Einschulung in NRW

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von zuckerschnuppe 28.02.11 - 21:53 Uhr

Hallo zusammen,
bei uns in NRW wird ja gerade diskutiert, ob der Einschulungsstichtag auf den 30.09. festgelegt werden soll. (Anstatt schrittweise bis zum 31.12.)
Unser Sohn hat am 10.10. Geburtstag. Nach der alten Regelung würde er zum Sommer 2012 eingeschult werden, und er spricht auch schon dauernd davon, dass er ja nach den Sommerferien ein "Schulkind" im KiGa ist. Nun fehlen ihm plötzlich 10 Tage, die er zu jung ist, um regulär eingeschult zu werden.
Wir können ihn natürlich auf Antrag trotzdem einschulen lassen.

Wer hilft einem bei dieser Entscheidung? Entscheiden das letztendlich die Eltern? Oder die Erzieher im KiGa? Oder die Schule? Und werden die Kinder im Kindergarten irgendwann auf Schulfähigkeit getestet?
Ich habe heute schon die Erzieherin meines Sohnes zu der letzten Frage befragt, und sie konnte mir keine Antwort geben#aerger
Dort bekam ich nur die lapidare Antwort: "Man tut den Kindern keinen Gefallen damit, sie auf Antrag in die Schule zu stecken!":-[

Hilfe!!! Wer kann mir helfen oder steckt in der gleichen Situation?

LG und #danke

Beitrag von cordelchen 28.02.11 - 22:22 Uhr

Stichtag hin oder her, für alle Oktober-Geborenen gilt der Elternwille...sprich... wäre dein Sohn im September geboren, dann würde er auf jeden Fall schulpflichtig, die Sonderregelung gilt für alle "Danach-Geborenen".
Über die Einschulung entscheidet die Schulleiterin auf Grundlage des amtsärztlichen Zeugnisses. Die Erzieher im KiGa dürfen zwar beraten (mit Einverständnis der Eltern), aber keine Entscheidung treffen. Entscheidung liegt bei der Schule. Und in eurem Falle bei euch!

Beitrag von madamenadia 28.02.11 - 22:25 Uhr

Wenn das jetzt wirklich so umgesetzt wird (aber laut Homepage des NRW Schulministeriums auch so aussieht) dann musst du einen antrag auf vorzeitige Einschulung stellen. Dann wird dein sohn wie alle Schulpflichtigen zur Schulfährigkeitstest ins Gesungheitsamt eingeladen.

Meine Tochter ist am 22.08 geboren und wird dieses Jahr eingeschult. Ich finds nichts zu früh :-D

Beitrag von madamenadia 28.02.11 - 22:27 Uhr

Sorry wegen der vielen Fehler, wurde beim schreiben 3 mal von meinem Mann unterbrochen #schwitz:-[

Beitrag von anja1968bonn 01.03.11 - 07:42 Uhr

Sei doch froh, dass du die Wahl hast! Dein Sohn ist damit ein Kann-Kind, was nur bedeutet, dass Du Dich selbst um die Anmeldung an der Schule kümmern musst; sobald dies geschehen ist, bekommst Du auch einen Termin für die Schuleingangsuntersuchung beim Gesundheitsamt.

Entscheiden musst Du selbst; Rücksprache halten kann man mit dem Kindergarten (die veränderte Politik bei der Einschulung sagt ja nichts darüber aus, ob Dein Sohn generell "schulfähig" sein wird); vielleicht ist es ja dennoch möglich, dass Dein Sohn das Vorschulprogramm schon mitmacht.

Die Schule wird Dir, wenn Du Deinen Sohn dort anmeldest, auch Rückmeldung geben, ob sie eine frühzeitige Einschulung befürwortet, bei uns gab es für Kann-Kinder zum Beispiel die Möglichkeit, probeweise den Unterricht zu besuchen. Neben der Schule ist dann natürlich die Schuleingangsuntersuchung wichtig.

LG

Anja

Beitrag von erstes-huhn 01.03.11 - 08:38 Uhr

Man kann diese Frage nicht pauschal beantworten.

Rede doch nochmal ernsthaft mit der Erzieherin - habt ihr nicht auch regelmäßig Entwicklungsstandgespräche ? Das wäre doch ein guter Zeitpunkt. Dann frag bei der Schule nach, die Du für dein Kind vorgeshen hast, wie die dazu stehen. Dann beim Kinderarzt, ob er der Entwicklung entspricht.

Mein Sohn mußte an zwei Tagen im Mai am Unterricht einer ersten Klasse teilnehmen, um zu zeigen das er es kann, danach hat die Schule erst ihr okay gegeben.


Natürlich reicht es nicht, das dein Kind es möchte, er sollte schon die Schulreife haben. Dazu gehören auch Konzentration, soziale Fähigkeiten, Selbstständigkeit usw.

Mein Sohn ist schon mit 5 eingeschult worden. Darauf aufmerksam gemacht hat mich die Lehrerin der Schule, die den Sprachtest (Delphin4) bei ihm gemacht hat. Auch die Erzieherin haben mir immer gesagt, das er schon eher gehen sollte.

Beitrag von stefannette 01.03.11 - 12:00 Uhr

Ich würde was dafür geben,wenn meine Kinder Kann-Kinder wären. Aber bei uns ist die Grenze der 31.8. und meine Jungs haben im Juli Geburtstag!:-(
Mein Großer ist mit 7 in die Schule und meine Zweite mußte mit gerade 6 gehen. DAs ist ein himmelweiter Unterschied!!!!!!!! Gut, natürlich sind die zwei auch verschieden, aber mit 7 ist man doch schon deutlich weiter wie mit 6!!!
Ich würde meinen Jungs das Jahr gerne noch gönnen, aber hier geht das nicht! Der Druck in der Schule ist schon groß, finde ich. Was die alles wissen müssen, das mußten wir damals nicht.....

Beitrag von zuckerschnuppe 01.03.11 - 13:33 Uhr

Ja, genau das ist nämlich meine Sorge! Unser Sohn ist ein pfiffiger Kerl, neugierig und wissbegierig. Er KÖNNTE es glaub ich wohl, ich hab aber einfach Angst, dass ihm dieses eine Jahr Entwicklung dann später vielleicht fehlt.
Meine Nichte ist im letzten Sommer zum Gymnasium gekommen, und was die da alles machen und können müssen...Wahnsinn. Ich meine, ich weiß natürlich noch gar nicht, ob unser Sohn überhaupt ein Gym Kind wird, aber es wäre natürlich total schade, wenn er es nur aufgrund seines Alters nicht schaffen würde...
Ach, blöd. Aber ich werde dann wohl demnächst noch eimal das Gespräch im Kindergarten suchen und mich mit anderen Familien unterhalten.

Danke schon mal für´s Antworten! LG

Beitrag von miss.sunshine01 01.03.11 - 21:38 Uhr

Wenn du diese Sorge schon hast, dann lass ihm noch das eine Jahr!
Ich habe schon so oft (als ich noch im Schuldienst war) beklagt, dass Kinder so früh eingeschult werden (müssen).
Fachlich können die alles.
Aber zu Schulfähigkeit gehört ncoh so viel mehr: Konzentrationsfähigkeit, Selbstständigkeit, Selbstbewusstsein...

Gerade Jungs sind in der Entwicklung langsamer.

Klar, kann er trotzdem das Gymnasium schaffen (auch wenn es statistisch gesehen eher unwahrscheinlich ist ("Früher eingeschult = erhöhtes Risiko des Schulversagens"), dann ist er erst 9 Jahre alt, wenn er zu der weiterführenden Schule geht. Und Gymnasien sind für "Druck" bekannt....


Beitrag von miss.sunshine01 01.03.11 - 21:33 Uhr

Da kann ich dir nur beipflichten!
Definitiv ist eine spätere Einschulung immer besser.
Habe etliche Beispiele gesehen und finde auch, so lange "Kind sein lassen" wie es geht.
Unsere Schulen sind leider viel zu sehr auf "Ernst des Lebens" aus, die Gewichtung liegt auf Fehlern und nicht auf Motivation.

In vielen Ländern läuft es super in der Schule mit Fünfjährigen, aber da ist das System auch danach ausgerichtet.

In 95 Prozent der Fälle würde ich immer zu der späteren Einschulung tendieren!