1000 Euro für jeden - Zukunftsmodell Grundeinkommen?

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von gudrunf. 28.02.11 - 18:40 Uhr

1000 Euro für jeden - Zukunftsmodell Grundeinkommen?

***

was meint ihr?

Wäe sowas möglich?

Würdet ihr dafür sein?

Beitrag von schwarzesetwas 28.02.11 - 18:54 Uhr

Nein.
Ich halte es für unmöglich, und ich bin auch dagegen.

Lg
SE

PS: Konnte mir allerdings nur den Text durchlesen, Ton geht wegen der Kinder noch nicht...

Beitrag von vwpassat 28.02.11 - 19:05 Uhr

Und wo soll das Geld herkommen?


Sollen dann die arbeitenden soviel Steuern und Sozialabgaben zahlen, dass auch nur 1000 € übrigbleiben?

Beitrag von sini60 28.02.11 - 19:06 Uhr

Völliger Schwachsinn.

Beitrag von cami_79 28.02.11 - 19:38 Uhr

Ich bin dagegen!

Beitrag von bi_di 28.02.11 - 19:45 Uhr

Das ist überhaupt kein Schwachsinn, sondern durchaus eine Idee, die von Wirtschaftsexperten ernsthaft diskutiert wird. Einer der Vorreiter dieser Idee des bedingungslosen Grundeinkommens ist übrigens der Besitzer und Chef der DM-Drogeriemärkte. Also keineswegs nur Käse spinnerter Linker.

Allerdings gibt es einen Haufen Modelle zu diesem Grundeinkommen und seiner Finanzierung. Wikipedia gibt da einen guten Überblick:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bedingungsloses_Grundeinkommen

Grüsse
BiDi

Beitrag von schwarzesetwas 28.02.11 - 20:11 Uhr

Deswegen haben wir auch hier eine DEMOKRATIE, die keine ist?! #winke

Selbst das ist in Deutschland nicht hinzubekommen...
Wie soll denn erst sowas funktionieren?!!!!!!!

Beitrag von duchovny 28.02.11 - 23:30 Uhr

Der Guido von der FDP wollte es ja, nur unter dem Namen Bürgergeld, nach der Wahl war davon aber keine Rede mehr, dies in irgendeinerweise in Angriff zu nehmen! Allerdings wollte der 620 €, meine ich!

Beitrag von tortenliesel 01.03.11 - 10:23 Uhr

Der " Guido" leidet ohnehin wie jede Partei unter dem "NachderWahlGedächtnisschwund". Da kommt Will Smith mit seinen Men in Bleck-Freunden und packt das "Vergess-Stift-Ding aus.... #rofl

Beitrag von gepard 28.02.11 - 19:54 Uhr

manch einer wär froh, wenn er soviel lohn bekommen würde......#heul


lg

Beitrag von tortenliesel 28.02.11 - 20:20 Uhr

Hallo,

ich bin absolut dafür, weil dadurch zum einen jede Menge Kosten eingespart werden würde (Bürokratieabbau), und zum anderen für ein halbwegs normales Leben gesorgt ist.

Dies sollte wunderbar durch den Abbau von Verwaltung etc. zu bezahlen sein. Weitere Subventionen (Kindergeld, etc. sollte ja dann auch wegfallen). Die Wirtschaft würde auch angekurbelt.

ist aber jetzt echt nur kurz angerissen...

LG, Sandra

Beitrag von vwpassat 28.02.11 - 20:23 Uhr

Und wie soll das finanziert werden?

63% Einkommenssteuer?

38% Mehrwertsteuer?

2 € Mineralölsteuer je Liter?

Beitrag von lockenlilly 28.02.11 - 20:25 Uhr

reg dich doch nicht so auf.

1000€ klingen am Anfang viel, aber man muß sehen, was davon alles zu bezahlen ist.

Beitrag von windsbraut69 01.03.11 - 06:53 Uhr

Ich denke, am meisten wird sich am "bedingungslos" gestört.
Wenn die heutigen schwarzen Schafe unter den Beziehern von Sozialleistungen praktisch legal ihr Schnorrerleben führen können, wird das die Motivation der Steuerzahler nicht erhöhen.

Gruß,

W

Beitrag von nele27 01.03.11 - 09:38 Uhr

Es gibt doch aber seriöse Rechnungen, die belegen, dass durch den Wegfall vieler anderer Subventionen das Grundeinkommen gar nicht so unrealistisch ist, wie es scheint.

Ich würde mit 1000 Euro übrigens niemals zu Hause bleiben. Wie soll ich davon leben?
Aber vll wäre dann für viele z.B. Arbeit und Familie noch besser zu vereinbaren, wenn man runter kann mit den Stunden.
Oder man kann sich Weiterbildung möglich machen.
und und und...

Es gibt übrigens Befürworter dieses Modells quer durch alle Parteien von der FDP bis zu den Linken.

LG, Nele

Beitrag von anni.k 28.02.11 - 21:40 Uhr

....ja und dann werden noch weniger leute es für nötig halten arbeiten zu gehen...
...andere stehen jeden morgen um 6 auf der matte und bekommen im monat vielleicht mal 100€ mehr...
echt toll... #augen

Beitrag von happla 28.02.11 - 21:49 Uhr

würdest Du aufhören zu arbeiten?
wahrscheinlich nein, weil du dadurch einen wichtigen lebensinhalt und eine menge zusatzeinkommen hast.
und derjenige, der nur 1000€ verdient, bekommt sie eben zu den Grundeinkommen dazu!
das ist dann doch wenigstens lebenswert.

finanzierbar ist das allemal, wenn man das GESAMTE system, in dem wir leben, überarbeitet (wegfall absonderlicher subventionen usw.)

man muss sich tiefer mit dem thema beschäftigen oder vorträge zum thema besuchen (häufig gegeben vom oben schon erwähnten dm-gründer).
das argument mit dem nicht mehr arbeiten gehen kommt da auch häufig, aber mal ehrlich, wer dann nicht arbeiten gehen will: pech gehabt, verdient er eben nix dazu!
du musst dafür keine sozialabgaben wie arbeitslosengeld usw. mehr bezahlen, finanzierst diesen menschen also keineswegs mehr aus deiner tasche das geld!

viele grüße,
h.

Beitrag von duchovny 28.02.11 - 23:28 Uhr

Es ist in diesem Modell so vorgesehen, dass jeder EGAL ob arbeitslos oder in Arbeit 1000,- bekommen soll. Wenn du arbeitest hast du dann deine 1000 € Grundeinkommen PLUS deinen LOHN, ohne dass der in irgendeiner Weise angerechnet wird oder das Grundeinkommen schmällert! Verstehst du, wie das gemeint ist?

Also hast du dann sagen wir 1500 € LOHN PLUS 1000 Grundeinkommen = 2500 €

Während der der nicht arbeitet die 1000 € hat!

Schlecht klingts ja nicht! Aber leider reines Wunschdenken, dies kommt nie durch die Regierung, EGAL wer regiert!

GLG

Beitrag von windsbraut69 01.03.11 - 06:55 Uhr

Und das, ohne Sozialabgaben zu zahlen?
Wo kommt die Kohle dann her?

Beitrag von duchovny 01.03.11 - 08:19 Uhr

Ganz viel durch Abschaffung von Bürokratie, denn da wären z.B. ARGEN, Wohngeldstellen, Sozialämter, Kindergeldstellen ect. sinnfrei und würden nicht mehr existieren! Dies spart riesig viel, wenn du mal die Zahlen siehst, die diese Bürokratie kostet, dann wird dir ganz schwar vor Augen! Dann sowieso die Sachen, die jetzt schon gezahlt werden, worüber ganz D meckert! ALG II, Kinderzuschlag, Wohngeld, Sozialhilfe, Kindergeld... hab ich was vergessen, ich denke mal so diverse Kleinigkeiten, für die man hier und dort Förderung beantragen kann!
Ich glaube in vielen Modellen davon ist vorgesehen, dass das Finanzamt die Auszahlung dieses Grundeinkommens managed!
Dazu dann sicher auch noch einige Steuererhöhungen, wie z.B. die Mehrwertsteuer!
Wie das mit den Sozialabgaben für Leute ohne Arbeit aussieht bin ich überfragt, wahrscheinlich soll diese dann von den 1000 € abgedeckt werden! Zur Zeit kostet die KV für jemanden ohne Einkommen rund 150 €. Wenn dies die KV für die Leute die ALG II bekommen erhalten würde, dann stehen sie sogar besser da als jetzt, weil der KV-Beitrag den die ARGE an die KV zahlt meines Wissens niedriger ist!

Ich hab mich jetzt nur oberflächlich mit dem Thema beschäftigt, aber die meisten Modelle haben Hand und Fuss!

Der Guildo von der FDP hatte das "Bürgergeld" doch in seinem Wahlprogramm, dies war nichts anderes als dieses bedingungslose Grundeinkommen, allerdings hatte er es viel niedriger angesetzt! Ich meine es waren 620 bei ihm!

An sich echt nicht schlecht, da gibt es dann keine Dikussionen mit der ARGe z.B. was für eine Wohnung für eine 5-köpfige Familie angesmessen ist, sondern die Familie hat MIN 5000 € und sie entscheiden dadurch selbst, ob sie 1000 für eine Wohnung ausgeben, oder 2000 ect. Müssen diese dann aber mit allen Konsequenzen tragen, da gibt es dann kein " meine NK sind so hoch, ich will Zuschüsse oder Übernahme"!

Die Summe 1000 € finde ich jetzt allerdings auch ein wenig hoch gegriffen, muss ich gestehen! Obwohl ich hab bald drei Kinder, da klingen 5000 für lau echt klasse! Allerdings weiss ich nicht, wie das im Detail gerechnet ist, vielleicht ist vorgesehen, dass Kinder weniger bekommen ect.

Ich denke aber wirklich es wird trotzdem es Wirtschaftsexperten für machbar halten, ein Wunsch bzw. eine Forderung bleiben wird! Aber an sich nicht schlecht! Da würde sich bei der Geburtenrate in Deutschland auch sicher was tun! Nur ich denke da geht dann echt die Gefahr von aus, dass die Jugend "verblödet". So nach dem Motto, ich hab meine 1000 wozu Bildung, Ausbildung, ich mache mir erstmal einen Lauen!

Boah, ist das lang geworden! Sorry!

Beitrag von kampfameise 01.03.11 - 20:40 Uhr

#pro

Beitrag von imzadi 28.02.11 - 23:06 Uhr

Nun, im Monent ist es ja so das Millionen Menschen arbeiten gehen und noch Zuschüsse vom Staat brauchen um zu überleben. Weder die ganzen richtigen Arbeitenlosen dazugerechnet, noch die 1 Eurojobber und Dauerpraktilankten werden bedacht.

Für viele Mennschen besteht kein Anreiz mehr zu arbeiten, fast genauso viel Geld bekommt man auch fürs Fernsehgucken.

Gebt JEDEN das gleiche ohne was zu tun, schon ist Arbeit wieder ein Anreiz. Im moment ist es doch für viele egal ob sie Arbeiten oder Geld vom Staat nehmen, das Netto macht keinen grossen Unterschied .

Beitrag von zottel 01.03.11 - 00:09 Uhr

Hallo,
ich halte das durchaus für machbar....man muß sich nur nicht an der Summe 1000 Euro aufhängen.


Ein Minimodell habenwir schon seit Jahrzehnten...Jedes Kind bekommt Kindergeld unabhängig von dem Einkommen der Eltern.

Zottel

Beitrag von unilein 01.03.11 - 01:12 Uhr

Als die Sklaverei abgeschafft werden sollte, haben auch alle geschrien: "Und wer soll dann die dreckige Arbeit machen?". Und ein Modell ohne Sklaverei funktioniert doch ;-)

Die die alle dagegen sind, sollten sich mal ein bisschen drüber informieren und ihren begrenzten Horizont ggf. etwas erweitern.

Nur weil die Realisierung des bedingungslosen Grundeinkommens auch jede Menge anderer Reformen voraussetzt/mitbringt und nicht einfach in dem System funktionieren kann, das wir jetzt haben, heißt es nicht, dass es absolut unmöglich ist.

Beitrag von nele27 01.03.11 - 09:33 Uhr

So sieht es aus.

Viele denken nur "1000 Euro für jeden, wie soll das gehen" aber blicken nicht mal etwas weiter über den Tellerrand.

  • 1
  • 2