Life-Work-Balance - wie sieht euer Wunsch-Modell aus?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von claerchen81 01.03.11 - 10:21 Uhr

Guten Morgen,

aus aktuellem Anlass habe ich mal wieder über mein Wunsch-Arbeits-Modell nachgedacht.
Mein absoluter Traum wäre es, morgens um 7:30 mit der Arbeit zu beginnen und um 16:00 Uhr Feierabend zu machen, die Kinder sind im Betriebskiga und können mit mir Mittagessen, danach hole ich sie ab und wir spielen und unternehmen was - noch besser - einmal die Woche werden sie von den Großeltern, einmal von Papa abgeholt und haben früher frei ...

Ja wenn das Leben doch so schön wäre. Mein Beruf gibt derartige Arbeitszeiten nicht her, jedenfalls nicht, wenn ich beruflich etwas erreichen möchte. Dann bin ich - trotz Emanzipation etc - immer gezwungen, mich familien- und damit frauenunfreundlichen Strukturen zu unterwerfen (denn offensichtlich haben Männer keinen Drang danach, die Kinder abends zu sehen, meine Kollegen mit Kindern jedenfalls hocken jeden Abend bis 21:00 Uhr im Office).

Ich kann mich mit dieser Situation jedoch nicht anfreunden: weder will ich beruflich, noch privat zurückstecken. Es frustriert mich enorm, wie machtlos ich bin. Ich hatte wirklich gedacht, dass es doch möglich sein muss, alles zu verbinden. Doch trotz meines Dickkopfes richte ich gar nichts aus gegen unternehmensweite Struktur- und Organisationsdefizite.

Einziger Ausweg ist eine Selbständigkeit, aber mein Job gibt dies eigentlich nicht her, ich würde eine Geschäftsidee benötigen. Dann würde ich zwar mehr arbeiten als im Angestelltenverhältnis, wäre aber flexibel genug, Kinder und Karriere (was man als Frau wohl eher als "befriedigende Tätigkeit mit angemessener Bezahlung" beschreiben sollte) unter einen Hut zu bringen.

Wie sieht es bei euch aus: wie organisiert ihr es, dass ihr LEBT und erfolgreich oder einfach zufrieden ARBEITET?

Danke für Tipps und frustrierte Grüße,
C.

Beitrag von cami_79 01.03.11 - 10:38 Uhr

Hi Clärchen,

meine Wunschvorstellung wäre zweimal wöchentlich von 8.00 bis 15.30 Uhr zu arbeiten. Dann würde ich nicht mit den Hol- und Bringzeiten des KiGa kollidieren und müsste nicht die Omas einbinden.
Leider klappt das so nicht. Aktuell arbeite ich 2 Nachmittage beim jeweiligen Kunden (und schaffe die Abholzeiten nicht) und bin zusätzlich 5 Stunden im Homeoffice. Zusätzlich habe ich immer mal wieder in den Abendstunden Aufträge zu erledigen (sowohl in- als auch extern).
Das läuft so weil ich als Angestellte eine 25%-Stelle habe und zusätzlich ein Nebengewerbe.

Ich suche gar keine Vollanstellung und dennoch kollidiere ich auftragsbedingt mit den blöden Öffnungszeiten der Kindergärten hier im Umkreis #schmoll. Dennoch: Die Selbstständigkeit bietet mir zumindest ein gewisses Maß an Flexibilität, deshalb behalte ich diese auch auf alle Fälle.

Im Grunde meines Herzens wünsche ich mir ein Au-pair, das flexibel einspringen kann (quasi auf Abruf #schein) und auf das meine Kinder natürlich total verrückt sind ...

Beitrag von marion2 01.03.11 - 10:39 Uhr

Hallo,

mein WUNSCHmodell:

Arbeiten von 10:00 bis 13:00 mit Managervollzeitgehalt.

Dann würde der Rest automatisch passen.

Gruß Marion

Beitrag von jesssy 01.03.11 - 10:59 Uhr

Ooooha ja, das wäre doch mal wunderbar!!!

LG Jesssy

Beitrag von claerchen81 01.03.11 - 13:16 Uhr

#rofl #rofl #rofl
Klar, das will jeder ;-) Aber ein "realistisches Modell", meinte ich ;-).

LG, C.

Beitrag von marion2 02.03.11 - 08:56 Uhr

#aerger wer sagt, dass das nicht realistisch ist?

Muss ich mich als Mutter immer mit Kompromissen zufrieden geben #aerger

wohl nicht #aerger










;-)

Beitrag von nele27 01.03.11 - 10:51 Uhr

HI!

Ich habe es in dem anderen Thread schon angedeutet: Traummodell für meinen Mann und mich wären 30 Stunden für beide. Das ist wie Vollzeit + halbtags, aber mM nach viiiiel schöner für die Kinder.

Dann könnten beide jeweils 2 kurze Tage in der Woche machen und hätten so noch etwas von den Kindern.

Dazu dann noch eine Putzfrau.

Das sehen wir übrigens als durchaus realitisches Modell für später mal an. Zurzeit geht es finanziell und auch von der Karrieretaktik her noch nicht so gut, wir sind im Aufbau :-)

Ich habe es im Rahmen meiner Vollzeitarbeit ganz anständig hinbekommen, meinen Sohn auch noch zu sehen, mit Home Office, flexiblen Arbeitszeiten (abends, Wochenende, dafür mal nachmittags frei). Aber all das musste ich natürlich verhandeln und ich gebe Dir absolut Recht, dass Männer dazu mehrheitlich offenbar keinen Drang verspüren. Sie haben wohl von Anfang an eine Distanz zu den Kindern (oder??).
Mein Mann war 1,5 Jahre in Elternzeit und das hat in in sofern geprägt, als dass er es trotz seiner echt humanen 36-Std.-Woche vermisst, wenigstens einen Nachmittag mit den Kindern zu haben.

Wenn flexible Modell von AG und Gesellschaft mehr akzeptiert werden und sich rumsprechen würde, dass man auch mit 30 Stunden eine gute Position bekleiden kann - und es nicht nur wichtig ist, wie lange man im Büro sitzt - wären wir schon einen guten Schritt weiter.

LG, Nele
PS: Du hast eines meiner Lieblingsthemen angesprochen :-)

Beitrag von claerchen81 01.03.11 - 13:17 Uhr

Yes, my dear, so sehe ich das auch (vorallem der Part mit der Putzfrau #rofl - damit Zeit zu verschwenden ärgert mich am meisten).

Wir haben das eine zeitlang sogar schon praktiziert, weil mein Mann selbständig ist. Jetzt hat er den Laden jedoch vergrößert und muss mehr ran - was offensichtlich mehr Einfluss auf meine Möglichkeite hat als erwartet.

Du hast aber auch Glück: du lebst in der Stadt der unendlichen Jobmöglichkeiten (mein AG ist auch dort) ;-)

Gruß, C.

Beitrag von tragemama 01.03.11 - 12:15 Uhr

Ich haben mein Wunsch-Modell gefunden. Ich bin selbständig und arbeite im Schnitt 8 Stunden am Tag, wobei ich das relativ frei einteilen kann. Meine Große ist vormittags für vier Stunden im Kindergarten, die Kleine bei mir. Für den Haushalt habe ich zwei mal die Woche eine Hilfe. Ich fühle mich im Moment mit dieser Verteilung sehr wohl, zumal ich deutlich besser verdiene als früher angestellt.

Andrea

Beitrag von amelily 01.03.11 - 13:05 Uhr

Hallo,

wir haben unser Wunschmodell gefunden. Zur Zeit sieht das so aus, dass ich voll arbeite (41 Std./Woche), aber 3 Tage vom Heimarbeitsplatz mit komplett freier Zeiteinteilung aus.

Mein Mann arbeitet auch voll, von 6-14.30.

D.h. mein Mann holt die Kinder von der Kita und etwas später stoße ich dazu und wir können noch Zeit gemeinsam und miteinander verbringen.

Vor dieser Stelle hatte mein Mann Arbeitszeiten von 8-17 h und viele Dienstreisen mit tlw. wochenlanger Abwesenheit (außer WE). Da er etwas von seinen Kindern haben möchte, hat er diesen Job aufgegeben und sich etwas familienfreundlicheres gesucht.

Wir machen zwar beide auch Bereitschaftsdienste, die werden dann aber so abgesprochen, dass wir beide uns beruflich gut einbringen können und trotzdem Zeit für die Familie bleibt.

VG
Amelily

Beitrag von derhimmelmusswarten 01.03.11 - 13:07 Uhr

Mir würde es s.chon reichen, wenn ich später wieder ganz in der Nähe einen Job finden würde so von 8.30/9.00 Uhr bis 13.00 Uhr und wenn die Kinder größer sind vielleicht bis 14.00 oder 15.00 Uhr. Auf Karriere lege ich keinen großen Wert, werde ich in meinem Beruf wohl auch nie machen. Ich bin ein ziemlich bescheidener Mensch und brauche keinen großen Luxus. Hauptsache, es reicht für ein Auto und um ohne Schulden zu leben und mal nen Urlaub machen zu können.

Beitrag von thea21 01.03.11 - 13:42 Uhr

Meine Arbeit macht mir großen Spaß, strengt das Köpfchen an, ich kann aufsteigen.

Gehaltsmäßig ist dies auch passiert.

Ich verdiene, gemessen an Alter, Erfahrung viel Geld. )Meine Ausbildung damals und diverse Weiterqualifikationen innerhalb der Elternzeit zähle ich nicht als lange Erfahrung)

Ich arbeite von 7-15 Uhr, 5 Tage die Woche.

In den Betriebskindergarten KÖNNTE meine Tochter, wäre aber teurer und sie liebt ihre Kita über alles, von daher auch okay.