
Ich bin mit meinem Mann sieben Jahre zusammen, davon 1,5 Jahre verheiratet. Schon seit langem merke ich, dass wir uns in völlig verschiedene Richtung entwickeln und ich nicht mehr wirklich glücklich bin.
Wahrscheinlich würde ich jetzt trotz alledem nicht über Scheidung nachdenken, wenn nicht jemanden kennengelernt hätte.
Es handelt sich um einen Kollegen von mir, mit dem ich mich extrem gut verstehe. Er weiß um meine Situation und wir reden auch über meine Probleme. Wir haben oft beide das Gefühl uns ohne Worte zu verstehen.

Inzwischen habe ich meinem Mann gegenüber ein sehr schlechtes Gewissen, wenn ich mich mit meinem Kollegen treffe, obwohl ich ihn nie betrogen habe.
Aber ich befürchte mich in den anderen verliebt zu haben, und dies ist sicherlich schlimmer als körperlicher Betrug.

Hat jemand schon mal eine solche Situation erlebt und welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Ich wäre für Rat sehr dankbar.

Beitrag von gh1954 28.02.11 - 14:16 Uhr

Wie kann man sich innerhalb von 1,5 Jahren derart auseinanderentwickeln?

Ich habe einmal so einen Fall erlebt. Hochzeit, Flitterwochen und am ersten Arbeitstag lernte die Braut einen neuen Kollegen kennen, die beiden verliebten sich und vor dem ersten Hochzeitstag war sie schon geschieden.

Beitrag von lichtchen67 28.02.11 - 14:25 Uhr

WArum heiratet man, wenn es schon lange nicht mehr stimmt #kratz?

Egal.. Dein Titel ist Scheidung... genau, trenn Dich von deinem Mann mit dem es ja schon so lang nicht mehr funktioniert, such Dir ne eigene Wohnung oder zieh am besten gleich zu dem Kollegen mit dem Du Dich ohne worte verstehst. Und hoff das es so bleibt und nach weiteren 7 Jahren nicht der nächste kommt, der Dich kribbelisch macht.

Lichtchen

Beitrag von Frage habe 28.02.11 - 14:41 Uhr

Ich finde solche Kommentare schon krass.
Es stimmt, warum haben wir geheiratet? Weil er es unbedingt wollte und ich mich als A.. gefühlt habe, dass ich es nicht wollte und dann halt irgendwann ja gesagt habe. Im Nachhinein sicherlich keine sinnvolle Entscheidung.

Natürlich ist keine Beziehung nach so kanger Zeit mehr wie am Anfang.
Aber will ich jetzt auch noch Kinder bekommen, weil er es will und dann in 5 Jahren mich trennen?
Ist das dann besser?

Beitrag von lichtchen67 28.02.11 - 14:49 Uhr

Wasn daran krass? Ich sagte doch, lass Dich scheiden, trenne Dich, zieh aus. Natürlich sollst du keine Kinder mit ihm bekommen.... Gut, der Rest war n bissl sarkastisch.... aber entbehrt nicht einer gewissen "urbia-Erfahrung".... sorry dafür.

Was gut und besser ist musst Du für Dich entscheiden.

Lichtchen

Beitrag von lass es! 28.02.11 - 15:01 Uhr

Also erstmal:
Inwiefern entwickelt ihr euch denn in verschiedene Richtungen und hast du schon mal mit deinem Mann darüber gesprochen?

Kinder habt ihr keine nein?

Du würdest nicht über Scheidung nachdenken, wenn du den Anderen nicht kennengelernt hättest? Na prima! Wäre jetzt natürlich schön einfach, sich zu trennen, wenn man danach nicht alleine da steht oder?

Mal ehrlich: Er ist ein Kollege von dir. Ist er gebunden, hat er Kinder?
Ihr versteht euch gut ja, aber bist du dir sicher, dass er dasselbe, wie du für ihn, empfindet?

Wenn aus euch nichts wird oder der eine, den anderen verletzt, kann das arbeitstechnisch dann noch funktionieren?

Ich denke, wenn du deinen Mann nicht mehr lieben würdest, hättest du KEIN schlechtes Gewissen, also scheint dir noch was an ihm zu liegen.

Ansonsten, rede mit ihm, sag was Sache ist ... alles andere ist einfach nur unfair!

Beitrag von Frage habe 28.02.11 - 15:12 Uhr

Stimmt es ist einfach und ich hasse mich im Moment selbst genug.
Ich bin feige und schwach, die schlimmsten Eigenschaften überhaupt.
Verachtung ist schon angebracht, das weiß ich.

Ne, mein Kollege ist ungebunden, keine Kinder, gleich alt.
Was es heißt, dass wir uns auseinander entwickeln? Es fängt damit an, dass er meinen Beruf (Lehrerin) nicht akzeptiert und ich mich somit auch nicht mit anderen Lehrern privat treffen soll. Weiter will er direkt Kinder, ich nicht, dafür habe ich schon viel zu lange Zweifel.
Ihm fehlt sämtlicher beruflicher Ehrgeiz, ich bin sehr ehrgeizig und dies führt zu Problemen. Er verrennt sich immer mehr in den Bodybildersport, denn ich weder schön noch toll finde. Es kommen noch die verschiedenen Bildungsebenen erschwerend hinzu.
Und weiß jetzt schon, dass wir uns in prizipiellen Einstellung bezüglich einer Kindererziehung komplett unterscheiden. Das heißt, spätestens dann würde es Probleme geben.

Beitrag von ??? 01.03.11 - 18:42 Uhr

Hallo,

kann es nicht einfach sein, dass ihr eine Routine entwickelt habt und du dir etwas Aufregung wünscht. Bedenke: Der Mann, den du jetzt so toll findest,
kann bald ein Frosch sein.

Bei mir war das auch so. Ich lernte einen Arbeitskollegen kennen und fand ihn super. Er war auch verheiratet. Wir beide liebten Wanderungen und gingen 1 - 2 im Jahr wandern, gemeinsam und es war immer so schön. Wir hatten tiefgründige Gespräche und es war super. Eines Abends gingen wir nach der Wanderung noch zum Essen und es knisterte. Von da war ich hin und her gerissen ... bis ...

Wir uns etwas besser kennenlernte und ich mitbekam, wie er mit seiner Frau umsprang UND als wir uns etwas besser kannte, war es aus mit der Rücksichtnahme - der Typ spurtete die Berge hoch, ob ich in dem Tempo mitkam oder nicht. Da war mir klar, was ich an meinem Mann hatte und schämte mich, dass ich das je in Zweifel gezogen habe!

LG