Mein TSH Werte und mein Arzt....

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von sota 02.03.11 - 09:46 Uhr

hallo ihr lieben,

da ich an einer SDUnterfunktion leide, gehe ich seit ich schwanger bin alle 4 wochen zur blutabnahme. es werden jedes mal der tsh, t3 und t4 bestimmt. ich nehm l-thyroxin 150, auch schon vor der schwangerschaft.

so, jetzt war am anfang der schwangerschaft (7. ssw) der tsh bei 3,4, die anderen werte im normalbereich. mein arzt sagt, wir warten mal ab.
4 wochen (11. ssw) später war der tsh bei 1,2, also super, alle anderen werte auch top.
wieder vier wochen später (15. ssw, werte von diesem montag) ist der tsh wieder bei 3,2. mein arzt sagt wieder, wir warten mal ab...

wer kennt sich aus und hatte vielleicht ähnlich schwankende werte? ist das normal?

mein arzt hat mich verdächtigt das ich meine tabletten nicht regelmäßig genommen habe, aber daran kann es auf jeden fall nicht liegen. die nehme ich immer.

danke für eure antworten und einen schönen tag. lg sota

Beitrag von jwoj 02.03.11 - 09:50 Uhr

Ich hoffe, du bist in endokrinologischer Behandlung und lässt dich nicht schlichtweg von deinem FA behandeln in dieser wichtigen Zeit?
Wenn du nicht bei einem Spezialisten bist, dann würde ich dir anraten einen aufzusuchen. Nur der kann bei diesen Schwankungen beurteilen, was zu tun ist.

Beitrag von sota 02.03.11 - 10:11 Uhr

hallo,
im moment gehe ich nur zu meinem hausarzt, der kennt sich allerdings gut aus. ich hab schon einiges hinter mir was die schilddrüse angeht. hab morbus basedow und eine radiojodtherapie hinter mir. dabei hat mein HA mich immer gut betreut und beraten, deshalb vertraue ich ihm da eigentlich und fühl mich gut aufgehoben. nur jetzt in der schwangerschaft denke ich halt mehr darüber nach und bin ein bißchen unsicher.
lg sota

Beitrag von jwoj 02.03.11 - 10:14 Uhr

Das ist auch gut so, dass du darüber nachdenkst!#pro
Ich will deinem Hausarzt nicht die Kompetenz absprechen, aber es würde dir sicher gut tun, dich mit einem Spezialisten zu besprechen, der dies jeden Tag routinemäßig macht.
Nimmst du Tabletten? Eigentlich sollten solche Schwankungen nach einer Radiojodtherapie nicht mehr auftreten, wenn man gut eingestellt ist.

Beitrag von sota 02.03.11 - 10:17 Uhr

ich nehm l-thyroxin 150 und war immer gut eingestellt.
wie ist denn deine "schilddrüsengeschichte"? du scheinst dich ja gut auszukennen.

Beitrag von jwoj 02.03.11 - 10:28 Uhr

Ich habe während meiner ersten Schwangerschaft eine Schilddrüsenerkrankung entwickelt, die leider nicht richtig erkannt wurde. Teilweise wurde ich von den Ärzten als hypochondrisch bezeichnet (weil schwanger und panisch). Das blöde war, dass alle Nebenwirkungen, die so bei einer Schwangerschaft entstehen, eben auch Symptome einer SD-Erkrankung sein können (Hitzewallungen, Nervosität, Unruhezustände etc...)

Nach meiner Schwangerschaft entwickelte sich die Erkrankung zu einer schweren Überfunktion. Ich nahm innerhalb von 9 Monaten über 25 Kilo ab (ohne etwas dafür zu tun - hatte 18 Kilo zugenommen während der SS). Als es mit dem Abnehmen einfach weiterging wurde ich panisch und irgendein Arzt nahm dann auch endlich mal meine Blutwerte ab und sah, dass meine Schilddrüsenwerte eben katastrophal waren. Ich wurde gleich an einen Endorkrinologen überwiesen und dort ging dann alles los mit Behandlung. Die Schilddrüse war zu diesem Zeitpunkt schon so stark geschädigt, dass man den Schaden nicht mehr beheben kann. Hätte man dies in der SS früher erkannt, könnte ich heute ohne Probleme mit der SD herum laufen. Letztendlich bin ich nun bei der Bezeichnung Autoimmunerkrankung der SD gelandet, muss aber derzeit nicht medikamentös behandelt werden, da sich meine SD ganz gut hält (werde alle drei Wochen kontrolliert und bekomme alle 12 Wochen einen US).

Ich habe in den letzten Jahren von Überfunktion bis Unterfunktion und Knoten in der Schilddrüse alles mitgemacht.

Beitrag von sota 02.03.11 - 10:37 Uhr

der anfang deiner geschichte könnte von mir sein ;-)

bei mir wurde in meiner ersten schwangerschaft eine schilddrüsenüberfunktion festgestellt, die dann mit tabletten behandelt wurde. nach der schwangerschaft waren die werte erstmal alle wieder normal. nach einem halben jahr gings mir schlecht und ich hab mir wieder blut abnehmen lassen. die werte waren katastrophal, überfunktion. nach US und weiteren bluttests bekam ich die diagnose morbus basedow. mir wurde dann ziemlich schnell zu einer endgültigen lösung geraten da ich noch kinderwunsch hatte. OP kam für mich nicht in frage, deshalb hab ich mich für die radiojodtherapie entschieden. ging alles super gut und seitdem hatte ich keine probleme mehr.

Beitrag von jwoj 02.03.11 - 10:51 Uhr

Klingt ähnlich :-D

Bei mir wurde genau anders gehandelt. Ich wurde ja gleich vom Endokrinologikum behandelt, wo man mir dazu riet erst einmal abzuwarten, ob die SD sich erholt (was in vielen Fällen nach solchen schwangerschaftsbedingten SD-Erkrankungen vorkommt). Die entzündete SD konnte zwar nicht geheilt werden, klar, aber tatsächlich war es so, dass meine SD ihre Funktion wieder normal aufgenommen hat und bis heute (über zwei Jahre jetzt) ganz gut hält.

Alles Gute weiterhin!#winke

Beitrag von sota 02.03.11 - 11:08 Uhr

die option mit dem abwarten gab es bei mir nicht, da man gleich von einem rezidiv(oder wie das heißt, wenn die krankheit wieder kommt) ausging, da meine werte nach der schwangerschaft normal warten und sich dann wieder verschlechtert haben.
dir auch alles gute! lg sota

Beitrag von leeoo 02.03.11 - 09:57 Uhr

Hallo

bei mir ist es ein wenig anders, mein Wert ist bei 2,83 und ich bin nun bei 23+5.

Mein Hausärztin meint, ich sollte das überprfen lassen, die Frauenärzte sagen, das seien super Werte! Bin nun auch verunsichert ...

Aber abwarten ist nicht mein Ding, dann würde ich lieber zu wem anderes gehen und das nochmal abchcken lassen.

LG

Beitrag von jwoj 02.03.11 - 10:05 Uhr

Viele Frauenärzte und auch Allgemeinärzte wissen nicht, dass bei einer Schwangeren immer ein Wert um 1 herum anzustreben ist. Deswegen ist es ratsam bei Schilddrüsenproblemen immer einen Spezialisten aufzusuchen - gerade in der Schwangerschaft. Die wissen immer was zu tun ist.
Außerdem ist ein TSH-Wert alleine nicht aussagekräftig genug. Es geht auch um beteiligte Werte wie fT3, fT4, TPO-Antikörper etc. Die Schilddrüse mit untersucht werden und so weiter.

Beitrag von leeoo 02.03.11 - 10:11 Uhr

Danke für Deine Info, habe zwischenzeitlich bei meiner Hausärztin angerufen ud will wissen, wie es weiter geht. DIe anderen Daten habe ich leider nicht.

Die FÄ meinte, die Werte seinen nur dann wichtig, wenn man schwanger werden will, aber nicht, wenn man es ist. Dennoch beunruhigt mich die unterschiedliche Meinung dazu!
Die FÄ meinte, wenn ich Folio nehme, dann sei ja eh alles in ORdnung!
Schon komisch.

Naja, ich werde sehen ...

Nochmal danke

Beitrag von jwoj 02.03.11 - 10:19 Uhr

Das ist nicht richtig, was deine Ärztin dir sagt!
Geh einfach zu einem Endokrinologen und lasse dich beraten - während der Schwangerschaft sollte man hier nicht zögern.

Es gibt so viele unterschiedliche Erkrankungen der Schilddrüse (Hashimoto, Schilddrüsenüberfunktion, Autoimmunerkrankung allgemein (Morbus Basedow), Schilddrüsenknoten, die überwacht werden müssen..., dass ich die pauschale Aussage deiner Ärztin als etwas seltsam empfinde.

Beitrag von leeoo 02.03.11 - 10:41 Uhr

Danke danke ... das beruhigt mich, dass ich nicht als Hypochonder abgestempelt werde!
Ich habe mich gerade nochmal belesen und werde alsbald zu einem Fachmann hier an der Uni gehen. So einfach. Schaden kann es nicht und es ist zu unserer Sicherheit.

Habe nun das hier bei Wikipedia gefunden:

"Nach neueren Erkenntnissen geht man davon aus, dass ein TSH über 2 mehr auf eine kranke als auf eine gesunde Schilddrüse hinweist und in der Schwangerschaft Anlass zur Hormonersatztherapie geben sollte, um Fehlgeburt, Frühgeburt und Hirnreifungsschäden des werdenden Lebens zu verhindern."

Also nix wie hin ...

Sollte sich herausstellen, dass es sinnvoll war, dann werde ich in meiner Gyn-Praxis mal etwas Zeter veranstalten! Schon ätzend, wenn das Vertrauen kaputt geht! :-(

Beitrag von plia28 02.03.11 - 09:58 Uhr

Hallo,
bei meiner ersten Schwangerschaft schwanken meine Werte auch - allerdings nicht so kurzfristig. Die Tabletten-Dosis wurde jeweils angepasst (ging immer höher), aber ich habe anfangs der Schwangerschaft auch mit L-Thyroxin 50 angefangen und endete bei 150 mit Ende der Schwangerschaft.
Wie die genauen Werte in der Schwangerschaft waren, weiss ich nicht mehr- ist schon 5 Jahre her.
In dieser Schwangerschaft sind meine Werte gleichmäßiger.

Alles Gute,
Plia

Beitrag von schanuffel 02.03.11 - 10:22 Uhr

Hallo,

ich habe auch eine SD-Unterfunktion.

Dass der TSH in der Schwangerschaft anfangs abfällt, ist leicht zu erklären. Der TSH und das beta-HCG haben eine sehr ähnliche Proteinstruktur. Nun ist es so, dass mit ansteigendem HCG das TSH sinkt und das passiert typischerweise zwischen der 8.-14.Schwangerschaftswoche. Danach sinkt der HCG ja wieder ab und folglich steigt der TSH wieder an.

Daher ist es absolut wichtig, dass die freien Werte ft3 und ft4 bestimmt werden. Sind diese im Bereich der Norm UND!!! fühlst du dich mit der Einstellung wohl, dann passt das.

Zu den Werten kann ohne die Referenzwerte aber nichts genaueres sagen.

LG schanuffel