Mal ne Frage zur Nackenfaltenmessung

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von lahme-ente 01.03.11 - 20:05 Uhr

Hallo,

ich bin jetzt bei 7+4 und mein FA geht jetzt für einen Monat in den Urlaub. Ich habe leider erst wieder am 12. April meinen nächsten Termin.

Der Arzt fragte mich, ob wir eine Nackenfaltenmessung machen wollten. Das ginge gerade so noch, wenn ich meinen nächsten Termin habe.

Ich habe den Arzt gefragt, ob er es nicht auch auf dem 3 bzw. 4D Ultraschll sehen könnte, wenn mein Baby hochgradig behindert sein würde.
Er meinte, nein.

Habt Ihr eine solch eine Untersuchung machen lassen? Wie alt wart Ihr? Ich habe in der Infobroschüre gelesen, dass es ein höheres Risiko gibt ab bestimmten Alter.

LG

Beitrag von danisahne912 01.03.11 - 20:09 Uhr

Also ich bin 33 und ab morgen in der 15. SSW. Wir haben uns bewusst gegen die NFM entschieden. Es handelt sich bei der Untersuchung nur um eine Wahrscheinlichkeitsrechnung, die nicht zu 100% genau ist. Und eine anschließende Fruchtwasseruntersuchung bei einem evtl. schlechten Wert, wäre für mich eh nicht in Frage gekommen. Wir haben bei keine Vorerkrankungen bzw. Erbkrankheiten in der Familie und ich gehöre noch keiner Risikogruppe an.
Wir vertrauen einfach drauf das alles gut wird.

Beitrag von elame 01.03.11 - 20:11 Uhr

Hallöchen,

wie du bestimmt schon öfter hier gelesen hast gibts dazu unterschiedliche Meinungen und jeder muss letztendlich für sich selbst entscheiden, ob er diesen Test mit einem Wahrscheinlichkeitsergebnis machen lassen möchte oder nicht. Und ob man gegebenenfalls auch zu FU bereit ist.

Wir haben das nicht machen lassen, weil für mich weder eine Abtreibung noch eine Fu in Frage gekommen wäre. Bin 26 und sehe daher auch keine Notwendigkeit für mich.

Lg

Ela
25.SSW#winke

Beitrag von claudia.ef 01.03.11 - 20:11 Uhr

Hallo,
so wie ich das sehe, bist Du erst 25 Jahre alt. Es kann natürlich trotzdem eine Trisomie vorliegen. Für die drei häufigsten Chromosomstörungen bekommst Du hier ein wahrscheinliches Ergebnis. Um sicherer zu gehen, schadet die Untersuchung also nicht.
Ich hab es beim ersten Mal (da war ich 35 und hatte vorher 2 FG) nicht machen lassen, da ich nun endlich und einfach aufs Glück gehofft habe (meine Tochter ist gesund). Jetzt beim 2. Mal werde ich eine Fruchtwasseruntersuchung machen und hoffe, da ist auch alles gut!
LG Claudia

Beitrag von annyx2011 01.03.11 - 20:17 Uhr

wir überspringen die NFM und gehen direkt zur fruchtwasseruntersuchung über, trisomie kann bei JEDEM auftreten, es kam bei uns schon in familie vor und ist NICHT vererbbar, es ist ein chromosomenfehler. da ich zwillinge bekomme und diese eineiig sind, hätten es eventuell beide, damit können wir nicht leben, deswegen fiel unsere entscheidung so aus!

Beitrag von anyca 01.03.11 - 20:27 Uhr

Hmm ... einerseits verständlich, daß einen der Gedanken an behinderte Zwillinge überfordert, andererseits kenne ich zwei erwachsene Zwillingspaare, deren Behinderungen sich erst im Kleinkindalter herausstellten. Da hatten die Eltern dann auch keine Wahl, als mit der Situation umzugehen, was sie (soweit ich das beurteilen kann) sehr gut gemeistert haben.

Und bei Zwillingen besteht ja nun ohnehin schon ein Risiko, daß sie zu früh kommen und dadurch Schäden bleiben - in der Kindergartengruppe meiner Tochter ist ein Zwillingsfrühchen, das nicht richtig laufen kann (und ein ganz süßes Mädel ist). So gesehen dürfte man dann Zwillinge grundsätzlich nicht austragen, wenn man das Risiko ausschließen will ...

Trotzdem wünsche ich Dir natürlich, daß die FWU gut verläuft und ein beruhigendes Ergebnis bringt. Alles Gute!#klee

Beitrag von anyca 01.03.11 - 20:13 Uhr

Frage 1: Nein, ich habe die Untersuchung nicht machen lassen, obwohl ich "schon" 35 war beim zweiten Kind und das Risiko damit wesentlich höher war als bei Dir. Da ich aber eh keine Abtreibung gemacht hätte, hätte die Untersuchung keine Konsequenzen (außer evlt. großer Verunsicherung) gehabt.

Frage 2: 3D oder 4D ist eher eine Spielerei, keine Untersuchung. Bei der Feindiagnostik/Feinultraschall dagegen kann man sehr wohl Hinweise auf Behinderungen bekommen, allerdings auch hier keine 100% Diagnose. Manches kann man durch Fruchtwasseruntersuchung feststellen, das ist aber nicht ohne Risiko für das Kind.

Würdest Du ein behindertes Kind denn abtreiben wollen? In meiner Verwandtschaft gibt es drei behinderte Kinder, die gesund zur Welt kamen und später zeigte sich eine Erkrankung bzw. es geschah ein Unfall. Von daher ist es für mich persönlich sowieso Schicksal, ob man eines Tages mit einem behinderten Kind dasteht. Mein Kind ist mein Kind, so wie mein Mann mein Mann ist. Den würde ich ja auch nicht verlassen, wenn er auf einmal ein Pflegefall wäre.

Alles Gute!

Beitrag von lahme-ente 01.03.11 - 20:18 Uhr

Hallo,

danke für Eure Meinungen :-)

Wir werden keine NFM machen lassen. Ich bin ja "erst" 25. In meiner und seiner Familie gibts keinerlei Vorerkrankungen oder Behinderungen.

Ich wollte nur Meinungen dazu hören.

Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, was ich machen würde, wenn sichs rausstellt, dass ich ein Baby mit Trisomie 21 in mir trage.

Meine erstes Kind kam auch kerngesund zur Welt.

LG

Beitrag von anyca 01.03.11 - 20:19 Uhr

Ach ja, noch was allgemein zur Pränataldiagnostik:

Ich habe von mehreren Fällen im Umfeld gehört, wo ein Kind angeblich schwerstbehindert sein sollte und dann völlig gesund zur Welt kam. Wer weiß schon, wieviel der wegen "Behinderung" abgetriebener Kinder eigentlich gesund waren? Ob die Ärzte das dann im Nachhinein ehrlich sagen ...?

Und übersehen werden kann auch immer was. Bei meinem Neffen hieß es bei der Feindiagnostik, er habe ja auffällig lange Beine - mit 2 Jahren wurde festgestellt, daß er eine seltene Form von Kleinwuchs hat. Bei seinem kerngesunden Bruder wurde dafür nach der Feindiagnostik Panik gemacht, daß eine Anomalie der Nabelschnur ja ein Hinweis auf einen Gendefekt sein könnte ...

Beitrag von suse.79 01.03.11 - 20:46 Uhr

Ich habe die NFM letzte Woche machen lassen, wie schon bei meinem Sohn damals vor knapp vier Jahren.

Für mich kommt eine Abtreibung nicht in Frage, jedoch möchte ich im Falle eines negativen Ergebnisses noch einige Monate haben, um mich auf die eventuellen Situation einzustellen. Ich denke, dass man die Nachricht, dass sein Kind nicht gesund ist oder sein könnte erst einmal verkraften muss. Und wenn, dann möchte ich dies jetzt tun, um später von Anfang an mit Kraft und Nerven für mein Kind da sein zu können. Eine FU kommt für mich ebenfalls nicht in Frage, weil mir das Risiko dafür zu hoch ist.

Was kann schon passieren: entweder würde ich bei einem schlechten Ergebnis mir die nächsten Monate zu recht Sorgen machen oder zu unrecht. Im ersten Falle bin ich dann bereits gefasst und im zweiten Falle überglücklich, dass es doch gesund ist.

Ich kann aber auch nachvollziehen, dass viele diese Untersuchung nicht machen lassen, vorallem, wenn sie noch sehr jung sind. Aber das muss jeder für sich entscheiden. Ich war bei meinem Sohn damals 28 und nun 31 Jahre alt.

LG

Beitrag von colbiesue 01.03.11 - 21:52 Uhr

Ich sehe das genauso wie suse.79!!!

Ich habe die NFM gestern machen lassen (bei 12+3)
Ich bin erst 24 aber ich wollte einfach mehr über mein kind wissen.
Und auch wenn etwas negatives bei rausgekommen wäre, hätte ich es wissen wollen. Und ja ich weiß natürlich, dass auch immernoch vieles mit dem Baby passieren kann, bzw. unentdeckt geblieben sein kann!

Die Untersuchung war auf der einen seite auch beängstigend aber auf der anderen seite unglaublich schön!!
Mein Zwerg wurde rund 30min von oben bis unten und von links nach rechts und alles umgekehrt durchgeleuchtet .
Dabei erleuterte der Arzt die ganze zeit was er gerade genaues untersucht bzw was zu sehen war.
Das alles zu sehen war unglaublich schön!!

Ich würde es sicher wieder machen.

Liebe Grüße, Colbiesue + bauchzwerg 12+4