Kann man das Fremdeln nicht verhindern?

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Beitrag von mariju 01.03.11 - 07:42 Uhr

Seit dem unser Sohn auf der Welt ist klammern wir nicht extrem, er darf von jedem aus unseren Familien auf den Arm genommen werden, es darf jeder ihn knuddeln etc. (wie gesagt aus unseren Familien oder enge Freunde). Wir haben das bewusst so gemacht, wir haben dadurch gehofft das wir das Fremdeln umgehen können.

Gestern haben wir von jemandem gesagt bekommen das man das gar nicht kann, das steckt im Kind.
Stimmt das?

Ich muss ehrlich sagen, für unsere momentane Situation wäre das schlecht, wir sind gerade jetzt darauf angewiesen das jemand anderes sich um unser Kind kümmert.
Wir sanieren schon seit Weihnachten 2009 das 100 Jahre alte Elternhaus meines Schwiegervaters, wir machen mit unseren Eltern und teilweise Geschwistern alles komplett in Eigenleistung. Auch in der Schwangerschaft musste (und wollte) ich mit einspringen. Eigentlich wäre alles perfekt gewesen und der Plan das wir kurz nach der Geburt im Haus sind hätte aufgehen könne. Nur ein altes Haus hat manchmal ganz schön böse Überraschungen und wir sind immer noch am bauen. Zum Glück schaffen wir es für Ostern, nur dafür muss ich mit anpacken.
Also sieht es bei uns seit 4 Wochen so aus ... jeweils Dienstags, Donnerstags und Samstags helfe ich auf dem Bau. Dienstags und Donnerstags ist es nur am Abend von 17-20Uhr, dann ist er bei meiner Mutter. Samstags ist es der ganze Tag, dann ist er bei meiner Schwiegermutter (das Haus ist direkt neben unserem zukünftigen). Noch gefällt ihm das, er ist jetzt 23 Wochen alt. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen das er wirklich anfängt zu fremdeln.

Was das mit dem Hausbau angeht habe ich schon ganz schön böse Sachen zu hören bekommen.
Von der Rabenmutter bis hin warum wir denn schon ein Kind bekommen haben, wenn wir doch gar keine Zeit für es haben.
Das tut ganz schön weh und hört sich an als würde man sie NIE um sein eigenes Kind kümmern.
Wenigstens gibt es Mütter die selbst am bauen sind/waren, die haben zum Glück verständnis für unsere Situation und bieten sogar ihre Hilfe an falls die Omas mal nicht können.

Oh, entschuldigung. Ich wollte eigentlich ja nur fragen ob man das Fremdeln wirklich nicht umgehen kann. Aber irgendwie ist mehr ein jammer Beitrag daraus geworden.
Vielleicht weiß trotzdem jemand die Frage zu beantworten.

Liebe Grüße

Beitrag von schnuppelag 01.03.11 - 08:10 Uhr

Nein, das Fremdeln kannst du wirklich nicht umgehen. Da geht wohl so ziemlich fast jedes Baby mal durch - was aber ganz normal und nur natürlich ist.

Du hilfst der Situation an sich ja schon, indem du deinem Kind zeigst, dass ihr Sozialkontakte habt. Wenn ein Baby merkt, dass die Eltern gern in Gesellschaft sind, ist das Fremdeln nicht so stark ausgeprägt. Das haben wir bei unserem Sohn auch gemerkt.
Ist nicht so, dass wir jedes Wochenende unterwegs sind, aber wir halten engen Kontakt zu unsren Familien und nehmen unseren kleinen Mann auch gern mal mit, wenn wir uns mit Freunden treffen. Seine Fremdelphasen waren bisher da, aber er deutlich weniger ausgeprägt als beispielsweise bei befreundeten Pärchen mit Kind.

Wenn das Baby Bezugspersonen hat, die regelmäßig um ihn herum sind, klappt das schon mit der Fremdbetreuung :-)

Beitrag von jiny84 01.03.11 - 08:13 Uhr

Also ich kann dazu nur soviel sagen,meine Tochter hat damals garnicht gefremdelt, vielleicht lags bei ihr auch dadran,das sie viel Kontakt zu anderen hatte.
Kurz nach ihrer Geburt habe ich meine Ausbildung beendet,die war dann immer bei der Oma,oder meiner Schwester.
Wir hatten auch immer viel Besuch und war da auf dem Arm,also von ihr kenne ich fremdeln garnicht.

Wie es bei meinem Sohn wird,weiss ich noch nicht,manchmal habe ich das Gefühl er fängt das Fremdeln schon an.

Mein Bruder lag nach einem Schweren Autounfall lange Zeit im KH,ich war oft mit dem kleinen da,die beiden haben gelacht,gespielt,aber seit mein Bruder wieder zuhause ist,fremdelt der kleine irgendwie,er lacht nicht mehr mit ihm, meistens fängt er an zu schreien wenn er bei ihm ist,ganz komisch.
Auch habe ich das Gefühl,er fremdelt nicht unbedingt bei anderen Menschen,sondern in anderen Umgebungen,wenn meine Mutter bei uns ist,lacht er und ist ein richtig fröhliches Kind,sind wir aber bei meiner Mutter zuhause,schreit er viel und will dauernd zu mir,das ist aber nicht immer so.

Naja mal gucken wie das noch so wird mit ihm

Beitrag von liri1003 01.03.11 - 08:15 Uhr

Hallo,

das Fremdeln ist naturgegeben und soll das Kind schützen. "Früher" (in der Steinzeit oder so ;-)) mußten die Kinder, um ihr Leben evtl. zu retten, auch sofort losschreien, wenn sich jemand oder etwas Fremdes ihnen näherte.

Aber keine Angst, wenn Du dein Kind eine Person öfter zeigst und ihm zeigst, dass dein Baby ihm vertrauen kann, dann wird es das auch :-)

LG Yvonne

Beitrag von mama-02062010 01.03.11 - 08:41 Uhr

Vielleicht wenn du ein paar Baby-Kurse besuchst kannman das fremdeln etwas mindern.
Ich war nämlich letzten Mittwoch beim Rückbildungskurs und Maxi ist dort das älteste Baby und fing auch gleich an zufremdeln, da hat die Hebamme gemeint ich hätte wohl mehr Kurse besuchen sollen weil es bei ihm ganz schön stark ist.

Beitrag von seluna 01.03.11 - 08:44 Uhr

Hast du dich mal über das fremdeln informiert?
Das fremdeln ist ein ziemlich wichtiger Entwicklungsschritt, das Kind erkennt plötzlich Unterschiede und Angst.

Mein Sohn hat nicht gefremdelt, ich fand das damals toll.
Wie naiv ich war.
Als er drei war, stellten sich schwere Wahrnehmungsstörrunen raus.
Jeder Arzt den ich aufsuchte, wirklich jeder ,fragte mich ob das Kind gefremdelt hat.
Immer wenn ich das beneinte, wurde mir gesagt das es bedenklich wäre und schon auf Probleme hindeutet.

Das fremdeln ist ein wichtiger schritt, jedes Kind fremdelt aber anders.
Die einen schreien und weinen panisch und andere die runzeln nur die Stirn und zeigen etwas unbehagen für einen tag.

Lass es auf dich zukommen.

Beitrag von xyz74 01.03.11 - 09:26 Uhr

Wie machen sich die Störungen bemerkbar?

Beitrag von roccos-mom 01.03.11 - 08:51 Uhr

Halli Hallo, :-)

also ich glaube nicht das man das fremdeln beeinflussen kann unser kleiner (fast 7 Monate) tut es jetzt schon bei seiner Oma die er einmal die Woche sieht, sie ist blond und hat blaue Augen. Ich dagegen bin brünett und habe braune Augen. Bei seiner anderen Oma (also meine Mutsch, wir sehen uns ähnlich) die er aber auch nur max. 2x die Woche sieht macht er das gar nicht sie kümmern sich auch mal Sonntags um ihn das ich und mein Partner wieder bisschen mehr Zeit für uns haben. Er fängt sogar schon an zu weinen wenn jemand eine Brille trägt. Also sobald die Leute nicht annähernd so aussehen wie Mama und Papa wird gequieckt *g* aber das legt sich schon nach den ersten 10 min. und dann können Sie ihn auch auf den Arm nehmen ohne Probleme.

Wir haben ihn damals übrigens auch schon von vielen anderen Tragen lassen aber wie man sieht kein Erfolg er fremdelt trotzdem.

Ach und übrigens ich finde es klasse was ihr macht mit dem Hausbau usw. lass dich ja nicht unterkriegen. Das muss man erstmal schaffen als frisch gebackene Mama ein Haus mit zu bauen. Finde ich klasse. ;-) Das sollen die erstmal nachmachen, die solche dummen Kommentare abgeben, wie das du keine Zeit hast für dein Kind usw. ....

Ganz liebe Grüße

Christin und ihr kleiner #schein

Beitrag von emeri 01.03.11 - 09:05 Uhr

hey,

fremdeln ist ein ganz wichtiger entwicklungsschritt des kindes und demnacht wünschenswert wenn es eintritt. kinder fremdeln unterschiedlich: die einen schreien hysterisch, die anderen schauen einfach nur skeptisch.

mein großer ist eher zweiters, aber gefremdelt hat er auch.

wenn ihr baut, habt ihr da immer unterschiedliche betreuungspersonen?! am besten ihr habt wirklich nur ganz wenige betreuungspersonen und gewöhnt euer kind jetzt schon an diese. dann wird bei diesen später auch nicht soooo stark gefremdelt.

lg