KV verreist trotz Pfändung

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von manyatta 02.03.11 - 10:04 Uhr

Hallo!

Ich möcht ekeine Grundsatzdiskussion auslösen oder so aber ich habe dennoch mal eine Frage. Hintergründe spare ich mir, die sind zu umfangreich und nicht schriftlich erfassbar bzw. zu verstehen.

Es läuft seit wenigen Tagen eine Pfändung vom Jugendamt bei dem Erzeuger meines Kindes. Wie weit das ist bzw welchen Weg das jetzt genau geht weiß ich nicht. Jedenfalls war schon lange die Rede davon und nun endlich sagte man mir, dass die Pfändung raus ist. Er hat noch nie gezahlt und reagiert seit über einem Jahr auf keinen Brief des Amtes.

Jedenfalls wurde mir nun gerade zugetragen, dass er innerhalb der nächsten zwei Wochen (vielleicht auch schon nächste) in seine Heimat reist. Dies über mindestens 6 Wochenm, nach Südafrika.
Ich könnte hier das Kotzen kriegen. Sorry wenn ich mich so ausdrücke aber es hängt wirklich eine Menge Scheiß dran seit vielen Jahren und die letzten Monate enormer Papierkrieg, Gerichtsstress und Anträge wegen der Pfändung.

Sollte ich das Jugendamt vielleicht mal informieren dass er wegfliegt? Oder kann ich Hoffnung haben, dass sie ihn noch mit ihrer Pfändung vor der Abreise erwischen? Wenn ja, wie? Kann das Ticket gepfändet werden?
Ich habe echt keine Ahnung aber es kocht in mir...

Bin über jeden Tip dankbar!

LG

Beitrag von schnuffelschnute 02.03.11 - 10:44 Uhr

Hallo!

Mein Exmann ist bei seiner Frau angestellt, verdient dort Selbstbehalt.
Urlaub mindestens 2 Mal im Jahr, davon einmal Skiurlaub, die letzten Jahre im Sommer auf die Malediven oder nach Dubai.

Geld sehe ich schon jahrelang nicht mehr von ihm

Ich habe ihn angezeit wegen Verletzung der Unterhaltspflicht. Ob es was bringt?

Keine Ahnung.

LG

Beitrag von frischerduft 02.03.11 - 11:05 Uhr

Hallo,

ich kann mir vorstellen, dass du vor Wut platzen könntest. Würde ich an deiner Stelle auch.

Dein Ex wird kackfrech behaupten (u.U. ist es ja auch so), dass ihm die Reise bezahlt wird und schon kann keiner was machen. Ob man ein FlugTicket pfänden kann, weiß ich nicht, aber ich glaube es nicht.

Leider ist es so, dass viele Väter keinen Unterhalt bezahlten, weil sie angeblich zu wenig verdienen und trotzdem in Saus und Braus leben.

LG

Nici

Beitrag von windsbraut69 02.03.11 - 12:41 Uhr

Deinen Ärger kann ich ja vertehen,

aber er muß doch für die Pfändung nicht zugegen sein und er hat auch kein Reiseverbot!

Was soll es Deiner Ansicht nach bringen, ein Flugticket zu pfänden?
Kannst Du damit etwas anfangen?

Gruß,

W

Beitrag von manyatta 02.03.11 - 12:51 Uhr

Nee, das Flugticket ist mir sowas von egal.
Ich versteh nur absolut nicht, dass der Mann einfach tun und lassen kann was er will.
Der Zusammenhang, dass es eine Pfändung gibt und er rund 6 Wochen ans andere Ende der Welt fliegt .... passt doch nun so gar nicht oder? Ich seh es schon kommen, dass nichts gepfändet werden kann und wieder nichts dabei rauskommt....

:-[

Beitrag von sarai2110 02.03.11 - 12:55 Uhr

hallo,

es geht sicher nicht um das Ticket!!!

Anfangen könnte sie etwas damit,wenn es in ein one way Ticket getauscht werden könnte.

Würd ich garantiert auch spendieren #huepf

Beitrag von windsbraut69 02.03.11 - 12:56 Uhr

Wozu sollte es dann gepfändet werden?

Beitrag von sarai2110 02.03.11 - 13:05 Uhr

Sorry.....das war schwarzer Humor!!

Es geht wohl eher darum,dass er ja nicht zahlt,weil er ja angeblich kein Geld hat,aber 600-bis 900 Euro für ein Ticket über hat, für ein Ticket.

Kenn aber auch die Hintergründe!

Beitrag von manyatta 02.03.11 - 13:22 Uhr

#danke

Beitrag von sarai2110 02.03.11 - 13:51 Uhr

ups.....das war wohl ein Ticket zu viel#hicks

Beitrag von a11ure 02.03.11 - 13:36 Uhr

#rofl

Beitrag von manavgat 02.03.11 - 13:10 Uhr

Du hättest schon längst eine Strafanzeige mit Strafantrag bei der Polizei stellen können. Das hätte jetzt nämlich den netten Nebeneffekt, dass er erstmal Stress am Flughafen bekommt.

Jugendamt kannste vergessen, Du brauchst eine Anwältin die scharf schießt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von manyatta 02.03.11 - 13:20 Uhr

Hi!

Kannst du mal genauer werden? Strafanzeige wegen was? Sorry wenn ich so blöd frage aber ich kenn mich da gar nicht aus. Kann man ihn denn irgendwie daran hindern? Meine Anwältin ist leider keine "scharf schießende"....

Beitrag von manavgat 02.03.11 - 13:36 Uhr

Strafanzeige mit Strafantrag

wegen Unterhaltspflichtverletzung.


Vielleicht brauchst Du eine andere Anwältin oder Du sagst ihr klar: ich erwarte, dass sie alle! Register ziehen und scharf schießen. Nett war gestern.

Gruß

Manavgat

Beitrag von parzifal 02.03.11 - 16:31 Uhr

Könntest Du näher erläutern welchen konkreten Streß er dann bekommt?

Wird er dann am Flughafen verhaftet und ein Haftbefehl erlassen?

Gruß
parzifal



Beitrag von manavgat 03.03.11 - 11:52 Uhr

Er wird erstmal zwecks Aufenthaltsfeststellung festgehalten. Das führte bei meinem Ex mehrfach dazu, dass er samt neuem Anhang sein Flugzeug verpasst hat.

Stress beim KV erzeugt Zahlungswilligkeit. Daher erhöhe ich - soweit es irgendwie geht - die Stressrate. Das ganze Programm: Pfändung der Mietkaution, Aufforderung zur Unterhaltszahlung via Facebook, kontaktieren seiner Kontakte, ob was bekannt ist mit Arbeit etc., Taschenpfändung, Kontenpfändung (und Sperre) etc.

Gruß

Manavgat

Beitrag von parzifal 04.03.11 - 10:45 Uhr

Und wie sieht diese "Aufenthaltsfeststellung" denn in der Praxis aus?

Geht es um den Aufenthalt beim Zielort oder den Aufenthalt zu Hause?

Für letzteres müsste ja der Ausweis ausreichen.

Für letzteres die Buchung.

Ich kann mir nichts konkretes darunter vorstellen was diese Aufenthaltsfestellung so langwierig macht, dass ein Flug verpasst wird.

Und wer muss den Schaden tragen (insbesondere wenn sich die Strafanzeige als unberechtigt herausstellt)?

Für das ganze Procedere ist eine bloße einseitige Strafanzeige/antrag ausreichend?

Gruß
parzifal



Beitrag von manavgat 06.03.11 - 15:45 Uhr

Strafanzeige. Staatsanwalt betreibt das Verfahren, nicht der Anzeigeerstatter. Da der Unterhalt mutwillig nicht gezahlt wird - für Flugtickets ist ja auch Geld da, kann man Regreßforderungen gelassen entgegen sehen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von parzifal 07.03.11 - 08:01 Uhr

Dass die Staatsanwaltschaft Herrin des Verfahrens ist, ist mir bewußt. Das klärt aber nicht meine Frage.

Ich habe immer noch nicht verstanden wie eine reine Strafanzeige, die ein Ermittlungsverfahren in Gang setzt dazu führt, dass man seinen Flug verpasst.

Das man bei Vorliegen eines Haftbefehls nicht fliegen kann ist mir bewußt. Das man einen Flieger verpasst, weil eine Strafanzeige vorliegt aber nicht.

Die Polizei am Flughafen erfährt von dieser Strafanzeige und hält ihn nur deshalb fest?

Um welchen Aufenthalt zu ermitteln (den zu Hause oder den am Urlaubsort)?

Ist eine bloße Strafanzeige, die ja vollkommen unberechtigt sein kann, ausreichend um dieses Procedere (Flug verpassen) auszulösen?


Mir ist einfach nicht klar wie das in der Praxis funktionieren soll?

Da ich gerne dazulerne wäre es nett wenn Du erläutern könntest wie das Ganze funktioniert?

Funktioniert dieses Festhalten am Flughafen bei jeder Strafanzeige oder nur bei Unterhaltsstrafanzeigen?


Wie gesagt: Mir ist nicht klar, wie das bloße Vorliegen einer Strafanzeige (die auch ein "Verrückter" ohne jeden Grund gestellt haben kann) bereits so starke Auswirkungen hat.

Und was dauert an einer Aufenthaltsbestimmung,wenn diese tatsächlich aufgrund einer Strafanzeige von der die Flughafenpolizei erfährt (wie eigentlich?) durchgeführt wird, so lange wenn man einen Ausweis hat?

Lag bei Deinem Fall wirklich nichts anderes vor als eine bloße Strafanzeige?


"Da der Unterhalt mutwillig nicht gezahlt wird"

Das ist ja erst durch das Ermittlungsverfahren festzustellen.

Eine Anzeige nimmt ja nicht schon das Ergebnis vorweg. Man ist ja nicht schuldig nur weil eine Anzeige erhoben wird.



Beitrag von parzifal 09.03.11 - 10:22 Uhr

Schade. Ich hoffte Du klärst etwas weiter auf und ich könnte etwas dazulernen.

Strafanzeige=Flug verpassen wegen darauf beruhender Aufenthaltsfeststellung? Ausnahme oder Regel?

So bleiben nur Zweifel, dass das Ganze tatsächlich so einfach fuktioniert wie von Dir behauptet.

Gruß
parzifal

Beitrag von leoni24 13.03.11 - 21:01 Uhr

Hallo,

schreibe dir mal meine Erfahrungen auf. ;o)
Kämpfe seid 9 Jahren um den Unterhalt. Seid 9 Jahren besteht auch kein Kontakt, es sei denn es kommt zu einer Verhandlung.

Ja also neun Jahre kein Unterhalt, in den neun Jahren Taschenpfändung, Kontopfändung, Lohnpfändung alles versucht. Passeinzug weil er hat mal verlauten lassen sich ab zusetzen.

Gerichtsvollzieher mehrfach vorbei geschickt , wird erstmal eingestellt weil der Herr net an zu treffen ist. Ja wie auch wenn er mehr bei seiner neuen Lebensgefährtin ist.

Sämtliche Neuigkeiten unteranderen auch ein Schreiben von seinen Anschaffung wann wie wo und was unter eidesstattlicher Versicherung seiner Lebensgefährtin ( war mal zwischenzeitlich schluss bei den beiden ) liegt bei der Polizei bei der Staatsanwaltschaft und den Obergrichtsvollzieher vor.

Jahr 2008 Gerichtsurteil auf zwei Jahre Bewährung mit 6 Monate Vollzug. In dieser Bewährungszeit hat er 2 Mal unterhalt gezahlt, danach nicht mehr . Urlaubsreisen gemacht usw. Arbeitslos geworden, hat sich Selbstständig gemacht hat ein halbes Jahr später eine eidesstattliche Versicherung unterschrieben worüber wir nichts wußten.
Hat in dieser Eidesstattlichen Versicherung falsche Angaben gemacht und was passiert ?....NICHTS es stehen etwas über 30.000€ an Unterhalt offen.

Das ist der Staat. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Gerichtsverhandlung erhoffen tue ich mir nichts mehr.

Bekomme meine Kinder auch alleine groß.
Viele haben mir auch gut zu gesprochen das ich mir meine nerven schonen soll und für meine Kinder da sein soll......hier im Forum......wieso soll man sich aufregen wo eh nichts passiert.

Wobei ich manchmal nicht wahr haben will das andere Väter die zahlen schon einen haftbefehl haben sowie sie einmal nicht zahlen sollten und meiner läßt sich es auch gut gehen.

Aber jeder bekommt mal seine gerechte Strafe.

Ich glaub nicht mehr dran dass meine Kinder jemals einen cent Unterhalt sehen werden und schon garnicht mehr von der noch offenen Summe.

Aber ich bin mit diesem Menschen durch ! man lebt ruhiger.

LG und viel Glück

Beitrag von manyatta 13.03.11 - 21:20 Uhr

Hi!

Oh nee, da könnte ich ja schon wieder..... *grrrrrrrr*!!!

Ich hab mir sowas schon gedacht, also dass es nicht so einfach ist da was zu erreichen. Es regt mich nur dermaßen auf...

Ich danke dir für deine Antwort! Ich finde es ganz toll, dass du nicht aufgibst, auch wenn nicht viel Hoffnung besteht. Aber irgenwann wird er schon sehen was er davon hat, allein deswegen lohnt es sich schon weiter zu kämpfen!

Alles Gute!