Trennung am 31.12./ Reaktion der Kinder/ wie komme ich zur Ruhe?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von maxi7 01.03.11 - 17:02 Uhr

Hallo,

am 31.12. bin ich Hals über Kopf mit meinen Kindern ausgezogen. Voraus gingen monatelange böse massive Streitigkeiten mit meinem Mann und meinen Schwiegereltern, in deren Haus wir bis dahin wohnten.
Ich bin quasi mit nichts aus der Wohnung gegangen, habe auch noch nicht wirklich etwas bekommen aus unserem gemeinsamen Hausstand, aber das ist jetzt im moment nicht die Frage.
Ich habe eine Wohnung gemietet, arbeite und versuche mich zu sortieren.
Mein Mann und ich haben uns in Sachen "Kinder" geeinigt. Sie sind an jedem 2.Wochenende bei ihm und an einem Nachmittag in der Woche,damit ich an der Arbeit auf meine Stunden komme.
Ich habe viel mit den Kindern geredet, versuche sie aufzufangen und für sie da zu sein. Meine Tochter (wird demnächst 5) kann eigentlich ganz gut ausdrücken,wenn sie traurig ist. Manchmal vermißt sie den Hund oder ein bestimmtes Buch oder die Katze. Dann kann ich sie auch gut trösten bzw. ihr vermitteln,daß man auch mal traurig sein darf und nicht jeder Tag toll läuft. Mein Sohn ist oft wütend,wenn er von unserem alten zu Hause kommt. Er redet nicht (er wird 10), ist wütend auf mich und fühlt sich dann immer benachteiligt.
Ich habe irgendwie Angst um die Kinder. Haben denn alle Trennungskinder nen "Knacks"? Wir wohnen auf dem Dorf, natürlich sind wir DAS Dorfgespräch, Leute grüßen mich nicht mehr. Tolle Gerüchte sind im Umlauf..........ich könnte einfach nur davonlaufen.

Was kann ich denn für die Kinder tun? Und wie komme ich zur Ruhe?

Yvonne

Beitrag von ..fruchtzwerg.. 01.03.11 - 17:09 Uhr

hmm
es ist schwer damit umzugehen als kind.. mein eeltern haben sich getrennt da war ich 13...
würde eventuell auch wenns dumm klingt einen psychologen aufsuchen..damit der kleene sich mal die probleme aus dem herz erzählen kann was man oft mit mama und papa nicht so kann..
naja für ihn bist du im mom der buh mann weil du enfach mit denen gegangen bist..
und was der papa immer so asagt weisst du leider ja auch nicht..

Beitrag von a11ure 02.03.11 - 06:53 Uhr

Es gibt ein paar gute Bücher zu dem Thema.

Schwierig ist natürlich eine so aprupte Trennung für die Kinder - auch wenn sie für Dich vielleicht nicht so aprupt war.

Wenn's möglich ist, versuch mit Deinem Ex gemeinsam einen Weg zu finden, um es für die Kinder leichter zu machen und ihnen Loyalitätskonflikte zu ersparen.

Alles Gute.

Beitrag von starshine 02.03.11 - 12:00 Uhr

Das ist alles noch sehr frisch und es wird sich nach und nach einspielen. Bitte kläre mit Deinem Mann, dass Du unbedingt ein paar Sachen aus dem "früheren Leben" haben möchtest, damit sich die kids am neuen Ort mehr zuhause fühlen können. Abgesehen davon hast Du ein Recht darauf... aber wenn es sich gütlich machen lässt, dann erstmal so probieren :-)

Meine Kleine war bei der Trennung 8 und hat auch mit Zorn auf manches reagiert. Es ist einfach Hilflosigkeit, denn wir Erwachsenen haben einfach über ihr Leben bestimmt. Vielleicht hilft es Deinem Sohn, wenn Du ihm "eine Wahl" lässt? Ist es denn unabdingbar, dass beide Kinder bei Dir leben? Ich weiss, dass wir Frauen uns sehr schwer damit tun, uns vorzustellen, dass die kids auch beim Vater leben könnten... aber Du sagst, Ihr lebt in einem Dorf, also können die Entfernungen ja nicht so weit sein. Meinen kids hat es geholfen, dass wir gesagt haben, sie haben nun 2 zuhause und dass sie jederzeit bei mir oder beim Vater sein dürfen und das selbst entscheiden können.

Du kannst zur Ruhe kommen, indem Du ganz bewusst etwas für Dich tust wenn die kids beim Vater sind. Ich hatte anfangs grosse Probleme wenn die kids nicht da waren und das obwohl ich voll berufstätig bin. Ich habe mir dann Inseln geschaffen, in denen ich bewusst etwas nur für mich tue und nicht putze oder sonst etwas für die Familie mache. Ich gehe an den Vater-WEs in die Therme und mache mir da einen schönen Vormittag. Sauna, Dampfbad, esse dort was, lese und geniesse einfach. Später dann ist noch ein Yoga-Kurs dazu gekommen, den ich unter der Woche mache und dafür habe ich den KV zur Kinderbetreuung "eingespannt".

Wenn Du ausgeglichener und ruhiger wirst, dann werden das Deine Kinder spüren und dann können sie auch annehmen, dass die Trennung vielleicht was positives sein kann. Atme durch und geniesse, dass Du wahrscheinlich mehr Zeit für Dich hast als zuvor, aber nutze diese Zeit auch. Der Hauptdruck der täglich auf Dir gelastet hat, ist erstmal weg! Lass es zu und freue Dich darüber!

Ach, ein Osteophat hat mir am Anfang noch geholfen meine innere Verspanntheit nach den vielen Jahren des Streits und Stress webzubekommen. Ich hatte nie wirklich Schlafstörungen, aber nach ein paar Behandlungen bin ich plötzlich morgens wieder ausgeruht aufgewacht :-) und hatte neue Energie für unser neues Leben!

Viel Glück Euch!