Kitaunfall - Ellenbogen gebrochen - Nur Ärger :-(

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von englchen 01.03.11 - 12:49 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich muss mich mal kurz ausko....
Mein 5 jähriger Sohn hatte am 31. Jan. in der Kita einen Unfall. Ich wurde in der Firma angerufen, dass er sich am Arm verletzt hat und ich doch komme sollte, weil er nicht aufhört zu weinen. Ich bin sofort losgefahren, er ließ sich gar nicht anfassen und weinte nur, sobald er sich bewegen musste fing er an zu schreien. Ich bin sofort mit ihm ins Krankenhaus. Der Oberarm war vom Unterarm abgebrochen und nach vorn verschoben. Er musste sofort in den OP und unter Vollnarkose haben Sie ihm den Arm wieder gerichtet. Nach zwei Tagen KH durften wir wieder nach Hause. Dann kam der Schock, der Arzt von der Berufsgenossenschaft sagt, dass er definitiv die nächsten 4-5 Wochen nicht in die Kita kann. Hintergrund: Der Arm konnte nicht gegibst werden, weil es direkt am Ellenbogen war. Das Handgelenk wurde mit einer Schlinge am Hals befestigt und in dieser Position muss der Arm heilen, diese Pos. kann man nicht gibsen. Jetzt kommt der Hammer - ich frage nach wie ich das machen soll - von wem ich eine Krankschreibung bekommen. Es gibt beim Unfall nur die regulären 10 Kinderkrankentage - danach hast Du Pech gehabt und bist halt ohne Geld zu Hause. Ich bin soooooo sauer. Mein Sohn hat einen Unfall, was schon schlimm genug ist und ich darf als Dank auch noch auf Geld verzichten. Es ist sooooooo traurig. Wir haben den Kitaplatz gekündigt und haben jetzt einen Vorschulplatz sobald er wieder los darf.
Der Unfall ist im Gang der Kita passiert. Mein Sohn ist auf einen Tisch geklettert um sich eine Weltkarte näher anzusehen, die an der Wand hing. Diese ist jedoch von der Wand gefallen und er hat sich erschrocken und ist rückwärts vom Tisch auf eine Eisenplatte die unter dem Tisch stand. Man muss auch sagen, Glück im Unglück, dass es der Arm und nicht der Kopf war. Es hat niemand den Unfall gesehen, weil die Erzieherin mal wieder nicht da war. Ich bin echt so sauer, da zahlt man jeden Monat hunderte von Euros für die Kinderbetreuung und dann so was. Hat jemand von Euch ähnliche Erlebnisse? Was habt ihr gemacht? Danke fürs zuhören, musste mal raus

Lieben Gruß Ivonne

Beitrag von kati543 01.03.11 - 12:54 Uhr

Ich verstehe das nicht. Wenn das im Kiga war, war es doch ein Unfall, der von der Berufsgenossenschaft gezahlt wird. Dir wird doch da auch dein Verdienstausfall gezahlt. Ist das Ganze denn als Unfall dokumentiert wurden?

Beitrag von englchen 01.03.11 - 13:11 Uhr

Ja es ist als Unfall aufgenommen, deswegen müssen wir ja auch immer zum BG Arzt aber lt. Berufgenossenschaft zahlen die auch nur 10 Tage. Mehr ist nicht drinn! Habe schon mit allen möglichen Leuten gesprochen. Das einzige was wir noch tuhen könnten wäre die Kita verklagen, aber das wird lt. unserem Anwalt schwierig.

Beitrag von kruemlschen 01.03.11 - 12:58 Uhr

Hi,

versteh ich nicht.

Das ist ein Unfall und dagegen ist die Kita versichert.

Die müssen das bei der Berufsgenossenschaft einreichen und Dir werden sämtliche Kosten erstattet.

Hat die Kita denn überhaupt einen Unfallbericht geschrieben? Und der Arzt/das KH?

K.

Beitrag von englchen 01.03.11 - 13:12 Uhr

Ja es wurde ein Unfallbericht geschrieben. Aber die BG zahlt nur wie die gesetztliche KK 10 Tage pro Unfall. Weiterer Verlust müsste eingeklagt werden.

Beitrag von nana141080 01.03.11 - 13:40 Uhr

Meistens zahlt der Träger es aus Kulanz aus eigener tasche da sie sich eine Klage nicht leisten können weil sie VERLIEREN würden#aha
Dazu gibts zig Urteile.
Da scheint dein Anwalt nicht sehr kompetent! Oder arbeitet der für die Gegenseite? ;-)

VG nana, die ein Gespräch mit dem Träger suchen würde!

Beitrag von kruemlschen 01.03.11 - 14:06 Uhr

Wer ist denn der Träger der Einrichtung?

Wenn der Träger öffentlich ist, dann zahlt die gesetzliche Unfallversicherung bei privaten Trägern (Verein z.B.) muss der Träger eine extra Unfallversicherung abgeschlossen haben.

Ich würde das an Deiner Stelle auf keinen Fall so akzeptieren und umgehend einen Anwalt aufsuchen!

Beitrag von englchen 01.03.11 - 14:16 Uhr

Vereinigung Hamburger Kindertagesstaetten gGmbH ist der Träger.

Ich werde wohl auf jeden Fall mal einen Anwalt kontaktierenm, denn wenn ich mir die Treads so durchlesen, denke ich dass wir von der BG und KK verar.. werden. Bei anderen scheint es ja auch zu funktionieren.

Vielen Dank !

Beitrag von kruemlschen 01.03.11 - 14:13 Uhr

achja, die gesetzlichen Regelungen findest Du übrigens im SGB VII:

http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbvii/1.html

Beitrag von familyportrait 01.03.11 - 12:58 Uhr

Liebe Ivonne,

ich verstehe, daß Du sauer bist. Das hört sich auch wirklich schlimm an und ich hoffe für Deinen Sohn, daß er bald wieder ganz gesund wird bzw. der Arm schnell heilt. Für Dich ist es natürlich saublöd, da wüßte vermutlcih keine arbeitende Mutter, wie sie das stemmen soll. Hoffe, Du findest eine Lösung. Gibt es keine Oma in der Nähe?

Andererseits: So ein Unfall kann passieren. Dein Sohn ist 5 Jahre alt und in dem Alter stehen die Erzieher nicht mehr ständig daneben. Selbst bei meinen 3Jährigen kommt es vor, daß sie mit anderen 3Jährigen mal 15 Minuten alleine auf dem Gang spielen. Ich finde das auch nicht dramatisch. Insofern finde ich die Reaktion, gleich den Platz zu kündigen, ziemlich überzogen. Denn auch in der Vorschule kann sowas passieren. Vor Unfällen bist Du doch nie sicher. Vielleicht überdenkst Du Deine Reaktion nochmal.

LG Kathrin

Beitrag von englchen 01.03.11 - 13:15 Uhr

Hallo Kathrin,

vielen Dank für Deine Meinung. Ich weis, dass sowas passieren kann immer und überall - selbst zu Hause - steht man nicht immer dahinter. Wir hatten jedoch im Vorfeld schon Probleme mit der Kita, weil die Kinder ganz oft unbeaufsichtigt waren. Ich habe Anfang Jan. meinen Sohn abgeholt, da haben die Kinder bei -10 Grad auf dem Hof Fußball gespielt ohne Jacken und keine Erzieherin war da. Wir hatten eh die Absicht die Kita zu wechseln, der Unfall war nur das I-Tüpfelchen. Ich weis es kann immer etwas passieren, aber das Vertrauen war einfach weg und ich kann nicht ruhig arbeiten, wenn ich immer Angst um mein Kind habe.

LG
Ivonne

Beitrag von familyportrait 01.03.11 - 13:17 Uhr

Ok - dann ist das so sicher das Beste.

Nochmal gute Besserung!

Beitrag von englchen 01.03.11 - 13:22 Uhr

Danke #sonne

Beitrag von louis2005 01.03.11 - 12:58 Uhr

Ich kenne das auch so.

Du bekommst kein Krankengeld, sondern sog. Verletztengeld für die gesamte Ausfallzeit. Du erhälst das Geld zwar von der Krankenkasse, aber die holt es sich von der BG zurück. Die Tage dürfen auch nicht mit den Krankengeld-Tagen verrechnet werden!!!

Hake doch da unbedingt bei der Krankenkasse nach; wichtig ist nur, daß auf dem Attest für's Kind UNFALL angekreuzt ist. Hast sicher ein bißchen Ärger weniger :-))) LG

Beitrag von englchen 01.03.11 - 13:18 Uhr

Das ist richtig, aber es sind nur 10 Tage. Ich habe es auch nicht glauben wollen, aber es ist so. Ich bin jetzt mit ärztlichem Atest wegen Unfall seit 4 Wochen zu Hause und es werden definitiv nur 10 von der BG an die Krankenkassen und somit auch an mich gezahlt. Ich habe tagelang telefoniert, aber irgendwie scheinen wir uns damit abfinden zu müssen.

Beitrag von louis2005 01.03.11 - 13:25 Uhr

Also ich würde da noch mal nachhaken; rufe doch direkt bei der zuständigen BG an. Ich war mit einem Sohn 4 Wochen zu Hause, da er sich den Fuß im Kindergarten gebrochen hat. Ich habe das Verletztengeld für 4 Wochen komplett von der Krankenkasse erhalten. Eine Verrechnung mit den 10 Tagen Krankengeld hat bei mir nicht stattgefunden. Es muß doch da eine einheitliche Regelung geben???

Beitrag von englchen 01.03.11 - 13:31 Uhr

Echt? Ich weis mir langsam auch nicht mehr zu helfen, ich weis nicht wie oft ich schon bei meiner KK angerufen habe. Ich habe auch bereits direkt bei der BG angerufen und die haben mir gesagt, dass sie nicht mehr als 10 Tage zahlen. Ich schon so viel recherchiert und gelesen, finde aber nichts auf das ich mich berufen kann. Bin echt schon am überlegen, mal einen Anwalt zu kontaktieren, denn wie Du sagst - da muss es doch eine gesetzliche einheitliche Regelung geben oder?

Beitrag von karupsel 01.03.11 - 13:00 Uhr

Ich hätte auch gedacht, dass der Arbeitsunfall von der Berufsgenossenschaft gezahlt wird.

Beitrag von karupsel 01.03.11 - 13:01 Uhr

Ich mein natürlich Arbeitsausfall:-p

Beitrag von crystall 01.03.11 - 13:09 Uhr

Hi

ich versteh nicht warum bei jedem Unfall der Kita die Schuld gegeben wird.

Ein 5 jähriger sollte wissen dass man nicht auf Tische klettert, und es kann auch keine Erzieherin den ganzen Tag hinter deinem Kind herlaufen und es bewachen.

von wegen "war mal wieder nicht da"

Ich versteh schon dass du sauer bist dass du kein Geld bekommst und durch den Unfall jetzt betreuungstechnische Probleme hast, aber da kann die Kita wirklich nichts dafür.

Dein Sohn hatte einfache Pech- ich finde man muß das so akzeptieren!

Ich glaub auch nicht dass die Höhe des monatlichen Beitrags mit der Sicherheit zu tun hat.

Also arrangier dich mit dieser sicher sehr blöden Situation!

Beitrag von englchen 01.03.11 - 13:26 Uhr

Ich gebe nicht der Kita die Schuld - das habe ich auch nicht geschrieben. Das Kommentar, dass die Erzieherin mal wieder nicht da war - hängt damit zusammen, dass wir im Vorfeld schon Probleme hatten, weil die Kinder oft unbeaufsichtigt waren und wir schon mit mehreren Eltern Gespräche mit der Kitaleitung hatten.

Ich weis auch, dass es überall passieren kann, auch zu Hause, denn auch ich steh nicht immer dahinter. Ich finde es nur so traurig, dass wenn wirklich mal etwas ist, man nur Rennereien hat und jeder erstmal an den nächsten weiter gibt KK - BG etc. Weist Du, man zahlt jeden Monat so viel Geld für Versicherungen etc und wenn´s drauf ankommt steht man da und muss um alles kämpfen - vorallem bekommt man von keinem eine vernünftige Auskunft, jeder sagt, was er denkt wie es ist.

Ich wollte mir auch nur mal Luft machen und niemandem irgendeine Schuld zuweisen ;-)

Beitrag von kati543 01.03.11 - 15:03 Uhr

"ich versteh nicht warum bei jedem Unfall der Kita die Schuld gegeben wird. "

Nicht bei jedem Unfall. Nur bei denjenigen, die in der Kita zu der Zeit passieren, als die Erzieher die Aufsichtspflicht hatten. Dieser Unfall ist ja noch vergleichsweise gut ausgegangen. Aber was machst du, wenn dein Kind etwas blöder fällt und dann vielleicht erst einmal eine ganze Weile im KH bleiben muß. Mal einfach auf ein paar Monate aufs Gehalt verzichten? Der Vermieter ist ja sicherlich nett und erläßt die Miete für die betreffenden Monate,...

Beitrag von crystall 01.03.11 - 18:11 Uhr

trotzdem ist es nicht die schuld der kita.
ein 5 jähriger weiß genau dass er nicht auf tische klettern soll.

es passieren eben manchmal unfälle- und oft passiert auch mehr- trotzdem ändert die höhe des schadens nichts an der schuldfrage

abgesehen davon würd ich keine versicherung wählen die den verdienstentgang nicht zahlt oder sonstige kosten

lg

Beitrag von pinklady666 01.03.11 - 13:19 Uhr

Hallo

Der beste Freund meiner Tochter hat sich auch im Kindergarten den Arm gebrochen, er ist die Treppe der 2. Ebene runtergefallen (oder besser, er wurde von einem anderen Kind gestupst). Genau wie dein Sohn am Ellenbogen, genau in der Wachstumsfuge. Das war letztes Jahr im April. Er hat immer noch probleme deswegen, muss ständig in die Uniklinik, halt weil es die Wachstumsfuge ist und weil er nach der langen Ruhigstellung den Arm nicht mehr richtig nutzen kann. Jetzt bekommt er erstmal Krankengymnastik.
Er ist jedoch direkt mit der Erzieherin ins KKh gefahren. Die Mutter wurde nur verständigt, dass er gestürzt ist, der RTW unterwegs wäre und sie, wenn sie es nicht mehr bis zum Kiga schafft in das betreffende KKH kommen soll.
Er durfte insgesamt über 2 Monate nicht mehr zur Einrichtung. Die Mutter hat den Verdienstausfall bezahlt bekommen. Von wem kann ich dir nicht genau sagen. Aber ich denke, da man ja einen Unfallbericht schreiben muss hängt da die Berufsgenossenschaft auf jeden Fall mit drin. Erkundige dich am Besten bei deiner KK.
Dass sowas passieren kann und auch nicht ständig eine Erzieherin um die Kinder ist (schon gar nicht im Flur - was hat er da überhaupt gemacht? Ist das ein offener Kiga? War er auf Toilette? Oder dürfen sie den Flur zum Spielen mitnutzen?) denke ich weißt du auch. Darum finde ich das "mal wieder" total daneben.

Liebe Grüße und deinem Sohn gute Besserung

Bianca mit Marie Danielle (*21.06.2007) und Felix (ET 22.06.2011)

Beitrag von englchen 01.03.11 - 13:37 Uhr

Ja, ich weis, dass nicht immer jemand da ist. Der Flur gehört mit zum Spielbereich. Es stehen am Wandrand Tische entlang. Da sitzen oft die Hortkinder drauf und sehen sich Bücher an. Er wollte sich die Weltkarte ansehen, die allerdings sehr hoch hängt und schlecht zu sehen war. Es ist eigentlich auch egal, denn es ist passiert und ganz ehrlich - es kann auch jederzeit zu Hause passieren, weil wir auch nicht immer daneben stehen und überall Möbel sind auf die man klettern kann.
Ich finde es nur so ärgerlich, dass man sooooo viel Rennereien hat und keiner einem vernünftige Auskünfte geben kann. Jeden Monat zahlt man so viel Geld für Versicherungen und wenn man sie braucht - steht man alleine da und muss um alles kämpfen. Naja - so ist das halt.

Vielen Dank für Dein Tread.

LG Ivonne

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