Hallo,
ich habe generell mal eine Frage zu Ministern. Ich habe mir vorher mal Guttenbergs Lebenslauf angesehen und gesehen, dass er gar kein 2. juristisches Staatsexamen hat. Das erste Staatsexamen hat er mit einer 3 bestanden - beides nicht so beeindruckend. Warum man dann promovieren kann ist mir ein Rätsel - an meiner Uni wäre das nicht gegangen.
Nun aber eine Frage: Kann man wirklich kompetent Minister sein, ohne ein Grundlagenstudium in der Sparte zu haben. Ich habe ein abgeschlossenes Hochschulstudium, müsste ich aber Gesundheitsministerin sein, hätte ich absolut keine Ahnung - wisst ihr, was ich meine? Der Mann hat Jura studiert und wurde erst Wirtschaftsminister und dann Verteidigungsminister. Sowas verstehe ich nicht. Das ist ja bei allen Ministern so.
GLG
Scotland
Frage zu Ministern ...
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Beitrag von scotland - 01.03.11 - 18:53 Uhr
Beitrag von mimi1410 - 01.03.11 - 19:36 Uhr
Hi,
das variiert von Uni zu Uni - Prüfungsordnung Jus Bayreuth: "Promotionsordnung sieht die Zulassung von Kandidatinnen/Kandidaten vor, die in einer der Staatsprüfungen mindestens die Note "befriedigend" erreicht haben, sofern diese in zwei Seminaren mindestens die Note "gut" erzielt haben und zwei Professoren die Przomotion befürworten. Liegen diese Voraussetzungen vor, werden die Bewerber vom Dekan routinemäßig zur Promotion zugelassen." - ergo, er hat die Promo-Voraussetzungen erfüllt.
Minister zu werden setzt nicht voraus, fundiertes Fachwissen in dem entsprechendem Ressort zu haben sondern sich einarbeiten zu können und die Mitarbeiter entprechend zu führen.
LG Mimi
Beitrag von imzadi - 01.03.11 - 20:14 Uhr
An sich brauchst du als Politiker gar keine Ausbildung, nur ein paar Dumme die dich wählen. Wer welchen Ministerposten besetzt hat nichts mit seinen Kenntnissen in dem Bereich zu tun. Deshalb wandern die auch immer schön von Posten zu Posten.
Beitrag von docmartin - 01.03.11 - 20:29 Uhr
Naja, die eigentliche Arbeit machen ja nciht die MInister sondern die Arbeitskreise der Parteien und da sitzen dann Spezialisten...was nicht heißt dass die Ergebnisse auch spitze sind ; )
zur Promotion kann ich nur sagen: die Notengebung der einzelnen Fächer ist sehr, sehr unterschiedlich. eine "drei" (befriedigend) in Jura (hatte ich als Nebenfach) ist ein respektables Ergebnis, eine drei in Pädagogik (mein anderes Nebenfach) (zumindest an meiner Uni) wäre eine dermaßene Schande gewesen dass ich eminem Prof nie wieder hätte unter die Augentreten mögen (ich kenne niemanden der eine drei bekommen häatte, fast alle erreichten eine ein, einige sehr, sehr wenige unmotivierte eine zwei..).
Und das zweite Staatsexamen ist nur vonnöten wenn du ein Richteramt etc. anstrebst, für einen "einfachen" BEtriebsjuristen reicht das erste völlig aus!
Gruß dm
Beitrag von nele27 - 02.03.11 - 09:24 Uhr
Hi,
ein Minister hat vor allem repräsentative Fähigkeiten, muss die Inhalte gut an die Öffentlichkeit bringen. Das variiert ja nicht so stark von Ministerium zu Ministerium.
Die Inhalte hingegen werden im Wesentlichen von den höheren Beamten der Ministerien erarbeitet und dem Minister gewissermaßen vorgekaut.
So ists möglich, dass eine Frau vd Leyen zuerst Familienministerin, dann Arbeitsministerin ist. Und eben uns KT auch gewechselt hat.
Übrigens haben viele (die meisten?) Politiker Jura studiert...
LG, Nele
Beitrag von fred_kotelett - 02.03.11 - 13:00 Uhr
"Übrigens haben viele (die meisten?) Politiker Jura studiert..."
Ja das stimmt und auf Platz 2 sind die Lehrer.
Wie man so schön sagt, das Parlament ist manchmal voller manchmal leerer aber immer voller Lehrer.
Beitrag von zeitblom - 02.03.11 - 13:21 Uhr
"Die Inhalte hingegen werden im Wesentlichen von den höheren Beamten der Ministerien erarbeitet und dem Minister gewissermaßen vorgekaut. "
Naja, etwas politischen Einfluss auf diese Beamte und auf das, was erarbeitet werden soll, werden Minister schon nehmen...
Beitrag von nele27 - 04.03.11 - 08:57 Uhr
Ich denke, die Beamten wissen, welche Arbeitsergebnisse zu welchem Parteibuch passen...
Beitrag von cinderella2008 - 02.03.11 - 14:35 Uhr
"Kann man wirklich kompetent Minister sein, ohne ein Grundlagenstudium in der Sparte zu haben."
Die wenigsten Minister kommen aus der "Richtung" des Ressorts, das ihnen unterliegt. Ist auch nicht wirklich nötig. Ein Minister hat seine Leute, die ihm zuarbeiten. Ein Gesundheitsminister muss also nicht zwingend aus dem medizinischen Bereich kommen. Er kann genauso gut Jura studiert haben.
Cinderella
Beitrag von zeitblom - 02.03.11 - 14:40 Uhr
"Kann man wirklich kompetent Minister sein, ohne ein Grundlagenstudium in der Sparte zu haben"
Man koennte auch die Frage stellen, ob Menschen wirklich waehlen duerfen sollten, ohne ein Mindestmass an Ausbildung zu haben..... wahrscheinlich, im Namen der Demokratie, ja...um den Preis allerdings, dass Fehleinschaetzungen und Irrtuemer geschehen...
Beitrag von moonerl - 03.03.11 - 22:39 Uhr
Deine Frage wurde heute bei Logo erklärt.
Einer der gut reden kann und den Kopf hinhalten kann, wird Minister.
Verstehen muß er von dem Metier garnichts !!
Er hat einen Stab von Mitarbeitern hinter sich, die sich auskennen.
Sie schreiben seine Reden und erklären ihm das Geschehen.
Beitrag von purpur100 - 04.03.11 - 08:49 Uhr
"Einer der gut reden kann und den Kopf hinhalten kann, wird Minister.
Verstehen muß er von dem Metier garnichts !! "
Ok, das sind die Dinge, die er können sollte.
Und was DARF er alles?
Beitrag von nele27 - 04.03.11 - 08:56 Uhr
Er DARF sich mit der Materie durchaus auskennen
Beitrag von purpur100 - 04.03.11 - 09:08 Uhr
und was DARF er/sie noch?
Ist doch viel interessanter zu wissen, was jemand alles so darf. Was er kann ist ja ne andere Sache
Beitrag von vifrana58116 - 05.03.11 - 22:33 Uhr
Minister sollten keinen politischen Einfluss auf Beamte haben! Beamte sind grundsätzlich politisch ungebunden und haben sich allein an geltendes Recht zu halten. In der Regel werden den Ministern Sachverhalte und Rechtslagen zu einem bestimmten Thema dargelegt, damit sie eine Entscheidung treffen können, die geltendem Recht entspricht. Was er dann damit tut, ist allein ihm/ihr überlassen!
So dürfen Beamte auch nicht für Parteizwecke eingesetzt werden.
