Wegen Nichtimmunität gegen Ringelröteln und Frauenärztin

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von schachti2005 02.03.11 - 10:48 Uhr

Hallo!


Ich hatte vor 4 Wochen einen Bluttest, ob ich immun gegen Ringelröteln bin, da wir Kontakt zu einem erkrankten Kind hatten und auch meine Familie eigentlich täglich Kontakt zu den Ringelröteln hat, durch die Schule. (Mein kleiner Bruder und meine kleine Nichte.)
Ich bin nicht immun und hatte sie da aktuell nicht.

Klar, besuchen wir meine Familie jetzt erstmal nicht, mehr kann man nicht machen. Allerdings kommt mein großer Bruder mit meinem kleinen Bruder oft unangemeldet vorbei. Ja, wie soll ich mich da fernhalten wenn es andersrum nicht beachtet wird?

Und daher dass es generell schwer ist, sich vor diesen Ringelröteln zu schützen, bat ich meine FÄ am Montag darum, dass wir regelmäßige Bluttests machen, um eine Infektion nicht zu übersehen. (Wird bei Nichtimmunität ja auch empfohlen.) Sie ging darauf leider nicht wirklich ein, machte mir aber vorher mit dem Wissen über Folgen für das Ungeborene schon sehr Angst. :-(
Kurz vorher sprach ich noch mit der Hebamme, welche in der Praxis ist, darüber. Diese meinte wieder zu mir, es wäre jetzt schon besser, dies regelmäßig zu testen. Dies sollte ich aber mit der Ärztin besprechen.
Aber diese ging leider nicht darauf ein. Nichtmal dann, als ich meinte, ich zahle die Tests auch selber.

Lange Rede, kurzer Sinn.
Ich überlege nun daher, zu wechseln.
Es wird jetzt einige geben, die dies für übertrieben halten.
Dennoch ist somit das Vertrauen irgendwie dahin.
Ich mein, es ist doch nix dabei mal Blut abzunehmen.
Bei Toxoplasmose machen sie mich regelrecht verrückt dass ich es mehrmals testen lassen soll, da ich nicht immun bin. Und dabei kann ich diese Krankheit wesentlich besser versuchen zu umgehen. (Katzen haben wir keine, rohes Fleisch meiden wird nicht schwer sein und Gemüse etc. waschen ist ja klar.)
Klappte in den ersten 2 Schwangerschaften auch super.

Wie würdet ihr handeln?
Eine Bekannte welche schwanger ist schwärmt richtig von ihrer Frauenärztin und ich selber habe auch nur gute Sachen gehört.
Sie würde sich wirklich viel Zeit nehmen für die Frauen und auch Ängste nicht einfach ignorieren.
Und dass denke ich, ist schon wichtig.


LG Sandy

Beitrag von babett85 02.03.11 - 10:54 Uhr

Hallo, na dann wechsle doch ich habe auch gewechselt weil ich mit meiner nciht zufrieden war und bin auch sehr froh drüber :)

Beitrag von maari 02.03.11 - 10:58 Uhr

Hi,

ich würde an Deiner Stelle entweder wechseln oder bei Deiner jetzigen FÄ vehement auf den Bluttest bestehen. Je nachdem was Dir lieber ist bzw. was praktikabel ist (bei uns nimmt z.B. der beliebteste FA weit und breit keine neuen Patientinnen mehr an).
Du musst ja allerdings nur noch die nächsten 5 Wochen "überstehen", denn ab der 20. SSW sind die Ringelröteln nicht mehr kritisch (wurde mir zumindest gesagt, als ich letztens auch Kontakt zu einem Kind hatte in dessen KiGA Ringelröteln aufgetreten waren).

LG Maari (24. SSW)

Beitrag von schachti2005 02.03.11 - 11:04 Uhr

Danke euch!

Werde versuchen noch einmal darauf zu bestehen und wenn kein Weg rangeht, wechseln.

Meine FÄ meinte auch, ab der 20.SSW ist es nicht mehr sooo gefährlich. Besser aber wäre es, sich nicht vor der 30.SSW damit anzustecken.
Am allerbesten, garnicht...



LG Sandy

Beitrag von danat 02.03.11 - 11:30 Uhr

Hallo,

kann sehr gut nachvollziehen, dass du dir Sorgen machst. Ich hatte um die 18. Wo. herum Kontakt mit Ringelröteln in meinem Arbeitsumfeld. Dort gab es zum Teil schlimme Reaktionen, wie "naja, ... da gilt halt das Alles-oder-Nichts-Prinzip". Als ob es nicht so schlimm wäre, wenn wir das Baby verlieren würden. Oder ich solle mir keinen Kopf machen, weil man doch später einen Blutaustausch bei dem Ungeborenen vornehmen könnte. ... Ist klar, man will ja sonst nichts für sein Baby.
Und klar, das Risiko wird mit fortschreitender Schwangerschaft geringer - aber es ist doch trotzdem gegeben.

Ich hatte meine FÄ damals nicht sofort erreicht (da Urlaub). Meine Hebamme hat gleich ein Blutbild gemacht. Ich war nicht immun aber zum Glück nicht angesteckt. Meine Ärztin hat dann im weiteren Verlauf immer wieder Blut abgenommen (ich glaube noch drei oder viermal bei den VUs) und mich auch zur Feindiagnostik geschickt (da kann man an ganz kleinen Blutgefäßen im Gehirn feststellen, ob das Baby infiziert ist). Ich habe dann auch direkt ein Beschäftigungsverbot bekommen. Allerdings nicht direkt wegen den Ringelröteln, da spielten noch viele andere Dinge mit rein. Aber dadurch war dann natürlich auch die Ansteckungsgefahr nicht mehr gegeben.

Ich würde auf die Bluttests bestehen. Wenn sie sich anstellt würde ich wechseln. Das ist alles nicht zuträglich für das Vertrauensverhältnis. Wann will ja bei einem Arzt sein, der wirklich alles Notwendige für die Gesundheit von Mutter und Kind tut.

Wünsch dir alles Gute. Dana.

Beitrag von schachti2005 02.03.11 - 12:30 Uhr

Danke!
Und ich dachte schon, ich übertreibe.
Aber an deinem Fall sieht man ja, dass man nie vorsichtig genug sein kann.


LG Sandy