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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von tuppergrisu 01.03.11 - 13:37 Uhr

Hallo.
Unsere Maus (15 monate) war schon immer ein Klammeräffchen. Sie bleibt nur bei Mama und manchmal Papa auf dem Arm. Sie mal irgendwo abgeben ist eh nie drin. Solange Mama da ist geht es (je nach Tagesform) aber ohne nie. Mein Mann und ich waren zweimal weg, seit sie auf der Welt ist. Einmal hat sie geschlafen und nix mitgekriegt und einmal wurden wir vom Babysitter zurückgerufen (von einer Beerdigung). Die letzten Wochen war sie jetzt jedoch recht offen. Sie ist freiwillig zu Opa und Tanten auf den Arm, hat mit ihnen gespielt und gelacht. Das gabs vorher noch nie!!!! So seit vier Wochen ist es aber gut. Nun haben wir geplant am Donnerstag mit einer Gruppe am Weiberfastnachtsumzug teilzunehmen. Ich muß einfach mal was anderes sehen als Kinder und Arbeit. Meine Maus soll dann zu einer Freundin. Sie kennt sie und wenn wir da sind, ist sie auch immer ganz locker. Meine Freundin hat selber drei erwachsene Kinder und wünscht sich so sehr Enkelkinder. Da hat sie bei meiner was zum betüdeln. Jetzt aber mein Problem:
Seit drei /vier Tagen klammert meine Süße wieder, was das Zeug hält. Gestern als ich zur Arbeit mußte, hat sie beim Papa geschrien wie am Spieß. Sie möchte den ganzen Tag auf den Arm. Auf MEINEN Arm. Heute waren Oma und Opa zu Besuch. Da hat sie alles zusammengeschrien als ich nur mal auf die Toilette gegangen bin. Wie mach ich das bloss Donnerstag???? #zitter#zitter#zitter
Ich versuche meiner Maus alle Sicherheit zu geben, die sie benötigt, aber ich habe noch zwei weitere Kids, die auch ihre Ansprüche haben. Und die kommen da manchmal im Moment echt zu kurz. Nicht mal kino mit meinem mittleren Sohn geht, weil ich sie ja nirgends abgeben kann. So gehts irgendwie nicht weiter. Ausserdem brauch ich auch mal ne Auszeit von ein paar Stunden. Wir haben auch solange dafür organisiert und geplant.
Wie löst ihr sowas? Gibts tolle Ablenktricks? Oder muß sie da durch? Oder muß ich im Zweifelsfall den Umzug absagen?
Bin mal gespannt auf eure Meinungen.

LG Tuppergrisu

Beitrag von marion0689 01.03.11 - 13:48 Uhr

Bei uns ist es ähnliche.

Nur das es bei uns der Papa ist. Sobald er vom Arbeiten kommt, will der Kleine nur auf den Arm, wenn er weggeht (egal ob Klo, Keller etc ) wird geschrien.

Unsere Lösung: Der Papa sagt, dass er nun nach ....muss, er aber wieder kommt. Dann gibts einen Kuss und er geht.
Ich hab ihn dann meist auf dem Arm, er fängt an zu schreien und ich rede ihm gut zu. Nach paar Minuten ists vorbei.
Und durch diese paar Minuten muss er halt durch.

Auf keinen Fall darfst du riesige Abschiedszeremonien machen. Das bestärkt die Kleinen nur, dass sie guten Grund zum Weinen haben. Eine kurze, fröhliche Verabschiedung und weg. Das reicht.

Und du musst aufhören unsicher zu sein. Das spüren Kinder. Ihr passiert schließlich nichts schlimmes bei ihrem Papa oder deiner Freundin.

LG!!!

Beitrag von s-hibbel 01.03.11 - 15:13 Uhr

Ich sehe das so: das ist ein normales kindliches Verhalten - diese Trennungsangst eben....

Bei uns war es dabei ein bisschen anders:
Ich hab von Anfang an den Kleinen bei meiner Mama, Schwiegermama oder auch mal bei meinem Mann gelassen. Auch mit "Ins Bett bringen" und so weiter, damit ich auch mal alleine los konnte. Trotz Stillen klappte das wirklich wunderbar....

Ihm hat es anfangs nicht viel ausgemacht, er war sozusagen daran gewöhnt, auch mal von mir getrennt zu sein, aber inzwischen (19 monate) hat er Trennungsangst bekommen, wenn er merkt, dass ich in Eile oder unsicher bin.
Ich lasse mir bei der "Übergabe" immer ein bisschen Zeit und gebe ihn nicht "an der Tür" schon ab, das merkt er und klammert dann ganz stark, wehrt sich....
Du musst dir selbst sicher sein, dass das Abgeben deinem Zwerg nix schadet, dann überträgt sich diese Sicherheit. Ich würde mich auch NIE davonschleichen, denn das verunsichert das Kind ganz stark....
Ich sage immer Tschüss, gebe dem Kleinen einen Kuss und frag ihn, ob er der Mama noch winken will; auf keinen Fall eine Abschiedszeremonie mit viel Geschmuse oder so... Danach wird er, wenn er weint, etwas abgelenkt ....Buch lesen, spielen, oder so

Was wichtig ist: Du musst gehen, auch wenn das Kind weint, und ein lächelndes Gesicht machen, keine sorgenvolle Miene, und bloss nicht zurückkommen und nochmal drücken wollen und so - das verunsichert dein Kind total ! Wichtig ist auch, dass die Bezugsperson auch mal eine viertel Stunde "Weinen nach Mama" aushalten und dich nicht direkt bei jedem "Pieps" zurückrufen.
Klar, wenn mein Zwerg jetzt in seinem Allgemeinbefinden so beeinträchtigt ist, dass er nicht bei Oma spielt und garnicht lacht, etc... würde ich mir schon Sorgen machen und auch nach Hause kommen von der Arbeit. Das ist aber bisher erst einmal passiert und da war er am nächsten Tag auch krank....
LG
Tanja
;-)

Beitrag von klinni83 01.03.11 - 18:28 Uhr

Hallo,
bei unserer Maus war es nicht anders. Wenn ich da war, war alles ok aber sobald ich nur aus ihrem Sichtfeld verschwunden bin war Alarm.
Das komische war, wenn ich mich verabschiedet habe und ihr noch einen kuss gab hat sie nachdem ich raus war zwar noch ein paar Minuten geschrien aber dann war alles vorbei. Sie war dann auf jemand anders bezogen... also auf meine Mama oder auf Papa.
An Eurer stelle würde ich öfters mal ne Stunde raus und die kleine bei Papa lassen. Dann muss sie und dein Mann da ne Stunde durch und sie weiss nach dem dritten oder vierten mal das du wiederkommst!!!
Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen. Ich weiss wie anstrengend das ist!!
Lieber gruss
Britta