von der stadt ins dorf.neue kita und kind immer aggresiver

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von nadineayleen 01.03.11 - 14:18 Uhr

hallo an alle muttis!

Seit dez sind wir 350km vom alten wohnort ins dorf zu meinem freund gezogen!die beiden verstehen sich ganz gut.bevor wir hier her gezogen waren,waren wir auch einiege male hier zu besuch.aber seit dem wir fest hier wohnen und die kleine (4) hier in den kindergarten geht wird sie von tag zu tag aggresiver.sie schreit nur rum,fängt sofort an zu weinen egal was man ihr sagt und fragt!das war vorher nicht so.ich meine ich selber habe mich auch noch nicht wirklich bzw garnicht eingelebt und habe heimweh.heute hatte sie wieder nach dem kindergarten einen ausbruch sie fing an zu schreien und an zu weinen nur weil ich sagte du bekommst jetzt das nicht.(sie wollte im schlecker rein laufen und so ein lippenstift von hello kitty haben) und sie meinte sie will in ihren alten kindergarten!jeden tag äussert sie zu mir sie will zu ihrer oma.die aber im alten wohnort wohnt.
meint ihr das was sie so äussert und wie sich in manchen situationen verhält könnte daran liegen das sie heimweh hat???

Beitrag von familyportrait 01.03.11 - 14:27 Uhr

Hallo!
Ja, das kann ich mir schon vorstellen, daß sie Heimweh hat. Wir sind letztes Jahr nur 30 km "raus" gezogen. Und ich habe monatelang darunter gelitten. Mittlerweile bin ich mir sicher, daß das auch der Grund war, weshalb meine Kinder so unausstehlich waren. Wenn die Mama leidet, leiden die Kinder sofort mit - aber eben auf andere Art.

Meine Kinder haben anfangs auch immer gesagt, daß sie jetzt wieder zurück in ihre Wohnung möchten. Sie waren damals grad mal 2 Jahre alt!!!! Ich hab dann versucht, ganz viel mit ihnen rauszugehen - also in die Eisdiele, auf den Spielplatz, ins Kinderturnen. Ich hab sie anfangs also quasi sehr verwöhnt, um es ihnen einfacher zu machen. Das hat sich dann auch gelohnt. Inzwischen sehen sie die "alte" heimat sehr entspannt, selbst wenn wir am alten Haus vorbeifahren, ist das kein Thema mehr. Wichtig ist aber auch, daß ICH mich inzwischen hier deutlich wohler fühle!

LG

Beitrag von nadineayleen 01.03.11 - 14:32 Uhr

vielen dank für deine antwort.
ich bin schon am zweifeln ob es überhaupt gut war einen so großen schritt zu machen für so einen kleinen zwerg.
bei uns ist das ja nicht anders.wir sind schwimmen,eislaufen,spazieren usw usw aber irgendwie ändert sich doch nichts.

hat es lang gedauert bis deine kids sich daran gewöhnt haben?

ich bin am überlegen ob es fürs kind und mich nicht besser ist wieder zurück zu ziehen wenn sie und ich uns nicht hier wohlfühlen!
gebe mir noch einiege wochen zeit um zu schauen ob es besser wird.aber wenn nicht dann denke ich mal ist es besser zurück zu kehren1
was meinst du?

Beitrag von familyportrait 01.03.11 - 14:37 Uhr

Bei uns hat es ungefähr ein halbes Jahr gedauert. Bei uns allen meine ich damit. Ich selbst habe mir ein Jahr Zeit gegeben. Dann hätte ich meinem Mann irgendwie klarmachen müssen, daß das Haus ein Fehlkauf war ;-)

Das Problem war, daß wir einen wirklich bescheidenen Sommer hatten - sehr verregnet. Dazu kamen die Sommerferien, die Spielgruppe hatte Pause (ich bin ein paar Monate lang noch in die alte Spielgruppe gefahren zweimal die Woche). Die Kinder saßen drinnen, hatten hier noch keine Freunde, die lieben Nachbarn waren weg - und noch dazu hatten wir ein neues Baby.

Mir sagte dann im September eine KiGa-Mutter, daß sie selbst 2 Jahre gebraucht hat, um sich hier einzuleben. Und jetzt wollte sie gar nicht mehr weg. So weit bin ich noch nicht, aber ich fühle mich inzwischen wirklich viel wohler. Gibt es nicht sowas wie "Bürger für Bürger" oder ein Mütterzentrum bei euch? Das wäre ne tolle Anlaufstelle. Oder frag in der Gemeinde nach. Werde aktiv, dann lohnt sich das auch!

Beitrag von nadineayleen 01.03.11 - 14:39 Uhr

danke für deine info.werd ich mal umhören was es hier im 2000 seelendorf für angebote gibt!!

Beitrag von familyportrait 01.03.11 - 14:43 Uhr

Mach das. Frag auch mal die Nachbarin mit Kind o.ä., ob es in dem Dorf Angebote gibt. Und wenn es wirklich so gar nichts gibt - was ich mir gerade in einer Dorfgemeinschaft nicht vorstellen kann - dann warte wenigstens den Sommer ab. Wenn die Spielplätze wieder voll sind und die Kinder draußen, dann sieht man das alles im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr so grau!

Kopf hoch!

Beitrag von twins 01.03.11 - 14:33 Uhr

Hi,
Trotzphase, Heimweh, Umstellungsphase.....

Hier heißt es viel Geduld zu haben.
Vielleicht kannst Du mit Oma surfen inkl. Videokammera und das zum Ritual jeden Abend machen!?!?

Oder macht ganz tolle Dinge, die ihr in der Stadt nicht machen konntet. Picknick (auch wenns kalt ist) mit dem Rad fahren, Streichelzoos besuchen...und dann wird sie schon merken, das es ganz toll dort ist.

Grüße
Lisa

Beitrag von keep.smiling 01.03.11 - 22:37 Uhr

ich selber habe mich auch noch nicht wirklich bzw garnicht eingelebt und habe heimweh

Das ist es. Wie soll sich so ein Zwerg einleben, wenn es noch nicht mal die Mama geschafft hat!
Klar, es ist nicht leicht. Ihr solltet euch überlegen, was ihr tun könnt, damit ihr dort ankommt. Es braucht halt auch seine Zeit. Es sind ja noch nicht mal 3 Monate.
Was habt ihr schon unternommen, wen kennt ihr, wohin geht ihr?

Ich wünsche euch viel Kraft und dass ihr es schafft, euch dort einzuleben.
LG ks