Unentschlossen über Familienplanung 2 / 3 Kinder + Beruf

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von kess79 01.03.11 - 22:57 Uhr

Hallo!

Ich weiß gar nicht in welches Forum mein Beitrag am besten passt. Aber vielleicht ist ja hier jemand dem es mal ähnlich ging.

Ich versuche es mal kurz zu fassen.

Wir haben 2 Kinder (16 Monate und fast 3), Ende letzten Jahres waren wir uns so sicher dass wir mit der Nr.3 auch nicht zu lange warten wollen. D.h. wenn Nr.2 ca. 2,5-3 ist.

Derzeit bin ich mir über alles unsicher. Ich arbeite derzeit 8h/Woche und merke, dass es einfach schwierig ist auf einem vernünftigen Niveau (habe in der Firma das int. Marketing geleitet) weiterzuarbeiten - zumindest, wenn man die Kinder nicht Vollzeit betreuen lassen will. Mein Mann kann mich nicht großartig unterstützen, weil er überwiegend 4 Tage die Woche gar nicht zu Hause ist.

Eigentlich habe ich immer gedacht, dass ich meine Karriere gemacht habe und nun eben Zeit für Familie ist. Aber irgendwie habe ich das Gefühl es ist
gesellschaftlich nicht wirklich akzeptiert zu Hause zu bleiben. Und ich mache mir Sorgen wie es erst wird mit 3 Kindern.

Auf der anderen Seite wünschen wir uns beide ein 3. Kind, finanziell wäre es auch kein Problem. Man kann ja auch nicht alles haben und ich bin so glücklich und dankbar für meine 2 bezaubernden Kinder.

Ich hoffe es war jetzt nicht zu wirr...

Liebe Grüße
Kersrtin

Beitrag von reuter81 01.03.11 - 23:55 Uhr

Hallo,

wir haben auch drei Sonnenscheine.
Mit zwei Kindern war ich noch Teilzeit arbeiten.
Aber mit drei Kindern, werde ich vom Arbeiten Abstand nehmen.

Mein Großer geht nach den Sommerferien aufs Gymnasium.
Mein Mittlerer geht nächstes Jahr zur Schule.

Damit ich allem gerecht werden kann und für mich selbst noch Zeit finde, werde ich drauf verzichten. Wir brauchen es ehrlich gesagt auch nicht.

Wobei ich immer gerne Arbeiten gegangen bin. Aber für mich steht es fest das ich daheim bleibe. Ich glaube es wird schon gesellschaftlich aktzepiert wenn Frauen zuhause bleiben. Meiner Meinung nach ist es umgekehrt. Arbeiten mit drei Kindern würde hier kritischer beäugt. Kommen aber auch vom Land ;-)

Aber im Prinzip jeder wie er will u. kann.

LG

Beitrag von kess79 02.03.11 - 13:38 Uhr

Danke für Deine Antwort.

Ich denke auch, dass es mit 3 Kindern schwierig wird zu arbeiten. Auch wenn die Kinder nachher größer sind, brauchen sie ja auch gerade in der Schulzeit Unterstützung.

Derzeit stresst mich das Arbeiten mehr als das es mir was gibt. Weil ich ständig schauen muss, dass die Kinder betreut sind und ich auf meine Stunden komme.

LG

Beitrag von zwergnummer3 02.03.11 - 08:43 Uhr

Hallo,

mein Mann und ich arbeiten momentan beide Vollzeit und bekommen bald unser 3. Kind. Unsere Kinder sind Dank unserer versetzten Arbeitszeiten nicht allzu lange fremdbetreut. Wenn Zwergnr. 3 da ist, werde ich nach unserer Elternzeit wahrscheinlich reduziert arbeiten(50% oder 75%). Das tue ich, weil ich ohne meine Arbeit nicht wirklich zufrieden bin, wir könnten auch nur von dem Gehalt meines Mannes gut leben. Bis jetzt habe ich den Eindruck, dass meine Kinder sehr zufrieden und ausgeglichen sind, obwohl sie länger als 4 oder 5 Stunden in den Kiga und in die Schule gehen.
Trotzdem ich meine Arbeit liebe, schaue ich, wie es unserer Familie dabei geht, sollten Probleme auftauchen, dann würde ich bzw. meine Mann lieber zu Hause bleiben bzw. sehr reduziert arbeiten. Wenn ihr den Wunsch nach 3 oder auch mehr Kindern habt, dann würde ich auf die Arbeit nicht soviel Rücksicht nehmen, wenn es finanziell passt, das ist meiner Meinung nach unser wahres Glück:-)!

LG#sonne

Beitrag von kess79 02.03.11 - 13:41 Uhr

Hallo,

wenn man sich die Betreuung teilen kann ist es prima. Das geht bei uns leider nicht. Ich stelle nur gerade fest, dass es wirklich schwierig ist unter 20h anspruchsvolle Aufgaben zu bekommen. Und irgendeinen "Mist" mache ich nicht, wenn es nicht finanziell nötig ist.

LG

Beitrag von cinderella2008 02.03.11 - 13:19 Uhr

Hallo,

warum stockst Du nicht Deine Arbeitszeit auf und Dein Mann seine runter? Ihr könntet Euch so Arbeit und Familienzeit teilen. Jeder käme auf seine Kosten. Vor allem müsstest Du nicht gänzlich aus dem Berufsleben aussteigen. Sowas halte ich für keine gute Idee. Man weiß nie, was das Leben noch bringt. Wäre schade, beruflich alle Brücken hinter sich abzubrechen.

LG, Cinderella

Beitrag von kess79 02.03.11 - 13:30 Uhr

Hallo,

Mein Mann arbeitet bei einer Unternehmensberatung, von daher ist es leider schwierig die Arbeitszeit zu reduzieren.

Das ist ja das "Problem", er ist sehr wenig zu Hause und kann mich da nur Gelegentlich unterstützen. Es ist wirklich ein schwieriges Thema vorallem wenn man dann noch über ein 3. Kind nachdenkt.

Ich habe jetzt eigentlich eine perfekte Betreuung für meine Kinder, allerdings kann ich sie dort nur 1 Tag pro Woche hingeben.

LG Kerstin

Beitrag von mausmitmaus 02.03.11 - 14:25 Uhr

Hallo Kerstin,

zuerst mal vorab: Ich habe 3 Kinder (32 Monate, 17 Monate und 2 Monate) und bin und bleibe glückliche Vollzeit-Hausfrau! Ich erlebe jeden Tag Erfolge!
Die Menschen die mich kennen und mögen akzeptieren mich so wie ich bin. Und die Anderen interessieren mich nicht. Wieso ist es so wichtig, was die Gesellschaft denkt? Im Moment setzt die Gesellschaft voraus, das ich Hausfrau bin. Aber wenn mein Kleinster ein Jahr ist wird sich die Gesellschaft fragen: Wann geht sie wohl wieder arbeiten. Wenn er in die Schule kommt wird die Gesellschaft meinen: was, die geht immernoch nicht wieder arbeiten? Würde ich doch irgendwann arbeiten gehen würde die Gesellschaft denken: Was, die geht mit drei Kindern arbeiten!
Was ich damit ausdrücken will, denk nicht darüber nach, was fremde Leute von Dir denken!

Was denkt denn Deine Familie? Dein Mann und Kinder? Und vor allem wie denkst Du. Kann Dich das Hausfrauenleben ausfüllen? (Klar, muß ja nicht für immer sein).

Ich denke mir immer die Kinder brauchen mich. Auch wenn sie größer werden. Z. B. Hausaufgabenbetreuung oder bei Krankheit. Meine Mama war immer zu Hause, daß fand ich super und will es meinen Kindern auch so weitergeben.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß man es zeitlich schafft mit drei (kleinen) Kindern Haushalt, Beruf und Familie wirklich gerecht zu werden!

Es gibt aber auch Familien da ist es angenehmer, wenn die Mama nicht immer zu Hause ist, z. B. weil sie damit unglücklich wäre und somit die ganze Familie darunter leidet.

Aber entscheide selbst, was tut Dir und Deiner Familie gut?

liebe Grüße und viel #klee bei Deiner Entscheidung
Gabi (Mama von 3 unter 3)

Beitrag von kess79 02.03.11 - 20:35 Uhr

Hallo Gabi,

Hut ab - 3 unter 3!

Ich lasse mich leider oftmals zu sehr davon leiten was andere denken. Wenn ich nicht arbeite, dann fehlt mir der Job auch nicht. Sobald ich arbeite, sehe ich natürlich wieder was ich alles machen könnte und mein Ehrgeiz kommt durch.

Mein Mann möchte auch gerne viele Kinder und steht hinter allen meinen Entscheidungen hinter mir was die Arbeit angeht. Ihm ist nur wichtig, dass es der Familie gut geht und ich dabei nicht total gestresst bin.

Ich kenne es auch von zu Hause, dass meine Mutter immer für mich da war. Das fand ich wirklich sehr schön.

LG Kerstin

Beitrag von ungeheuerlich 04.03.11 - 14:43 Uhr

Hallo Kerstin,

ich habe 4 Kinder, aber die älteste wohnt nicht bei uns, ist ja auch nicht das Thema.

2 von den 3en benötigen Therapien, 6 Termine die Woche zwischen jeweils 1,5Std und 3,5Std. Ich wüßte nicht wo ich da noch arbeiten gehen sollte. Hinzu kommen ja noch die regelmäßigen Arzttermine für die Kinder. Dann noch 2 mal die Woche Krankengym..

Ich selber habe Asthma, Neurodermitis und Migräne, was auch ständig irgendwelche Arztbesuche mit sich zieht.

Dazu wohnen wir noch auf einem Kaff, egal zu welchem Arzt ich muß, muß ich erstmal 30 Min. fahren.

Man kann halt nicht immer voraussetzen daß alles glatt läuft.

LG

Kerstin
Nee, echt, zum arbeiten habe ich keine Zeit.

Beitrag von heiroew 02.03.11 - 19:40 Uhr

Hallo Kerstin

Herzlich Willkommen im Land der aufreibenden Gefühlszustände! Eine große Prise vom schlechten Gewissen, fast schmerzhaft geliebte Kinder, einen Hauch gesellschaftlichen Druckes und fertig ist die durchgequirlte Mama, die sich am allerwenigsten gerecht wird...

Ich habe drei Kinder (7, 5 und 1 Jahr).
Hab ich mich bei unserem ersten Kind auf die Zeit als Vollzeitmama gefreut. Sechs Wochen nach der Geburt habe ich dankbar das Angebot angenommen alle zwei Monate eine Woche vertretend wieder zu arbeiten.

Bis auf die Phase in der wir unsere gekaufte Altbauruine renovieren mussten habe ich immer - zunächst auf 400€ Basis - gearbeitet. Zwischen den letzten beiden (unser drittes Kind hat uns völlig überrascht und unsere Vorstellungen über den Haufen geworfen) bin ich dann wieder in eine Festanstellung mit 15h/Woche gewechselt.
Nachdem unsere Tochter dann geboren war musste ich nach fünf Monaten wieder anfangen zu arbeiten, da mein Zeitvertrag, den ich noch zu sehr guten Konditionen bekommen habe, auslief.
Das war dann allerdings sehr sehr schwer! Nach fünf Monaten sind mein Mann und ich auf dem Zahnfleisch gegangen. Wir haben dann alle gemeinsam eine Kur gemacht.

Anschließend haben wir einiges verändert

Beitrag von heiroew 02.03.11 - 19:48 Uhr

Mist. Mein Laptop spinnt. Ich war grad noch nicht fertig und plötzlich war der Beitrag schon gepostet...

Also.
Nach unserer Kur haben wir einiges verändert:
Wir haben unsere Tochter im letzten Sommer in einer Krippe angemeldet und unser ältester Sohn geht einmal wöchentlich ganztags zur Schule.
Wir haben uns einen zweiten Babysitter gesucht und alle zwei Wochen haben wir eine Putzhilfe. Und die leidlichen Blumenbeete wurden reduziert und durch 1a-Bolzrasen ersetzt.

Und trotzdem ist alles anstrengend und kostet Kraft.
Aber ich möchte weder meine Arbeit noch meine heißgeliebten Kinder missen.
Es ist gut so!

LG
Heike

Beitrag von kess79 02.03.11 - 20:30 Uhr

Danke für Deinen Beitrag! Sehr treffend Dein Intro.;-)

Eine gut Organisation ist wichtig, sonst gehen irgendwann wirklich alle auf dem Zahnfleisch. Aber es nützt die beste Organisation nichts, wenn die Kinderbetreuung krank wird, die Kinder krank sind etc. Mein Mann kann mich nicht unterstützen, da er meistens von Mo-Do gar nicht zu Hause ist. Wenn er zu Hause ist, nimmt er mir die Kinder ab wann immer er kann.

Ich habe immer gerne gearbeitet, aber brauche auch Herausforderungen. Ich kann nicht einfach irgendwas machen nur um Geld zu verdienen (zumindest nicht, wenn es nicht notwendig ist). Ich kann aber (verständlicherweise) mit 8h/Woche nicht die Aufgaben übernehmen die ich gerne würde. Schwierig, vielleicht lasse ich alles erstmal so weiterlaufen und auf mich zukommen...

Und wenn ich mich wieder darauf besinne was ich immer wollte, dann ist das Familie & Kinder. Vielleicht ist es auch nur eine temporäre Krise.;-)

LG Kerstin

Beitrag von perama 04.03.11 - 07:30 Uhr

Hallo,
wir sind eine Familie mit zwei Kindern (knapp 5 und 2 Jahre), und wir wünschen uns eigentlich auch ein drittes Kind.
Mein Mann ist derzeit in seinem 2. Studium, kurz vor Ende, und ich arbeite schon immer vollzeit. Die Kinder gehen ganztags in die Kita.
Ehrlich gesagt, es klappt derzeit wirklich gut: Haushalt, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Klar, ist es manchmal stressig, aber ich denke oft, dass eine Hausfrau auch einen total stressigen Job hat, während ich die Ruhe im Büro genieße.
Ich denke, da muß jeder für sich die richtige Entscheidung treffen, wer daheim bleibt, und wer wieviel arbeiten geht. Um das, was angeblich gesellschaftlich akzeptiert ist, würde ich möglichst keine Gedanken machen, es gibt immer Vertreter für eine der Seiten.
Auch ich muß mir immer wieder anhören, dass ich eine Rabenmutter bin, wozu wir eigentlich Kinder haben, wenn wir sie doch in die Kita abschieben, etc. Meine Freundin, die Hausfrau ist, muß sich rechtfertigen, warum sie denn nun nicht endlich wieder arbeiten geht, wo ihre Tochter jetzt in die Schule kommt. Ich denke, Du solltest das tun, was für Dich und Eure Familie das Stimmige ist. Alles weitere spielt doch keine Rolle.

Übrigens: auch ich habe manchmal Zweifel, ob ein 3. Kind die richtige Entscheidung wäre (rational gesehen), und ob das überhaupt machbar ist...
Letztendlich wird es dann wohl eher eine Bauchentscheidung sein, und dann ist es so, und dann wird es wohl auch klappen (irgendwie)...

LG#winke