Jura Prädikatsexamen

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Beitrag von 123bhtrsfe456 01.03.11 - 20:41 Uhr

Hallo,

nur weil ich jetzt in mehreren Diskussionssträngen zu Herrn zu Guttenberg immer wieder Bemerkungen zu seinem Werdegang lese hier eine Anmerkung, weil ich es immer wieder mit Grausen lese:

Die Benotung eines juristischen Staatsexamens kann man nicht mit anderen Abschlüssen vergleichen.

Ein Prädikatsexamen der Note vollbefriedigend (oder in einigen Unis befriedigend) ist sicher kein Durchschnittsabschluss sondern wird nur von etwa 15% der Absolventen erreicht.

Und genau dieses Prädikatsexamen wird in der Regel auch gefordert um in Jura promovieren zu dürfen.

Tatsächlich finde ich den Werdegang Herrn zu Guttenbergs trotzdem nicht herausragend und empöre mich sehr über die Art und Weise wie er seine Doktorarbeit verfasst und dann auf entsprechende Vorwürfe reagiert hat.



Beitrag von c.l.e.o. 01.03.11 - 21:25 Uhr

#danke für die Anmerkung. Meinst Du er hatte damit tatsächlich das Potential zum summa cum laude-Doktor?

Beitrag von 123bhtrsfe456 01.03.11 - 21:39 Uhr

Naja, mit einem Prädikatsexamen gehört man zu den Besten seines Faches und wer sollte sonst das Zeug haben zu promovieren?

Und warum nicht mit summa cum laude?

Ich möchte Herrn zu Guttenberg nicht die Fähigkeit absprechen eine herausragend gute Doktorarbeit zu verfassen, er hat es ja noch nicht selber versucht ;-)

Beitrag von jabberwock 01.03.11 - 22:42 Uhr

Ich freu mich total über dein Statement. Vor allem aus diesem Grund:

Guttenberg hatte gar kein Prädikatsexamen, obwohl er das in seiner Vita so angegeben hatte! #freu

("hatte", denn vor ca. drei Tagen verschwand es kommentarlos von seiner Webseite)

Er hatte nur ein "befriedigend" womit er im Normalfall an der Uni Bayreuth nicht einmal hätte promovieren können. Dank einer Ausnahmegenehmigung konnte er dann doch:

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-02/guttenberg-bayreuth-promotion-zulassung

Beitrag von 123bhtrsfe456 01.03.11 - 23:17 Uhr

Naja, so wie ich das verstehe sind die Bayern da mal wieder etwas anders als der Rest Deutschlands und vergeben ein "kleines Prädikat", was wohl oft auch als Prädikatsexamen bezeichnet wird.
Da kann ich den Herrn zu Guttenberg schon verstehen, dass er das genauso auch auf seiner Homepage angegeben hat.

Dass er zur Promotion zugelassen wurde ist ja anscheinend nicht so ungewöhnlich, da er gute Seminare hatte.

Also ich bin wirklich nicht auf der Seite Herrn zu Guttenbergs, aber dieses Sticheln jetzt von allen Seiten geht mir etwas auf den Geist.

Ich habe aber auch schon andere Artikel gelesen, die sagen, dass er Im Examen 10 Punkten hatte.

Aber wie auch immer, so mittelmäßig im Studium wie ihn hier einige sehen wollen, ist er, denke ich, nicht gewesen.

Beitrag von tritratrullalala 04.03.11 - 09:33 Uhr

Na ja, zumindest hat er in seinem Studium nicht gelernt, wie man eine korrekte wissenschaftliche Arbeit verfasst, wenn man seine Argumentation der "Fehler" glaubt. Wie man zitiert, lernt selbst ein mittelmäßiger Student im 1. Semester.

Sorry, aber den Kommentar konnte ich mir nicht verkneifen. ;-)

Beitrag von 123bhtrsfe456 06.03.11 - 13:56 Uhr

Aber darum geht es hier ja auch gar nicht, daher ist dein Kommentar total unpassend.

Ich wollte nur mal ein wenig zur Notengebung im juristischen Staatsexamen erklären, da einige das anscheinend nicht verstehen.