Welchen Schaden habt ihr abbekommen??

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von hopelove 28.02.11 - 20:58 Uhr

Hallo!

Gestern habe ich folgende Frage gestellt:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=3046285&pid=19280647&bid=3

Während der Diskussion stritten sich zwei Frauen darüber was bei Kindern einen Schaden anrichtet. (Schreien lassen, schlagen usw.)
So jetzt hab ich überlegt was bei meiner Erziehung für Schäden entstanden sind? Ich durfte immer im Familienbett schlafen wenn ich gewollt habe, ich wurde immer getragen wenn ich geschrien habe aber ich bekam ab und an mal auf die Finger oder den Popo. Später kann ich mich nur an eine Ohrfeige erinnern. Ich weiß gar nicht was ich für einen Schaden habe. Ich kann sehr schlecht alleine Schlafen und bin auch sonst nicht gern alleine und denke über alles sehr lange nach. Sonst fällt mir nicht ein.

Wie sieht es bei euch aus? Könnt ihr was auf die Erziehung eurer Eltern beziehen?

Lg hopelove

Beitrag von sota 28.02.11 - 21:03 Uhr

hallo,

das ist eine sehr gute umfrage. da wir hier im freundeskreis schon oft die diskussion hatten :-)
vorweg... ich schlage mein kind nicht und lehne das in der erziehung auch total ab.
aber ... ich weiß nicht wie oft meine schwester und ich früher einen auf den po bekommen haben und das ordentlich, trotzdem hatte ich eine super schöne kindheit und ich liebe meine eltern immer noch und wir haben ein sehr gutes verhältnis. ich kann sagen, es hat uns nicht geschadet, ich habe mich normal entwickelt. es gab halt regeln und die mußten eingehalten werden. wir hatten respekt vor unseren eltern, aber keine angst.

lg sota

Beitrag von dodo0405 28.02.11 - 21:04 Uhr

Ich habe kein gutes Verhältnis zu meinen Eltern und mir ist es ein Graus, wenn man sich zu Geburtstagen etc. gratulieren muss. Wir geben uns meistens höflich die Hände, an Umarmung etc. ist nicht zu denken.

Ich musste als Kind extrem oft schreien, wenn ich keine Ruhe gab wurde auch schon mal die Türe des Kinderzimmers zu gesperrt. Geschlagen wurde ich ebenso, manchmal auch mit dem Kochlöffel

Beitrag von bine0816 28.02.11 - 21:07 Uhr

na das ist ja mal ein cooler thread...


also ich bin das 4. und letzte kind meiner eltern, ein nesthäkchen und nachzügler mit zwei großen brüdern, die sehr lange ihre finger über ihre kleine schwester gehalten haben, ich musste nur ein tränchen rausdrücken und habe eigentlich immer alles von ihnen bekommen.
bei meinen eltern war es eher so, dass ich immer zu ihnen kommen durfte und sie mir immer zugehört haben, ich hatte grenzen und wenn ich über die stränge geschlagen habe, bekam ich auch mal was auf die finger, was aber sehr selten war...
ich musste auch ab und zu ohne essen ins bett, aber ich bin der meinung, es hat nichts geschadet!


meinen dickkopf, die ungeduld und das chaotische schiebe ich eher auf den charakter;)

Beitrag von alkesh 28.02.11 - 21:11 Uhr

Meine "Probleme" kommen nicht aus meiner Kindheit von daher kann ich wohl sagen das alleine schlafen, nicht gestillt und ständig getragen werden, eine allgemein eher strenge Erziehung sowie hin und wieder eine auf den Po mir nicht geschadet haben.

Auch ich habe Respekt aber keine Angst vor meinen Eltern!

LG



Beitrag von sillysilly 28.02.11 - 21:14 Uhr

Hallo

daß ich immer kaum Schinken in den Schinkennudeln hatte. Im Ernst, bei meinem Mann war es genauso - darum ist in unseren Schinkennudeln auch wirklich Schinken zu finden.

der Witz meiner Mutter: das der Teufel aus dem Spiegel springt, wenn man ihm vorbei gehen hinein schaut. Jahrelang hatte ich Probleme bei uns im Gang in den Spiegel zu schauen.

Mein Mutter war alleinerziehend, wir haben uns super verstanden, aber 3 -4 mal hab ich auch eine abbekommen, weiß aber daß ich meine Mutter sehr beleidigt, provoziert haben muß


Was ich am Meisten vermisste ist Zeit im Alltag mit mir - wir waren 2- 3x im Jahr im Ausland im Urlaub
aber im Alltag hat meine Mutter kaum mit mir gespielt, auch keine Tischspiele oder mal ein Buch vorgelesen .....
Einfach mal aktiv Zeit zusammen zu verbringen im Spiel eben -


Das ich seit ich 6 Monate alt war schon im der Krippe war, dann im Kindergarten, dann im Hort - wäre gerne mehr zu Hause gewesen.
Wobei ich an den Kindergarten nur gute Erinnerungen habe.

Aber jetzt wo ich 3 Kinder habe, ist mir klar geworden, daß meine Mutter viel nicht verstehen konnte - von meinem Alltag, dem täglichen Streß ect. -
weil sie es nicht so kannte. Ich ja immer irgendwie untergebracht war, und sie so nur die schönen Zeiten mit mir hatte. Im Alltag war ich ja nicht da.
Weiß nicht wie ich es beschreiben soll ......


grüße Silly

Beitrag von mamavonyannick 28.02.11 - 21:16 Uhr

Hallo,

bei uns gabs auch eine hinter die Ohren. Nicht regelmäßig und ich würde es auch nicht als Prügel bezeichnen, aber es kam vor. Ich kann mich an zwei Situationen erinnern: Einmal ist meine Mutter mit ihrem Hausschuh hinter mit her gerannt, um mir damit den Hintern zu versohlen. Und einmal hat sie so unglücklich mir eine Ohrfeige verpasst (ich hatte mit ca 10 Jahren ein Kind als Schokopüppchen betitelt wegen ihrer Hautfarbe), dass ich Nasenbluten bekam. Allerdings kann ich mich nicht erinnern, dass mir die Schläge weh taten#kratz Icxh halte ihr das auch nicht vor, eher im Gegenteil, heute lache ich über die o.g. situationen, auch wenn sie damals sicher nicht schön für mich waren. Aber meine Mutter selbst wurde so erzogen, ihr Vater hat gern auch mal nen Gürtel benutzt#zitter
Für mich selber habe ich aber diese Methoden nicht übernommen. Ich klappse nicht und schlage meinen Sohn schon gar nicht. Und zwar ganz bewußt.
Ich wurde weiterhin schon mit einem Jahr zum Trockenwerden getrimmt und habe KEINE Klomacke. Mein Sohn durfte auch den topf recht zeitig kennenlernen, er war mit 27 Monaten komplett trocken, wurde aber nie gezwungen.
Ich habe auch von Anfang an in meinem eigenen Bett geschlafen und ich kann mir vorstellen, dass meine Mutter in diesem Bereich auch recht streng war. Familienbett gab es jedenfalls nicht.

Aber was soll ich sagen: Ich war super in der Schule, habe erfolgreich studiert, einen guten Job und ich führe eine gute Ehe. Mein Sohn ist ausgeglichen und lieb. Ich selber habe bestimmt meine Fehler, aber keine Angstzustände und schon gar nicht irgendwas, was ich auf die erziehung meiner eltern zurück führe.
Ich habe ein tolles Verhältnis zu meiner Mutter und sowohl als Kind/Teenager als auch heute weiß ich, dass ich mit allem zu ihr gehen kann. Trotz ihrer unterschiedlichen Erziehungsmethoden ist sie eine tolle Mutter und ich kann immer auf sie zählen. von daher würde ich sagen: Sie hat (bis auf kleine Schwächen) alles richtig gemacht.

vg, m.

Beitrag von ma-lu 28.02.11 - 21:16 Uhr

Hi,

lustig, dieselbe Frage habe ich mir neulich in Bezug aufs Fernsehen gestellt,. Ich komme aus einer sog. "Arbeiterfamilie", und bei uns wurde ziemlich viel ferngesehen. Ich kenne alle möglichen Kinderserien aus den 80ern und 90ern, guckte Aktenzeichen XY, Vorabendserien, Quizshows (Glücksrad, das war der Hit bei uns), Krimis usw. Dennoch habe ich Abi gemacht, ein Studium abgeschlossen und einen besonderen Schaden kann ich an mir bis jetzt nicht feststellen. Trotz sehr hohen Fernsehkonsums bin ich kommunikativ, kann mit realen Menschen sprechen, Kontakte aufbauen und aufrecht erhalten ;-).
LG
Ma-Lu

Beitrag von mukmukk 28.02.11 - 21:20 Uhr

Hallo!

Ich habe von Anfang an in meinem eigenen Bett im Kinderzimmer geschlafen und bin ein Flaschenkind weil meine Mama gerade mitten in den Abschlussprüfungen ihres Studiums war und dazu noch Alleinverdienerin (Papa auch noch Student, Eltern später getrennt). Ich bin mit wenigen Wochen tagsüber zur Oma gekommen (zweite Mama), von der ich in der Tat auch mal den Hintern versohlt bekam (auf die Windel).

Ich kann wunderbar allein schlafen, allerdings auch gut zusammen. ;-) Generell bin ich gern mal allein aber auch gern unter Menschen. Ich bin selbstständig aber mir ist die Meinung meiner Familie (speziell meine Mutter) immer sehr wichtig. Das ist der einzige "Schaden" der mir einfällt... Ich möchte es meiner Famillie immer Recht machen. Ich habe mich auch oft von meiner Mutter beeinflussen lassen (z.B. in Sachen Mode). Meine erste wirklich eigene Entscheidung war die Wahl meiner Ausbildung (Hotelfachfrau), die meiner Familie nicht "gut genug" erschien - zunächst. Im Nachhinein waren alle glücklich damit! :-)

Keine echten Schäden also, bin mit der Erziehung zufrieden - auch wenn ich selbst ab und an mal was anders machen würde! :-)

LG,
Steffi

Beitrag von modo 28.02.11 - 21:24 Uhr

Guten Abend,

also ich musste echt schmunzeln :-)

Klar ist meiner Meinung, dass wenn man so richtig geschlagen wird, dass nen Schaden hinterlässt.
Aber mal auf die Finger bekommen halt nötig ist.

Schau in die Tierwelt-wenn da die Menschen nicht eingreifen würden-da funktioniert alles bestens.
Da bereiten die Mütter ihre Kinder auf das Leben vor ohne zu denken( glau ich zumindest :-) "ohhhhhhhhhhh was tu ich da meinem Kind an?"

Wenn wir nie streng sind und Grenzen zeigen, dann wimmelt es hier bald von kleinen selbstsüchtigen Menschen die nicht mit der Welt und ihrer Umwelt klar kommen.
Das will man doch als letzes für sein Kind!!!
Und ich glaube sagen zu können, dass ich sehr wohl weiß warum mein Kind gerade weint oder brüllt- und danach entscheide ich, ob ich sie gleich hole, oder mal damit konfrontiere, dass es nicht immer nach ihrer Pfeiffe geht!

Ich wurde streng-aber liebevoll erzogen!
Habe mal ne Ohrfeige kassiert( zurecht) und durfte bei Gott nicht alles!
Als Kind dachte ich oft" Was ist alles Sche..."-
Heute bin ich froh, dass meine Mutter mich so erzogen hat!

alles Gute

Beitrag von woelkchen1 28.02.11 - 21:27 Uhr

Meine Mutter ist die tollste Mama der Welt. Mein Vater war extrem streng, hat mir nie zugehört, ich mußte immer funktionieren und sollte nicht nerven, hin und wieder hab ich ein paar hinter die Ohren bekommen.

Was draus geworden ist? Schon als Kind hab ich es gehaßt, wenn er von Arbeit kam. Mit Mama allein war es doch am schönsten. Jetzt sind meine Eltern getrennt, meine Mutter sehe ich 3-4 Mal die Woche, meinen Vater 2 Stunden alle paar Wochen. Ich hab mir mit ihm nix zu sagen und fühl mich jetzt auch nicht wirklich wohl in seiner Nähe. Obwohl wir uns gut verstehen, aber es ist keine Nähe da.

Beitrag von schullek 28.02.11 - 21:30 Uhr

nicht die erziehung meiner eltern hat was angerichtet. nichts, von dem ich mit sicherheit wüsste. udn so wird es wohl vielen gehen. ich wurde wie fast alle babys meiner generation im kkh schreien gelassen und wurde nur zu den stillzeiten (vorgegeben) meiner mutter gebracht. diese elterngeneration schwärmt nun oft von den unkomplizierten babies, die von 'anfang an';-)
so einen tollen rythmus hatte...
ich denke das hat bei vielen kindern einen mehr oder wneiger knacks hinterlassen. jeder mensch ist anders und das weitere leben der kinder war dann auch anders, also kann man sie kaum miteinander vergleichen. für den einen hats gereicht um einen offensichtlichen schaden davonzutragen, andere haben nichts.

ich selber muste mit 2,5 ins kkh. mein cousin zur gleichen zeit. 3 tage, polypen raus. ich kann man an wirklich alles von diesem kkhaufenthalt erinnern! über 3 tage bis hin zu dem moment, wo ich zur op getragen wurde. an die kinder in den betten, wie die betten waren, an die momente, wo die geistig behinderten kinder der anderen station uns tyrannisierten usw. ich finde es schon sehr bedenklich, dass ich mich an diese drei tage aus meinem leben mit 2,5 so akurat erinnern kann und sonst eigentlich an nichts. prägend und sicherlich auch mit wirkung auf den rest meines lebens. wo genau. sicherlich gibts da viele aspekte, die man anführen könnte.
ansonsten hatte ich eine glückliche kindheit, was sicher viel wieder aufgewogen hat.

mein sohn musste nie schreien,er darf bei uns schlkafen, wird ernst genommen, respektvoll behandelt und über alles geliebt usw. ich denke eine sehr gute basis.

lg

lg

Beitrag von magnamater 28.02.11 - 21:58 Uhr

das ist wirklich eine gute umfrage. bei mir war es so:

meine eltern haben schon immer viel gearbeitet und ich hab auch des öfteren eine gelangt bekommen. ich kann mich sogar noch an das letzte mal erinnern als mein vater mich verhauen hat. ich war etwa 11 und er hat mit der bloßen hand zugeschlagen, egal wohin (außer ins gesicht oder an den kopf). hauptsache drauf. meine mutter kam immer mit ihrem schuh hinter uns her gelaufen. und bei ihr war es auch egal wo sie getroffen hat.

so übel das auch klingen mag, aber irgendwie bin ich froh darüber. ich hatte immer sehr viel respekt vor meinen eltern, vor anderen personen und vor tieren. ich hatte aber nie angst.

ich durfte als kind bei meinen eltern schlafen, aber irgendwann war es ihnen über und das tat mir schon ziemlich weh. aber einen schaden habe ich deshalb nicht davon getragen. wenn meine eltern mal nicht gearbeitet haben, also am wochenende oder abends hat sich meine mutter um uns gekümmert. mein vater hat sich aus unserer erziehung rausgehalten, es sei denn wir haben ärger gemacht.

ich glaube den einzigen "schaden" den ich davon getragen habe ist, dass mein selbstbewusstsein nicht so wahnsinnig ausgeprägt ist. das macht sich zb. bei entscheidungen bemerkbar. ich lege sehr viel wert auf die meinung anderer. manchmal sogar etwas zu sehr.
und dann kommt noch dazu das ich solange ich mich erinnern kann, eine bezugsperson brauchte. zb. war das meine betreuerin aus dem kindergarten, meine lehrerin und später eine freundin. ich denke das liegt daran, dass ich schon als kleinkind von morgens bis abends abgegeben wurde weil meine eltern so viel arbeiten mussten.

abschließend kann ich sagen, dass ich zu meinen eltern immer schon ein gutes verhältnis hatte. deswegen werde ich, zusammen mit meinem mann und meinen beiden mädels, auch bald wieder zu meinen eltern "ziehen", denn wir planen das projekt generationswohnen.

lg

Beitrag von jimmytheguitar 28.02.11 - 22:23 Uhr

Ich weiß nicht, meine Eltern waren da eher von der schwierigen Sorte. Weder autorität noch völlig antiautoritär. Ich hatte viele Freiheiten, aber in manchen Dingen wurde ich dann wieder völlig bevormundet und eingesperrt. Ich habe häufig Ärger bekommen und wurde in das Schlafzimmer (Kinderzimmer war nicht abschliessbar) gesperrt. Körperliche Gewalt habe ich aber nie erfahren. Andererseits sind meine Eltern Hippies und ich hatte nie Privatsphäre weil das Haus für alle offen stand/steht und den ganzen Tag junge Leute bei uns rumhockten. Die Freunde meiner Eltern waren selten wesentlich älter als ich. Ich durfte früh rauchen, saufen und Drogen nehmen. Außerdem musste ich unseren Haushalt führen da meine Mum halbtags arbeiten ging und danach oft unterwegs war. Sie war und ist ständig auf einem Egotrip (war selbst Heimkind in den 50ern- heute ist sie 61).

Tja, und ich bin heute absolut gegen Drogen. Ich habe ein geringes Selbstwertgefühl. Ich bin total Liebesbedürftig. Ich denke das hängt mit meiner Kindheit zusammen. Sie war sicher toll aber ich distanziere mich doch sehr davon. Meine Kinder sollen in gesitteten Verhältnissen aufwachsen. Aber Kontakt zu meinen Eltern gibt es noch, von meiner Seite eher unterkühlt.

Beitrag von schwarzesetwas 28.02.11 - 22:30 Uhr

Nette Umfrage.
Besser wäre:
Was macht ihr besser, was eure Eltern falsch gemacht haben?!

Nur mal kurz zusammengefasst:
Ich wurde geschagen, mein Bruder wurde geschlagen, meine Mutter wurde geschlagen.
Ich MUSSTE im Familienbett schlafen, meine Mutter auch. #zitter

Meinte Mutter verließ uns emotional zeitweise, liess uns sehr allein, nach dem Tod des verhassten Vaters.
Das hätte ich mit 20 verstanden, aber nicht mit sieben Jahren.

Und:
Ich denke, ich bin durchaus in der Lage meine Kinder liebevoll, ohne Schläge, wenig Schreien zu erziehen.
Es klappt nicht immer, ich bin auch nur ein Mensch, ich hab zwei Kinder unter zwei gehabt. Es ist nunmal horrend schwer.
Aber das WOLLTE ich so.

Und ich denke, ich bin keine schlechte Mutter.
Meine Mutter wird viel Gutes gemacht haben, was ich an der Erziehung meiner Babies/Kinder anmerke.
Sie hat zwar mal etwas genervt geschaut, aber mich immer wieder verstanden. Das ist wichtig.

Meinen persönlichen Schaden will ich euch nicht mitteilen. Das ist zu privat. Aber es betrifft meine Kinder nicht.

Lg
SE

Beitrag von felix.mama 28.02.11 - 23:18 Uhr

Schäden?Schon das wort ist komisch!

Ich bin ein typisches 80er Jahre Kind. Ich durfte Fernsehen, Cola trinken, auch mal spät ins Bett. Ich durfte mit meinen Eltern kuscheln, tags wie nachts.
Aber, ich bekam auch schläge, ich bekam die Streiteren meiner Eltern mit (auch das gräßliche schweigen danach), die wutausbrüche meiner Mutter - und trotzdem habe ich meine Eltern geliebt.

Heute mit 31 würde ich mir wünschen mehr Eltern gehabt zu haben. Mein Vater war nie da, hatte zwei Jobs, meine Mutter war geistig abwesent.

Ich habe seelische probleme die jedoch nichts mit meiner Kindheit zu tuen haben.Ich empfinde das auch als quatsch, alles auf die Erziehung und die Eltern zu schieben. Ich habe für mich meinen eigenen weg gefunden wie ich mein Kind groziehe! Ob der richtig ist weiß ich heute noch nicht!

Beitrag von sanibini 01.03.11 - 15:30 Uhr

Hallo hopelove,

meine Eltern haben mich ab Geburt schreien lassen (nachts in einem anderen Zimmer). Ich habe vor allem von meiner Mutter etwas auf die Finger bekommen, ich wurde mit dem Hausschuh sowie mit der flachen Hand geschlagen und später auch mit dem Schrupper. Das letzte Mal so stark, dass der Stiel kaputtbrach. Es hörte auf, als ich mich traute zurückzuschlagen. Ich habe damals sehr gelitten, vor allem weil ich mich hilflos und ausgeliefert fühlte, auch wenn ich nicht ernsthaft verletzt wurde (lediglich blaue Flecke) und meine Eltern aber über alles liebte. Meine Eltern haben Vollzeit gearbeitet und meine Mutter zeitweise noch meine Oma gepflegt. Ich denke sie hat sich überfordert gefühlt und sieht ihre Fehler jetzt ein und geht ganz anders mit ihrer Enkelin um. Nach dem Schlagen hat sie sich zum Schluss fast immer entschuldigt. Ich habe sie immer noch sehr lieb, aber zu 100% verzeihen kann ich ihr nicht. Ich denke mein mangelndes Selbstbewusstein/Unsicherheit ist darauf zurückzuführen. Nähe von Freunden kann ich auch nicht gut ertragen. Da ich aber weiß, wie ich mich gefühlt haben, könnte ich meiner Tochter so etwas nie antuen.

LG Sandra

Beitrag von lexa8102 01.03.11 - 21:36 Uhr

Hallo,

meine Eltern haben mich schreien lassen (zumindest sagen sie das) - und ich habe sehr schnell große Verlustängste (hab das zwar inzwischen im Griff, aber im Teeniealter war das schlimm).

Auch der Umgang mit dem eigenen Körper war nicht so selbstverständlich, so dass sich bei mir vergleichsweise große Schamgefühle entwickelt haben - auch sprechen kann ich über das Thema (allgemein Sexualität) nur schwer. Ich wurde nicht von meinen Eltern aufgeklärt (Schule) und mein Dad hat das erste mal das Wort "Sex" in den Mund genommen, da war ich 18. Wir haben also nie darüber geredet und das merke ich jetzt schon. Ich hoffe, ich kann dieses Thema später mit mal mit meinen Kindern besprechen.

Viele Grüße,
Lexa