Ab wann gute Überlebungschancen?

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Hier könnet ihr euch gegenseitig Rat und Unterstützung geben. Lest gern auch in unserem Magazin nach. 

Beitrag von anna280278 01.03.11 - 13:32 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich gehöre gott sei Dank nicht hier her, habe aber mal eine Frage.

Meine Freundin ist in der 25. SSW (24+?) und hat schon teilweise Wehen und einen verkürzten Gebärmutterhals (hoffe das ist richtig). Nun macht sie sich ständig Gedanken das die Kleine schon kommen könnte und fragt sich eben, ab wann es gute Überlebungschancen hat.

#danke

Euch allen weiterhin alles Gute!!!

Viele Grüße
Anna

Beitrag von schanina 01.03.11 - 13:51 Uhr

Huhu,

also, rein medizinisch gesehen gab es schon Baby`s die in der 23.SSW geboren worden sind und auch überlebt haben. Mit jeder Woche steigen natürlich die Chancen erheblich. Aber man muss immer Bedenken, desto früher, desto höher auch die Gefahr von Folgeschäden. Ich kann dir sagen, ich habe alle 3 "Muster" kennenlernen dürfen,.. (leider,..). Meine Mäuschen wurden in der 24+0 SSW geboren (mit Lungenreife vorher). Es waren Drillinge-,.. Einer der 3 ist gestorben, die Mittlere ist körperlich behindert (Blindheit und körperliche Defizite) und unser Kleinster (Leon) ist bis Dato man das sagen kann körperlich und geistig fit,- bis auf sein Essverhalten. Ich drücke deiner Freundin die Daumen das ihr kleiner Wurm noch etwas im Bauch drin bleibt und dann einen guten Start ins Leben findet!

Alles Gute! Nina

Beitrag von hexebu81 01.03.11 - 16:09 Uhr

Hallo
Ich muss mich Nina anschließen...aber wie das kind sich entwickelt oder ob es überhaupt irgendwelche schäden davon trägt kann man einfach nicht sagen!!!!!!!!! Meine kleine kam auch in der 24.ssw und es geht ihr bestens bis auf ständig infektionen wie schnupfen was aber bei normalgeborenen kinder genauso sein kann..wir hatten keine hirnblutungen oder erblindung oder sonstiges..alles im allen hatten wir mega glück und sind dem auch dankbar!!
ich hatte damals nicht wirklich viel zeit mir gedanken zu machen was passiert wenn sie jetzt kommt..als ich aufgeklärt wurde was passieren kann war es eh zu spät denn 30 min kam ich in den op...
wie gesagt man kann das nicht genau sagen wie das kind sich entwickelt..
Aber Nina hat vollkommen recht...je länger sie drin sind um so besser ist es!!!
Sie soll viel liegen und sich net mehr anstrengen und wenn sie sich net sicher ist am besten ins kh...
Alles gute deiner freundin und ich drück feste die daumen das der wurm noch drin bleibt!!
lg denise

Beitrag von 1984isi 02.03.11 - 07:51 Uhr

Hallo,

ich hatte in der 23SSW auch vorzeitige Wehen gehabt mit Zwillingen. GMH war kaum noch vorhanden.

Ich musste dann ins Krankenhaus. Hab dort Wehenhemmer bekommen.
Da lag ich lange 7 1/2 Wochen. Dann war ich 34+6SSW. Da durfte ich noch mal nach Hause. MM war schon leicht geöfnnet und GMH har nicht mehr vorhanden. Aber sie meinten,jetzt wäre es ok,wenn die beiden kommen.

Durch gehalten haben wir dann noch bis 36+6SSW zu hause.

lg Iris mit Mike & Mia ( 11.03.2010 )

Beitrag von evegirl 02.03.11 - 10:01 Uhr

Überlebeschancen hat das Kind schon.
Aber sie soll am besten kaum was machen nur liegen.
Ich hatte genau das selbe und lag auch ewig im KH, ich durfte nur liegen, duschen und auf toilette durfte ich gehen. Ich habe dann Lungenreife bekommen und nen Wehenhemmer.
Also nichts tun oder am besten ins KH fahren. Mein kleiner kam dann 36+2 zur Welte allerdings haben wir auch auf meinen Wunsch in der 36+0 EIngeleitet aus vielen Gründen.

Beitrag von sacoma 02.03.11 - 11:18 Uhr

Hallo,

in Deutschland wird ab der 23.SSW eine Therapie begonnen, ab diesem Alter können Kinder heut zutage überleben, die Frage ist aber immer wie sie überleben.

Unsere erste Tochter kam bei 23+2 auf die Welt, mit einer Größe von 29cm und einem Gewicht von 399g. Damals hatte man nur was unternommen, da sie schrie und einen unbändigen Überlebenswillen hatte. Die Chancen waren mehr als schlecht, wir haben sie Nottaufen lassen und mit dem Ärzten vereinbart, das wenn sie schwer erkranken sollte, sie nicht am Leben erhalten werden soll - sie sollte selbst entscheiden!
Wir durften ein echtes Wunder erleben - ohne eine ernsthafte Erkrankung, ohne nennenswerte Komplikationen, ist unsere Tochter schnell Groß und Stark geworden. Nach fast 23 Wochen Krankenhaus kam sie zu uns nach Hause. Heute ist sie sieben Jahre alt und eine ganz schlaue. Lediglich eine visuelle Störung hat sie und kann sich noch nicht lange Konzentrieren aber sie ist eine der besten in ihrer Klasse und wird durch den I-status besonders gefördert.

Jedes Baby ist anders, in diesen Extremen Wochen kann man keine verbindliche Prognose abgeben, ich habe leider erleben müssen, wie viele Kinder auf der ITS gestorben sind - es waren darunter auch dreißiger Wochen oder Kinder die wesentlich schwerer und größer waren.

In dieser SS hatte ich seit der 18. SSW starke Wehen, einen GBH von 2,1 und einen offenen MuMu - bis in die 34.SSW haben wir es geschafft und halten seit 6 Wochen unsere kleine Melissa nach nur 8 Tagen Krankenhaus im Arm #verliebt

LG sacoma