Kind in Pflegefamilie geben

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von eijla 01.03.11 - 16:05 Uhr

Hallo, #schmoll

zuerstmal keine angriffe jeglicher art, weil mich das thema sowieso schon fertig macht.

Ich bin am überlegen, ob ich meinen Sohn meiner Schwester zur Pflege gebe.
Ich bin momentan völlig überfordert, wir schreien uns nur noch an, er schlägt nach mir und keine Strafe nütz was.

Zur Zeit besuche ich das Abendgymnasium und bin natürlich auf der Suche nach einer Teilzeitstelle, da ich nicht ewig vom staat abhängig sein will...

Wir beide leiden nur noch, mein Freund ist mir auch keine Hilfe.

Wer hat ähnliches durchgemacht?!

Meinungen sind natürlich auch willkommen.

Beitrag von simone_2403 01.03.11 - 16:16 Uhr

Hallo

Warum soll man dich angreifen?Ich find es super das hier eine Mama offen zu gibt Überfordert zu sein.

Wenn dein Junior bei deiner Schwester besser aufgehoben ist momentan und deine Schwester meint sie ist der Situation gewachsen,warum nicht?

Manchmal tut eine Auszeit auf beiden Seiten sehr gut und fördert auch das "wieder annähern".Jeder hat ein Stückweit Zeit über das eigene Verhalten nachzudenken und oft tun sich ganz neue Wege auf.

Das hat nichts mit versagen oder abschieben zu tun.

lg

Beitrag von sillysilly 01.03.11 - 16:17 Uhr

Hallo

habe Erfahrungen damit nicht privat, aber beruflich

Erstmal würde ich versuchen mir Hilfe zu holen - Frühförderung, Erziehungsberatungsstellen - nicht unbedingt übers Jugendamt - sondern halt von anderen Anbietern.

Denn oft ist es nur eine Phase wo man nicht zusammen paßt
er deine Hilflosigkeit spürt, und dadurch selbst jeglichen Halt verliert.
Je unsicherer, wütender du im Umgang mit ihm wirst umso mehr wird er um sich schlagen um Dich zu spüren.
Im Zweifel ist negative Aufmerksamkeit besser als keine Aufmerksamkeit.
Kinder provozieren auch um in den Mittelpunkt zu kommen.

Wie lange geht er in eine Einrichtung ? Würde eine längere Betreuung Entlastung bringen ... ?


Und wenn es wirklich eine gute Lösung für Euch ist, würde ich es erstmal ausprobieren, indem er da mal ein paar Wochen Urlaub macht .....

Wie gut kennt er deine Schwester?
Wie nah wohnt sie ?
Hat sie die Bedingungen, den Hintergrund ein vielleicht schwieriges Kind aufzunehmen oder besteht die Gefahr, daß sie auch die Lust verliert ?


und ich würde es mir ganz, ganz genau überlegen ob du diesen Schritt gehen willst - denn so ein Schritt kann viel verändern im Beziehungssystem

Aber bevor es eskaliert finde ich es gut, wenn du über Lösungen nachdenkst.


Grüße Silly

Beitrag von eijla 01.03.11 - 16:26 Uhr

Danke für die raschen Antworten!!
Bin wirklich sehr dankbar dafür.

Nein Jugendamt versuche ich so weit zu vermeiden wie es nur geht habe mit denen nur schlechte Erfahrungen.

Meine Schwester ist eine tolle Mutter, sie bekommt auch jegliche Hilfestellung ihres Mannes und von meiner Mama. Ich natürlich auch, das Problem ist nur, dass sie 400 km weit entfernt sind.

Wir machen gerade eine Trennung auf 2 Wochen und schauen wie das läuft.

Mein Sohn liebt meine Schwester und wir hatten bis September 2010 noch regelmäßigen Kontakt, dann zog ich wegen meinem Freund von Bayern nach Hessen...
Dadurch war ich dann auch fast vollkommen auf mich allein gestellt.

Beitrag von frauke131 01.03.11 - 16:33 Uhr

All das was Du bschreibst, ist m.M. nach kein Grund, ein Kind wegzugeben. Millionen anderer Frauen arbeiten Vollzeit und haben Kinder und sicher fühlt sich jede einzelne von ihnen mal überfordert. Es spricht nichts dagegen, sich Hilfe zu holen, am besten natürlich aus der Verwandtschaft. Deine Schwester könnte ihn dir abnehmen, wenn Du lernen musst, auch mal für ein paar Tage. Du könntest Dich ans Jugendamt wenden, um Hilfe bitten oder auch an andere Stellen (AWO, Pro familia, Caritas etc.)

Wen du Deinen Sohn in dieser Situation weggibst, was glaubst Du, wie wird er sich fühlen. Eine ehemalige Arbeitskollegin ließ ihren Sohn in einer ähnlichen Situation wie Deine beim Vater (er lebte vorher bei ihr) und schränkte den Kontakt ein. Letztendlich ließ sie ihn ganz dort, weil es für das Kind schwerer gewesen wäre, wieder umzuziehen. Sie hat es immer bereut, dass es so kam.

Lass dr helfen, Dein Kind weggeben sollte die letzte Option sein!

Beitrag von eijla 01.03.11 - 16:45 Uhr

Wie gesagt helfen lassen will ich mir ja...
Was nicht in Frage kommt ist das Jugendamt und auch keine Familienhilfe (hatte ich schon)

Ihn für ein paar Std. abgeben geht nicht. Meine Sis wohnt 4 Autostunden entfernt.

Und dass es Mütter gibt die es gebacken bekommen, weiss ich sehr wohl. Meine Mama ging die ganze Nacht arbeiten schlief paar std. brachte uns in die schule und ging dann wieder arbeiten. Nachmittags war sie wieder für uns da!!

Auch dass es für uns beide schwer wird ist mir durchaus bewusst, da ich ihn liebe und er mich!

Beitrag von docmartin 01.03.11 - 19:12 Uhr

Dass andere es schaffen ist doch kein Argument!? Andere laufen Marathon udn besteigen den Mount Everst udn doch ahbe ich ein Recht auf mein eigenes Leben udn die TN ebenfalls.

Wenn sie subjektiv das Gefühl hat überfordert zu sein und nach einer Möglichkeit sucht und dann noch den Mut hat es hier anzusprechen dann sollte sie Hilfe bekommen und nciht den Hinweis auf andere Mütter die das schließlich auch hinbekommen.

Ich gehe mal davon aus, dass keine Mutter ihr Kind leichtfertig weggibt und da der Junge ein gutes Verhältnis zu seiner Schwester hat und der Lösung gegenüber ja auch positive eingestellt zu sein scheitn ist es vielleicht eine gute Gelegenheit für die TN ihr Leben zu organisieren, den Abschluss zu machen und dann wieder mit Kraft und Motivation für ihr Kind dazusein.

Weggeben zum Wohle des Kindes ist ein mutiger und schwerer Schritt und mit Sicherheit immer mit der Hoffnung verbudnen dass es hinterher wieder besser geht.

Viel Glück! Gruß dm

Beitrag von gh1954 01.03.11 - 21:14 Uhr

Aber müssen es gleich 400 Km sein?

Beitrag von eijla 01.03.11 - 23:50 Uhr

naja ich kann meine schwester nicht zwingen dass sie hochzieht. meine schwester ist die einzige der ich mein kind anvertrau, abgesehen von meiner mama die aber leider arbeitet.

Beitrag von cinderella2008 02.03.11 - 07:50 Uhr

Hallo,

ich finde es auch gut, dass Du Dir Hilfe holen willst. Grundsätzlich wäre es auch eine gute Lösung, wenn Deine Schwester Deinen Sohn betreut. Was mir an der Sache nicht gefällt ist, dass sie so weit weg wohnt. Gut, daran kannst Du nichts ändern. Also würde ich nach anderen Lösungen suchen.

Warum? Du würdest Deinen Sohn jetzt aus dem familiären Umfeld reißen. Ihr beide hättet nicht die Möglichkeit, Euch regelmäßig zu sehen. Irgendwann würdest Du Deinen Sohn sicher wieder zu Dir holen wollen. Aber wann wird das sein? In ein paar Wochen, Monaten, Jahren? Vermutlich wird er sich zu diesem Zeitpunkt bei Deiner Schwester heimisch fühlen und wird dann wieder aus seinem Umfeld, seiner Familie gerissen.

Daher würde ich schauen, ob das Problem anders gelöst werden kann. Was ist mit Deiner Mutter? Wohnt sie in der Nähe?

Wird Dein Sohn in einer Kita/bei einer Tagesmutter betreut? Wenn nicht, würde ich zusehen, ihn dort tagsüber unterzubringen. Wenn Deine Mutter in der Nähe wohnen sollte, könnte sie ihn abholen, sich am Nachmittag/Abend um ihn kümmern. Du könntest in trotzdem sehen, ihr würdet Euch nicht entfremden. Wenn Du Dich dann wieder fitter fühlst, könntet Ihr die Konstellationen ändern. Deinen Sohn weiterhin in der Kita betreuen lassen, Du könntest ihn am Nachmittag betreuen und Deine Mutter übernimmt ihn, wenn Du schulische Angelegenheiten zu erledigen hast.

Das Kind zu Deiner Schwester zu geben, wäre für mich die letzte mögliche Option.

LG, Cinderella

Beitrag von eijla 08.03.11 - 13:35 Uhr

Meine Mama wohnt ja auch in Bayern.

Beitrag von gh1954 02.03.11 - 09:56 Uhr

Sicher kannst du dene Schwester nicht zwingen, in deine Nähe zu ziehen.

Wie willst du über 400 Km hinweg Kontakt zu deinem Kind halten? Um öfter hinzufahren fehlt euch doch das Geld.

Du machst es dir etwas zu einfach. Kind muss weg, Jugendamt willst du nicht, Familienhilfe willst du nicht, nach anderen Möglichkeiten erkundigst du dich nicht, du hast dich stur auf deine Schwester eingeschossen.

Beitrag von eijla 08.03.11 - 13:39 Uhr

Wir telefonieren jeden Tag und meine Mama würde mit ihm alle 2 Wochen nach Hessen kommen. Sie hat morgen ein Gespräch mit Caritas. Ich versteife mich nicht komplett auf meine Schwester. Familienhilfe hatte ich im übrigen bereits. Diese war mir aber keine große Hilfe.

Beitrag von kati543 02.03.11 - 11:32 Uhr

Nein, du kannst deine Schwester nicht zwingen. ABER: Es ist DEIN Kind. Was hindert dich daran, zu deiner Schwester zu ziehen? Vielleicht in den Kiga/Schulferien. Dann kannst du dir von deiner Schwester auch gleich praktische Hilfen für die Erziehung geben lassen. Denn letztendlich wird deine Schwester dein Kind nicht so umerziehen können, dass du es nach X Monaten wieder zu dir nimmst und du ein perfekt gehorchendes Kind hast. Vieleher wird es der Fall sein, dass dein Kind wieder in seien alten Verhaltensmuster bei dir fällt.

Du solltest bedenken, dass eine Pflegschaft immer über das JA geht. Eine Pflegefamilie 400km weit weg hat sehr schlechte Chancen anerkannt zu werden.

Beitrag von eijla 08.03.11 - 13:45 Uhr

Da hast du recht, eigentlich hindert mich nichts daran. Bis auf die Tatsache, dass ich gerade dabei bin mir hier ein Leben aufzubauen, mit Chancen, die ich vorher nicht hatte. Ich hatte keine Freunde, geringe Chancen auf ein Berufsleben. Jetzt habe ich Bekannte, gehe auf ein Abendgymnasium und könnte eine Ausbildung machen. Das soll in keinster Weise irgendwie egoistisch klingen. Ich vermisse meinen kleinen Tag und Nacht und doch denke ich, dass es richtig ist. Bin mir aber immer noch nicht 100%ig sicher. Daher mein Beitrag.

Beitrag von carlomaus 23.03.11 - 03:04 Uhr

Hey Kleine!!

Lass dich nicht "fertig" machen und dir ein schlechtes Gewissen einreden.
da wir ein Pflegekind bei uns aufnehmen wollen, befassen wir uns im Mom sehr stark mit der Thematik.
Jugendämter sind natürlich eine große Hilfe, aber ich kann deine Bedenken verstehen!
Natürlich ist es nicht gut, dass ihr so weit auseinander wohnt - aber ich denke, das weißt du selbst.
Ich an deiner Stelle würde eine Pflegefamilie in deiner Nähe suchen. Du willst dein Kind ja nicht komplett abgeben, sondern brauchst nur eine Lösung für euer Problem.
Es gibt ja die sogenannte Kurzzeitpflege.
Diese sind da, wenn man krank wird, oder sein "Leben in den Griff" bekommen muss und man dem Kind einfach nicht gerecht werden kann. Diese sind auf bestimmte Zeit. In deinem Fall viell ein Jahr - bis deine Abendschule vorbei ist. Wenn du deine Ausbildung beginnst, könntest du es ja viell noch mal versuchen.

Wir lernen im mom sehr viel über die Mutter - Kind-Bindung und so wie es im mom ist, könnte dein Kind schaden davon nehmen.
Auch wenn der Kleine deine Schwester liebt, wird er trotzdem von dir weg gerissen.
Wie oft siehst du ihn denn, wenn er dort ist?

Also wie gesagt, ich an deiner Stelle würde mich viell doch an das Jugendamt wenden und denen aber auch Klip und Klar sagen, was du willst.
Sie werden dir auf keinen Fall das Kind wegnehmen oder dir sagen du bist eine schlechte Mutter!!!!!!! Lass dir auch nichts von anderen Leuten einreden. Das JA ist meist gar nicht so schlimm, wie man denkt.
Und du kannst dir zusammen mit deinem Kind die Familie aussuchen im besten Fall. Der Kontakt bleibt ja aufrecht und die Kinder verstehen es so besser und verkraften es auch eher, als wenn er so weit ist!!!
Überleg es dir noch mal.
Handle immer im Sinne deines Kindes - immer. Auch wenn er es bei deiner Schwester bestimmt gut hat und es auch toll wäre wenn er da bleiben kann - aber die entfernung zu dir ist zu groß!!!

Ich wünsche dir und deinem Wurm alles erdenklich Gute.
Wenn du Informationen möchtest zum Thema Bindungen und Trennungen bei Kindern - wie sie das Verkraften, was sie verstehen, etc. kann ich dir gerne helfen. Unterlagen und Buchtipps (muss man ja nicht gleich kaufen :-) ) habe ich hier.
Man darf die Psyche eines Kindes auf gar keinen Fall unterschätzen..

Also -
Drück dich mal unbekannterweise!!

Lg Lara

Beitrag von windsbraut69 03.03.11 - 11:07 Uhr

Warum ziehst Du dann nicht wieder in deren Nähe, wenn Du nur Deines Freundes wegen umgezogen bist und er Dir keine Hilfe ist?

Gruß,

W

Beitrag von frauke131 02.03.11 - 09:04 Uhr

Wenn Du aufmerksam gelesen hättest, wäre Dir aufgefallen, dass es mir nicht darum ging, dass andere es schaffen, sondern darum, dass sich viele andere auch überfordert fühlen.

Aber viele lesen nur so weit, wie sie es verstehen wollen, damit sie schön #contra machen können.

Beitrag von kati543 02.03.11 - 11:28 Uhr

"Ich gehe mal davon aus, dass keine Mutter ihr Kind leichtfertig weggibt und da der Junge ein gutes Verhältnis zu seiner Schwester hat und der Lösung gegenüber ja auch positive eingestellt zu sein scheitn ist es vielleicht eine gute Gelegenheit für die TN ihr Leben zu organisieren, den Abschluss zu machen und dann wieder mit Kraft und Motivation für ihr Kind dazusein. "
Das wird nicht funktionieren bei einer Entfernung von 400km. Der Kontakt zwischen Mutter und Sohn muß unbedingt aufrecht erhalten werden (möglichst täglicher Kontakt), um eine Rückführung (egal ob nach Wochen, Monaten oder Jahren) überhaupt in Betracht ziehen zu können. Das Problem ist eigentlich nicht ihr Kind, sondern sie selber. Sie schreibt ja auch, dass der Grund des Problems ihre falsche Erziehung ist. Also um dieses Problem zu beseitigen, muß sie lernen, ihr Kind zu erziehen. Das tut sie nie, wenn sie das Kind ihrer Schwester gibt. Ein längerer Kiga-Aufenthalt hilft da auch nichts. Sie muß da selber durch. Sie kann sich Hilfen nach Hause holen. Aber letztendlich ist es ihr Kampf. Gleichzeitig ist bei dieser enormen Entfernung ja auch ein Wechsel des Kiga (und damit der Kiga-Freunde) verbunden. Es wird sich für ihn schlicht und einfach ALLES ändern. Nicht ein einziger Aspekt seines bisherigen Lebens bleibt gleich. Das verkraften die allerwenigsten Kinder. Beim letzten mal war es "nur" ein Umzug. Diesmal ist es ein Umzug ohne die Familie. Wenn sein bisheriges Verhalten auffällig war - danach wird es erst einmal noch einen ganzen Zacken schlimmer werden.

Beitrag von accent 01.03.11 - 17:09 Uhr

Hallo,
ich denke, Ihr seid in einem Teufelskreis gefangen: Er benimmt sich in Deinen Augen fies; Du schreist - er fühlt sich unverstanden und verletzt und schreit oder schlägt zurück. Das ist wirklich ein Kreislauf ohne Ende. Vielleicht gibt er Dir die Schuld, weil er aus der gewohnten Umgebung rausgerissen wurde. Vergiss nicht: Er ist erst d r e i Jahre. Da kann er seine Befürchtungen und Ängste noch nicht artikulieren und braucht deshalb andere Ventile.
Geht Dein Sohn in den Kindergarten? Hat er dort irgendwelche Probleme? Wie geht Dein Freund mit ihm um? Ich finde es schade, dass Du von dieser Seite keine Hilfestellung bekommst. Es wäre für Deinen kleinen Sohn sicher super, wenn Dein Freund mit ihm mal alleine was unternimmt - so quasi "Männer unter sich".
Wenn Du den Kleinen zu Deiner Schwester gibst, ändert das in meinen Augen nichts an den Problemen an sich. Du solltest Ursachenforschung betreiben, WARUM Euer Verhältnis so angespannt ist.
Hast Du ihn mal auf ADHS testen lassen?
Ich wünsche Dir ein gutes Händchen bei Deiner Entscheidung
Linda

Beitrag von eijla 01.03.11 - 17:13 Uhr

Ja habe ich, er hat definitiv kein ADS/ADHS. Ursache weiss ich ja schon...
Er ist klipp und klar einfach verzogen worden; von mir... Als er klein war durfte er alles und bekam meistens auch alles... Mein Fehler... ein Fehler den ich selbst nicht mehr gut machen kann und somit grundsätzlich überfordert bin.
Wenn sich mein Freund mal um ihn kümmert dann meistens so lala... Grundsätzlich geht er aber gut mit ihm um.

Beitrag von sally1409 01.03.11 - 17:37 Uhr

Sorry aber alleine die Aussage :"Als er klein war" ... Hallo er ist immer noch klein.

Ganz ehrlich zeig ihm Regeln und zwar ab sofort, werden vielleicht 2 harte Wochen aber da musst du durch wenn du ihm früher alles erlaubt hast.

und ob du 2 oder 3 Monate länger vom Amt lebst, spielt meiner Meinung nach keine Rolle.

Und wenn es dir zu viel wird such dir einen Kindergarten der ganztags Betreut ( in der Zeit such dir einen 400 € Job auch wenn durch das Amt nix liegen bleibt- aber du hast Abwechslung und das Amt übernimmt dir Betreuungskosten.)

Beitrag von eijla 01.03.11 - 23:46 Uhr

wenn mein sohn ganztags in den kiga geht dann sind wir genauso weit wie eben. er geht ab sieben dahin wir sehen uns gar nicht mehr, weil ich um 17 uhr losfahren muss um in die schule zu kommen.

das mit regeln durchziehen haben wir schon längst hinter uns. das mach ich mittlerweile schon seit einem halben jahr. half bisher überhaupt nicht.
darum bin ich ja nervlich im eimer.

Beitrag von chili-pepper 01.03.11 - 17:38 Uhr

Hi,

mein Sohn ist schon etwas größer, aber auch wir hatten Eskalationen....au weia....
Irgendwann bin ich zu einer Kinder- und Jugendtherapeutin und wir haben eine Kurzzeittherapie begonnen.
Mal ganz ehrlich, ich habe kaum verstanden, was die gute Frau mir mitteilen wollte.
Sie hat so blumig um den heißen Brei rumgeredet, dass ich nach 45 Min. Gespräch keine Ahnung hatte, was Thema war.
Aber; meinem Sohn und mir tat es unheimlich gut, dass wir da zusammen hin sind, mal er alleine, mal ich alleine, unterwegs noch ein Eis gegessen.

Irgendwann in einem Gespräch fragte mich die Therapeutin, was ich an meinem Sohn gut finde.
Kein Witz, ich habe darüber nachdenken müssen. So zugespitzt war unsere Situation.
Aber dann fiel mir doch einges ein, und am nächsten Tag noch mehr und mehr und mehr und mehr.....
Mir fiel auf, wie toll er ist.

Das, was bei Dir / Euch passieren sollte, ist ein Umdenken.
Gib den Kleinen erstmal nicht weg sondern sucht mit Hilfe von außen einen neuen gemeinsamen Umgang.
Bei uns hat es funktioniert. Wir kommen, trotz Pupertät inzwischen, prima miteinander klar.

Alles Gute Euch Beiden und viel Glück!


Beitrag von nan75 01.03.11 - 21:26 Uhr

Hallo,

meine Mutter hatte auch meinen Cousin (das Kind von der Schwester meiner Mutter) als Pflegekind. Für uns Kinder war das kein Problem. Er war auch schwierig aber es war gut für Ihn. Jetzt ist er 25 Jahre hat eine Lehre gemacht ... . Ich wünsch euch alles Gute
LG
Nan

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