Wir wollen Bauen. Womit am besten Heizen?

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Forum: Energie sparen

Willkommen im Forum Energie sparen. Hier diskutieren wir, wie wir gesünder leben und viel Energie und Geld sparen können. Mit kleinen Schritten können wir unseren CO2-Bilanz um 10% innerhalb eines Jahres reduzieren. Und darum geht es hier: Welche kleinen Schritte machen Sie? Welche Fragen und Ideen haben Sie? Jeden Donnerstag schauen Energiesparberater hier ins Forum, um Ihre Fragen zu beantworten. Jede(r) BeraterIn ist in einer Umweltorganisation engagiert. Wir arbeiten ehrenamtlich und freuen uns auf Anregungen und Fragen. Mehr Infos lesen Sie auf 10:10 Deutschland.

Viele tolle Tipps zum Energiesparen finden Sie in unserem Artikel Umweltschutz im Familienalltag und auf unserer 10:10 Checkliste der urbia-Familie zum Ausdrucken. Hier können Sie lesen, was das urbia-Team zur CO2-Reduktion unternimmt.

Beitrag von tauchmaus01 01.03.11 - 22:11 Uhr

Liebes Energiesparteam,

im kommenden Jahr möchten wir uns den Traum von einem Einfamilienhaus erfüllen.
Das geplante Haus wird etwa 140 qm Wohnfläche haben und natürlich ordentlich gedämmt sein. Geplant ist ein Ziegelhaus mit speziellen Ziegeln die gedämmt sind.

Was uns allerdings Kopfzerbrechen bereitet ist unsere Heizanlage.
Gas gibt es dort nicht, Öl wollen wir natürlich auf keinen Fall.

Pelletsheizungen oder Holzschnitze möchten wir auch nicht....

Uns liegt eine Holzscheitheizung im Sinn.
Wir haben keinen Wald den wir unser Eigen nennen können, aber eine gute Lage in Bayern in der es viel Holz zu kaufen gibt.

Für das Warmwasser müßte man dann im Sommer eine Fotovoltaikanlage nutzen.

Als Heizkörper dachten wir an eine Wandheizung die ja dank der Strahlungswärme etwas weniger Energie braucht um zu heizen als die Fußbodenheizung die ja erstmal den Estrich erwärmen muß. An die Aussenwände würden wir eh keine Möbel stellen.

Im Wohnraum soll noch ein kleiner Kamin hin.

Wir sind uns aber auch nicht 100% sicher und haben ja noch lange Zeit darüber nachzudenken.

Was mich interessieren würde, was macht denn nun tatsächlich Sinn auch in Betracht auf die Lebensdauer der Heizungsarten?

Mir wurde hier im Forum was von Infrarotheizungen erzählt, aber das läuft ja alles über Strom. Irgendwie liegt uns das nicht....oder ist das eine Alternative die Sinn macht?

Ich bin schon sehr gespannt auf den Exptertenrat.

Mit freundlichen Grüßen

Mona

Beitrag von sonne_1975 02.03.11 - 00:26 Uhr

Bin zwar kein Experte, aber eine Photovoltaikanlage macht kein Warmwasser sondern Strom (für den Strombedarf plus Rückspeisung ins Netz). Was du meinst, ist eine solare Warmwasserbereitung.

Was ist mit einer Erdwärmepumpe oder Luftpumpe? Sie werden auch häufig in Verbindung mit Flächenheizungen genommen.

Holzscheite sind günstig, wenn man Holz selbst machen kann.

Was hast du gegen Holzpellets?

Du wirst bestimmt mit KfW finanzieren, da müsst ihr sowieso noch einige Bedingungen erfüllen, also soll euch ein Energieberater alles durchrechnen und auch die Vor- und Nachteile einzelner Heizarten erzählen.

LG Alla

Beitrag von tauchmaus01 02.03.11 - 10:10 Uhr

Erdwärme geht wohl bei uns nicht da das Grundstück zu klein ist. DIese "Luftpumpe" kommt nicht in Frage, zu teuer und zu kurze Lebensdauer. Das wird so hochgepuscht, aber wir haben keine Lust da mitzuziehen.
Abgesehen davon leben wir da wo es im Winter echt, aber auch wirklich lange eisekalt ist, das schaft die Pumpe nicht und wir müßten 5 Monate mit Strom heizen.

Holzpellets....naja, wenn man gute Qualität haben will, dann zahlt man ne Menge Geld, kauft man billig ist die Leistung nicht so toll. Abgesehe davon muß man die Pellets ja lagern, das geht nicht draussen wie bei Holz. Weiterhin stört mich die ganze Maschine an sich, sie braucht auch Strom, die Pellets müßen ja vom Lager in den Kessel gefördert werden...einfach zu viele Teile die mal den Geist aufgeben können

Ist nicht so einfach *uff*

Mona

Beitrag von sonne_1975 02.03.11 - 10:48 Uhr

Wir haben Pelletsheizung, es läuft alles automatisch. Wir kaufen hier Pellets, teuer ist es nicht, 1 Tonne im Juni kostet knapp über 200 EUR (bei Abnahme 5-6 Tonnen).

Wenn ihr günstig an das Holz rankommt, dann könnt ihr es ja machen. Dürft aber nie länger als 2-3 Tage weg im Winter, denn jemand muss ja den Ofen bestücken. Sonst würde das Haus auskühlen und evtl. die Wasserrohre platzen.

Beitrag von tauchmaus01 02.03.11 - 17:09 Uhr

Das stimmt. Wenn man wegfährt kann man glaub ich auch auf Strom schalten.....Holscheite müßen alle 1-2 Tage nachgelegt werden. Ich weiß ja auch nicht....ist ja auch nicht ohne dieses Holz draussen lagern, reinschleppen, jeden Tag nachlegen......andererseits kenn ich jemanden die so heißt und es ist immer wunderbar warm im Haus und irgendwie urig warm...so anders....aber im Garten schaut es aus wie im Wald.

Man, wir haben ja zum Glück noch Zeit, Baubeginn ist im kommenden Jahr.

Mona

Beitrag von curlysue1 02.03.11 - 07:25 Uhr

Hallo,

ich würde eine Kombination von, Solaranlage fürs Warmwasser, Kachelofen mit Thermenaufsatz, damit könnt Ihr auch Warmwasser und alle Heizkörper oder Fußbodenheizung speißen, kostet bei uns für über 180qm ca. 18 Ster Holz im Jahr.

Für die Zeit in der Ihr nicht heizen könnt, weil Ihr nicht da seid oder nicht schüren wollt, braucht Ihr aber eine Alternative, da würde ich bei guter Dämmung zu einer Luftwärmepumpe, oder Erdwärme tendieren, die aber wirklich nur einschalten, wenn nötig, unsere Ölheizung ist eigentlich immer aus, ausser wir gehen den ganzen Tag weg oder in den Urlaub, bzw. in der Übergangszeit, wenn die Solaranlage noch nicht greift und es zu heiß zum Kachelofen schüren ist, dann schalten wir kurz die Ölheizung ein.

Was habt Ihr gegen Hackschnitzel?

LG
C.

Beitrag von hebigabi 05.03.11 - 08:28 Uhr

Wieviel ist eigentlich 1 STER?

Ich kenne nur rm=Raummeter oder smr=Schüttraummeter aber STER halt nicht.

LG

Gabi

Beitrag von curlysue1 05.03.11 - 08:34 Uhr

Ein Raummeter ist 1 Ster, das entspricht einem Würfel von einem Meter Seitenlänge, also einem Rauminhalt von einem Kubikmeter 1-metriger, geschichteter Holzscheite, einschließlich der Zwischenräume in der Schichtung.

LG

Beitrag von hebigabi 05.03.11 - 11:47 Uhr

Also 1x1x1 Meter = doch ein RM = Raummeter ---> andere Bezeichnung für das Gleiche.

Danke für die Aufklärung!

LG

Gabi

Beitrag von curlysue1 05.03.11 - 12:05 Uhr

Bitteschön, ja es ist das gleiche.

LG

Beitrag von geli0178 03.03.11 - 11:28 Uhr

Hallo Mona,

wenn Ihr noch ganz am Anfang der Suche seit und noch kein Grundstück habt dann ist das schon ein Anfang.
Sucht Euch ein Grundstück in bester Südlage aus und macht große Fenster rein. Hat den Vorteil, das sich selbst im Winter wenn die Sonne scheint die Zimmer prima mit erwärmen. Außerdem wirken die Räume durch die Sonne heller und angenehmer. An die Fenster könnt Ihr Rollläden anbringen, sorgt dafür das ihr in der Nacht keinen Wärmeverlust habt und im Sommer es schön kühl ist.
Es gibt von Eder Ziegel die brauchen nicht gedämmt werden, sondern die erfüllen so die Norm.
Zum Thema Heizung: Wir haben eine Kombination aus Flüssiggas, Kaminofen (für den Übergang) und Feststoffbrennanlage mit Puffer. Bedeutet: Bei uns hat eine Flüssiggasfirma einen Gastank aufgestellt (halbhoch verbuddelt und schön grün) für den wir eine jährliche Miete zahlen und alle zwei Jahre nochmal eine Inspektion. Die Kosten sind deutlich geringer als bei regulären Erdgas. Außerdem ist der Brennwert höher als Öl und Erdgas. Zusätzlich mussten wir noch unsere alte Ofenheizung erneuern. Zuschüsse gibt es für fast keine Heizungsart mehr vom Vater Staat. Entschieden haben wir uns für einen Feststoffbrennkessel in dem ich Holz und Kohle verbrennen kann, jeglicher Größe. Zusätzlich dazu ist noch ein Puffer mit eingebaut, der es uns ermöglicht nur noch ein bis zweimal am Tag zu heizen. Überschüssige Energie wandert in den Puffer und wird über den Zeitraum den wir nicht heizen gleichmäßig abgegeben. Weiterer Fortteil im Vergleich zum Holzvergaser- und zu den Pelletsheizungen: Wir können wirklich jede Holzgröße in den Ofen werfen, also auch den Kleinkram den meine Kids aus dem Wald mitbringen.
Beim Warmwasser haben wir einen Kompromiss gefunden. Die Therme steht bei uns auf dem Dachboden genau über dem Bad. Das Warmwasser fürs Bad kommt aus der Therme, in Küche und Gäste-WC sind jeweils kleine Boiler untergebracht. Reicht vollkommen aus und ihr spart bei den Kosten für die Rohre und deren Verlegung bei der Heizungsanlage.
Da ihr noch ganz am Anfang der Planung seit, lasst Euch das Kosten-/Nutzenverhältniss durchrechnen. Soviel Förderung gibt es nicht mehr für Heizungs- und Warmwasseranlagen.
Was bei uns am meisten rentiert ist die Südlage unseres Grundstückes.

Viele Grüße

Geli

Beitrag von kathrincat 03.03.11 - 15:47 Uhr

wir heizen so

http://www.energiesparen-im-haushalt.de/energie/bauen-und-modernisieren/hausbau-regenerative-energie/energiebewusst-bauen-wohnen/emission-alternative-heizung/heizen-mit-erdwaerme/arten-von-waermepumpen/luft-wasser-waermepumpe.html

finden wir super, wir haben raumtemp. von ca. 25c ich liebe es einfach warm und wir zahlen 50 euro im mon. für heizung, warm wasser und lüftung, und klima im sommer. das haus hat 130qm

Beitrag von wolke151181 03.03.11 - 18:48 Uhr

Hallo!

Wir bauen auch dieses Jahr.

Wir installieren eine Wasser/Wasser/Wärmepumpe und eine Photovoltaikanlage, da es früher oder später so sein wird, dass man sich den eigen erzeugten Strom zu Nutze machen kann.

Eine Grundwasserwärmepumpe ist die effizienteste unter den Wärmepumpen. Allerdings gibt es einiges zu beachten. Z.B. sollte der Grundwasserspiegel recht hoch sein.

Es kommt drauf an, wo in Bayern du wohnst, aber bei uns in der Gegend haben fast alle Neubauten diese Heizung.

Sich von Holz abhängig zu machen ist meiner Ansicht nach nur erstrebenswert, wenn man selbst ein Stück Wald besitzt. Holz ist zwar nachwachsend, aber wird sicherlich auch teurer werden. Warum nicht auf das zurückgreifen, was uns die Natur vorgibt und nichts kostet? Grundwasser und Sonne ;-).


Liebe Grüße,

Claudia

Beitrag von tauchmaus01 04.03.11 - 22:16 Uhr

Wir liegen leider zu hoch für Grundwasser. Es geht also einen Hügel rauf.....30 m weiter unten wäre dass sicher eine Option;-)

Beitrag von lassiter 05.03.11 - 00:06 Uhr

Ihr seid Schmarotzer und lasst andere eure Investitionen zahlen!

Photovoltaik und Windräder sind nur deshalb rentabel weil jeder Stromkunde per Zwangsabgabe diese Umverteilung von unten nach oben bezahlen muss.

Das ist eine Blase, fällt die Förderung weg, kracht das alles zusammen und die Leute stehen auf der Straße die in solchen Firmen arbeiten.

Wegen euch und den Tausenden anderen die diese Technik fördern werden mehr Emissionen in die Luft geblasen als ohne.
Ständig müssen Kohle und Gaskraftwerke im Stanby oder Teillastbetrieb laufen, damit sie schnell ans Netz gehen können wenn Sonne oder Wind gerade nicht mögen.
Nix mit Umweltschutz sondern Umweltverschmutzung die nicht sein müsste.


Josef

Beitrag von wolke151181 05.03.11 - 09:04 Uhr

Hallo Josef!

Danke erstmal für den Genuss am Morgen. ;-)
Erstens, bist du selbst schuld, wenn du selbst die Photovoltaik nicht nutzt.
Zweitens, zahlen wir jetzt auch die Investitionen der anderen mit und beschweren uns nicht.
Drittens habe ich ausdrücklich geschrieben, dass es bald so kommen wird, dass man seinen eigenen Strom erzeugt, und nicht mehr einspeisen muss/darf.

Wir haben vor, nur die Hauptleitung legen zu lassen, damit der Aufwand der nachträglich installierten Platten nicht so groß ist. Vorerst werden wir natürlich deinen Geldbeutel schonen und die anderen "Schmarotzer" unterstützen. #winke


Claudia

Beitrag von lassiter 05.03.11 - 16:58 Uhr

⇛ Erstens, bist du selbst schuld, wenn du selbst die Photovoltaik nicht nutzt. ⇚

Du hast meinen Beitrag, warum auch immer, nicht verstanden!

Das ist ein Steuersparmodell und ihr beteiligt euch an der Umverteilung von unten nach oben.
Die Hauptleidtragenden sind ALG2-Empfänger, Aufstocker und Geringverdiener.
Im letzten Jahr wurde jeder Deutsche mit ca. 175€ zur Kasse gebeten.
Dieser Betrag würde reichen um den schulischen Bedarf eines Kindes zu decken.
Aber nein, das schiebst du und all die anderen Abzocker und Profiteure ein und ihr seid mitschuldig dass es den unteren Einkommensschichten immer schlechter geht.

Mir ist jeder Arbeitsunwillige ALG2-Empfänger noch lieber als solche Ekel*** wie ihr!


Beitrag von tauchmaus01 05.03.11 - 18:28 Uhr

Halloho...?? Huhu???!!!" Jemand zu Hause?

Ich wollte wissen womit man am besten Heizen kann.
Die Kampfarena ist woanders.
http://www.welt.de/multimedia/archive/00766/ronda_arena_jpg_DW__766068a.jpg


Mona

Beitrag von wolke151181 05.03.11 - 20:37 Uhr

Ich hab den Beitrag schon verstanden.

Es ist toll, wie unpersönlich du argumentieren kannst! Bist wohl selbst zu faul zum Arbeiten?

Aber ganz ehrlich, sollen wir auf unseren finanziellen Vorteil verzichten, nur weil es dann anderen schlechter geht?
Natürlich ist es nicht schön, dass die Kinder in den ALG2-Familien immer schlechter geht. Aber wir haben auch unsere Kosten. Da könnte ich ja gleich anfangen und jeden Raucher oder Trinker wüst beschimpfen, weil wegen den Langzeitfolgen die KKbeiträge steigen.... So ein Schwachsinn! Du drehst es dir so hin, wie es dir passt. Und im Endeffekt kannst du nur mit Beleidigungen um dich werfen, deine Argumente sind rückhaltlos...

Um nochmals auf die armen Kinder zurückzukommen: Soll doch der Staat die Zuschüsse für Photovoltaik weg lassen und das ALG2 erhöhen?!

So oder so werden wir unseren Strom selbst erzeugen.... Wir sind auf die Zuschüsse nicht angewiesen.


Thema beendet!

Beitrag von tauchmaus01 05.03.11 - 21:13 Uhr

Ähm....könnte ihr vielleicht mal, also....wäre es evtl. möglich diese klitzekleinausdemRuderlaufende Diskussion unter Euch woanders austragen?
Interessant z.B. im Forenbereich Politik, da könnten dann noch mehr User ihren Senf zugeben...

#hicks

Beitrag von wolke151181 06.03.11 - 09:49 Uhr

Keine Angst! Für mich ist ja das Thema schon durch. ;-)

Viel Glück beim Hausbau!

Beitrag von gesien 06.03.11 - 12:32 Uhr

Hi
Wir haben auch neu gebaut und heizen mit Erdwärme. Klappt total super, haben überall fußbodenheizung, somit auch keine nervigen heizkörper. Unser haus ist 146qm2 groß, wohnen mit zwei personen drin und zahlen durchschnittlich im monat 40 euro für die wärmepumpe. wir bekommen für die pumpe noch 30% prozent günstigeren strom. außerdem gibts noch ne förderung für erneuerbare energien... ich kanns jedem empfehlen...

Beitrag von matthiaskruemmel1010 15.03.11 - 21:40 Uhr

strombetriebene heizungen halte ich nicht für sinnvoll.
so pauschal kann ich die Holzscheitheizung nicht emofehlen, auch wenn sie sympathisch einfach daherkommt.
deswegen mein hinweis auf den planenden energieberater, der sich mit eurer situation (geothermie? Fernwärme? Solar? PV?) auseinandersetzt.
uner http://www.bafa.de/bafa/de/energie/energiesparberatung/beratersuche/index.jsp findet ihr den link zu kfw-geförderten beratern, die für bauherren nicht teuer sind.
lg
Matthias
Tut mit leid, daß ich nur pauschal antworten kann: ich kann eure Situation überhaupt nicht einschätzen, das kann man nur vor Ort.